Antarktis
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: k.A.
Fläche: k.A.
Einwohnerzahl: k.A.
Währung: n.v.
Staatsform: k.A.
Amtssprache: k.A.
Religion: k.A.
Bevölkerungsdichte: k.A.
Zeitzone: k.A.
Telefon-Vorwahl: +672
Netzspannung: k.A.
Gefahrenindex:
Visumpflicht: k.A
Reisepass erforderlich: k.A
Lage
Geographische Einordnung
Der südlichste Kontinent der Erde, in seinem Zentrum liegt auf einem Hochplateau der Südpol. Rund 95 % der antarktischen Oberfläche (insgesamt 13,66 Mio. qkm) sind von Eis bedeckt. Die Antarktis ist der kälteste, trockenste und stürmischste aller Kontinente. Sie ist fast 40 mal so groß wie Deutschland und der einzige Erdteil ohne Bevölkerung. Zahlreiche Staaten nutzen sie als "wissenschaftliches Freiluftlabor", was unter anderem zur Entdeckung des Ozonlochs geführt hat.
Kontakte
Notrufnummern
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
im Sommer gibt es einige Anbieter von Flugzeugtransfers zum Südpol mit Kurzzeitaufenthalt. Hierfür muss allerdings mit sehr hohen Kosten gerechnet werden.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Empfohlene Impfungen
Tetanus
Diphtherie
Pertussis / Keuchhusten
Polio
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis A
Hepatitis B
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist mangelhaft. Eine ausreichende gesundheitliche Versorgung ist nur im Ausland vorhanden. Es gibt keine Such- und Rettungsdienste und auch keine Notfallversorgung.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Influenza (Grippe)
Influenza ist eine Viruserkrankung, die durch direkten oder indirekten Kontakt mit Körperflüssigkeiten erkrankter Personen übertragen wird.
Symptome: hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Augentränen, trockener Husten, trockene Kehle, angeschwollene Nasenschleimhaut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Inkubationszeit: i.d.R. zwischen wenigen Stunden bis Tagen.
Vorkommen: grundsätzlich überall.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Trinkwasser sollte daher immer abgekocht werden und auf Eiswürfel in Getränken sollte verzichtet werden. Süßwasser ist häufig belastet durch Keime und auch durch Schadstoffe.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Lebensmittel sollten immer gekocht verzehrt werden. Obst und Gemüse sollte immer geschält werden.
Luft
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Klima
Allgemein
Auf dem kältesten und windigsten Kontinent der Erde herrschen Durchschnittstemperaturen um die -40 °C. Im Inneren der Antarktis steigen die Temperaturen auch im Südsommer (November bis Februar) selten über -20 °C an. Bis nahe 0 °C können die Höchsttemperaturen in Küstennähe ansteigen, jedoch muss auch dort jederzeit mit Temperaturstürzen auf unter -30 °C gerechnet werden.
Die Antarktis ist eine eisbedeckte Trockenwüste - die extrem kalte Luft enthält nur wenig Wasserdampf bei relativen Luftfeuchten von örtlich bis weit unter 30 % . Antarktis - Stürme können schlimmer sein als ein Taifun. Besonders in Küstennähe sind die Fallwinde zeitweise mörderisch. Windgeschwindigkeiten bis zu 300 km/h fegen alles ins Meer.
Besonders der katabische (abfallende) Wind, macht das Überleben in der südlichsten Region der Erde fast unmöglich. Er peitscht mit unglaublicher Härte von der Spitze der Eisberge über Tausende von Kilometern zur Küste hinab.
Zu Beginn seiner Reise zeigt er sich nur als leichte Brise, die sich langsam zu einer imposanten Naturgewalt entwickelt. Im Gegensatz zu anderen frostigen Lüften, entlädt sich der trockene eisige Hauch des katabischen Windes nicht in Schneefällen. Der Grund dafür liegt in seinem Inneren verborgen: Geringe Mengen Wasserdampf erschweren die Entstehung von Schnee.
Stattdessen bilden sich winzige Eiskristalle, die wie glitzernder Sternenstaub niedersinken. Doch die unscheinbaren Flocken reichen aus, um die schneeweiße Decke des Südpols Jahr für Jahr um 30 cm wachsen zu lassen. Ein faszinierendes Naturschauspiel, das weitreichende Auswirkungen hat: Es beeinflusst das globale Wettergeschehen.
Natürliche Umweltgefahren
Erdbeben
Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.
Tsunami
In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.
Weitere Gefahren
In den Wintermonaten kann es aufgrund der niedrigen Temperaturen von unter -30 Grad, zu einer extremen Kälte kommen, die gesundheitsgefährdend sein kann. Diese Extremtemperaturen können Engpässe im Verkehrsbereich (eingeschränkter Nah-, Fern- und Flugverkehr) und in der Infrastruktur verursachen. Dies kann zu Einschränkungen im öffentlichen Leben führen.