Bahamas
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Nassau, 248.948 Einwohner
Fläche: 13.939 km²
Einwohnerzahl: 353.658
Währung: 1 Bahama-Dollar (BSD) = 100 Cents
Staatsform: parlamentarische Monarchie
Amtssprache: Englisch
Religion: Ca. 35 % Baptisten, 15 % Anglikaner, 13 % römisch-katholisch. Jüdische, muslimische und weitere Minderheiten.
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC−5
Telefon-Vorwahl: +1 (242)
Netzspannung: 120 V
Gefahrenindex: 0
Visumpflicht: nein
Reisepass erforderlich: ja
Lage
Geographische Einordnung
Die Inselgruppe der Bahamas besteht aus über 700, meist unbewohnten Inseln und etwa 2.500 Korallen- und Felsenriffen, die sich über 800 km zwischen der Südostküste Floridas und der Nordwestküste Hispaniolas auf ca. 250.000 km Seefläche erstrecken.
Infrastruktur
Die 3 wichtigsten internationalen Flughäfen sind Nassau International (NAS) auf New Providence, Freeport International (FPO) auf Grand Bahama und Exuma International Moss Town (MWX). Inlandsflüge zu vielen Inseln werden angeboten.
Mehrmals wöchentlich verbindet ein Postboot Nassau mit den Out Islands, ebenfalls verkehren Fähren.
Das Straßennetz ist relativ gut ausgebaut. Busse, Taxis und Mietwagen sind in allen größeren Städten vorhanden. Linksverkehr.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
10. Juli: Unabhängigkeitstag (1973 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
10.(+12.) Januar: Tag der Mehrheitsregel
3. April: Karfreitag
6. April: Ostermontag
25. Mai: Pfingstmontag
5. Juni: Tag des Sir Randol Fawkes
3. August: Tag der Befreiung
12. Oktober: Tag der Helden der Nation
25.+26. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
10. Juli: Unabhängigkeitstag (1973 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
10.(+11.) Januar: Tag der Mehrheitsregel
26. März: Karfreitag
29. März: Ostermontag
17. Mai: Pfingstmontag
4. Juni: Tag des Sir Randol Fawkes
2. August: Tag der Befreiung
11. Oktober: Tag der Helden der Nation
25. Dezember: Weihnachten
26.(+27.) Dezember: Boxing Day
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
10. Juli: Unabhängigkeitstag (1973 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
10. Januar: Tag der Mehrheitsregel
14. April: Karfreitag
17. April: Ostermontag
2. Juni: Tag des Sir Randol Fawkes
5. Juni: Pfingstmontag
7. August: Tag der Befreiung
9. Oktober: Tag der Helden der Nation
25. Dezember: Weihnachten
26. Dezember: Boxing Day
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 911
Polizei: 911
Feuerwehr: 911
Küstenwache: -
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Auf Grand Bahama Island und New Providence (Nassau) gibt es einige Internetcafés, die täglich geöffnet sind.
Strom / Elektrizität
120 V, 60 Hz. Übliche Netzsteckertypen: A, B.
Steckertyp A
Steckertyp B
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Die internationalen Flughäfen Nassau International (NAS) auf New Providence, Freeport International (FPO) auf Grand Bahama und Exuma International Moss Town (MWX) werden mehreren internationalen Airlines angeflogen. Inlandsflüge zu vielen Inseln werden angeboten.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Bahama-Dollar (BSD) = 100 Cents
Banköffnungszeiten: In der Regel Mo-Do 9.30-15 Uhr, Fr 9.30-17 Uhr.
Auf den Bahamas können gängige Währungen in Hotels und in den meisten Banken getauscht werden. Einige Banken wechseln nur US-Dollar. Travellerschecks werden von den Banken akzeptiert. Zahlung per Kreditkarte (American Express, MasterCard, Visa) ist relativ weit verbreitet.
Vorsorge
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Tollwut
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
(Masern und Röteln)
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Außerhalb der Städte Nassau und Freeport ist die ärztliche und medikamentöse Versorgung eingeschränkt und entspricht nicht westeuropäischen Standards. In Krankenhäusern muss vor Beginn einer Behandlung die Finanzierung gesichert sein (Kreditkarte oder Barvorauszahlung). Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.
Ratsam ist ebenfalls die Mitnahme einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest), Einwegspritzen und Verbandsmaterial enthält.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Sicheres Trinkwasser ist abgekocht oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Sichere Nahrung wurde erhitzt oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten
Luft
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Klima
Allgemein
Tropisches Klima, warmes Wasser durch den Golfstrom. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 23 °C. Es gibt zwei Jahreszeiten: den Winter von Dezember bis April und den Sommer von Mai bis November. Reisen auf die Bahamas sind das ganze Jahr über angenehm.
Klimatabelle
Klimastation Nassau
Höhe über NN in m: 3
geographische Position: 77 ° 28 ’ W, 25 ° 3 ’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 25,2 | 25,3 | 26,5 | 27,7 | 29,2 | 30,7 | 31,7 | 31,8 | 31,3 | 29,7 | 27,7 | 25,9 |
Temp. ø Min. (°C) | 16,7 | 16,9 | 17,7 | 19,0 | 21,0 | 22,9 | 23,7 | 23,8 | 23,6 | 22,2 | 20,0 | 17,7 |
Regentage | 6 | 5 | 4 | 4 | 8 | 13 | 14 | 15 | 14 | 13 | 7 | 6 |
Niederschlag (mm) | 47 | 40 | 40 | 54 | 116 | 233 | 158 | 216 | 171 | 176 | 57 | 52 |
Sonnenstunden ø | 7,1 | 7,5 | 8,3 | 9,2 | 8,7 | 7,7 | 8,8 | 8,6 | 7,1 | 7,2 | 7,4 | 6,9 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 23 | 23 | 23 | 24 | 25 | 27 | 28 | 28 | 28 | 27 | 26 | 24 |
Klimabelastung | zs | zs | zs | s | s | ss | ss | ss | ss | s | s | zs |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Tsunami
In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.
Trop. Wirbelstürme & Tornados
Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.