Costa Rica

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: San José (339.588 Einwohner, im Ballungsraum 1.611.616)

Fläche: 51.100 km²

Einwohnerzahl: 4.773.130

Währung: 1 Colón (CRC) = 100 Centimos

Staatsform: Republik

Amtssprache: Spanisch

Religion: ca. 69% katholisch (Staatsreligion), 22% übrige, davon 13,8% evangelisch

Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC-6

Telefon-Vorwahl: +506

Netzspannung: 120 V, 60 Hz

Gefahrenindex: 0

Visumpflicht: nein

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung:

Costa Rica liegt auf dem mittelamerikanischen Isthmus zwischen Nicaragua im Norden und Panama im Süden und grenzt im Westen an den Pazifik und im Osten an die Karibik.

Infrastruktur:

Costa Rica verfügt über die beiden internationalen Flughäfen San José (SJO) (Juan Santamaría) sowie Daniel Oduber Quirós International Airport (LIR) (Liberia). Inlandsflüge werden angeboten, auf einigen Flüssen existiert Schiffsverkehr. Gut ausgebaute Straßen verbinden San José mit allen größeren Städten, die restlichen Straßen befinden sich oft in sehr schlechtem Zustand. Fast alle Ortschaften sind an das Busnetz angeschlossen, Taxis und Mietwagen gibt es in den größeren Städten.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
15. September:    Unabhängigkeitstag (1821 von Spanien)

Weitere Feiertage:
1. Januar.        Neujahr
2. April:        Gründonnerstag
3. April:        Karfreitag
11. April:        Tag des Juan Santamaria
1. Mai:            Tag der Arbeit
25. Juli:        Anschluss von Guanacaste
2. August:        Santa Maria de los Ángeles
15. August:        Mariä Himmelfahrt und Muttertag
6. September:        Tag der Schwarzen Bevölkerung und der afro-costaricanischen Kultur
1. Dezember:        Tag der Abschaffung der Armee
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
15. September:    Unabhängigkeitstag (1821 von Spanien)

Weitere Feiertage:
1. Januar.        Neujahr
25. März:        Gründonnerstag
26. März:        Karfreitag
11. April:        Tag des Juan Santamaria
1. Mai:            Tag der Arbeit
25. Juli:        Anschluss von Guanacaste
2. August:        Santa Maria de los Ángeles
15. August:        Mariä Himmelfahrt und Muttertag
31. August:        Tag der Schwarzen Bevölkerung und der afro-costaricanischen Kultur
1. Dezember:        Tag der Abschaffung der Armee
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
15. September:    Unabhängigkeitstag (1821 von Spanien)

Weitere Feiertage:
1. Januar.        Neujahr
11. April:        Tag des Juan Santamaria
13. April:        Gründonnerstag
14. April:        Karfreitag
1. Mai:            Tag der Arbeit
25. Juli:        Anschluss von Guanacaste
25. Juli:        Tag der Schwarzen Bevölkerung und der afro-costaricanischen Kultur
2. August:        Santa Maria de los Ángeles
15. August:        Mariä Himmelfahrt und Muttertag
1. Dezember:        Tag der Abschaffung der Armee
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 911

Polizei: 911

Feuerwehr: 911

Küstenwache: 911

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Infrastruktur vorhanden mit internationaler Direktdurchwahl. Telefonzellen werden mit Telefonkarten betrieben, entweder mit Chip oder mit PIN-Code. Nicht alle öffentlichen Telefone akzeptieren die Chip-Karte, weshalb die “PIN-Karte” zu bevorzugen ist.

Hauptnetzbetreiber für Mobilfunk ist das Instituto Costarricense de Electricidad (ICE). Mobiltelefone können zwar gemietet werden, dies ist aber mit nicht verhältnismäßigem Aufwand verbunden.

Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist vor allem in ländlichen Gebieten lückenhaft.

Internet

Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.

Strom / Elektrizität

120 V, 60 Hz. Übliche Netzsteckertyp(en): A, B. Für den Betrieb elektrischer Geräte aus Deutschland ist ein Steckdosenadapter (Reisestecker, Reiseadapter, Universal-/Multiadapter) erforderlich.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der “International Electrotechnical Commission”: www.iec.ch

Steckertyp A

steckertyp-A

Steckertyp B

steckertyp-B

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Es gibt zwei internationale Flughäfen: "Juan Santamaria" bei San José und "Daniel Oduber" bei Liberia.

Die zwei nationalen Airlines Nature Air und SANSA unternehmen Inlandsflüge nach Drake Bay, Golfito, Manuel Antonio, Palmar Sur, Tamarindo und Tortuguero.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Colón (CRC) = 100 Centimos

Banköffnungszeiten: Mo-Fr, 8.30-15 Uhr (Abweichungen sind möglich).

Die Geldversorgung mit EC-Karte ("Maestro") funktioniert nicht immer problemlos. Reisende sollten sich nicht ausschließlich darauf verlassen, sondern alternative Zahlungsmittel mitführen. Euro kann man mittlerweile in allen größeren Städten Costa Ricas in Landeswährung (Colón) umtauschen (z.B. in Filialen der Banco de Costa Rica BCR). Es empfiehlt sich zudem die Mitnahme von US-Dollar in bar bzw. die Verwendung von Kreditkarten. In einigen Gegenden werden nur Kreditkarten von VISA akzeptiert.

Gelegentlich kommt es zu Störungen bei der Liquiditätsabfrage von Kreditkarten. Man sollte aus diesem Grund ausreichend Geldmittel in Form von US-Dollar mitführen. Um im Verlustfall schnell handeln zu können, sollte man sich die Nummern der Kreditkarten sowie die jeweiligen Telefonnummern der Ausgabeorganisationen separat notieren. Achtung: Gelegentlich ist es erforderlich, sich mit dem Original-Reisepass auszuweisen, z.B. bei Zahlungen mit Kreditkarte oder bei Bargeldüberweisungen ("Western Union").

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Empfohlene Impfungen

Tetanus

Hepatitis A

Diphtherie

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

(Masern und Röteln)

Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten

Typhus bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen

Tollwut für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Das Gesundheitswesen ist besser als in anderen mittel- und südamerikanischen Ländern. Die öffentlichen und privaten Krankenhäuser in der Hauptstadt San José erreichen in punkto Hygiene und ärztliche Versorgung durchaus europäische Standards. Viele Ärzte sind in den USA ausgebildet worden und sprechen daher fließend englisch. Wesentlich schlechter ist die Situation in ländlichen Gebieten, wo es nur wenige Kliniken gibt. Sie leiden an einem Mangel an Fachpersonal und ungenügender Medikamenten-Versorgung.

Alle staatlichen Krankenhäuser müssen im Notfall Patienten auch ohne finanzielle Garantien Erste Hilfe gewähren. In der Regel müssen Ausländer aber Vorauszahlungen leisten, entweder in bar oder in manchen Kliniken auch per Kreditkarte. Medikamente müssen ebenfalls vor Ort bezahlt werden. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.

Erforderlich ist ebenfalls die Mitnahme einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest), Einwegspritzen und Verbandsmaterial enthält.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Zika-Virus

Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.

Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.

Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.

Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Wasser aus dem Hahn oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet. Als Trinkwasser oder Wasser zum Zähneputzen benutzen Sie idealerweise in Flaschen abgefülltes Mineralwasser oder abgekochtes Wasser.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Für selbst zubereitete Nahrung gilt: Boil it, cook it, peel it or forget it - Koche es, brate es, schäle es oder vergiss es!

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.

Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark gekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Umwelt

Klima

Allgemein

An der Ostküste ganzjährig tropisch feuchtes Klima mit Temperaturen um 28 °C, an der Pazifikküste trockener und Temperaturen zwischen 27 und 34 °C. Subtropisches Klima in der Hochebene. Im Hochgebirge liegt die Durchschnittstemperatur bei 12 °C.

Die Trockenzeit ist von Dezember bis April, die Regenzeit von Mai bis November. Der durchschnittliche Niederschlag liegt in San José bei 3,3 m, die Durchschnittstemperatur zwischen 14 und 24 °C im Dezember und zwischen 17 und 27 °C im Mai.

Klimatabelle

Klimastation San Jose (Stadt)

Höhe über NN in m: 1172

geographische Position: 84° 5’ W, 9° 56’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

23,9

24,0

26,0

26,6

26,7

26,5

25,5

25,9

26,6

25,9

24,8

24,1

Temp. ø Min. (°C)

14,2

14,3

14,7

15,5

16,1

16,1

15,8

15,8

15,5

15,2

15,1

14,6

Regentage

2

1

1

5

16

19

20

21

22

22

11

4

Niederschlag (mm)

10

11

12

48

213

295

221

235

349

326

130

40

Sonnenstunden ø

7,0

7,8

8,0

7,0

5,2

4,0

4,0

4,4

5,0

4,4

4,5

5,9

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

zs

zs

zs

zs

zs

zs

zs

zs

zs

zs

zs

zs

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Frühwarnungen bezüglich Wettergefahren können Sie den folgenden Seiten entnehmen:

World Meteorological Organization

Institut für Meteorologie und Klimaforschung

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Erdbeben

Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Tsunami

Es besteht eine erhöhte Tsunamigefahr, die allerdings selten ein schlimmes Ausmaß annimmt.

Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.

Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.

Vulkane

Hier gibt es aktive Vulkane. Wegen möglicher vulkanischer Aktivität kann es zu lokalen Evakuierungen kommen.
Im Verkehrswesen kann es durch Eruptionen zu regionalen Einschränkungen kommen.

Der östlich der Hauptstadt San José gelegene Vulkan Turrialba ist aktiv; noch immer kommt es zeitweise zu Eruptionen mit Ascheregen.

Dieser geht auch auf die Hauptstadt San José und im Valle Central nieder und kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen insbesondere der Atemwege führen.

Auch kann es weiterhin zu Unterbrechungen im Flugverkehr kommen.

Reisende sollten Kontakt zu ihren Reiseveranstaltern oder Fluglinien halten.

Informationen erhalten Sie auch über den Externer Link, öffnet in neuem Fensterinternationalen Flughafen Juan Santa Maria, Telefonnummer: 00506 2437-2400.

Der 45km nordöstlich von San José gelegene Nationalpark Vulkan Poás ist aufgrund von Gasentwicklung und Gesteinsauswürfen bis zu einer Sicherheitszone von 3,5 km gesperrt worden. Angebote, diese Sicherheitszone zu betreten, um sich über private Wege Zugang zum Vulkankrater zu verschaffen, sind illegal und gefährlich. Die touristischen Infrastrukturen außerhalb dieser 3,5 km sind geöffnet.

Trop. Wirbelstürme & Tornados

Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.

An der atlantischen Küste treten von Mai bis November regelmäßig Hurrikans auf, die Überschwemmungen, Erdrutsche und Flutwellen auslösen können.