Österreich
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Wien (1,7 Mio. Einwohner)
Fläche: 83.878,99 km²
Einwohnerzahl: 8,7 Mio.
Währung: 1 Euro = 100 Cent
Staatsform: Bundesrepublik
Amtssprache: Deutsch. Regionale Amtssprachen: Kroatisch, Slowenisch, Ungarisch.
Religion: 73,6 % katholisch, 4,7 % evangelisch, 4,2 % muslimisch, 12,0 % konfessionslos, 5,5 % andere und unbekannt
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+1, MEZ
UTC+2, MESZ (März bis Oktober)
Telefon-Vorwahl: +43
Netzspannung: 230 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 0
Visumpflicht: Nein
Reisepass erforderlich: Nein
Lage
Geographische Einordnung
Österreich ist ein Binnenstaat in Zentraleuropa und grenzt an Deutschland und Tschechien im Norden, Slowenien und Italien im Süden, die Slowakei und Ungarn im Osten sowie die Schweiz und Liechtenstein im Westen.
Infrastruktur
Österreich hat sechs internationale Flughäfen: Wien (VIE) (Wien-Schwechat), Graz (GRZ), Innsbruck (INN) (Kranebitten), Klagenfurt (KLU) (Wörthersee), Linz (LNZ) (Hörsching) und Salzburg (SZG) (Maxglan). Inlandsflüge werden angeboten.
Das österreichische Bundesbahnnetz ist an das gesamte europäische Eisenbahnnetz angeschlossen. In Österreich braucht man eine Vignette auf allen Autobahnen und Schnellstraßen.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
26. Oktober: Verabschiedung des Neutralitätsgesetzes
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
6. Januar: Heilige Drei Könige
6. April: Ostermontag
1. Mai: Tag der Arbeit
14. Mai: Christi Himmelfahrt
25. Mai: Pfingstmontag
4. Juni: Fronleichnam
15. August: Mariä Himmelfahrt
1. November: Allerheiligen
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Christtag
26. Dezember: Stefanitag
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
26. Oktober: Verabschiedung des Neutralitätsgesetzes
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
6. Januar: Heilige Drei Könige
29. März: Ostermontag
1. Mai: Tag der Arbeit
6. Mai: Christi Himmelfahrt
17. Mai: Pfingstmontag
27. Mai: Fronleichnam
15. August: Mariä Himmelfahrt
1. November: Allerheiligen
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Christtag
26. Dezember: Stefanitag
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
26. Oktober: Verabschiedung des Neutralitätsgesetzes
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
6. Januar: Heilige Drei Könige
17. April: Ostermontag
1. Mai: Tag der Arbeit
25. Mai: Christi Himmelfahrt
5. Juni: Pfingstmontag
15. Juni: Fronleichnam
15. August: Mariä Himmelfahrt
1. November: Allerheiligen
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Christtag
26. Dezember: Stefanitag
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 112
Polizei: 133
Feuerwehr: 122
Ambulanz: 144
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Es gibt zahlreiche Internetcafés in allen größeren Städten; an vielen öffentlichen Orten (z.B. am Flughafen Schwechat) finden sich auch "Access Points" z.T. kostenlos. Gratis-WLAN bieten z.B. alle McDonalds-Filialen an. Viele Telefonzellen sind so genannte "MultimediaStationen", die mit Breitband-Internet ausgestattet sind.
Strom / Elektrizität
230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C = flacher Eurostecker, F= SchuKo-Stecker, E.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp C
Steckertyp F
Steckertyp E
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Die nationale Fluggesellschaft Austrian Airlines (OS) fliegt von den meisten großen Städten Deutschlands und der Schweiz nach Österreich.
Wien, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg werden im internationalen Flugverkehr angeflogen, z.B. durch die Lufthansa (LH), Eurowings (EW) und Swiss (LX).
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Euro (EUR) = 100 Cents.
Banköffnungszeiten: Mo-Fr 08.30-12.30 und 13.30-16 oder 17 Uhr, Zentralen sind teils durchgehend und abends länger geöffnet. Unterschiedliche Öffnungszeiten in den einzelnen Bundesländern möglich. Die Wechselstuben in Flughäfen und Bahnhöfen öffnen täglich von 8-22 Uhr.
Reiseschecks und Kreditkarten werden in den meisten Hotels, Geschäften und Restaurants akzeptiert. Kleinere Geschäfte nehmen nur Bargeld an. Geldautomaten sind überall verfügbar.
Mit ec-/Maestro-Karte und PIN-Nummer kann an Geldautomaten Bargeld abgehoben werden. In vielen Geschäften kann man mit der ec-/Maestro-Karte zu bezahlen. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden in der Regel akzeptiert.
Vorsorge
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
FSME
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Sowohl die meisten staatlichen als auch private Krankenhäuser entsprechen westeuropäischen Standards. Zwischen Deutschland und Österreich gibt es ein Sozialversicherungsabkommen, das die gegenseitige Abrechnung von medizinischen Behandlungskosten regelt. Alle Patienten werden mit der europäischen Versicherungskarte (EHIC) behandelt. Da eine Behandlung in Privatkliniken teuer sein kann, ist der Abschluss einer Reisekrankenversicherung inkl. Rücktransport im Notfall ratsam.
Die Medikamentenversorgung ist gesichert, vor allem bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten sollte man eine Reiseapotheke mitnehmen, die auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält.
Infektionen / Krankheiten
West-Nil-Fieber
Infektionskrankheit, die durch Mücken auf den Menschen übertragen wird.
Symptome: Häufig ist der Verlauf symptomlos. Bei manchen eher grippeähnliche Symptome: Fieber, Schüttelfrost. Abgeschlagenheit, Durchfall, Bindehautentzündung, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lymphknotenschwellung. In einigen Fällen kann es zu schweren Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis) und der Hirnhäute (Meningitis) sowie zu akuten Lähmungserscheinungen (Paralyse) kommen, die sich nur teilweise oder gar nicht mehr zurückbilden. Diese schwerwiegenden Komplikationen können zum Tod führen.
Inkubationszeit: zwischen 2–14 Tagen.
Vorkommen: hauptsächlich in Afrika, Nordamerika und in den südöstlichen Ländern des Mittelmeerraums, Indien.
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.
Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.
Hantavirus
Hantaviren werden von Nagetieren wie der Rötelmaus übertragen und können teilweise zu einer lebensbedrohlichen Infektion führen. Die Nager scheiden die Erreger über Speichel, Urin und Kot aus. Der Mensch kann sich anstecken, wenn er die Erreger einatmet.
Die Symptome variieren je nach Virustyp: teilweise hohes Fieber, grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen), Husten und Schüttelfrost.
In Einzelfällen Lungenentzündungen, akutes Nierenversagen und/oder Fiebererkrankungen mit inneren Blutungen.
Inkubationszeit: zwischen 5 und 60 Tagen.
Hygiene
Trinkwasser
Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.
Nahrung
Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Klima
Allgemein
Zentraleuropäisches Klima mit kalten Wintern mit langanhaltenden Regenfällen und kühlen regenreichen Sommern. Die durchschnittliche Temperatur liegt im Juli bei 20 °C, im Winter bei 0 °C.
Klimatabelle
Nachfolgend Daten der Klimastation Wien (Stadt, Obs. Hohe Warte)
Höhe über NN in m: 202
Geographische Position: 16° 21’ E, 48° 14’ N
Mittleres Temperaturmaximum (°C)
Jan. | Feb. | Mär. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sep. | Okt. | Nov. | Dez. |
1,8 | 4,1 | 9,3 | 15,1 | 19,5 | 22,6 | 25,1 | 24,2 | 20,5 | 14,1 | 8,2 | 3,8 |
Mittleres Temperaturminimum (°C)
Jan. | Feb. | Mär. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sep. | Okt. | Nov. | Dez. |
- 3,0 | <1,4 | 1,4 | 6,3 | 10,5 | 13,8 | 15,9 | 15,2 | 11,8 | 7,0 | 3,6 | -0,1 |
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
In Österreich herrscht im Westen und Norden maritim beeinflusstes, oft von feuchten Westwinden geprägtes Klima, im Osten überwiegt kontinentales, niederschlagsärmeres Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern. Da Österreich in einem geologisch aktiven Gebiet liegt, ereignen sich in manchen Gegenden (z.B. Wiener Becken, Mürz- und Inntal) gelegentlich schwächere Erdbeben, in der Regel ohne größere Schäden. Während der Wintermonate sind bei bestimmten Wetterlagen Lawinenabgänge möglich. Reisende sollten sich regelmäßig über das Wettergeschehen oder aktuelle Unwetterwarnungen informieren, die von der österreichischen “Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik” (ZAMG) veröffentlicht werden.
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.
Lawinen
Es besteht eine hohe Lawinengefahr.
Weitere Gefahren
In Folge von heftigen Niederschlägen und Überschwemmungen kann es zu Erdrutschen und Schlammlawinen kommen.
Plötzliche und unerwartete extreme Wetterlagen in alpinen Gegenden.