Bangladesch

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Dhaka (8.906.039 Einwohner)

Fläche: 147.570 km²

Einwohnerzahl: 164,8 Millionen

Währung: Taka (BDT) = 100 Poisha

Staatsform: parlamentarische Republik

Amtssprache: Bengalisch

Religion: Islam (90%), Hinduismus (9%), Buddhismus (1%)

Bevölkerungsdichte: 1111 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+6

Telefon-Vorwahl: +880

Netzspannung: 220 V, 50 Hz

Gefahrenindex: 3

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Bangladesch grenzt im Westen und Nordwesten an Westbengalen (Indien), im Norden an Assam und Meghalaya (Indien) und im Osten an Assam und Tripura (Indien) sowie im Südosten an Myanmar (vormals Burma). Der größte Teil Bangladeschs besteht aus Tiefland am Unterlauf und im Delta von Ganges und Brahmaputra und ihrer zahlreichen Nebenflüsse. Im Osten des Landes herrschen bewaldete Hügel vor. Etwa ein Siebtel des Landes steht unter Wasser und große Landesteile werden regelmäßig überflutet.

Infrastruktur

Bangladesch hat drei internationale Flughäfen, auch Inlandsflüge werden angeboten. Fähren verbinden die Küstenstädte im Süden und im Ganges-Delta. Eisenbahnlinien verbinden alle größeren Städte, das Straßennetz ist recht gut ausgebaut und viele Straßen asphaltiert. Linksverkehr. Busse verbinden alle größeren Städte; Taxis und Mietwagen sind ebenfalls vorhanden.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
26. März:        Unabhängigkeitstag (1971 vom Vereinigten Königreich)

Weitere Feiertage:
4. Februar:        Shab e-Barat (Nacht der Vergebung)
21. Februar:        Shaheed-Tag (Tag der Märtyrer)
17. März:        Geburtstag des Scheichs Mujibur Rahman
18. März:        Laylat al-Quadr (Nacht der Bestimmung)
20. März:        Jumatul Bidah (Freitag des Abschieds)
20.-22. März:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
14. April:        Bengalisches Neujahr
1. Mai:            Tag der Arbeit
22. Mai:        Buddha Purnima (Geburtstag Buddhas)
26.-28. Mai:        Eid al-Adha (Opferfest)
26. Juni:        Ashura
15. August:        Nationaltrauertag
25. August:        Eid-e-Milad un-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
4. September:        Shuba Janmashtami (Geburtstag Krishnas)
21. Oktober:        Vijaya Dashami
16. Dezember        Tag des Sieges
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
26. März:        Unabhängigkeitstag (1971 vom Vereinigten Königreich)

Weitere Feiertage:
24. Januar:        Shab e-Barat (Nacht der Vergebung)
21. Februar:        Shaheed-Tag (Tag der Märtyrer)
5. März:        Jumatul Bidah (Freitag des Abschieds)
9.-11. März:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
17. März:        Geburtstag des Scheichs Mujibur Rahman
18. März:        Laylat al-Quadr (Nacht der Bestimmung)
14. April:        Bengalisches Neujahr
1. Mai:            Tag der Arbeit
16.-18. Mai:        Eid al-Adha (Opferfest)
20. Mai:        Buddha Purnima (Geburtstag Buddhas)
15. Juni:        Ashura
15. August:        Nationaltrauertag
15. August:        Eid-e-Milad un-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
24. August:        Shuba Janmashtami (Geburtstag Krishnas)
10. Oktober:        Vijaya Dashami
16. Dezember        Tag des Sieges
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
26. März:        Unabhängigkeitstag (1971 vom Vereinigten Königreich)

Weitere Feiertage:
12. Januar:        Shab e-Barat (Nacht der Vergebung)
21. Februar:        Shaheed-Tag (Tag der Märtyrer)
23. Februar:        Laylat al-Quadr (Nacht der Bestimmung)
24. Februar:        Jumatul Bidah (Freitag des Abschieds)
26. Februar:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
14. April:        Bengalisches Neujahr
1. Mai:            Tag der Arbeit
2. Mai:            Buddha Purnima (Geburtstag Buddhas)
5. Mai:            Eid al-Adha (Opferfest)
3. Juni:            Ashura
3. August:        Eid-e-Milad un-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
5. August:        Nationaltrauertag
24. August:        Shuba Janmashtami (Geburtstag Krishnas)
27. September:    Vijaya Dashami
16. Dezember        Tag des Sieges
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 999 (in Dhaka), 02 999 (außerhalb Dhaka)

Polizei: 999 (in Dhaka), 02 999 (außerhalb Dhaka)

Feuerwehr: 199

Erste Hilfe: 999

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Sogenannte Call-Shops, von denen man aus in alle Welt telefonieren kann, gibt es in fast jedem größeren Dorf. Die internationale Direktdurchwahl ist begrenzt.

Mobilfunknetz mit Empfang in größeren Städten.

Internet

In Dhaka sowie in den größeren Städten gibt es immer ein Internetcafé. Manche Hotels in Dhaka und Cittagong verfügen ebenfalls über Anschlüsse, die in erster Linie deren Gästen zur Verfügung stehen.

Strom / Elektrizität

220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: A, C, D, G, K

Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.

Steckertyp A

steckertyp-A

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp D

steckertyp-D

Steckertyp G

steckertyp-G

Steckertyp K

steckertyp-K

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Biman Bangladesh Airlines (BG), Aero Bengal Airlines, Air Parabat und GMG Airlines verbinden die Hauptstadt Dhaka mit den anderen Großstädten Bangladeschs. Inlandsflüge sind sehr preisgünstig und werden ca. 2 bis 3mal die Woche angeboten. Sie fliegen alle großen Städte des Landes an (bspw. Barisal, Chittagong, Jessore).

Dhakas International Airport ist der Zia Airport, der etwa 20 km nördlich außerhalb des Stadtzentrums liegt (Fahrzeit ca. 45 Min). Dieser imponierende Flughafen beherbergt Taxistand, Mietwagenschalter, Restaurants, Banken und Duty-Free-Shop.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Taka (BDT) = 100 Poisha

Banköffnungszeiten: Sa - Mi 09.00 - 15.00 Uhr, Do 09.00 - 13.00 Uhr.

Diners Club, MasterCard und American Express werden in der Haupstadt und größeren Städten in begrenztem Umfang angenommen. 

Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Geldautomaten sind in größeren Städten in den meisten Banken zu finden.

Bargeldabhebungen mit Kredit- und Bankkarten sind nur an wenigen, entsprechend gekennzeichneten Geldautomaten in den größeren Städten möglich. Es empfiehlt sich daher, US$ oder EUR in bar mitzunehmen, die problemlos gewechselt werden können. Der Umtausch von BDT in US$ kann derzeit aufgrund der Devisenknappheit problematisch sein.

Die Einfuhr der Landeswährung darf 100 Tk nicht überschreiten. Ab dem Gegenwert von 5000 US$ besteht für die Einfuhr von Fremdwährungen Deklarationspflicht. Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis 100 Tk erlaubt. Die Ausfuhr von Fremdwährungen darf die bei der Ankunft deklarierten Beträge nicht überschreiten, abzüglich der Umtauschbeträge (Nachweis).

Jeder Geldwechsel muss auf einem entsprechenden Formular vermerkt werden. Geschäfte in den großen Städten bieten oft einen besseren Wechselkurs als Banken.

Hotelrechnungen und Flugtickets ins Ausland müssen mit Devisen bezahlt werden.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Empfohlene Impfungen

Tetanus

Diphtherie

Keuchhusten

Hepatitis A

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Typhus

Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten

Tollwut für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten

Japanische Encephalitis bei längeren Individualreisen in ländlichen Regionen während der Hauptübertragungszeit (z. B. Monsunzeit)

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor den zum Teil hohen Temperaturen geschützt werden.

Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (siehe z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Bangladesch bewusst sein.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Zika-Virus

Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.

Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.

Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.

Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Aviäre Influenza (Vogelgrippe)

Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung. Die Influenza-A-Viren befallen vor allem Vögel, insbesondere Geflügel wie Puten oder Hühner. Sie können aber auch beim Menschen Erkrankungen auslösen. Diese sind vergleichsweise selten, da die Vogelgrippe für den Menschen nicht sehr ansteckend ist. Allerdings kann die Erkrankung beim Menschen einen schweren Verlauf nehmen. 

Symptome: zuerst typische Grippe-Symptome wie hohes Fieber und Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen, Husten, Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, in seltenen Fällen  kommt es zu Nasenbluten und Schleimhautblutungen. Teilweise kommt es zusätzlich zu Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung stehen bei den meisten Patienten Symptome in den oberen und unteren Atemwegen im Vordergrund. Es kommt zu einer schweren Lungenentzündung, die oft rasch zu einem Versagen der Atemorgane führt.
 
Inkubationszeit: Der Vogelgrippe-Virus wird vor allem im engen, direkten Kontakt mit erkrankten Vögeln weitergegeben. Die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nur in wenigen Ausnahmefällen bekannt. Man geht davon aus, dass die Inkubationszeit zwischen 2–5 Tagen liegt.

Vorkommen: vor allem in Asien stark verbreitet, vermehrt in China gemeldet. Es gibt aber auch Fälle von infizierten Vögeln in Afrika und anderen Teilen der Welt. In Europa breitete sich die Vogelgrippe ebenfalls zeitweise aus. 

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Umwelt

Klima

Allgemein

In Bangladesch herrscht subtropisches Monsunklima. Mitte März bis Mitte Juni ist es sehr feucht und heiß (bis zu 39 °C mit zum Teil über 90 % Luftfeuchtigkeit). Die sommerliche Schwüle belastet und macht energielos, nervös und gereizt. Mitte Juni bis September ist Monsunzeit (durchschnittliche Regenmenge pro Jahr bis zu 2.000 mm), in der es sehr feucht ist und Flutkatastrophen möglich sind. So war 1998 das Land bis zu 2/3 überschwemmt. Von November bis Mitte März herrscht Trockenzeit mit angenehmem Klima und Temperaturen um 24 °C. Nachts um 10 °C.

Klimatabelle

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:

Klimastation DHAKA (DACCA)

Höhe über NN in m: 8

geographische Position: 90° 23’ E, 23° 46’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

25,8

28,3

32,7

34,5

33,4

31,8

31,0

31,6

31,4

31,2

29,2

26,6

Temp. ø Min. (°C)

12,2

14,4

18,3

23,3

25,1

26,0

26,0

26,2

25,8

23,5

18,2

13,5

Regentage

2

3

6

10

18

21

24

22

18

10

3

2

Niederschlag (mm)

5

26

77

180

329

325

404

386

357

147

28

12

Sonnenstunden ø

7,1

8,0

8,3

7,9

7,1

4,7

4,2

4,5

5,1

7,4

7,9

7,8

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

--

zs

s

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

s

zs

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Das Klima ist subtropisch-feucht. Niederschläge fallen das gesamte Jahr über, besonders aber während der Monsun-Zeit (April - Oktober)!

Der Sommer ist extrem schwül und regnerisch. Auch können im Spätsommer Zyklone auftreten. Die Temperaturen erreichen insbesondere während des Sommers (März-April) bis zu 40 Grad, manchmal auch höher. Überschwemmungen sind besonders während der Monsun-Zeit die Regel. Im Frühsommer sind starke Gewitter möglich, die Großhagel produzieren können. Auch Blitzunfälle mit Todesfolge sind dann, besonders in den Vormonsunmonaten (April - Juni), häufig.

An der Süd-Ost-Küste ist es auch im Winter angenehm warm, der Sommer sehr schwül und es ist oft bewölkt.

Der Winter gestaltet sich recht sonnig und mild, Temperaturen nahe der 30-Grad-Marke sind nicht ausgeschlossen, aber nicht die Regel. Die Nächte können recht kühl werden (unter 10 Grad)!

Überschwemmungen

Das Klima ist subtropisch-feucht. Niederschläge fallen das gesamte Jahr über, besonders aber während der Monsun-Zeit (April - Oktober)!

Der Sommer ist extrem schwül und regnerisch. Auch können im Spätsommer Zyklone auftreten. Die Temperaturen erreichen insbesondere während des Sommers (März-April) bis zu 40 Grad, manchmal auch höher. Überschwemmungen sind besonders während der Monsun-Zeit die Regel. Im Frühsommer sind starke Gewitter möglich, die Großhagel produzieren können. An der Südost-Küste ist es auch im Winter angenehm warm, der Sommer sehr schwül und es ist oft bewölkt.

Der Winter gestaltet sich recht sonnig und mild, Temperaturen nahe der 30-Grad-Marke sind nicht ausgeschlossen, aber nicht die Regel. Die Nächte können recht kühl werden (unter 10 Grad)!

Erdbeben

Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Tsunami

Hier besteht eine hohe Tsunamigefahr.

Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.

Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.

Trop. Wirbelstürme & Tornados

Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.

Extreme Hitze

Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.

Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.

Epidemien

Es besteht eine eher geringe Epidemiegefahr.