Bahrain
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Manama (al-Manāma) (155.000 Einwohner, Metropolregion 300.000)
Fläche: 750 km²
Einwohnerzahl: 1.234.571
Währung: 1 Bahrain-Dinar (BHD) = 1000 Fils
Staatsform: Konstitutionelle Monarchie
Amtssprache: Arabisch
Religion: Ca. 70% muslimisch, je ca. 9% christlich sowie sonstig gläubig
Bevölkerungsdichte: 1.646 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+3
Telefon-Vorwahl: +973
Netzspannung: 230 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 0
Visumpflicht: erhältlich bei Einreise
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
Bahrain ist eine Gruppe von 33 Inseln im Persischen Golf direkt vor der Küste Saudi-Arabiens. Die Hauptinsel ist ca. 48 x 16 Kilometer groß.
Infrastruktur
Das Straßennetz verbindet alle bewohnten Gebiete der Insel und ist in gutem Zustand. Die meisten Straßen sind vier- und sechsspurig ausgebaut. Brücken und Dämme verbinden die Insel mit anderen Inseln und dem Festland (Saudi Arabien). Die Straßen in der Hauptstadt Manama erreichen europäischen Standard, nur in den älteren Stadtvierteln gibt es noch enge und verwinkelte Gassen. Straßenschilder sind auf Arabisch und Englisch. Busse, Taxis und Mietwagen sind in den größeren Städten vorhanden. Bahrain ist per Flugzeug oder Fähre zu erreichen.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
16.(+17.) Dezember: Nationalfeiertag (Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich 1971)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
20.-22. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
1. Mai: Tag der Arbeit
27.-29. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
16. Juni: Islamisches Neujahr
25.+26. Juni: Ashura
25. August: Mawlid an-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
16.(+17.) Dezember: Nationalfeiertag (Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich 1971)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
9.-11. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
1. Mai: Tag der Arbeit
16.-18. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
6. Juni: Islamisches Neujahr
15.+16. Juni: Ashura
15. August: Mawlid an-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
16.(+17.) Dezember: Nationalfeiertag (Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich 1971)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
26(+28.-29.) Februar: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
1. Mai: Tag der Arbeit
5.-7. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
3.-4. Juni: Ashura
26. Juni: Islamisches Neujahr
3. August: Mawlid an-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 999
Polizei: 999
Feuerwehr: 999
Küstenwache: -
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Hauptanbieter sind BATELCO, GCC Online und Inet. In Manama und anderen Städten findet man Internetcafés.
Strom / Elektrizität
230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertyp(en): G. Für den Betrieb elektrischer Geräte aus Deutschland ist ein Steckdosenadapter (Reisestecker, Reiseadapter, Universal-/Multiadapter) erforderlich.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission”.
Steckertyp G
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Der Airport Manama wird von vielen internationalen Airlines angeflogen, unter anderem von Lufthansa, Turkish und Gulf Airways. Inlandsflüge spielen aufgrund der geringen Größe des Landes keine Rolle.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Bahrain Dinar (BHD) = 1.000 Fils
Banköffnungszeiten: Sa-Mi 7.30-14, Do 7.30-13 Uhr (Abweichungen sind möglich).
Kreditkarten, Travellerschecks, US-Dollar und Saudi-Riyal werden weitgehend akzeptiert. Geldautomaten sind überall verfügbar.
Vorsorge
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Meningokokken ACWY bei sehr engen Bevölkerungskontakten
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio, vollständiger Impfschutz sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Manama ist gut, die meisten Ärzte sprechen englisch. Vor allem die privaten Kliniken erfüllen laut Auswärtigem Amt organisatorisch, apparativ und hygienisch internationale Standards. Da vor jeder Behandlung eine schriftliche Kostenübernahmegarantie verlangt wird, empfiehlt sich ein ausreichender Schutz durch eine Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.
Die Medikamentenversorgung ist weitgehend gesichert, trotzdem ist das Mitführen einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält, ratsam.
Infektionen / Krankheiten
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Leishmaniose (Orientbeule)
Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.
Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).
Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.
Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).
Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.
Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Typhus
Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen.
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall.
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.
Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.
Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.
Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Als Trinkwasser oder Wasser zum Zähneputzen benutzen Sie idealerweise in Flaschen abgefülltes Mineralwasser oder abgekochtes Wasser.
Nahrung
Für selbst zubereitete Nahrung gilt: Boil it, cook it, peel it or forget it - Koche es, brate es, schäle es oder vergiss es!
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark gekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Klima
Allgemein
Das Klima ist heiß und trocken, wobei die Winter bei tagsüber 20 °C ud nachts 15 °C sehr mild sind. Ab Mai wird es deutlich heißer, und auch die Luft wird sehr feucht. Im Sommer ist es extrem heiß mit tagsüber bis zu 40 °C und nachts noch 30 °C.
Klimatabelle
Klimastation Muharrak (Muharraq), Internationaler Flughafen
Höhe über NN in m: 2
geographische Position: 50° 39’ E, 26° 16’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 20,2 | 21,2 | 24,7 | 29,2 | 34,1 | 36,4 | 37,9 | 38,0 | 36,5 | 33,1 | 27,8 | 22,3 |
Temp. ø Min. (°C) | 14,1 | 14,9 | 17,8 | 21,5 | 26,0 | 28,8 | 30,4 | 30,5 | 28,6 | 25,5 | 21,2 | 16,2 |
Regentage | 2 | 2 | 2 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 2 |
Niederschlag (mm) | 15 | 16 | 14 | 10 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 4 | 11 |
Sonnenstunden ø | 7,3 | 7,8 | 7,7 | 8,5 | 9,9 | 11,3 | 10,7 | 10,7 | 10,4 | 9,8 | 8,7 | 7,3 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 19 | 18 | 23 | 27 | 27 | 27 | 29 | 32 | 27 | 27 | 25 | 24 |
Klimabelastung | -- | -- | -- | s | s | ss | ss | ss | ss | s | s | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
Periodische Dürren und Sandstürme sind möglich.
Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:
Stürme
Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.
Dürren
Es besteht eine hohe Dürregefahr.