Bolivien

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Sucre, 237.480 Einwohner

Fläche: 1.098.581 km²

Einwohnerzahl: 10.969.643

Währung: 1 Boliviano (BOB) = 100 Centavos

Staatsform: Republik

Amtssprache:Spanisch, Quechua, Aimara, Guaraní, weitere indigene Sprachen

Religion: 95 % katholisch, protestantische und Bahai-Minderheiten

Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC−4

Telefon-Vorwahl: +591

Netzspannung: 220 - 230 V

Gefahrenindex: 0

Visumpflicht: nein

Reisepass erforderlich: ja

Lage

Geographische Einordnung

Bolivien ist ein Binnenland im Tropengürtel Südamerikas. Es grenzt im Westen an Peru, im Norden und Osten an Brasilien, im Südosten an Paraguay, im Süden an Argentinien und im Südwesten an Chile.

Infrastruktur

Zwei internationale Flughäfen in La Paz und Santa Cruz. Inlandsflüge werden angeboten.

Schiffsverkehr ist vorhanden, jedoch keine Zugverbindungen.

Das Straßennetz ist verhältnismäßig schlecht ausgebaut. Busse, Taxis und Mietwagen sind jedoch in allen größeren Städten vorhanden.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
6. August:        Unabhängigkeitstag

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
22. Januar:        Tag des multinationalen Staates
16.+17. Februar:    Karneval
3. April:        Karfreitag
1. Mai:            Tag der Arbeit
4 Juni:            Fronleichnam
21. Juni:        Aymara Neujahr
2. November:        Allerseelen
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
6. August:        Unabhängigkeitstag

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
22. Januar:        Tag des multinationalen Staates
8.+9. Februar:        Karneval
26. März:        Karfreitag
1. Mai:            Tag der Arbeit
27. Mai:        Fronleichnam
21. Juni:        Aymara Neujahr
2. November:        Allerseelen
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
6. August:        Unabhängigkeitstag

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
22. Januar:        Tag des multinationalen Staates
28.+29. Februar:    Karneval
14. April:        Karfreitag
1. Mai:            Tag der Arbeit
15. Juni:        Fronleichnam
21. Juni:        Aymara Neujahr
2. November:        Allerseelen
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 911

Polizei: 110

Feuerwehr: 011

Touristenpolizei: 800-14-0081

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Das Festnetz ist ausgebaut, der Mobilfunk beschränkt sich auf die städtischen Gebiete in und um La Paz und Sucre.

Aktuelle Infos zur konkreten GSM-Netzabdeckung.

Internet

In den größeren Städten gibt es Internetcafés.

Strom / Elektrizität

220-230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: A, C.

Steckertyp A

steckertyp-A

Steckertyp C

steckertyp-C

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Die beiden internationalen Flughäfen in La Paz und Santa Cruz werden von der nationalen Fluggesellschaft Boliviana de Aviación sowie von einigen internationalen Airlines bedient. Inlandsflüge bestehen auch in kleinere Städte.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Boliviano (BOB) = 100 Centavos

Banköffnungszeiten: In der Regel Mo-Fr 9-12 und 14-18 Uhr.

Neben der bolivianischen Währung Boliviano wird auch der US-Dollar in weitem Umfang akzeptiert. Mit einer deutschen EC-Karte kann man bei vielen Bankautomaten Bargeld abheben, sofern die EC-Karte das “Maestro”-Symbol trägt. Daneben werden in den größeren Städten auch die allgemein üblichen Kreditkarten akzeptiert. Da der Wechselkurs für den Euro wesentlich ungünstiger ist als der des US-Dollars, empfiehlt es sich, Bargeld in US-Dollar mitzunehmen (vorzugsweise kleine Stückelungen unter 100 USD).

Gesundheit

Vorsorge

Impfungen aus besonderem Grund

  • Hepatitis B (bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten
  • Gelbfieber (bei Reisen in Gebiete östlich der Anden unterhalb von 2.300 Höhenmetern)
  • Denguefieber (bei besonderer Exposition und gegebener Indikation)
  • Tollwut (bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen oder bei Risiko nicht-vermeidbarer Tierkontakte)
  • Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Vorgeschriebene Impfungen

Einreisevorschriften unterliegen der Länderhoheit. Die WHO spricht orientierende Empfehlungen aus ( ITH), von denen Zollbehörden insbesondere bei Epidemien abweichen können.

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

Ausschließlich bei Einreise in bolivianische Gelbfiebergebiete (Departments Beni und Pando, Teile der Departments Chuquisaca, La Paz, Cochabamba, Tarija und Santa Cruz) ist eine Gelbfieberimpfung verpflichtend. Der Impfnachweis ist ab dem zehnten Tag nach Impfung gültig.

Empfohlene Impfungen

Tetanus

Diphtherie

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A

Gelbfieber: Die Gelbfieberimpfung ist empfohlen, sofern keine medizinischen Gründe wie Alter oder Krankheit dagegen sprechen, für Gebiete unterhalb von 2.300 Meter und damit u.a. für den gesamte bolivianischen Amazonas. Daher wird grundsätzlich allen Reisenden dringend eine Gelbfieberimpfung empfohlen, bevor sie in diese Gebiete reisen. Die Impfung ist ab dem 10. Tag im internationalen Reiseverkehr gültig.

(Masern & Röteln)

Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Das Gesundheitswesen entspricht nicht europäischen Standards. Das gilt vor allem für öffentliche Krankenhäuser, die wegen Infektionsgefahren möglichst gemieden werden sollten. Sie leiden außerdem an einem Mangel an Fachpersonal und ungenügender Medikamenten-Versorgung. Ein höheres Niveau erreichen nur Privatkliniken in den Großstädten, dort sind die Kosten teilweise erheblich höher als in Deutschland.

Mit Bolivien gibt es kein Sozialversicherungsabkommen. In Arztpraxen oder Krankenhäusern müssen vor Beginn einer Behandlung Vorauszahlungen in bar oder per Kreditkarte geleistet werden. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.

Erforderlich ist ebenfalls die Mitnahme einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest), Einwegspritzen und Verbandsmaterial enthält.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) übertragen wird. Bei schwerem Verlauf endet sie in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben. 

Symptome: es kommt zu hohem Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu Blutungen und Störungen der Leberfunktion mit Gelbsucht - daher der Krankheitsname. Diese sind lebensbedrohlich.

Inkubationszeit: i.d.R. 3–6 Tage.

Vorkommen: vor allem in wärmeren Regionen Afrikas und Südamerikas.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Sicheres Trinkwasser ist abgekocht oder kommt aus verschlossenen Flaschen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Sichere Nahrung wurde erhitzt oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.

Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Umwelt

Klima

Allgemein

Die beiden Hauptregionen Boliviens, das Hochland und Tiefland, stehen klimatisch in scharfem Kontrast zueinander. Für La Paz gilt: Die Trockenzeit (Winter) dauert von April/Mai bis Oktober/November. Sie bringt wüstenhaft trockene Luft mit extremen Temperaturschwankungen und so gut wie keinen Regen. Nachts kann es gefrieren, tagsüber werden in der Sonne bis zu 30 °C (gleichzeitig im Schatten aber nur 8 bis 10 °C) erreicht. Während der übrigen Monate des Jahres herrscht Regenzeit mit oft dichter Wolkendecke. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen steigen auf etwa 20 bis 22 °C an. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind in dieser Zeit geringer. Es regnet lange und oft heftig.

Klimatabelle

Klimastation La Paz (Stadt, Obs.)

Höhe über NN in m: 3.632

geographische Position: 68° 8’ W, 16° 30’ S

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

17,9

17,6

17,9

18,6

17,3

17,3

16,5

17,3

17,6

18,7

19,2

18,7

Temp. ø Min. (°C)

5,8

6,3

5,8

5,0

3,3

1,7

1,3

2,2

3,4

4,8

5,5

5,7

Regentage

19

17

15

8

4

2

2

3

9

9

11

16

Niederschlag (mm)

120

104

68

33

13

8

9

13

29

40

48

91

Sonnenstunden ø

4,5

4,3

5,4

7,0

9,0

10,8

9,1

8,3

8,3

7,5

6,2

5,7

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

--

--

--

--

--

--

--

--

--

--

--

--

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Erdbeben

Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Dürren

Es besteht eine hohe Dürregefahr.

Weitere Gefahren

Infolge von starken Niederschlägen und Überschwemmungen kann es zu Erdrutschen kommen.