Aserbaidschan

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Baku (2.181.800 Einwohner)

Fläche: 86.600 km²

Einwohnerzahl: 9.593.000

Währung: 1 Aserbaidschan-Manat (A.M.) = 100 Qəpik/Qäpik

Staatsform: Republik

Amtssprache: Aserbaidschanisch (Aseri), Russisch

Religion: Islam (90%), Christentum (russisch-orthodox, 3,8%)

Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+4

Telefon-Vorwahl: +994

Netzspannung: 220 V, 50 Hz

Gefahrenindex: 3

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Östlicher Südkaukasus; Baku liegt in etwa auf geographischer Breite Neapels (40°) und ist die tiefstgelegene Hauptstadt der Welt (-28 m NN). Nachbarländer: Russland, Georgien, Armenien (Grenze geschlossen), Iran, Türkei (13 km langer gemeinsamer Grenzabschnitt in Nachitschewan).

Infrastruktur

Es gibt den internationalen Flughafen Baku Bina (BAK), Inlandsflüge werden angeboten.

Fährverkehr ist existent, ebenfalls Zugverkehr, der jedoch nicht sehr gut ausgebaut ist.

Das Straßennetz ist in eher schlechtem Zustand. Taxis und Mietwagen sind in Baku existent (ebenfalls eine U-Bahn), Busse verkehren über Land.

Aserbaidschan setzt sich in den letzten Jahren verstärkt für die Optimierung der Infrastruktur ein. Schwerpunkte sind die Wasserversorgung, Kanalisation und das Transportwesen, besonders gefördert wird der Ausbau des Straßennetzes.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
28. Mai:        Tag der Republik    

Weitere Feiertage:
1.-4. Januar:        Neujahr
20. Januar:         Tag der Staatstrauer
8.(+9.) März:        Internationaler Tag der Frau
20.-23. März:        Ramazan Bayram (Fest des Fastenbrechens)
20.-24. März:        Nowruz (Persisches Neujahr)
9.(+11.) Mai:        Tag des Sieges
27.+28. Mai:        Gurban Bayram (Opferfest)
15. Juni:        Tag der Rettung
26. Juni:        Tag der Streitkräfte
8.(+9.) November:    Siegestag (Zəfər Günü)
9. November:        Tag der Flagge
31. Dezember:    Tag der aserbaidschanischen Solidarität

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
28. Mai:        Tag der Republik    

Weitere Feiertage:
1.-4. Januar:        Neujahr
20. Januar:         Tag der Staatstrauer
8. März:        Internationaler Tag der Frau
9.+10. März:        Ramazan Bayram (Fest des Fastenbrechens)
20.-24. März:        Nowruz (Persisches Neujahr)
9. Mai:            Tag des Sieges
16.-18. Mai:        Gurban Bayram (Opferfest)
15. Juni:        Tag der Rettung
26. Juni:        Tag der Streitkräfte
8. November:        Siegestag (Zəfər Günü)
9. November:        Tag der Flagge
31. Dezember:    Tag der aserbaidschanischen Solidarität

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
28. Mai:        Tag der Republik    

Weitere Feiertage:
1.-2. Januar:        Neujahr
20. Januar:         Tag der Staatstrauer
26.-28. Februar:    Ramazan Bayram (Fest des Fastenbrechens)
8. März:        Internationaler Tag der Frau
20.-24. März:        Nowruz (Persisches Neujahr)
5.-7. Mai:        Gurban Bayram (Opferfest)
9. Mai:            Tag des Sieges
15. Juni:        Tag der Rettung
26. Juni:        Tag der Streitkräfte
8. November:        Siegestag (Zəfər Günü)
9. November:        Tag der Flagge
31. Dezember:    Tag der aserbaidschanischen Solidarität

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 102

Polizei: 102

Feuerwehr: 101

Erste Hilfe/Krankenwagen: 103

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Überall in Baku verteilt finden sich Telefonzellen, die für internationale Gespräche genutzt werden können. Sie verfügen über Münzeinwurf, funktionieren aber auch mit Telefonkarten verschiedener Anbieter, die u.a. in Postbüros, am Bahnhof und an Kiosken zu bekommen sind. Außerhalb Bakus müssen internationale Anrufe durch die Vermittlung getätigt werden.

Mobiltelefon-Empfang besteht in weiten Teilen des Landes. Roamingabkommen bestehen mit mehr als 300 Anbietern weltweit. Für Vieltelefonierer ist es allerdings kostensparender, eine Prepaid-Karte von einem der lokalen Mobilfunkanbieter Azercell (www.azercell.com) oder Bakcell (www.bakcell.com) zu benutzen.

Internet

Internetcafés sind in jeder größeren Stadt, insbesondere in Baku, zu finden. Die Verbindungen sind nicht die besten, sodass man sich auf vergleichsweise langsames Surfen einstellen muss. Größere Hotels und gehobenere Cafés in der Hauptstadt bieten zum Teil kostenloses W-LAN an.

Strom / Elektrizität

220 V, 50 Hz.
Übliche Netzsteckertypen: C

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.

Steckertyp C

steckertyp-C

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Über den Luftweg sind Baku und die größeren Städte Aserbaidschans (Ganja, Nakhchivan, Lenkaran und Zaqatala) mit der Welt verbunden, wobei der Heydar Aliyev International Airport in der Hauptstadt als wichtigster Dreh- und Angelpunkt im aserbaidschanischen Luftverkehr bezeichnet werden darf. Die nationale Fluggesellschaft ist Azerbaijan Airlines (AZAL), die auch Inlandsflüge zwischen den genannten Airports durchführt.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Aserbaidschan-Manat (A.M.) = 100 Qəpik/Qäpik

Banköffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 - 16.00 Uhr, einige größere Banken auch bis 18.00 Uhr.

Kreditkarten werden in größeren Hotels, einigen Restaurants und allen Banken in Baku akzeptiert. Bargeldzahlung wird jedoch generell vorgezogen. Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist unbeschränkt und muss bei der Einreise deklariert werden.

Die Ausfuhr von Fremdwährungen im Gegenwert von maximal 1000 US$ ist kostenlos. Deklarations- und Umtauschbelege sollten gut aufbewahrt werden.

US-Dollar und Euro werden fast überall angenommen und können an Flughäfen, in Wechselstuben, Hotels, einigen Läden, einigen Restaurants und größeren Banken eingetauscht werden. Einige Hotels, Restaurants und Wechselstuben akzeptieren keine Dollar-Scheine, die vor 1992 ausgestellt wurden. Reisende sollten unbeschädigte Banknoten in kleinen Stückelungen mit sich führen und nach Bedarf kleinere Mengen umtauschen.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A

Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)

Tollwut-Impfung bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen

FSME-Impfung bei Sommeraufenthalten im Kaukasusgebiet

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung entspricht nicht überall westeuropäischem Standard und ist außerhalb der Stadt Baku oft unzureichend. Die rasche und zuverlässige Versorgung von Verletzten oder schwer Erkrankten (Transport, Erste-Hilfe) ist nicht immer gewährleistet. Nicht alle Ärzte und nur wenige Krankenschwestern sprechen mitteleuropäische Fremdsprachen. In Baku existiert die „SOS-Klinik“, die über englischsprechende Ärzte verfügt.

Regelmäßig einzunehmende Medikamente sollten in ausreichender Menge aus Deutschland mitgebracht werden. Für Reisen in der Region wird der Abschluss einer privaten Auslandskranken- und Rückholversicherung empfohlen.

Eine aktuelle Liste mit Ärzten in Baku finden Sie auf der Homepage der deutschen Botschaft unter www.baku.diplo.de.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Hygiene

Trinkwasser

Auf keinen Fall sollte das Leitungswasser getrunken werden, ebenso empfiehlt sich der Verzicht auf Eiswürfel. Beim Genuss von Tee und Kaffee bestehen keine Bedenken, kalte Getränke hingegen sollten aus versiegelten Flaschen bzw. Packungen stammen (auch zum Zähne putzen)..

Nahrung

Vorsicht ist geboten beim Genuss von ungewaschenem Obst sowie ungekochten Speisen, insbesondere von mit Mayonnaise zubereiteten Salaten.

Milch ist in der Regel nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Dosenmilch oder Milchpulver nur mit keimfreiem Wasser anrühren. Milchprodukte aus Rohmilch meiden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Von dem Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants und von Märkten wird abgeraten.

Luft

Die Luftverschmutzung ging seit 1995 zwar durch die Schließung von Industriebetriebe zurück, aber die Konzentration von Abgasen in Ballungsgebieten hat sich fast verdoppelt. Als Ursache wird vor allem die rasant angewachsene Zahl von Autos gesehen.

Umwelt

Klima

Allgemein

In Baku herrscht im Sommer (Ende Mai bis Mitte September) feuchtheißes Klima mit Temperaturen von 35 - 40 °C und mehr, es gibt wenig Niederschläge. Die Winter sind relativ mild (um die 0 °C), jedoch weht häufig ein scharfer Wind, der die Temperaturen wesentlich niedriger erscheinen lässt. Der Winter ist auch die Jahreszeit mit den meisten Niederschlägen. Beste Reisezeit für Baku sind daher April bis Juli sowie September / Oktober.

Klimatabelle

Klimastation BAKU

Höhe über NN in m: 0

geographische Position: 49° 51’ E, 40° 23’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

5,9

6,3

8,9

14,5

21,7

26,9

29,8

29,4

24,9

19,5

13,0

8,5

Temp. ø Min. (°C)

1,0

1,2

3,1

7,5

14,2

19,2

22,4

22,4

18,7

13,6

8,4

3,9

Regentage

6

6

5

4

3

2

1

2

2

6

6

6

Niederschlag (mm)

22

16

24

25

17

13

8

7

15

31

33

27

Sonnenstunden ø

2,9

3,1

4,0

6,5

8,3

9,8

10,1

9,1

7,4

4,6

3,1

3,3

Wasser-Temp. ø (°C)

5

5

7

11

17

22

25

26

23

18

13

8

Klimabelastung

--

--

--

--

--

zs

s

s

zs

--

--

--

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Aserbaidschan liegt in einem Erdbebengebiet. Es muss immer mit unvorhersehbar einsetzender tektonischer Aktivität gerechnet werden.

Erdbeben

Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Dürren

Es besteht eine hohe Dürregefahr.

Weitere Gefahren

Die Grenzflüsse Kür und Arak sind regional mit Schwermetallen, Ölen und Pestiziden belastet, dadurch resultiert eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung.

Belastung des Fischbestandes durch Chemikalien, einschließlich Phenolen, Erdölerzeugnissen und Tensiden.

Freilebende Bären
In den rumänischen Karpaten lebt eine größere Population freilebender Bären. Auf der Suche nach Nahrung dringen Bären auch in bewohnte Gebiete, Ortschaften und an Straßen wie die Transfăgărăşan-Landstraße vor. Es sind mehrere schwere, teilweise tödliche Angriffe auf Passanten und Wanderer dokumentiert.