Guinea

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Conakry (1.667.864 Einwohner)

Fläche: 250.158 km²

Einwohnerzahl: 46 Einwohner pro km²

Währung: Franc Guinéen (GNF)

Staatsform: Republik

Amtssprache: Französisch

Religion: Islam (90%), Christen (5%), ethnische Religionen (5%)

Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC±0

Telefon-Vorwahl: +224

Netzspannung: 220 V, 50 A

Gefahrenindex: 4

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Guinea liegt in Westafrika und grenzt im Nordwesten an Guinea-Bissau, im Norden an den Senegal und Mali, im Osten an Côte d’Ivoire, im Süden an Liberia und im Südwesten an Sierra Leone. Zwischen Guinea-Bissau und Sierra Leone bildet der atlantische Ozean eine natürliche Grenze.

Infrastruktur

Es gibt einen internationalen Flughafen nahe der Hauptstadt Conakry. Auch Inlandsflüge sind verfügbar. Es gibt derzeit keine Eisenbahn- und Schiffsverbindungen. Das Straßennetz ist schlecht ausgebaut, die Straßen in keinem guten Zustand.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
2. Oktober:        Unabhängigkeitstag (1958 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
16. März:        Laylat al-Qadr (Nacht der Bestimmung)
20. März:        Korité (Fest des Fastenbrechens)
3. April:        Tag der Republik
6. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
25. Mai:        Afrikatag
27. Mai:        Tabaski (Opferfest)
15. August:        Mariä Himmelfahrt
25. August:        Mouloud (Geburtstag des Propheten Mohammed)
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
2. Oktober:        Unabhängigkeitstag (1958 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
6. März:        Laylat al-Qadr (Nacht der Bestimmung)
9. März:        Korité (Fest des Fastenbrechens)
29. März:        Ostermontag
3.  April:        Tag der Republik
1. Mai:            Tag der Arbeit
16.(+17.) Mai:        Tabaski (Opferfest)
25. Mai:        Afrikatag
14. August:        Mouloud (Geburtstag des Propheten Mohammed)
15. August:        Mariä Himmelfahrt
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
2. Oktober:        Unabhängigkeitstag (1958 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
23. Februar:        Laylat al-Qadr (Nacht der Bestimmung)
26. Februar:        Korité (Fest des Fastenbrechens)
3.  April:        Tag der Republik
17. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
5. Mai:            Tabaski (Opferfest)
25. Mai:        Afrikatag
3. August:        Mouloud (Geburtstag des Propheten Mohammed)
15. August:        Mariä Himmelfahrt
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 442-020

Polizei: 122 (allgemein)/1717 (in Conakry)

Feuerwehr: 122

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Die Telefoninfrastruktur und damit auch die Verbindungen sind schlecht, da die offen verlegten Telefonleitungen das ganze Netz anfällig und unzuverlässig machen. Auslandsgespräche im Festnetz müssen noch über eine Vermittlung geführt werden. Begrenzte Telefon- und Faxverbindungen stehen normalerweise nur von 18:00 - 06:00 Uhr zur Verfügung.

Das Mobilnetz ist fast überall verfügbar. Vor Ort können lokale SIM-Karten erworben werden, die 3 G und auch mobiles Internet bereit stellen.

Internet

Das Internet steckt in Guinea noch in den Kinderschuhen und ist noch nicht weit verbreitet. Es sind wenige Internet-Cafés vorhanden. In Hotels gibt es drahtlose Internetverbindungen, die aber sehr langsam sind.

Strom / Elektrizität

220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C, F, K

Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp F

steckertyp-F

Steckertyp K

steckertyp-K

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Außer dem internationalen Flughafen in Conakry hat fast jede größere Stadt einen Flugplatz oder Landepiste. Inlandsflüge werden angeboten, wenn auch die Flugpläne unregelmäßig sind.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Franc Guinéen (GNF) = 100 Centimes.

Banköffnungszeiten: Montag - Freitag: 8:00 - 12:30 Uhr und 14:30 - 17:00 Uhr.

In Guinea ist Bargeld im Handel immer noch das bevorzugte Zahlungsmittel. Kreditkarten werden nur teilweise akzeptiert, sie sollten, wie auch Reiseschecks, hauptsächlich in internationalen Hotels und großen Banken in Conakry benutzt werden. Geldautomaten stehen nicht zur Verfügung. Es gibt Einrichtungen wie „Western Union“ oder „Money Gram“. Geldwechsel außerhalb der Banken ist nicht erlaubt und steht unter Strafe. Hotels nehmen manchmal auch Fremdwährung an. Die Mitnahme von Bargeld in USD oder EUR ist empfehlenswert. 

Die Einfuhr von Devisen ist unbegrenzt zulässig, sie sind bei Einreise zu deklarieren. Die Ausfuhr von Landeswährung ist verboten.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio

Hepatitis A

Gelbfieber


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Typhus-Impfung bei Risikoreisen (Hygienmängel)

Tollwut-Impfung bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen

Meningokokken ACWY bei engem Bevölkerungskontakt während der Trockenzeit

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Guinea ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Außerhalb der großen Zentren fehlt vielerorts medizinisches Fachpersonal. Besonders in ländlichen Gegenden ist eine grundlegende medizinische Erstversorgung schwierig bis unmöglich. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden. Notfall- und Basisversorgung ist in den großen staatlichen Krankenhäusern sowie etlichen Privatkliniken gewährleistet. Die Apotheken haben ein ausreichendes Sortiment wichtiger Standardmedikamente. Medikamentenfälschungen mit unsicherem Inhalt kommen vor.

Touristen und sonstige Reisende sollten über einen ausreichenden auch für das Ausland gültigen Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung verfügen.

Lassen Sie sich vor einer Reise nach Guinea durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen.

Infektionen / Krankheiten

Lassa-Fieber

Das Lassa-Fieber ist eine Infektionskrankheit, die durch das Lassa-Virus verursacht wird und von Nagetieren auf den Mensch übertragen wird. Während einer Epidemie findet die Übertragung auch von Mensch zu Mensch statt. Etwa 80 Prozent der Infektionen verlaufen mild oder gänzlich ohne Symptome. Treten jedoch gravierende klinische Krankheitszeichen auf, insbesondere im Zuge größerer Epidemien, so ist von einer Sterblichkeitsrate von 50% und mehr auszugehen.

Symptome: grippeähnliche Symptome wie: Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schmerzen hinter dem Brustbein, Husten, Übelkeit und Erbrechen, Bindehautentzündung, Entzündung des Rachens.
In schweren Verlaufsfällen kann es zu Wassereinlagerungen in den Augenlidern und im Gesicht kommen sowie zu Schleimhautblutungen, Flüssigkeitsansammlungen im Lungenfell sowie im Herzbeutel (Pleura- und Perikardergüsse), Bewusstseinstrübungen, verlangsamtem Herzschlag, niedrigem Blutdruck (Hypotonie).
In schweren Fällen können im weiteren Verlauf Kreislauf- und Nierenversagen sowie schwere Blutungen und Gehirnbeteiligung im Sinne einer Enzephalopathie auftreten.

Inkubationszeit: zwischen 6–21 Tagen.

Vorkommen: vorrangig in Westafrika, Zentralafrika.

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Ebola

Ebola ist eine schwere, häufig tödlich verlaufende Erkrankung bei Menschen und bestimmten Affenarten (z.B. Gorillas und Schimpansen), die durch das Ebolavirus ausgelöst wird. Andere Bezeichnungen für die Erkrankung sind Ebola-hämorrhagisches Fieber oder fachlich korrekter Ebolavirus-Infektion. Der Erreger ist sehr infektiös und die Erkrankung kann innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen. Es existieren fünf Virustypen, von denen drei (Zaire, Sudan und Bundibugyo) bereits in der Vergangenheit zu größeren Ausbrüchen geführt haben. Die Gattung des Erregers wurde nach dem Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo (ehem. Zaire) benannt.

Menschen können über den Kontakt mit infizierten Tieren sowie über Blut-/ Körperflüssigkeiten erkrankter oder bereits verstorbener Personen infiziert werden. Diejenige Person, von der ein Ausbruch ausgeht (Indexpatient) steckt sich oft über den Kontakt mit Tieren an, zum Beispiel beim Zerlegen erjagter Gorillas oder bei Kontakten mit Fledermäusen. Eine besondere Gefahr der Ansteckung besteht jedoch bei unmittelbaren Kontakten von Ärzten und Pflegekräften mit Erkrankten sowie für Angehörige im Rahmen von Bestattungszeremonien bei engem Kontakt mit den Verstorbenen. Eine sexuelle Übertragbarkeit des Erregers erscheint möglich.

Symptome: Fieber, allgemeine Erschöpfung, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen.
Weitere Symptome sind: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag und Halsschmerzen.

Im Vordergrund des klinischen Bildes steht eine stark erhöhte Blutungsneigung. In der Prodromalphase finden sich plötzlich einsetzende heftige Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen. Außerdem Übelkeit, Erbrechen und Diarrhöen. Ab dem 4.-7. Tag treten Blutungen auf, die alle Schleimhäute des Körpers betreffen. Im weiteren Verlauf kommt es zu Lungenversagen, nekrotisierender Hepatitis und Schock. Die Letalität liegt zum Teil bei über 80%.

Inkubationszeit: zwischen 2–21 Tagen, i.d.R. 8-9 Tage.

Vorkommen: Risikogebiet ist vor allem Äquatorialafrika, wo die medizinische Versorgung oft unzureichend ist.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Cholera

Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
 
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
 
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.

Bilharziose (Schistosomiasis)

Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.

Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.

Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.

Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Umwelt

Klima

Allgemein

In Guinea herrscht tropisches Klima. Feuchtheißes Wetter mit hohen Niederschlagsmengen an der Küste, weniger Niederschlägen östlich des Fouta Djalon-Plateaus. Der Wind und die Niederschläge sind beeinflusst vom Monsun. Zwischen April und November liegt die Regenzeit mit tropischen Gewittern und heftigen Stürmen. In den südlichen Regenwaldgebieten beginnt die Regenzeit oft schon im Februar. Von November bis April herrscht Trockenzeit. In dieser Zeit bläst der Wind „Harmattan“ (Nord-Ost-Passat) aus der Sahara.

Klimatabelle

Klimastation CONAKRY

Höhe über NN in m: 26

geographische Position: 13° 37’ W, 9° 34’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

30,8

31,4

31,5

32,0

31,1

29,2

27,5

26,9

28,6

29,7

30,5

31,0

Temp. ø Min. (°C)

22,3

22,2

22,8

23,6

23,6

22,6

22,1

22,5

22,4

22,1

22,9

22,6

Regentage

0

0

1

2

10

21

28

27

23

17

7

1

Niederschlag (mm)

1

2

7

26

153

507

1.265

1.153

682

299 99 16

  

Sonnenstunden ø

5,6

6,8

8,2

7,2

5,6

3,8

2,1

2,1

4,2

5,5

6,1

4,1

Wasser-Temp. ø (°C)

27

26

27

27

27

27

27

27

27

27

27

27

Klimabelastung*

s

s

s

s

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

s

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Sehr hohe Luftfeuchtigkeit (fast 100 Prozent) macht das Klima schwül und äußerst belastend. In der Zeit zu Anfang und Beginn der Regenzeit (Mai/Juni und Oktober/November) ist das Klima am schwersten zu ertragen, dazu kommen noch tropische Gewitter, orkanartige Stürme und plötzliche ergiebige Regengüsse. Das Land zählt zu den nassesten Staaten Westafrikas.

Stürme

Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.

Dürren

Es besteht eine geringe Dürregefahr.

Epidemien

Es besteht eine hohe Epidemiegefahr.

Weitere Gefahren

Massive Umweltverschmutzung durch importierten PCB(polychlorierte Biphenyle)-haltigen Sondermüll aus Europa. Hauptsächlich in und um die Hauptstadt Conakry ist das Wasser stark belastet. Dies führt zu chronischer Vergiftung der Bevölkerung.