China

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Peking (21.500.000 Einwohner)

Regierungsform: Sozialistisches Einparteiensystem

Fläche: 9.571.302 km²

Einwohnerzahl: 1.373.541.278 Einwohner

Währung: Renminbi (RMB), 1 Yuan (¥) = 10 Jiao = 100 Fen

Staatsform: Volksrepublik

Amtssprache: (Hoch-)Chinesisch (Putonghua) und offizielle Regionalsprachen

Religion: 42% Atheisten/Agnostiker, 30% Schenisten/Taoisten, 18% Buddhisten, je 4% Christen/einheimische Religionen/ethnische Minderheiten, 2% Muslime

Bevölkerungsdichte: 144 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+8

Telefon-Vorwahl: +86

Netzspannung: 220 V, 50 Hz

Gefahrenindex: 3

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Die Volksrepublik China ist flächenmäßig etwa so groß wie ganz Europa bis zum Ural. Vom Hochgebirge im Westen bis zur Küste im Osten fällt die Landschaft ab und kann in fünf Zonen unterteilt werden: Gebirge (33,3%), Hochebenen (26%), Becken (18,8%), Tiefebenen (12%) und Hügellandschaften (9,9%). Sieben der . Die Landschaftsbeschaffenheit und die klimatischen Bedingungen haben großen Einfluss auf die Bewohnbarkeit der einzelnen Regionen des Landes. Im Osten sind vier große und dicht besiedelte Schwemmebenen, der Süden ist hügelig und die Küste im Südosten von Gebirge geprägt. Westlich der Schwemmebenen finden sich Gebirge und Hochebenen und ein großes Becken, die mongolische Hochebene. Der Westen Chinas besteht aus Hochgebirgen (u. a. Himalaya, Pamir, Tibet) die sich mit Hochebenen abwechseln. Nördlich davon schließt sich der trockenste Landesteil an, die Wüsten Gobi und Taklamakan.

China dehnt sich von Nord nach Süden auf 4500 Kilometer und von Osten nach Westen auf 4200 Kilometer aus. Der längste Fluss Chinas ist mit 6400 km Länge der Jangtsekiang. Der höchste Berg ist der auf der Grenze zu Nepal liegende Mount Everest mit 8848 m Höhe, und der Quinghai-See ist mit ca. 4500 km2 das größte Binnengewässer.

Infrastruktur

Die wichtigsten internationalen Flughäfen sind der Peking (BJS/PEK), der Guangzhou/Kanton (Baiyun) International Airport, der Shanghai Hongqiao (SHA) sowie der Shanghai Pudong (PVG). Weitere Flughäfen sind vorhanden.

Fährverbindungen gibt es auf allen größeren Flüssen sowie entlang der Küste. Züge stellen, neben Flugzeugen, ein Hauptverkehrsmittel dar.

Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut, jedoch sind nicht alle Straßen gut. Busse, Taxis und Mietwagen sind in allen größeren Städten vorhanden, teils gibt es auch U-und Straßenbahnen.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertage:
1.-7. Oktober:            Nationalfeiertage

Weitere Feiertage:
1.+2. Januar:            Neujahr
16. – 22. Februar:         Goldene Woche (Frühjahrsfest)
5.+6. April:            Qingming-Fest
1. Mai:                Tag der Arbeit
19. Juni:            Drachenbootfest
25. September:        Mondfest

Der Regierungsrat sieht für bestimmte soziale Gruppen folgende Feiertage vor:
8. März:            Internationaler Tag der Frau, halbtags von Frauen begangen
4. Mai:    Tag der Jugend, halbtags von Jugendlichen im Alter von 14 bis 28 Jahren begangen
1. Juni:    Tag der Kinder, ganztags von Kindern unter 14 Jahren begangen
1. August:    Tag der Armee, halbtags von Militärpersonal im aktiven Dienst begangen

 

Daten für 2027

Nationalfeiertage:
1.-7. Oktober:            Nationalfeiertage

Weitere Feiertage:
1. Januar:            Neujahr
5.- 11. Februar:         Goldene Woche (Frühjahrsfest)
5. April:            Qingming-Fest
1.(+2.) Mai:            Tag der Arbeit
7.-9. Juni:            Drachenbootfest
15.-17. September:        Mondfest

Der Regierungsrat sieht für bestimmte soziale Gruppen folgende Feiertage vor:
8. März:            Internationaler Tag der Frau, halbtags von Frauen begangen
4. Mai:    Tag der Jugend, halbtags von Jugendlichen im Alter von 14 bis 28 Jahren begangen
1. Juni:    Tag der Kinder, ganztags von Kindern unter 14 Jahren begangen
1. August:    Tag der Armee, halbtags von Militärpersonal im aktiven Dienst begangen

 

Daten für 2028

Nationalfeiertage:
1.-6. Oktober:            Nationalfeiertage

Weitere Feiertage:
1. Januar:            Neujahr
26.- 31. Januar:         Goldene Woche (Frühjahrsfest)
4. April:            Qingming-Fest
1. Mai:                Tag der Arbeit
28. Mai:            Drachenbootfest
3. Oktober:            Mondfest

Der Regierungsrat sieht für bestimmte soziale Gruppen folgende Feiertage vor:
8. März:            Internationaler Tag der Frau, halbtags von Frauen begangen
4. Mai:    Tag der Jugend, halbtags von Jugendlichen im Alter von 14 bis 28 Jahren begangen
1. Juni:    Tag der Kinder, ganztags von Kindern unter 14 Jahren begangen
1. August:    Tag der Armee, halbtags von Militärpersonal im aktiven Dienst begangen

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 110, 112 (nur mobil)

Polizei: 110, Verkehrspolizei 122

Feuerwehr: 119

Ambulanz: 120 (nur Peking)

Private Ambulanz: 999

Infrastruktur

Allgemein

Strom / Elektrizität

230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: A, C, I, G (inoffiziell).

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.

Steckertyp A

steckertyp-A

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp I

steckertyp-I

Steckertyp G

steckertyp-G

Telefon / Mobilfunk

Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.

Ausländische Mobiltelefone sind ohne Einschränkung aber nur mit Roaming nutzbar. Für längere Aufenthalte ist der Kauf einer Prepaid-Karte empfohlen. Chinesische Mobiltelefone sind auch eine Möglichkeit, nicht teuer und können, wie auch Pre-Paid-Karten in vielen Supermärkten gekauft werden.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Internet

Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Wie die gesamte Verkehrsinfrastruktur befindet sich auch der Luftverkehr im Wachsen. Die Zahl der Flughäfen steigt weiter an und immer mehr Großstädte können direkt von Europa aus angeflogen werden. Es gibt eine Vielzahl von Fluglinien, die sich auf Inlandsflüge beschränken; die wenigsten bieten internationale Flüge an. Bemerkenswert ist aber, dass ein Flug nach Hongkong als internationaler Flug gilt.

Auch die Luftfahrtindustrie hat an Potential zugenommen, auch hier wurde ein staatliches Förderprogramm aufgelegt, unter anderem auch um eigene Großraumflugzeuge zu produzieren.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: Renminbi (RMB), 1 Yuan (¥) = 10 Jiao = 100 Fen

Banköffnungszeiten: Mo.–Fr. von 9 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr (manche Geldinstitute sind aber auch von Mo.–So. geöffnet).

Das Abheben von Bargeld an Bankautomaten ist, zumindest in größeren Städten, mit allen gängigen Kreditkarten, mit Debitkarten allerdings nur sehr eingeschränkt, möglich. In Geschäften werden internationale Kreditkarten nicht immer akzeptiert. Die einheimische Bevölkerung nutzt für bargeldlose Zahlungen vorzugsweise chinesische Apps wie Alipay oder Weixin Pay. Für Touristen ist das nicht ohne Weiteres möglich.

Reisende nach China sollten daher in jedem Fall Kreditkarte und/oder Bargeld vorhalten.

In Hotels können auch (gegen Gebühr) Reiseschecks eingetauscht werden. Bevorzugte Fremdwährungen in China sind US-Dollar und Euro.

Überweisungen von Geld aus Europa tätigt die chinesische Bank per Fax an die Heimatbank und fordert den entsprechenden Betrag an, das Geld ist dann üblicherweise nach 2 Tagen verfügbar und wird bar oder in Form von Traveller Cheques ausbezahlt. Hier wird eine Gebühr von 10 Euro berechnet. Weniger kompliziert ist der Geldtransfer über Moneygram oder Western Union, was aber auch nicht kostenlos ist.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Empfohlene Impfungen

Tetanus

Diphtherie

Keuchhusten

Hepatitis A

Polio

 

Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten

Typhus bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen

Tollwut für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten

Japanische Enzephalitis bei längeren Individualreisen in ländlichen Regionen während der Hauptübertragungszeit (Juni - Oktober / Südchina von April bis Oktober und Nordchina von Mai bis September (Quelle: CDC)

Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

FSME bei Zeckenexposition in regionalen Risikogebieten, insb. in Nordostchina

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Ausländer, die länger als ein Jahr im Land bleiben, müssen u. U. bei der Einreise einen negativen HIV-Test nachweisen, bei Arbeitsaufenthalten wird zusätzlich ein Gesundheitszeugnis mit Befunden einer Röntgenaufnahme der Lungen, EKG und Labor (inklusive HIV- und Syphilis-Test) verlangt. Das Zeugnis muss in Englisch oder Chinesisch verfasst sein, Abweichungen von dieser Regel sind jederzeit möglich.

Infektionen / Krankheiten

Malaria

Im Juni 2021 erklärte die WHO China für Malaria-frei. Dies bedeutet, dass seit Jahren keine einheimischen Infektionsherde mehr bestehen. Vereinzelt können aber noch Fälle aus dem Ausland eingeschleppt werden. Das Infektionsrisiko für Malaria kann in China jedoch als minimal betrachtet werden.

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Cholera

Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
 
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
 
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.

Cholera kommt nur sporadisch vor.

Rotavirus

Das Rotavirus ist eine Infektionskrankheit, die durch die sogenannten Rotaviren hervorgerufen wird. Das Rotavirus ist die weltweit häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern. Insbesondere für kleine Kinder kann das Rotavirus sehr gefährlich werden, in Deutschland sind Todesfälle jedoch selten. Das Rotavirus ist hochansteckend und wird leicht übertragen. Die Übertragung erfolgt zumeist über eine Schmierinfektion, d.h. über Fäkalien oder verunreinigte Gegenstände sowie Lebensmittel oder Trinkwasser. Seit 2001 ist diese Infektion in Deutschland meldepflichtig.

Symptome: Erkrankungen setzen meist plötzlich ein, verlaufen aber unterschiedlich. Ein milder Verlauf ist durch Durchfall und Übelkeit/Erbrechen gekennzeichnet. Der Durchfall hält 2 bis 6 Tage an und vergeht dann wie von selbst.

Schwere Verläufe gehen mit sehr heftigem Durchfall einher, der nicht selten von Fieber, Magen-Darm-Krämpfen und grippeähnlichem Krankheitsgefühl begleitet wird. Der Durchfall ist meist wässrig, mitunter findet man im Stuhl Schleimbeimengungen. Auch bei einem schweren Verlauf geht der Durchfall binnen einer Woche vorüber. Rotavirus verläuft bei Säuglingen und Kleinkindern durchschnittlich schwerer als Durchfallerkrankungen durch andere Erreger.

Inkubationszeit: 1 bis 3 Tage.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist die Infektion besonders stark verbreitet in Schwellen- und Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Japanische Enzephalitis

Die japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, eine Gehirnhautentzündung nach einem Mückenstich. Grundsätzlich kann die japanische Enzephalitis in jedem Alter auftreten.
Symptome: i.d.R. keine schweren Krankheitssymptome. Nur bei ca. 1 von 250 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung mit Fieber, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfällen und Lähmungen bis zum Koma.

Inkubationszeit: zwischen 5–15 Tagen.

Vorkommen: hauptsächlich in asiatischen Länder, im westlichen Pazifikraum und gelegentlich in Australien (Torres Strait und nördl. Queensland). Betroffen sind besonders ländliche Gebiete, in denen Schweinezucht und Reisanbau betrieben werden.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung. Sie betrifft meist Kinder, kann aber auch Erwachsene treffen.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann ganzjährig auftreten, ist jedoch vor allem im Spätsommer und Herbst besonders häufig.

Symptome: beginnt mit grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Leistungsschwäche, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit. Etwa ein bis zwei Tage nach Auftreten des Fiebers entwickeln sich im Mundraum schmerzhafte rote Punkte. Diese Stellen befinden sich vor allem im Bereich von Zunge, Zahnfleisch und Mundschleimhaut oder auch um den Mund herum. Sie wandeln sich nach kurzer Zeit in kleine Bläschen oder oberflächliche Geschwüre (Aphten) um. Etwa zeitgleich oder wenige Stunden nach dem Auftreten der roten Punkte im Mundraum entwickelt sich an Händen und Füßen ein Ausschlag mit Bläschen, die ein Sekret absondern, in dem viele Viren stecken. Dadurch können die Viren problemlos auch an andere Körperstellen gelangen.

In 20% der Fälle verläuft die Krankheit symptomlos.

Inkubationszeit: zwischen 2–35 Tagen, i.d.R. zwischen 7–14 Tagen.

Vorkommen: insbesondere im westpazifischen Raum (u.a. Malaysia, Singapur, China, Japan). Grundsätzlich gibt es den Erreger jedoch weltweit.

Bilharziose (Schistosomiasis)

Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.

Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.

Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.

Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Umwelt

Klima

Allgemein

Das Klima in der Volksrepublik China ist sehr unterschiedlich und wechselt, abhängig vom Landstrich, von extrem trockenem Wüstenklima und winterkaltem Nadelwaldklima bis hin zu tropischen Wetterbedingungen. Mehr oder weniger ist es aber überall vom Monsun beeinflusst, der im Sommer Regen bringt.

Klimatabelle

Klimastation BEIJING (PEKING)

Höhe über NN in m: 55

geographische Position: 116° 17’ E, 39° 56’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

1,6

4,0

11,3

19,9

26,4

30,3

30,8

29,5

25,8

19,0

10,1

3,3

Temp. ø Min. (°C)

-9,4

-6,9

-0,6

7,2

13,2

18,2

21,6

20,4

14,2

7,3

-0,4

-6,9

Regentage

1

2

2

3

4

6

10

9

4

3

1

1

Niederschlag (mm)

3

6

9

26

29

71

176

182

49

19

6

2

Sonnenstunden ø

6,5

6,8

7,8

8,2

9,3

9,1

7,2

7,4

8,1

7,3

6,4

6,0

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

--

--

--

--

--

zs

s

s

--

--

--

--

Klimastation HONGKONG (Observatorium)

Höhe über NN in m: 33

geographische Position: 114° 10’ E, 22° 18’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

18,6

18,6

21,3

24,9

28,7

30,3

31,5

31,3

30,3

27,9

24,2

20,5

Temp. ø Min. (°C)

13,6

13,9

16,5

20,2

23,9

25,9

26,6

26,3

25,5

23,1

19,2

15,4

Regentage

4

5

6

8

11

16

14

15

12

6

4

2

Niederschlag (mm)

23

48

67

162

317

376

324

391

300

145

35

27

Sonnenstunden ø

4,9

3,5

3,1

3,6

5,0

5,4

7,5

6,7

6,1

6,3

6,1

5,9

Wasser-Temp. ø (°C)

18

17

18

21

25

27

27

27

27

26

23

20

Klimabelastung*

--

--

zs

s

ss

ss

ss

ss

ss

s

zs

--

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Mögliche Naturgefahren sind periodische Dürren, Erdbeben (Südwest-China), Erdrutsche nach Starkregen und Überschwemmungen.

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Erdbeben

Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Tsunami

In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.

Trop. Wirbelstürme & Tornados

Taifune

Die Süd- und Südostküste Chinas werden jährlich von tropischen Wirbelstürmen (Taifunen) getroffen, die Überschwemmungen und gefährliche Erdrutsche verursachen können. Reisende in dieser Zeit werden gebeten, die Hinweise zu Wirbelstürmen im Ausland zu beachten. Sie fordern viele Menschenleben und richten große Schäden an. Die Taifun-Hauptsaison beginnt im Süden schon Mitte Mai und weiter nördlich im Juni/Juli und endet im Oktober/November, abhängig von den Wassertemperaturen in der entsprechenden Region.

Auf der Homepage des Chinese weather service können sich Reisende über die aktuellen Wetterverhältnisse und aktuelle Taifunwarnungen informieren. Den Sicherheitshinweisen und Empfehlungen der örtlichen Behörden ist unbedingt Folge zu leisten.

Weitere Gefahren

Heftige Regenfälle, wie sie in der Regenzeit von Juni bis September die Regel sind, verursachen zudem in den Berglagen dieser Gegend regelmäßig Erdrutsche, bei denen Todesopfer zu beklagen sind. Bei geplanten Reisen insbesondere in Berglagen dieser Region wird dringend empfohlen, sich in den lokalen Medien (z.B. ChinaDaily englischsprachig) vorab über die Wetterlage und etwaige wetterbedingte Gefahrensituationen zu informieren.