Ekuador
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Quito, 2.239.191 Einwohner
Fläche: 283.561 km²
Einwohnerzahl: 16.385.000
Währung: 1 US-Dollar (USD) = 100 Cent
Staatsform: Republik
Amtssprache: Spanisch, die indigenen Sprachen Quichua und Shuar
Religion: 95 % katholisch, protestantische, jüdische, indianische und Bahai-Minderheiten
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC−5
Telefon-Vorwahl: +593
Netzspannung: 120 - 127 V
Gefahrenindex: 0
Visumpflicht: nein
Reisepass erforderlich: ja
Lage
Geographische Einordnung
Ecuador liegt an der Westküste Südamerikas und grenzt im Norden an Kolumbien, im Osten und Süden an Peru. Zu Ecuador gehören auch die ca. 1.000 km vom Festland entfernt, im pazifischen Ozean liegenden Galapagos-Inseln (Santa Cruz, San Cristobal, Floreana, Isabela u.a.).
Infrastruktur
Dass Straßennetz ist gut ausgebaut und für lateinamerikanische Verhältnisse in sehr gutem Zustand. Der Schienenverkehr ist eher für touristische Zwecke brauchbar.
Die Stromversorgung ist gut und wird zu zwei Drittel über Wasserkraftwerke generiert.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
10. August: Unabhängigkeitstag (1809 von Spanien)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
16.+17. Februar: Karneval
3. April: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
25. Mai: Schlacht von Pichincha
9. Oktober: Unabhängigkeit Guyaquils
2. November: Allerseelen
3. November: Unabhängigkeit Cuencas
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
9. August: Unabhängigkeitstag (1809 von Spanien)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
8.+9. Februar: Karneval
26. März: Karfreitag
(30. April+)1. Mai: Tag der Arbeit
24. Mai: Schlacht von Pichincha
10.(+11.) Oktober: Unabhängigkeit Guyaquils
1. November: Unabhängigkeit Cuencas
2. November: Allerseelen
(24.+)25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
11. August: Unabhängigkeitstag (1809 von Spanien)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
28.+29. Februar: Karneval
14. April: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
26. Mai: Schlacht von Pichincha
9. Oktober: Unabhängigkeit Guyaquils
2. November: Allerseelen
3. November: Unabhängigkeit Cuencas
25. Dezember: Weihnachten
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 911
Polizei: 911
Feuerwehr: 911
Küstenwache: 911
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Strom / Elektrizität
120 - 127 V, 60 Hz. Übliche Netzsteckertypen: A & B
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der “International Electrotechnical Commission”: www.iec.ch
Steckertyp A
Steckertyp B
Telefon / Mobilfunk
Die Abdeckung in den Städten und Dörfern ist gut, in abgelegenen und sehr ländlichen Regionen aber lückenhaft.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Die internationalen Flughäfen Quito und Guayaquil werden u.a. von der nationalen Airline Tame sowie von LAN und Iberia angesteuert. Zwischen diesen Flughäfen sowie nach Tena und auf die Galapagos-Inseln bestehen Inlandsverbindungen.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 US-Dollar (USD) = 100 Cent
Banköffnungszeiten: In der Regel Mo-Fr 9-16 bzw. 18 Uhr, z.T. Samstagvormittag.
Kreditkarten werden in der Regel von Hotels, Restaurants und großen Geschäften angenommen.
Karten mit Cirrus- oder Maestro-Symbol ermöglichen die Abhebung an Geldautomaten. Diese funktionieren allerdings nicht immer zuverlässig.
Vorsorge
Empfohlene Impfungen
Tetanus
Diphtherie
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Gelbfieber, dringend empfohlen bei Reisen in Gegenden östlich der Anden unter 2.300 Metern Höhe (Provinzen Morona-Santiago, Napo, Orellana, Pastaza, Sucumbios und Zamora-Chinchipe, Esmeraldas).
Gelbfieber, weniger dringend empfohlen für Gebiete westlich der Anden unter 2.300 Metern Höhe (Provinzen Guayas, Los Rios, Santa Helea und Santo Domingo de los Tsachilas sowie bestimmte Gebiete von Azuay, Bolivar, Canar, Carchi, Chimborazo, Cotopaxi, El Oro, Imbabura, Loja, Pichincha und Tungurahua). Ausnahme Galapagos-Inseln.
(Masern und Röteln)
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten
Tollwut unerlässlich für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten (nicht auf den Galapagos Inseln)
Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)
Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
In den Großstädten Quito und Guayaquil ist das Niveau im privaten medizinischen Sektor relativ gut, allerdings teuer. Äußerst problematisch ist die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten, wo es nicht genügend Ärzte und keine modernen medizinischen Geräte gibt und die hygienischen Verhältnisse unzureichend sind.
Behandlungskosten in Krankenhäusern und Arztpraxen sowie Medikamente müssen unmittelbar beglichen werden in bar oder per Kreditkarte. Dies gilt auch in Notfällen und bei akut lebensbedrohlichen Erkrankungen. Die Begleichung aller Rechnungen wird dann vor der Entlassung verlangt. Nichtsdestotrotz sind Krankenhäuser in solchen Fällen grundsätzlich erstmal zur Behandlung verpflichtet.
Erforderlich ist ebenfalls die Mitnahme einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest), Einwegspritzen und Verbandsmaterial enthält.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Malaria
Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Typhus
Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen.
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall.
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.
Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.
Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.
Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.
Gelbfieber
Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) übertragen wird. Bei schwerem Verlauf endet sie in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben.
Symptome: es kommt zu hohem Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu Blutungen und Störungen der Leberfunktion mit Gelbsucht - daher der Krankheitsname. Diese sind lebensbedrohlich.
Inkubationszeit: i.d.R. 3–6 Tage.
Vorkommen: vor allem in wärmeren Regionen Afrikas und Südamerikas.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Zika-Virus
Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.
Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.
Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.
Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Natürliche Umweltgefahren
Überschwemmungen
In den Wintermonaten (Januar – April) kommt es aufgrund von Regenfällen häufig zu Überschwemmungen und Erdrutschen in der Küstenregion und im Hochgebirge.
Erdbeben
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Tsunami
In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.
Vulkane
Hier gibt es aktive Vulkane. Wegen möglicher vulkanischer Aktivität kann es zu lokalen Evakuierungen kommen.
Im Verkehrswesen kann es durch Eruptionen zu regionalen Einschränkungen kommen.
Dürren
Es besteht eine hohe Dürregefahr.
Weitere Gefahren
In Folge von Überschwemmungen kann es zu Erdrutschen kommen.
Klima
Allgemein
In Ecuador herrscht an der Küste ein heiß-feuchtes Klima mit einer durchschnittlichen Temperatur von 25 bis 30 °C, im Landesinneren und in den Bergregionen ist es kühler. Die Regenzeit ist von Januar bis Mai, die Trockenzeit von Juni bis Dezember. Die Durchschnittstemperaturen in Quito liegen im gesamten Jahr zwischen 8 und 21 °C.
Klimatabelle
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation Quito (Stadt, Obs.)
Höhe über NN in m: 2818
geographische Position: 78° 30’ W, 0° 12’ S
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 21,0 | 20,5 | 20,7 | 20,6 | 21,1 | 20,7 | 21,4 | 22,0 | 21,9 | 21,1 | 20,7 | 20,8 |
Temp. ø Min. (°C) | 8,1 | 8,5 | 8,6 | 8,7 | 8,5 | 7,9 | 7,7 | 7,5 | 7,7 | 8,0 | 8,3 | 8,1 |
Regentage | 10 | 12 | 14 | 16 | 12 | 9 | 4 | 4 | 8 | 13 | 15 | 8 |
Niederschlag (mm) | 109 | 112 | 144 | 185 | 106 | 50 | 40 | 30 | 84 | 132 | 114 | 100 |
Sonnenstunden ø | 5,7 | 4,8 | 4,5 | 4,5 | 5,6 | 5,7 | 6,9 | 6,7 | 6,1 | 5,4 | 5,4 | 5,8 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken