Gabun

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Libreville (mit ca. 704.000 Einwohnern, Stand 2013)

Fläche: 267.667 km²

Einwohnerzahl: 2.025.000 (Schätzung 2017)

Währung: CFA-Franc BEAC (XAF)

Staatsform: Präsidiale Demokratie nach französischem Vorbild

Amtssprache: Französisch, verschiedene Bantusprachen

Religion: 54% Christen, 32% Synkretismus mit trad. Religionen, 6% Muslime

Bevölkerungsdichte: 6,5 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+1

Telefon-Vorwahl: +241

Netzspannung: 220 V, 50 Hz

Gefahrenindex:

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Gabun liegt an der westlichen Atlantikküste Zentralafrikas, von wo aus es in östlicher Richtung bis kurz vor das Kongobecken reicht. Das Land erstreckt sich beiderseits des Äquators (nördlich 250 km, südlich 470 km), hat im Westen 800 km Atlantikküste, im Norden Grenzen zu Äquatorialguinea und Kamerun, sowie im Osten und Süden eine Grenze zur Republik Kongo.

Infrastruktur

Der internationale Flughafen Libreville International (LBV) liegt 12 km nördlich der Stadt, Inlandsflüge werden angeboten.

Fähr- und Schiffsverkehr ist vorhanden.

Das Eisenbahnnetz sowie das Straßennetz sind recht schlecht ausgebaut. Viele Straßen sind nicht asphaltiert.

Probleme mit der Versorgungs-Infrastruktur sind ein regelmäßiges Phänomen. Lückenlose Strom und Wasserversorgung sind nicht immer garantiert.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
16.+17. August:    Unabhängigkeitstag (1960 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
20. März:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
6. April:        Ostermontag
17. April:        Tag der Frauen
1. Mai:            Tag der Arbeit
14. Mai:        Christi Himmelfahrt
25. Mai:        Pfingstmontag
27. Mai:        Eid al-Adha (Opferfest)
15. August:        Mariä Himmelfahrt
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
16.+17. August:    Unabhängigkeitstag (1960 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
9. März:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
29. März:        Ostermontag
17. April:        Tag der Frauen
1. Mai:            Tag der Arbeit
6. Mai:            Christi Himmelfahrt
16. Mai:        Eid al-Adha (Opferfest)
17. Mai:        Pfingstmontag
15. August:        Mariä Himmelfahrt
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
16.+17. August:    Unabhängigkeitstag (1960 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
26. Februar:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
17. April:        Ostermontag
17. April:        Tag der Frauen
1. Mai:            Tag der Arbeit
5. Mai:            Eid al-Adha (Opferfest)
25. Mai:        Christi Himmelfahrt
5. Juni:            Pfingstmontag
15. August:        Mariä Himmelfahrt
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 177

Polizei: 177, 1730 oder 01 765585 (Libreville) bzw. 07 362225 (Port Gentil)

Feuerwehr: 18 oder 01 761520 (Libreville) bzw. 07 639363 (Port Gentil)

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Erste Hilfe/Ambulanz: 1300

Hinweis: In der Regel erfolgt die Kommunikation nur in der Landessprache (Französisch), die Erreichbarkeit ist (vor allem per Mobiltelefon) nicht immer gewährleistet.

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Festnetztelefonie: Infrastruktur ist vorhanden; int. Selbstwählferndienst (Direktdurchwahl) ist möglich. Es gibt keine Ortsnetzkennzahlen. Fast alle öffentlichen Telefonzellen benötigen eine Telefonkarte.

Mobiltelefonie: Mobilfunk hat in Gabun breit Einzug gehalten. Sowohl GSM, UMTS als z.T auch HSDPA Datenverbindungen sind in Libreville kein Problem. Roaming mit einer ausländischen SIM sind technisch möglich, aber sehr kostspielig. Es empfiehlt sich eine lokale Prepaidkarte ins eigene Telefon einzusetzen. Hier aktuelle Infos zur konkreten GSM-Netzabdeckung.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Internet

Es gibt eine wachsende Anzahl an Internetcafés in Libreville. Kabelloses Internet wird von »Solsi Gabon« (via »WiMaxx«) angeboten. Die Netzabdeckung beschränkt sich jedoch auf die Hauptstadt Libreville und die zweitgrößte Stadt Port Gentil.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Strom / Elektrizität

220 V, 50 Hz

Steckertyp C

steckertyp-C

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Gabun hat keine nationale Fluggesellschaft.

Lufthansa (LH) fliegt ab Frankfurt direkt nach Libreville. Von Air France (AF) wird Libreville direkt ab Paris angeflogen. Die meisten Flüge von Europa nach Gabun gehen über Paris.

Inlandsflüge werden von Air Service Gabon (X7) und Avirex Gabon (G2) ab Libreville nach

Franceville, Gamba, Koulamoutou, Makokou, Mouila, Oyem, Port Gentil und Tchibanga angeboten.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung:

1 CFA Franc (XAF) = 100 Centimes

Banköffnungszeiten: Mo-Fr, 7.45-11.45 und 14.45-18.15 Uhr (»Banque Internationale pour le Commerce et l'Industrie du Gabon«)

Es herrscht in Gabun weitgehend Bargeldwirtschaft (finanzielle Transaktionen hauptsächlich in Form von Bargeldzahlungen). In Banken und Hotels können Reiseschecks eingelöst oder US-Dollar in CFA getauscht werden. Kreditkarten werden nur in Hotels akzeptiert. Geldautomaten findet man in den städtischen Zentren, dort erhält man ausschließlich die Landeswährung CFA.

Warnung:

1. Wegen der Gefahr von Kreditkartenbetrug sollten Kreditkarten nur in Häusern der internationalen Hotelketten verwendet werden.

2. Äußerste Wachsamkeit ist bei der Bargeldauszahlung durch Geldautomaten geboten. Reisende sollten die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen, da die Geldautomaten häufig von Kriminellen ausgespäht werden.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Einreisevorschriften unterliegen der Länderhoheit. Die WHO spricht orientierende Empfehlungen aus (ITH), von denen Zollbehörden insbesondere bei Epidemien (Cholera u.a.) abweichen können.

Bei Einreise ist eine gültige Gelbfieberimpfung für alle Personen, die das 1. Lebensjahr vollendet haben, vorgeschrieben.

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A

Gelbfieber
 

Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Typhus-Impfung bei Risikoreisen (Hygienmängel)

Tollwut-Impfung bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen

Meningokokken ACWY bei engem Bevölkerungskontakt während der Trockenzeit

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit der in Europa nicht zu vergleichen. Sie ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch hoch problematisch, ganz besonders abseits der großen Städte. Meist fehlen auch gut ausgebildetes medizinisches Fachpersonal sowie englischsprachige Mediziner.

Ein ausreichender, in Gabun gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind – ebenso wie die Mitnahme einer gut ausgestatteten Reiseapotheke - dringend empfohlen.

Besucher, die ins Landesinnere fahren, sollten einen Erste-Hilfe-Koffer mit Tetanus-Spritzen und Serum gegen Schlangenbisse mitnehmen.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Hantavirus

Hantaviren werden von Nagetieren wie der Rötelmaus übertragen und können teilweise zu einer lebensbedrohlichen Infektion führen. Die Nager scheiden die Erreger über Speichel, Urin und Kot aus. Der Mensch kann sich anstecken, wenn er die Erreger einatmet. 

Die Symptome variieren je nach Virustyp: teilweise hohes Fieber, grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen), Husten und Schüttelfrost.
In Einzelfällen Lungenentzündungen, akutes Nierenversagen und/oder Fiebererkrankungen mit inneren Blutungen.

Inkubationszeit: zwischen 5 und 60 Tagen.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.

Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.

Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.

Borreliose (Lyme-Borreliose)

Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
 
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
 
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
 
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Cholera

Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
 
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
 
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Bilharziose (Schistosomiasis)

Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.

Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.

Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.

Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Fieberhafte Erkrankung, die durch Viren verursacht wird. Die gefürchteten Lähmungserscheinungen können auftreten, wenn die Viren die graue Substanz des Rückenmarks oder Stammhirns befallen. Dabei bevorzugen sie diejenigen Zellen, die für die willkürlichen Bewegungen des Menschen verantwortlich sind. Dadurch können Lähmungen verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch, meistens durch Schmierinfektion. Es erkranken vornehmlich Kinder, aber es können auch Erwachsene erkranken.

Eine Impfung gegen die Kinderlähmung ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme.

Symptome: oft ohne spezifische Symptome; manchmal treten grippeähnliche Beschwerden auf wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopfweh, Gliederschmerzen, Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf können die Viren das Gehirn und Rückenmark befallen, so dass es zu Lähmungen kommen kann. Auch tödliche Verlaufsformen sind möglich.

Inkubationszeit: zwischen 3- 14 Tagen.

Vorkommen: verstärkt in Afghanistan, Pakistan und Nigeria.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt über die Tsetsefliege, bei der westafrikanischen Form durch die Gattung Glossina palpalis, bei der ostafrikanischen Form durch Glossina morsitans.
Glossina palpalis sticht in der Regel nur Menschen und tritt entlang von Flussläufen auf. Glossina morsitans sticht meistens Tiere und tritt vor allem in den Savannen auf.

Symptome: zu Beginn der Erkrankung oft grippeähnlich. Im weiteren Verlauf kann es neben Verhaltensstörungen und Meningitis (Hirnhautentzündung) zu Schlafstörungen kommen. Bei der ostafrikanischen Form kann auch das Herz betroffen sein. Unbehandelt verlaufen beide Formen der Schlafkrankheit tödlich.

Inkubationszeit: bei der westafrikanischen Form Wochen bis Jahre und bei der ostafrikanischen Form 3–21 Tage.

Vorkommen: im tropischen Afrika, vor allem im Kongo, Sudan und in Angola, sowie in Kenia und Tansania.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Zika-Virus

Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.

Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.

Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.

Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.

Bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung)

Die bakterielle Meningitis, eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, gilt als die "klassische" Form der Hirnhautentzündung. Eine Meningitis kann aber auch andere Ursachen haben. Häufig entsteht sie auch durch eine Virus-Infektion, z.B. bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Eine durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung verläuft in vielen Fällen gravierender als eine rein virusbedingte. Neben einer Reihe anderer Keime, wie z.B. Pneumokokken, gehören Meningokokken zu den typischen Erregern der bakteriellen Meningitis. Säuglinge sind häufiger betroffen als andere Altersgruppen. Einen gewissen Schutz vor einer bakteriellen Meningitis bietet die Impfung gegen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae.

Symptome: sehr starke Kopfschmerzen; Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, schweres allgemeines Krankheitsgefühl.
Bei schweren Krankheitsverläufen: Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Krampfanfälle, Erstarrung des Körpers und Koma.
Schwere, lebensbedrohliche Krankheitsverläufe können sich innerhalb weniger Stunden entwickeln.

Inkubationszeit: zwischen 2–10 Tagen, i.d.R. 3–4 Tage.

Vorkommen: In den gemäßigten Zonen kommt es während der Wintermonate zu den meisten Erkrankungen. Örtlich begrenzte Ausbrüche entstehen an überfüllten, geschlossenen Orten (zum Beispiel in Wohnheimen oder Militärbaracken) und bei Menschenansammlungen. In Afrika gibt es einen sog. Afrikanischen Meningitisgürtel. Dieser erstreckt sich vom Senegal bis nach Äthiopien. Hier treten während der trockenen Jahreszeit (von November bis Juni) immer wieder große Ausbrüche und Epidemien auf. Ein regionales Risiko besteht bei Großveranstaltungen wie z.B. in Mekka (Saudi-Arabien) bei der jährlichen Hadsch.

Chikungunyafieber

Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.

Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.

Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.

Ebola

Ebola ist eine schwere, häufig tödlich verlaufende Erkrankung bei Menschen und bestimmten Affenarten (z.B. Gorillas und Schimpansen), die durch das Ebolavirus ausgelöst wird. Andere Bezeichnungen für die Erkrankung sind Ebola-hämorrhagisches Fieber oder fachlich korrekter Ebolavirus-Infektion. Der Erreger ist sehr infektiös und die Erkrankung kann innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen. Es existieren fünf Virustypen, von denen drei (Zaire, Sudan und Bundibugyo) bereits in der Vergangenheit zu größeren Ausbrüchen geführt haben. Die Gattung des Erregers wurde nach dem Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo (ehem. Zaire) benannt.

Menschen können über den Kontakt mit infizierten Tieren sowie über Blut-/ Körperflüssigkeiten erkrankter oder bereits verstorbener Personen infiziert werden. Diejenige Person, von der ein Ausbruch ausgeht (Indexpatient) steckt sich oft über den Kontakt mit Tieren an, zum Beispiel beim Zerlegen erjagter Gorillas oder bei Kontakten mit Fledermäusen. Eine besondere Gefahr der Ansteckung besteht jedoch bei unmittelbaren Kontakten von Ärzten und Pflegekräften mit Erkrankten sowie für Angehörige im Rahmen von Bestattungszeremonien bei engem Kontakt mit den Verstorbenen. Eine sexuelle Übertragbarkeit des Erregers erscheint möglich.

Symptome: Fieber, allgemeine Erschöpfung, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen.
Weitere Symptome sind: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag und Halsschmerzen.

Im Vordergrund des klinischen Bildes steht eine stark erhöhte Blutungsneigung. In der Prodromalphase finden sich plötzlich einsetzende heftige Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen. Außerdem Übelkeit, Erbrechen und Diarrhöen. Ab dem 4.-7. Tag treten Blutungen auf, die alle Schleimhäute des Körpers betreffen. Im weiteren Verlauf kommt es zu Lungenversagen, nekrotisierender Hepatitis und Schock. Die Letalität liegt zum Teil bei über 80%.

Inkubationszeit: zwischen 2–21 Tagen, i.d.R. 8-9 Tage.

Vorkommen: Risikogebiet ist vor allem Äquatorialafrika, wo die medizinische Versorgung oft unzureichend ist.

Affenpocken

Die Viruserkrankung kann durch Kontakt mit Affen und Nagetieren (in erster Linie Eichhörnchen) ausgelöst werden und zeigt eine pockenähnliche Symptomatik. Der Erreger der Affenpocken ist das Orthopoxvirus simiae. Die Infektion findet über die Atemwege als Tröpfcheninfektion (Kontakt mit Speichel oder abgesonderten Sekreten von infizierten Affen), verletzte Haut (Bisse) oder Verzehr von infiziertem Affenfleisch statt. Sehr selten wurde auch von Übertragungen von Mensch zu Mensch berichtet. Die Infektionsrate ist gering.

Symptome: Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Hautausschlag und selten unproduktiver Husten. In einigen Fällen können Zysten auftreten.

Inkubationszeit: zwischen 7–21 Tagen, i.d.R. 10–14 Tage.

Vorkommen: in den tropischen Regenwaldgebieten Zentral- und Westafrikas (Sierra Leone, Liberia, DR Kongo, Elfenbeinküste, Kamerun, Nigeria, Gabun). Die Affenpocken traten auch in Europa (Niederlande, Dänemark) und den USA auf, allerdings bisher nur bei importierten Affen.

Lassa-Fieber

Das Lassa-Fieber ist eine Infektionskrankheit, die durch das Lassa-Virus verursacht wird und von Nagetieren auf den Mensch übertragen wird. Während einer Epidemie findet die Übertragung auch von Mensch zu Mensch statt. Etwa 80 Prozent der Infektionen verlaufen mild oder gänzlich ohne Symptome. Treten jedoch gravierende klinische Krankheitszeichen auf, insbesondere im Zuge größerer Epidemien, so ist von einer Sterblichkeitsrate von 50% und mehr auszugehen.

Symptome: grippeähnliche Symptome wie: Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schmerzen hinter dem Brustbein, Husten, Übelkeit und Erbrechen, Bindehautentzündung, Entzündung des Rachens.
In schweren Verlaufsfällen kann es zu Wassereinlagerungen in den Augenlidern und im Gesicht kommen sowie zu Schleimhautblutungen, Flüssigkeitsansammlungen im Lungenfell sowie im Herzbeutel (Pleura- und Perikardergüsse), Bewusstseinstrübungen, verlangsamtem Herzschlag, niedrigem Blutdruck (Hypotonie).
In schweren Fällen können im weiteren Verlauf Kreislauf- und Nierenversagen sowie schwere Blutungen und Gehirnbeteiligung im Sinne einer Enzephalopathie auftreten.

Inkubationszeit: zwischen 6–21 Tagen.

Vorkommen: vorrangig in Westafrika, Zentralafrika.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung. Sie betrifft meist Kinder, kann aber auch Erwachsene treffen.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann ganzjährig auftreten, ist jedoch vor allem im Spätsommer und Herbst besonders häufig.

Symptome: beginnt mit grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Leistungsschwäche, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit. Etwa ein bis zwei Tage nach Auftreten des Fiebers entwickeln sich im Mundraum schmerzhafte rote Punkte. Diese Stellen befinden sich vor allem im Bereich von Zunge, Zahnfleisch und Mundschleimhaut oder auch um den Mund herum. Sie wandeln sich nach kurzer Zeit in kleine Bläschen oder oberflächliche Geschwüre (Aphten) um. Etwa zeitgleich oder wenige Stunden nach dem Auftreten der roten Punkte im Mundraum entwickelt sich an Händen und Füßen ein Ausschlag mit Bläschen, die ein Sekret absondern, in dem viele Viren stecken. Dadurch können die Viren problemlos auch an andere Körperstellen gelangen.

In 20% der Fälle verläuft die Krankheit symptomlos.

Inkubationszeit: zwischen 2–35 Tagen, i.d.R. zwischen 7–14 Tagen.

Vorkommen: insbesondere im westpazifischen Raum (u.a. Malaysia, Singapur, China, Japan). Grundsätzlich gibt es den Erreger jedoch weltweit.

Legionärskrankheit (Legionellose)

Die Legionellose ist eine Infektion durch bestimmte Bakterien: Legionellen. Sie kann leicht verlaufen (Pontiac-Fieber) oder eine gefährliche Lungenentzündung auslösen (Legionärskrankheit).

Symptome bei Pontiac-Fieber: grippeähnliche Symptome ohne Lungenentzündung. Harmloser Verlauf.

Inkubationszeit: zwischen 1–3 Tagen.

Symptome der Legionärskrankheit: hohes Fieber, Schüttelfrost. Es entwickelt sich eine sogenannte atypische Lungenentzündung. Diese wird häufig begleitet von trockenem, unproduktivem Husten. Zusätzlich haben die Patienten eine Lungenfell- oder Kehlkopfentzündung sowie Schnupfen, Glieder- und Muskelschmerzen. Typisch für eine Legionellose sind auch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Dazu zählen Übelkeit und Durchfall. Einige Patienten mit Legionärskrankheit entwickeln eine Gehirnentzündung (Enzephalitis), die mit Verwirrtheit einhergeht.

Inkubationszeit: zwischen 2–10 Tagen.

Vorkommen: weltweit im Süßwasser (im Grundwasser, Erdboden, in Seen und Flüssen, im Brauchwasser sowie im Trinkwasser). In warmem Wasser können sich Legionellen gut vermehren, daher sind Schwimmbäder, Whirlpools, Warmwasseranlagen aber auch Klimaanlagen mögliche Infektionsquellen.

Tuberkulose

Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien werden dabei in aller Regel auf dem Luftweg von Mensch zu Mensch übertragen. Die Tuberkulose betrifft bevorzugt die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Auch Tiere können die Bakterien z.B. über Rohmilch oder rohes Fleisch übertragen.

Symptome: zu Beginn eher unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem kommt es zu starkem Husten, bei dem die Erkrankten Blut spucken und Brustschmerzen haben. Im Fall einer Streuung der Bakterien auf weitere Organe kann es zu einer Hirnhautentzündung (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Halluzinationen, Wesensveränderung, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Koma) oder zu einer Blutvergiftung kommen, die tödlich enden kann.

Inkubationszeit: zwischen 6–8 Wochen.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist vor allem die Situation im südlichen Afrika sowie in Osteuropa und Zentralasien sehr problematisch.

West-Nil-Fieber

Infektionskrankheit, die durch Mücken auf den Menschen übertragen wird.

Symptome: Häufig ist der Verlauf symptomlos. Bei manchen eher grippeähnliche Symptome: Fieber, Schüttelfrost. Abgeschlagenheit, Durchfall, Bindehautentzündung, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lymphknotenschwellung. In einigen Fällen kann es zu schweren Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis) und der Hirnhäute (Meningitis) sowie zu akuten Lähmungserscheinungen (Paralyse) kommen, die sich nur teilweise oder gar nicht mehr zurückbilden. Diese schwerwiegenden Komplikationen können zum Tod führen.

Inkubationszeit: zwischen 2–14 Tagen.

Vorkommen: hauptsächlich in Afrika, Nordamerika und in den südöstlichen Ländern des Mittelmeerraums, Indien.

Rotavirus

Das Rotavirus ist eine Infektionskrankheit, die durch die sogenannten Rotaviren hervorgerufen wird. Das Rotavirus ist die weltweit häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern. Insbesondere für kleine Kinder kann das Rotavirus sehr gefährlich werden, in Deutschland sind Todesfälle jedoch selten. Das Rotavirus ist hochansteckend und wird leicht übertragen. Die Übertragung erfolgt zumeist über eine Schmierinfektion, d.h. über Fäkalien oder verunreinigte Gegenstände sowie Lebensmittel oder Trinkwasser. Seit 2001 ist diese Infektion in Deutschland meldepflichtig.

Symptome: Erkrankungen setzen meist plötzlich ein, verlaufen aber unterschiedlich. Ein milder Verlauf ist durch Durchfall und Übelkeit/Erbrechen gekennzeichnet. Der Durchfall hält 2 bis 6 Tage an und vergeht dann wie von selbst.

Schwere Verläufe gehen mit sehr heftigem Durchfall einher, der nicht selten von Fieber, Magen-Darm-Krämpfen und grippeähnlichem Krankheitsgefühl begleitet wird. Der Durchfall ist meist wässrig, mitunter findet man im Stuhl Schleimbeimengungen. Auch bei einem schweren Verlauf geht der Durchfall binnen einer Woche vorüber. Rotavirus verläuft bei Säuglingen und Kleinkindern durchschnittlich schwerer als Durchfallerkrankungen durch andere Erreger.

Inkubationszeit: 1 bis 3 Tage.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist die Infektion besonders stark verbreitet in Schwellen- und Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) übertragen wird. Bei schwerem Verlauf endet sie in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben. 

Symptome: es kommt zu hohem Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu Blutungen und Störungen der Leberfunktion mit Gelbsucht - daher der Krankheitsname. Diese sind lebensbedrohlich.

Inkubationszeit: i.d.R. 3–6 Tage.

Vorkommen: vor allem in wärmeren Regionen Afrikas und Südamerikas.

Hepatitis E

Hepatitis E ist eine akute Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-E-Virus verursacht wird. Sie wird hauptsächlich über fäkal verunreinigtes Wasser oder Lebens­mittel übertragen.

Symptome: Die Infektion äußert sich als leichte Leberentzündung, ähnlich der Hepatitis A, die von selbst ausheilt. Ansonsten meist grippeähnliche Symptome, Übelkeit und Erbrechen, Fieber, entfärbter Stuhl und dunkler Urin. Eine Gelbfärbung der Haut und der weißen Bindehaut der Augen, die sogenannte Gelbsucht, tritt nicht bei allen Betroffenen auf.

Inkubationszeit: 15–64 Tage.

Vorkommen: weltweit, aber vor allem auf dem indischen Subkontinent, in Südost- und Zentralasien, sowie in afrikanischen Gebieten und Zentralamerika (z.B. Mexiko).

Pest

Die Pest ist eine schwere, akute Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst wird. Sie kann tödlich enden und wird über Flöhe auf den Menschen übertragen. Eine Ansteckung ist auch auf dem Luftweg durch Lungenpestinfizierte oder durch den Verzehr von infiziertem Fleisch möglich.

Symptome: innerhalb weniger Tage nach Ansteckung treten Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen auf. Im weiteren Verlauf der Erkrankung unterscheidet man zwischen der Beulenpest (Bubonenpest) und der gefährlicheren Lungenpest.
Die Beulenpest zeichnet sich durch eine typische Blasenbildung auf der Haut aus. Es können neben Übelkeit, Erbrechen, Durchfällen und Bauchschmerzen auch schwerste Komplikationen wie Entzündungen der Hirnhaut und Organversagen auftreten. An dieser häufigsten Form der Pest sterben circa 10 bis 20 % der Betroffenen, wenn nicht rechtzeitig behandelt wird.
Bei der Lungenpest leidet der Patient nur unter Fieber und allgemeiner Schwäche, allerdings kommt es schon am zweiten Tag zu blutigem Husten und Brustschmerzen. Der Puls wird schneller und der Patient bekommt Atemnot. Aufgrund eines starken Hustenreizes treten auch Erbrechen und Bauchschmerzen auf. Die Betroffenen sind während der gesamten Krankheitsdauer hochansteckend.

Inkubationszeit: abhängig von der Erkrankungsform. 
Lungenpest: wenige Stunden bis 3 Tage. Beulenpest: 2–6 Tage.

Vorkommen: in vielen Teilen der Welt. Die Nagetierpest kommt in Zentral-, Ost- und Südafrika, Südamerika, im westlichen Nordamerika sowie in großen Gebieten Asiens vor. 

Afrikanisches Zeckenbissfieber

Das Afrikanische Zeckenbissfieber ist eine von Zecken übertragene Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Krankheit ist in ländlichen Viehzuchtgebieten und Wildreservaten verbreitet.

Symptome: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie charakteristische Verletzungen an der Einstichstelle, die an eine Verbrennung durch eine Zigarette erinnern. Insgesamt verläuft die Infektion aber normalerweise gutartig.

Inkubationszeit: 5–7 Tage.

Vorkommen: in Afrika südlich der Sahara, vor allem in Wildreservaten und Viehzuchtgebieten.

Marburgfieber

Das Marburgfieber ist eine durch das Marburgvirus ausgelöste, schwere Infektionskrankheit. Es gehört zur Gruppe der viralen hämorrhagischen Fieber und ist meldepflichtig. Die Ansteckung erfolgt durch Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Urin, etc.) und Exkremente von Tier zu Tier und von Tieren auf den Menschen. Eine Tröpfcheninfektion über Aerosole bzw. die Luft wird ebenfalls als Infektionsquelle angenommen.

Symptome: es beginnt mit allgemeinen Symptomen wie hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen und kann einen schweren Verlauf mit Blutungen in verschiedenen Organen nehmen. Hinzu kommen Wassereinlagerungen (Ödeme) und eine Gelbsucht (Ikterus). Je nach Schwere der Blutungen kommt es zum Tod durch Multiorganversagen.

Inkubationszeit:  4–16 Tage.

Vorkommen: vor allem in Afrika (Zentralafrika).

Krim-Kongo-Fieber

Das Krim-Kongo-Fieber ist eine Viruserkrankung. Es gehört zur Gruppe der viralen hämorrhagischen Fieber. Die Übertragung des Virus erfolgt meist durch den Biss von Zecken. Als Überträger gelten Haus- und Wildtiere, z.B. Kühe, Schafe oder Ziegen.

Symptome: plötzliches Einsetzen von Fieber (über fünf bis zwölf Tage konstant), Schüttelfrost, Reizbarkeit, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Typisch sind eine Gesichtsrötung und ein Gesichtsödem, Bindehaut- und Rachenrötung.

Inkubationszeit: 1–13 Tage.

Vorkommen: es kommt in Südosteuropa (Bulgarien, Ungarn, Türkei), in einigen GUS-Staaten, im mittleren Osten (Afghanistan, Syrien, Irak, Iran), sowie in vielen Ländern Asiens und Afrikas vor.

Nickkrankheit

Die Nickkrankheit ist eine tödlich endende, neurologische Erkrankung, in deren Rahmen die Betroffenen anfallsartige Nickbewegungen ausführen. In erster Linie erkranken Kinder zwischen 5 und 16 Jahren.

Symptome: Kopfnicken ohne erkennbaren Grund. Teilweise so heftig, dass Ohnmachtsanfälle oder andere Verletzungen durch das heftige Nicken mit dem Kopf hervorgerufen werden. Es kommt zu körperlichen und geistigen Entwicklungsstörungen bei den erkrankten Kindern.

Inkubationszeit: - 

Vorkommen: Afrika, hauptsächlich in Tansania, im südlichen Sudan und im nördlichen Uganda.

Filariose

Die Filariose ist eine tropische Erkrankung. Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion mit verschiedenen Arten von Fadenwürmern (Filarien), welche durch den Stich einer Mücke oder Bremse auf den Menschen übertragen werden. 

Symptome: Entzündung und Schwellung der Lymphknoten, Lymphgefäße und Ödeme.

Inkubationszeit: mehrere Monate bis Jahre.

Vorkommen: hauptsächlich in tropischen Ländern.

Wurmerkrankungen (Helminthiasis)

Als Wurmerkrankung oder Helminthiasis bezeichnet man Erkrankungen, die durch parasitische Würmer ausgelöst werden. Die Übertragung erfolgt durch den Verzehr von Trinkwasser, Gemüse und Fleisch (halbroh/roh). Weitere Übertragungswege sind Stechmücken und Fliegen. Es gibt aber auch Würmer, die direkt über die Haut in den Körper gelangen.

Symptome: allergische Reaktionen, Ödeme, Arthritis und/oder Entzündungserscheinungen an den betroffenen Organen. Am häufigsten sind Haut, Lunge, Leber, Darm, Augen und das Zentralnervensystem betroffen.

Inkubationszeit: Wochen bis Monate.

Vorkommen: weltweit.

Loa Loa (Loiasis)

Loiasis ist eine parasitäre Infektionskrankheit, die durch den afrikanischen Augenwurm (Loa Loa) verursacht wird. Die Übertragung erfolgt über Bremsen, durch deren Stich die Fadenwürmer in den Körper gelangen. Es kommt zu lokalen Entzündungen und Schwellungen an den Handgelenken und Fußknöcheln. Das Auge kann auch geschädigt werden.

Symptome: Hautrötungen, Juckreiz, allergische Reaktionen und Entzündungen, Schwellungen und Ödeme am Körper, Gesicht und an den Armen, tränende Augen und/oder Augenschmerzen. Zu lebensbedrohlichen Komplikationen kann es kommen, wenn auch der Kehlkopf von den Fadenwürmern befallen ist und sich ein sogenanntes Glottisödem (Kehlkopfschwellung) ausbildet.

Inkubationszeit: 2–9 Monate.

Vorkommen: vor allem in West- und Zentralafrika.

Leptospirose

Leptospirose ist eine bakterielle Erkrankung. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Kontakt mit Urin, Blut oder Gewebe infizierter Tiere bzw. verunreinigtem Wasser und durch Hautverletzungen. Hauptüberträger sind Ratten und Mäuse, allerdings kann die Krankheit auch durch den Kontakt mit Schweinen und Rindern erfolgen.

Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost. Eine Bindehautentzündung sowie starke Wadenschmerzen werden häufig beobachtet. Bei schweren Verlaufsformen kann es zu Schädigungen der Leber kommen.

Inkubationszeit: 5–14 Tage.


Vorkommen: vor allem bei schlechten hygienischen Bedingungen, beispielsweise in Entwicklungsländern oder nach Naturkatastrophen mit Zerstörung der Versorgungs-Infrastruktur.

Onchozerkose (Flussblindheit)

Die Flussblindheit ist eine parasitäre Tropenkrankheit, die durch Kriebelmücken übertragen wird. Die Infektion gefährdet die Augen bis hin zur Blindheit.

Symptome: Juckreiz, Lymphknotenschwellungen, Sehstörungen bis hin zur Erblindung, Gewichtsverlust. Muskelschmerzen und Knoten unter der Haut treten oft erst nach Monaten auf.

Inkubationszeit: ein Jahr oder mehr.

Vorkommen: hauptsächlich in tropischen Regionen Afrikas, Mittel- und Südamerikas und hier vor allem in der Nähe fließender Gewässer.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Umwelt

Klima

Allgemein

Gabun hat ein feuchtheißes Klima. Etwa 75 % der Fläche Gabuns ist bedeckt von tropischem Regenwald, 15 % sind Feuchtsavannen. Es herrscht tropisches Regenwaldklima mit über 80% Luftfeuchtigkeit im Jahresdurchschnitt. Die jährliche Niederschlagsmenge in Libreville liegt bei 2500 mm, wobei zwischen Juni und September praktisch kein Regen fällt. Der meiste Regen fällt in den Monaten Oktober bis Dezember und Februar bis Mai. Die Temperaturen bleiben das ganze Jahr über nahezu konstant (in Libreville zwischen 24 und 27 °C), fast ohne nächtliche Abkühlung.

Wechsel von Hitze (insb. Stadt) und Klimaanlagen-Kälte. Intensive Sonnenstrahlung.

Klimatabelle

Klimastation LIBREVILLE

Höhe über NN in m: 12

geographische Position: 9° 25’ E, 0° 27’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

29,2

30,0

30,0

30,1

29,4

27,5

26,3

26,7

27,7

28,1

28,4

28,9

Temp. ø Min. (°C)

24,1

23,9

23,9

23,9

24,0

23,1

22,0

22,3

23,2

23,5

23,4

23,9

Regentage

15

13

17

16

12

2

1

3

11

23

20

15

Niederschlag (mm)

270

268

375

331

231

15

2

12

109

400

487

316

Sonnenstunden ø

5,6

6,2

5,7

5,6

5,1

4,3

3,9

3,1

3,1

3,4

4,5

5,5

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

ss

ss

ss

ss

ss

s

s

s

ss

ss

ss

ss

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Vorkommen während der Regenzeiten (Oktober bis Dezember und Februar bis Mai).

Weitere Gefahren

Infolge von Überschwemmunge während der Regenzeiten kann es auch zu Erdrutschen kommen.

Die ungewohnt intensive Sonnenstrahlung aufgrund der Lage Gabuns am Äquator darf nicht unterschätzt werden.