Bhutan
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Thimphu (104 000 Einwohner)
Fläche: 38.394 km²
Einwohnerzahl: 750.125
Währung: Ngultrum (BTN) = 100 Chhertum, Indische Rupie (INR)
Staatsform: Erbmonarchie
Amtssprache: Dzongkha
Religion: Mahayana-Buddhismus (72%), Hinduismus (27%), Islam (1%)
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+6
Telefon-Vorwahl: +975
Netzspannung: 230 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 2
Visumpflicht: Ja
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
An der Nahtstelle zwischen Zentral- und Südasien, zwischen Indien und China gelegen; Himalaya-Vorland im Süden bis Hoch-Himalaya im Norden; Hauptsiedlungsgebiet in zentraler Hochebene zwischen 2.000 und 3.000 m
Infrastruktur
Bhutan hat den internationalen Flughafen Paro (PBH), Inlandsflüge sowie Schienenverkehr existieren nicht.
Das Königreich im Himalaya ist schwer zugänglich, das Straßennetz ist jedoch größtenteils asphaltiert und es gibt eine große Verbindungsstraße, die Ost - West Route. Linksverkehr.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
17. Dezember: Nationalfeiertag (Krönung von Gongsar Wangchuk 1907)
Weitere Feiertage:
2. Januar: Nyilo (Wintersonnenwende)
19. Januar: Traditioneller Tag der Opfergabe
18.+19. Februar: Losar (Neujahr)
21.–23. Februar: Geburtstag des Königs
26. April: Shabdrung Kuchoe
2. Mai: Geburtstag des dritten Druk Gyalpo
31. Mai: Buddha's Parinirvana (Buddhas Erleuchtung)
24. Juni: Geburtstag des Gurus Rinpoche
18. Juli: Buddhas erste Lehrrede
23. September: Tag des gesegneten Regens
21. Oktober: Dashain
1. November: Krönung seiner Majestät des Königs
1. November: Abstieg des Buddha
11. November: Geburtstag des vierten Druk Gyalpo
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
17. Dezember: Nationalfeiertag (Krönung von Gongsar Wangchuk 1907)
Weitere Feiertage:
2. Januar: Nyilo (Wintersonnenwende)
8. Januar: Traditioneller Tag der Opfergabe
7.+8. Februar: Losar (Neujahr)
21.-23. Februar: Geburtstag des Königs
16. April: Shabdrung Kuchoe
2. Mai: Geburtstag des Dritten Druk Gyalpo
20. Mai: Buddha's Parinirvana (Buddhas Erleuchtung)
13. Juni: Geburtstag des Gurus Rinpoche
6. August: Buddhas erste Lehrrede
23. September: Tag des gesegneten Regens
10. Oktober: Dashain
1. November: Krönung seiner Majestät des Königs
11. November: Geburtstag des Vierten Druk Gyalpo
20. November: Abstieg des Buddha
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
17. Dezember: Nationalfeiertag (Krönung von Gongsar Wangchuk 1907)
Weitere Feiertage:
2. Januar: Nyilo (Wintersonnenwende)
9. Januar: Traditioneller Tag der Opfergabe
21.-23. Februar: Geburtstag des Königs
28. Februar - 1. März: Losar (Neujahr)
2. Mai: Geburtstag des Dritten Druk Gyalpo
7. April: Shabdrung Kuchoe
2. Juni: Buddha's Parinirvana (Buddhas Erleuchtung)
10. Juli: Geburtstag des Gurus Rinpoche
3. August: Buddhas erste Lehrrede
23. September: Tag des gesegneten Regens
28. September: Dashain
1. November: Krönung seiner Majestät des Königs
11. November: Geburtstag des Vierten Druk Gyalpo
11. November: Abstieg des Buddha
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 113
Polizei: 113
Feuerwehr: 110
Notarzt: 112
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Internationale Direktdurchwahl begrenzt auf die größeren Städte. Alle anderen Gespräche müssen beim Fernamt angemeldet werden. Die nationale Telefongesellschaft heißt Bhutan Telecom.
Mobilfunk-Abdeckung besteht in allen Teilen des Landes ist aber nicht flächendeckend. 4G ist 2017 im Aufbau. Es gibt spezielle Prepaid-Karten für Touristen (100 Ng).
Internet
In Thimpu gibt es vier Internetcafés.
Strom / Elektrizität
230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: D, F, G, M
Die Mitnahme eines Steckdosenadapters wird empfohlen.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp D
Steckertyp F
Steckertyp G
Steckertyp M
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Eine direkte Flugverbindung von Europa nach Bhutan besteht nicht. Die nationale Fluglinie Druk Air bietet Flüge von Kathmandu, Neu Delhi, Kalkutta, Dhaka/Bangladesch oder Bangkok an. Angeflogen wird der einzige Flughafen Bhutans in Paro (ca. 65 km westlich von der Thimphu). Jeder Tourist muss mindestens eine Strecke (Hin- oder Rückflug) mit dem Flugzeug tätigen. Die zweite Strecke kann über Land erfolgen. Es gibt keinen Linienflugverkehr innerhalb von Bhutan.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: Ngultrum (NU, BTN) = 100 Chhertum.
Banköffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 - 13.00 Uhr. Teilweise sind Banken zum Geld wechseln auch samstags und sonntags geöffnet.
Indische Rupien sind als inoffizielles Zahlungsmittel ebenfalls verbreitet.
Kreditkarten werden sehr begrenzt akzeptiert (große Hotels) es ist jedoch zeitraubend und teuer. Setzen Sie sich deswegen mit dem Aussteller Ihrer Kreditkarte in Verbindung.
Es gibt sehr wenige Geldautomaten, die mit ausländischen Karten benutzt werden können. Karten mit Maestro- oder Cirrus-Zeichen werden akzeptiert.
Es kann vorkommen, das Geldautomaten nicht funktionieren oder leer sind, deshalb sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Bargeld geachtet werden.
Bekannte Fremdwährungen können am Flughafen, bei der Bhutan National Bank und der Bank of Bhutan umgetauscht werden, bei Reiseschecks erhält man jedoch einen günstigeren Wechselkurs. Größere Hotels in Thimpu, Paro und Puntsholing wechseln ebenfalls Fremdwährungen.
Vorsorge
Empfohlene Impfungen
Tetanus
Diphtherie
Keuchhusten
Hepatitis A
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten
Typhus bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen
Tollwut für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten
Japanische Enzephalitis bei längeren Individualreisen in ländlichen Regionen während der Hauptübertragungszeit (z. B. Monsunzeit)
Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europäischem Standard. Sprachbarrieren können gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. Eine ausreichende Grundversorgung besteht in Thimphu. Bei schweren Erkrankungen muss eine medizinische Evakuierung, zum Beispiel nach New Delhi, Kalkutta oder Bangkok erwogen werden. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Bhutan bewusst sein.
Die Versorgung mit zuverlässigen Medikamenten und eine ununterbrochene Kühlkette sind nicht immer gesichert. Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Bhutan mitbringen und sich für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegenüber häufig eingesetzten Antibiotika auf.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Malaria
Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
Japanische Enzephalitis
Die japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, eine Gehirnhautentzündung nach einem Mückenstich. Grundsätzlich kann die japanische Enzephalitis in jedem Alter auftreten.
Symptome: i.d.R. keine schweren Krankheitssymptome. Nur bei ca. 1 von 250 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung mit Fieber, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfällen und Lähmungen bis zum Koma.
Inkubationszeit: zwischen 5–15 Tagen.
Vorkommen: hauptsächlich in asiatischen Länder, im westlichen Pazifikraum und gelegentlich in Australien (Torres Strait und nördl. Queensland). Betroffen sind besonders ländliche Gebiete, in denen Schweinezucht und Reisanbau betrieben werden.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Tuberkulose
Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien werden dabei in aller Regel auf dem Luftweg von Mensch zu Mensch übertragen. Die Tuberkulose betrifft bevorzugt die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Auch Tiere können die Bakterien z.B. über Rohmilch oder rohes Fleisch übertragen.
Symptome: zu Beginn eher unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem kommt es zu starkem Husten, bei dem die Erkrankten Blut spucken und Brustschmerzen haben. Im Fall einer Streuung der Bakterien auf weitere Organe kann es zu einer Hirnhautentzündung (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Halluzinationen, Wesensveränderung, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Koma) oder zu einer Blutvergiftung kommen, die tödlich enden kann.
Inkubationszeit: zwischen 6–8 Wochen.
Vorkommen: weltweit, allerdings ist vor allem die Situation im südlichen Afrika sowie in Osteuropa und Zentralasien sehr problematisch.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
Die Luft ist klimaneutral, das heißt sie ist sauber. Es sind keine gesundheitlichen oder hygienischen Einschränkungen gegeben.
Klima
Allgemein
Das Klima ist dreigeteilt. Im Süden herrscht subtropisches Klima mit ergiebigen Regenfällen während des Monsun. Hier kann es auch zu Überschwemmungen kommen. In Zentralbhutan findet man ein gemäßigtes Klima, während in den Hochgebirgsregionen strenge Winter und kühle Sommer beherrschend sind. Die beste Reisezeit ist daher das Frühjahr und der Spätsommer.
Klimatabelle
Klimastation PARO (Flugplatz) bei THIMPHU
Höhe über NN in m: 2.235
geographische Position: 89° 25’ E, 27° 26’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 10,0 | 11,0 | 15,0 | 17,0 | 19,0 | 19,0 | 20,0 | 20,0 | 19,0 | 18,0 | 15,0 | 12,0 |
Temp. ø Min. (°C) | 1,0 | 2,0 | 5,0 | 8,0 | 11,0 | 13,0 | 14,0 | 14,0 | 13,0 | 9,0 | 5,0 | 2,0 |
Regentage | 3 | 5 | 6 | 10 | 15 | 20 | 24 | 23 | 17 | 5 | 2 | 1 |
Niederschlag (mm) | 15 | 30 | 35 | 80 | 110 | 230 | 340 | 295 | 200 | 80 | 10 | 5 |
Sonnenstunden ø | ||||||||||||
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme Kälte und unwegsames oder unbekanntes Gelände bergen Risiken in großer Höhe.
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Lawinen
Es besteht eine hohe Lawinengefahr.
Weitere Gefahren
Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschläge kann es an gefährdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Berghängen kommen.