Albanien

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Tirana

Fläche: 28.700 km²

Einwohnerzahl: 28.748 km²

Währung: Lek (ALL)

Staatsform: Parlamentarische Republik

Amtssprache: Albanisch

Religion: Muslimisch 40%, Albanisch-Orthodox 20%, Römisch-Katholisch 20%

Bevölkerungsdichte: 97,4 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+1 MEZ; UTC+2 MESZ (März bis Oktober)

Telefon-Vorwahl: +355

Netzspannung: 230 V, 50 Hz

Gefahrenindex:

Visumpflicht: nein (bis zu einem touristischen Aufenthalt von mx. 90 Tagen)

Reisepass erforderlich: nein

Lage

Geographische Einordnung

Albanien grenzt im Norden an Montenegro, im Nordosten an das Kosovo, im Osten an Mazedonien und im Süden an Griechenland. Die natürliche Westgrenze wird durch die Küsten der Adria und des ionischen Meeres gebildet, wodurch das Land zu den Anrainerstaaten des Mittelmeers zählt. Gute Sandstrände, schöne Seen und ausgedehnte Wälder bieten reizvolle Kontraste.

Infrastruktur

Albanien hat den internationalen Flughafen Tirana-Rinas (TIA).

Fähren sind vorhanden, das Eisenbahnnetz ist recht schlecht ausgebaut sowie auch das Straßennetz. Der Bus ist eines der wichtigsten Fortbewegungsmittel, Taxis und Mietwagen sind in den großen Städten vorhanden.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
28.(+30.) November:             Unabhängigkeitstag und Tag der Flagge 

Weitere Feiertage:
1.+2. Januar:                Neujahr
14. März:                Tag des Sommers
20. März:                Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
22.+23. März:                Nouruz (Persisches Neujahr)
5. April:                Katholischer Ostersonntag
6. April:                Katholischer Ostermontag
12. April:                Orthodoxer Ostersonntag
13. April:                Orthodoxer Ostermontag
1. Mai:                    Tag der Arbeit
27. Mai:                Eid al-Adha (Opferfest)
5.(+7.) September:            Tag der Seligsprechung von Mutter Teresa
29. November (+1. Dezember):    Tag der Befreiung
8. Dezember:                Tag der Jugend 
25. Dezember:            Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
28.(+30.) November:             Unabhängigkeitstag und Tag der Flagge 

Weitere Feiertage:
1.(+2, 4.). Januar:            Neujahr
9. März:                Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
14.(+15.) März:            Tag des Sommers
22. März:                Nouruz (Persisches Neujahr)
28. März:                Katholischer Ostersonntag
29. März:                Katholischer Ostermontag
1.(+3.) Mai:                Tag der Arbeit
2. Mai:                    Orthodoxer Ostersonntag
3. Mai:                    Orthodoxer Ostermontag
16.(+17.) Mai:                Eid al-Adha (Opferfest)
5.(+6.) September:            Tag der Seligsprechung von Mutter Teresa
29. November:            Tag der Befreiung
8. Dezember:                Tag der Jugend 
25.(+27.) Dezember:            Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
28. November:             Unabhängigkeitstag und Tag der Flagge 

Weitere Feiertage:
1.(+2.) Januar:                Neujahr
26. Februar:                Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
14. März:                Tag des Sommers
22. (+24.) März:            Nouruz (Persisches Neujahr)
16. April:                Katholischer Ostersonntag
16. April:                Orthodoxer Ostersonntag
17. April:                Katholischer Ostermontag
17. April:                Orthodoxer Ostermontag
1. Mai:                    Tag der Arbeit
5. Mai:                    Eid al-Adha (Opferfest)
5. September:                Tag der Seligsprechung von Mutter Teresa
22. November:            Tag des Alphabets
29. November:            Tag der Befreiung
8. Dezember:                Tag der Jugend 
25. Dezember:            Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 17 / 127

Polizei: 19 / 129

Feuerwehr: 18 / 128

Küstenwache: 18 oder 128
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder
+49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Strom / Elektrizität

230 V, 50 Hz. Adapter erforderlich. Es werden die Steckertypen C und F verwendet, d.h. man benötigt keinen Reisestecker-Adapter in Albanien, wenn man in Deutschland wohnt.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“: www.iec.ch

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp F

steckertyp-F

Die Elektrizitätsversorgung ist flächendeckend und gut ausgebaut. Sie ist i.d.R. weitgehend stabil.

Sporadische Stromausfälle sind sowohl auf dem Land als auch in den großen Städten möglich, was zu Engpässen bei Lebensmittelläden, Restaurants und Geschäften führen kann. Größere Läden, Restaurants und Hotels verfügen über Notstrom-Aggregate.

Telefon / Mobilfunk

Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.

Internet

Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Es gibt einen gut ausgebauten internationalen Flughafen nahe Tirana (Rinas), der an das interkontinentale Streckennetz angeschlossen ist. Er wird täglich bzw. mehrmals in der Woche von internationalen Airlines direkt angeflogen.

Daneben gibt es Regionalflughäfen, die täglich über mehrere internationale Verbindungen verfügen.

Der inländische Flugverkehr spielt aufgrund der geringen Größe des Landes keine besondere Rolle.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährungen: 1 Lek (ALL) = 100 Qindarka

Banköffnungszeiten: Mo-Fr 08.30-14.30 Uhr.

Bargeld kann man rund um die Uhr an Geldautomaten mit EC-Karte oder internationalen Kreditkarten abheben, alle gängigen Kreditkarten werden akzeptiert. Allerdings werden

Kreditkarten generell nur in größeren Hotels, Geschäften und Restaurants akzeptiert.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A

Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

FSME-Impfung (gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis) bei Exposition gegenüber Zecken

Tollwut, in abgelegenen Gebieten, bei erhöhtem Risiko für nicht vermeidbare Tierkontakte

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung und das Rettungswesen entsprechen nicht westeuropäischen Standards. Privatkliniken sind besser ausgestattet als staatliche Krankenhäuser, verlangen aber vor Beginn einer Behandlung eine finanzielle Garantie oder eine Barvorauszahlung. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt. Ratsam ist ebenfalls die Mitnahme einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält, da die Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten nicht gewährleistet ist.

Infektionen / Krankheiten

West-Nil-Fieber

Infektionskrankheit, die durch Mücken auf den Menschen übertragen wird.

Symptome: Häufig ist der Verlauf symptomlos. Bei manchen eher grippeähnliche Symptome: Fieber, Schüttelfrost. Abgeschlagenheit, Durchfall, Bindehautentzündung, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lymphknotenschwellung. In einigen Fällen kann es zu schweren Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis) und der Hirnhäute (Meningitis) sowie zu akuten Lähmungserscheinungen (Paralyse) kommen, die sich nur teilweise oder gar nicht mehr zurückbilden. Diese schwerwiegenden Komplikationen können zum Tod führen.

Inkubationszeit: zwischen 2–14 Tagen.

Vorkommen: hauptsächlich in Afrika, Nordamerika und in den südöstlichen Ländern des Mittelmeerraums, Indien.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.

Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.

Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.

Borreliose (Lyme-Borreliose)

Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
 
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
 
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
 
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Leishmaniose (Orientbeule)

Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.

Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).

Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.

Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).

Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.

Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Trinkwasser sollte daher immer abgekocht werden und auf Eiswürfel in Getränken sollte verzichtet werden.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Lebensmittel sollten immer gekocht verzehrt werden. Obst und Gemüse sollte immer geschält werden.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.

Umwelt

Klima

Allgemein

Milde Temperaturen, kühle, nasse Winter, heiße, trockene Sommer.

Das Klima ist in den einzelnen Landesteilen unterschiedlich. An der Küste herrscht typisches Mittelmeerklima, besonders ausgeprägt in den westlichen Küstenniederungen sind feucht-milde Winter und trockene warme Sommer. Im Gebirge und im gebirgigen Landesinneren herrscht ein Klima mit kontinentaler Prägung vor. Im Sommer heiß und trocken, im Winter teilweise sehr kalt. Hauptniederschläge gibt es im Winter, in höheren Lagen viel und sehr lange Schnee.

Die angenehmsten Reisemonate sind März bis Juni und September bis Oktober. Im Juli und August werden hingegen Tageshöchsttemperaturen bis 40 °C erreicht.

Klimatabelle

Klimastation TIRANA (TIRANE)

Höhe über NN in m: 127

geographische Position: 19° 49’ E, 41° 19’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

11,9

13,2

15,1

20,1

24,3

28,5

31,9

31,6

28,2

22,6

17,4

13,1

Temp. ø Min. (°C)

2,1

2,7

5,1

8,7

12,6

15,8

17,8

17,9

15,2

11,5

7,9

4,3

Regentage

12

10

11

11

10

6

4

4

6

11

13

12

Niederschlag (mm)

143

132

115

104

103

68

42

46

78

114

172

148

Sonnenstunden ø

4,1

4,4

5,1

6,8

8,6

9,9

11,4

10,6

8,8

7,0

4,2

2,8

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung

--

--

--

--

--

zs

zs

zs

zs

--

--

--

 

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Erdbeben

Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Tsunami

Es besteht eine erhöhte Tsunamigefahr, die allerdings selten ein schlimmes Ausmaß annimmt.

Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.

Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.

Stürme

Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.

Dies gilt vor allem in den Wintermonaten.

Waldbrände

Insbesondere in den Sommermonaten kann es zu größeren Wald- und Buschbränden kommen. Evakuierungen und Einschränkungen im Verkehr sind die Folge.