Chile
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Santiago de Chile
Fläche: 756.102 km²
Einwohnerzahl: 19,1 Millionen
Währung: 1 Chilenischer Peso (CLP) = 100 Centavos
Staatsform: Republik
Amtssprache: Spanisch
Religion: 70% katholisch, 15% evangelisch, christliche, jüdische, animistische und Bahai-Minderheiten
Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC−4 Chile kontinental, UTC−3 Magallanes und Antarktis, UTC−6 Osterinsel und Salas y Gómez
Telefon-Vorwahl: +56
Netzspannung: 220 V
Gefahrenindex: 0
Visumpflicht: nein
Reisepass erforderlich: ja
Lage
Geographische Einordnung
Chile erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung entlang der Anden und des Pazifischen Ozeans und grenzt im Norden an Peru und im Osten an Bolivien und Argentinien. Zum Hoheitsgebiet gehören die Juan-Fernández-Inseln, die Osterinsel (Rapa Nui) sowie die Islas de los Desventurados und die Isla Sala y Gómez.
Infrastruktur
Gut ausgebaut sind insbesondere die Panamericana und andere mautpflichtige Straßen rund um Santiago sowie eine steigende Zahl von Hauptverbindungsstrecken. Viele Nebenstrecken, insbesondere in den abgelegenen Teilen des Landes, sind jedoch nach wie vor unbefestigt.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
18. September: Tag der Unabhängigkeit (1810 von Spanien)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
3. April: Karfreitag
4. April: Ostersamstag
1. Mai: Tag der Arbeit
21. Mai: Tag der Marine
21. Juni: Nationaler Tag der Eingeborenen
29. Juni: St. Peter und Paul
16. Juli: Jungfrau Carmen
15. August: Mariä Himmelfahrt
19. September: Tag des Heeres
12. Oktober: Begegnung der zwei Welten (Entdeckung Amerikas)
31. Oktober Tag der Reformation
1. November: Allerheiligen
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
18. September: Tag der Unabhängigkeit (1810 von Spanien)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
26. März: Karfreitag
27. März: Ostersamstag
1. Mai: Tag der Arbeit
21. Mai: Tag der Marine
21. Juni: Nationaler Tag der Eingeborenen
28. Juni: St. Peter und Paul
16. Juli: Jungfrau Carmen
15. August: Mariä Himmelfahrt
19. September: Tag des Heeres
11. Oktober: Begegnung der zwei Welten (Entdeckung Amerikas)
31. Oktober Tag der Reformation
1. November: Allerheiligen
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
18. September: Tag der Unabhängigkeit (1810 von Spanien)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
14. April: Karfreitag
15. April: Ostersamstag
1. Mai: Tag der Arbeit
21. Mai: Tag der Marine
20. Juni: Nationaler Tag der Eingeborenen
26. Juni: St. Peter und Paul
16. Juli: Jungfrau Carmen
15. August: Mariä Himmelfahrt
19. September: Tag des Heeres
9. Oktober: Begegnung der zwei Welten (Entdeckung Amerikas)
31. Oktober Tag der Reformation
1. November: Allerheiligen
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Weihnachten
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 131
Polizei: 133
Feuerwehr: 132
Küstenwache: 131
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Strom / Elektrizität
220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C & L.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der “International Electrotechnical Commission”.
Steckertyp C
Steckertyp L
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Santiago de Chile wird von der nationalen chilenischen LAN Airlines aus Europa angeflogen. Zudem bedienen u.a. Lufthansa, Swiss, Iberia, KLM / Air France und Austrian Airlines Santiago de Chile.
Aufgrund der Ausdehnungen des Landes von Norden nach Süden sind Inlandsflüge ein wichtiges Verkehrsmittel, das Netz ist gut ausgebaut. Zusätzlich bestehen Verbindungen auf die Osterinsel und die Juan-Fernández-Inseln.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Chilenischer Peso (CLP) = 100 Centavos
Banköffnungszeiten: In der Regel Mo-Fr 9-14 Uhr, teils auch 15.00-18.00 Uhr.
Größere Restaurants, Hotels und Geschäfte akzeptieren v.a. MasterCard, Visa, American Express und Diners Club.
Karten mit Cirrus- oder Maestro-Symbol ermöglichen die Abhebung an Geldautomaten.
Vorsorge
Empfohlene Impfungen
Tetanus
Hepatitis A
Diphtherie
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
(Masern und Röteln)
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Vorgeschriebene Impfungen
Einreisevorschriften unterliegen der Länderhoheit. Die WHO spricht orientierende Empfehlungen aus (ITH), von denen Zollbehörden insbesondere bei Epidemien abweichen können.
Für die direkte Einreise aus Deutschland sind keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben.
Impfungen aus besonderem Grund
- Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten
- Dengue-Fieber bei besonderer Exposition und gegebener Indikation (Vorkommen: nur Osterinsel oder extremer Norden Chiles)
- Tollwut, besonders bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen oder bei Risiko nicht-vermeidbarer Tierkontakte
- Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Das Gesundheitswesen entspricht nicht europäischen Standards. Das gilt vor allem für öffentliche Krankenhäuser, die apparativ und hygienisch unter dem internationalen Niveau liegen. Sie leiden außerdem an einem Mangel an Fachpersonal und ungenügender Medikamenten-Versorgung. Private Krankenhäuser sind personell und technisch wesentlich besser ausgestattet, einige erreichen europäische Standards. Zu finden sind sie aber vorwiegend in Santiago und wenigen anderen Großstädten, außerhalb der Städte ist die medizinische Versorgung auch angesichts der teilweise riesigen Entfernungen problematisch. Die meisten Ärzte in den Privatkliniken sprechen englisch, einige auch deutsch.
Mit Chile gibt es kein Sozialversicherungsabkommen, die hohen Kosten einer medizinischen Versorgung in Privatkliniken muss der Patient selbst tragen. Vor Beginn einer Behandlung wird in den meisten Krankenhäusern eine finanzielle Garantie in Form von Bargeld oder einer Kreditkarte verlangt. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.
Erforderlich ist ebenfalls die Mitnahme einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest), Einwegspritzen und Verbandsmaterial enthält.
Infektionen / Krankheiten
Hantavirus
Hantaviren werden von Nagetieren wie der Rötelmaus übertragen und können teilweise zu einer lebensbedrohlichen Infektion führen. Die Nager scheiden die Erreger über Speichel, Urin und Kot aus. Der Mensch kann sich anstecken, wenn er die Erreger einatmet.
Die Symptome variieren je nach Virustyp: teilweise hohes Fieber, grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen), Husten und Schüttelfrost.
In Einzelfällen Lungenentzündungen, akutes Nierenversagen und/oder Fiebererkrankungen mit inneren Blutungen.
Inkubationszeit: zwischen 5 und 60 Tagen.
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Typhus
Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen.
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall.
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.
Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.
Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.
Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Klima
Allgemein
Wegen der beträchtlichen Ausdehnung und der Höhenunterschiede weist Chile viele verschiedene Klimazonen auf. Insgesamt herrscht ein gemäßigtes Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit im Winter. Im Nordosten herrscht Wüstenklima, im Süden ist es regnerisch und kalt.
Klimatabelle
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation Antofagasta-Cerro Moreno (Flughafen)
Höhe über NN in m: 135
geographische Position: 70° 26’ W, 23° 26’ S
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 23,1 | 23,3 | 22,1 | 20,3 | 18,4 | 17,0 | 16,4 | 16,5 | 17,1 | 18,1 | 19,7 | 21,7 |
Temp. ø Min. (°C) | 17,8 | 17,5 | 16,6 | 14,2 | 13,3 | 12,1 | 11,7 | 12,1 | 12,8 | 13,9 | 15,1 | 16,6 |
Regentage | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Niederschlag (mm) | 0 | 0 | 0 | < 1 | < 1 | 1 | < 1 | < 1 | < 1 | < 1 | < 1 | < 1 |
Sonnenstunden ø | 9,5 | 10,0 | 9,2 | 8,5 | 7,4 | 6,0 | 6,8 | 6,9 | 7,6 | 7,6 | 8,8 | 9,8 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | zs | zs | zs | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | zs |
Klimastation Punta Arenas (Flughafen)
Höhe über NN in m: 33
geographische Position: 70° 51’ W, 53° 2’ S
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 13,9 | 13,9 | 12,1 | 9,3 | 6,4 | 4,2 | 3,6 | 5,1 | 7,7 | 10,1 | 11,7 | 13,3 |
Temp. ø Min. (°C) | 7,2 | 7,0 | 5,4 | 3,4 | 1,6 | -0,2 | -0,7 | 0,1 | 1,5 | 3,3 | 4,6 | 6,2 |
Regentage | 8 | 6 | 7 | 8 | 8 | 7 | 6 | 7 | 5 | 5 | 7 | 7 |
Niederschlag (mm) | 39 | 28 | 30 | 36 | 42 | 28 | 30 | 30 | 24 | 29 | 32 | 29 |
Sonnenstunden ø | 7,4 | 5,9 | 4,6 | 4,2 | 2,6 | 2,3 | 2,2 | 3,6 | 5,7 | 6,6 | 7,8 | 7,2 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 9 | 9 | 8 | 8 | 8 | 7 | 6 | 5 | 6 | 7 | 7 | 7 |
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- |
Klimastation Santiago de Chile (Stadt)
Höhe über NN in m: 520
geographische Position: 70° 41’ W, 33° 26’ S
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 29,4 | 28,7 | 26,7 | 23,0 | 17,9 | 14,4 | 14,5 | 16,2 | 18,4 | 22,0 | 25,1 | 28,0 |
Temp. ø Min. (°C) | 12,4 | 11,8 | 10,1 | 7,6 | 5,7 | 3,7 | 3,2 | 4,3 | 5,9 | 7,8 | 9,5 | 11,8 |
Regentage | < 1 | < 1 | < 1 | 1 | 5 | 5 | 5 | 6 | 3 | 2 | 1 | < 1 |
Niederschlag (mm) | < 1 | 1 | 3 | 10 | 42 | 70 | 87 | 52 | 22 | 13 | 9 | 2 |
Sonnenstunden ø | 10,4 | 9,2 | 8,1 | 5,9 | 4,4 | 3,5 | 4,0 | 5,2 | 5,5 | 7,1 | 8,8 | 10,1 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- |
* Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
In den hochalpinen Andenregionen kann die Höhenkrankheit auftreten. Bei Schwindel, Atemnot, Müdigkeit, Zittern, Kältegefühl oder Bewusstseinsminderungen ist von einem weiteren Aufstieg unbedingt abzusehen. Bessern sich die Symptome nicht, sollte ein Abstieg erfolgen.
In den trockenen Gebieten in Nordchile ist darauf zu achten, dass stets ausreichend Wasser mitgeführt und getrunken wird. Auch in der Wüste wird es trotz der hohen Tagestemperaturen nachts empfindlich kalt (z. B. bei Ausflügen zum Hochplateau El Tatio bei San Pedro de Atacama).
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Tsunami
Es besteht eine erhöhte Tsunamigefahr, die allerdings selten ein schlimmes Ausmaß annimmt.
Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.
Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.
Vulkane
Hier gibt es aktive Vulkane. Wegen möglicher vulkanischer Aktivität kann es zu lokalen Evakuierungen kommen.
Im Verkehrswesen kann es durch Eruptionen zu regionalen Einschränkungen kommen.
Waldbrände
Insbesondere in den Sommermonaten kann es zu größeren Wald- und Buschbränden kommen. Evakuierungen und Einschränkungen im Verkehr sind die Folge.
Extreme Hitze
Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.
Weitere Gefahren
Aufgrund von heftigen Regenfällen und Überschwemmungen kann es zu Schlammlawinen und Erdrutschen kommen.