Guyana

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Georgetown, 32.563 Einwohner, in der Metropolregion 134.599

Fläche: 214.970 km²

Einwohnerzahl: 735.554

Währung: 1 Guyana-Dollar (GYD) = 100 Cents

Staatsform: Republik

Amtssprache: Englisch

Religion: 42 % Christen, vor allem Protestanten und Katholiken, 34 % Hindus und 24 % Andere.

Bevölkerungsdichte: 3 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC -4

Telefon-Vorwahl: +592

Netzspannung: 220 V

Gefahrenindex: 0

Visumpflicht: nein

Reisepass erforderlich: ja

Lage

Geographische Einordnung

Guyana liegt an der Nordostküste Südamerikas zwischen Venezuela, Suriname und Brasilien. Im Nordosten bildet der Atlantik eine natürliche Grenze.

Infrastruktur

Ein internationaler Flughafen Georgetown Cheddi Jagan International (GEO) (Timehri), ein Regionalflughafen in Ogle. Der Schiffsverkehr ist sehr stark ausgebaut, Zugverkehr gibt es nicht.

Befestigte Straßen sind überwiegend an der Ostküste zu finden, es gibt jedoch auch Straßen ins Landesinnere. Linksverkehr. Busse, Taxis und Mietwagen sind im Prinzip nur in Georgetown vorhanden.

In der Energieversorgung regelmäßig Ausfälle.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
26. Mai:        Unabhängigkeitstag (1966 vom Vereinigten Königreich)

Weitere Feiertage:    
1. Januar:        Neujahr
23. Februar:        Tag der Republik
3. März:        Holi (Frühlingsfest)
3. April:        Karfreitag
6. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
5. Mai:            Tag der Ankunft
27. Mai:        Eid al-Adha (Opferfest)
7. Juli:            CARICOM-Tag (Tag der karibischen Gemeinschaft)
1. August:        Tag der Befreiung
25. August:        Youman Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
8. November:        Deepavali (Lichterfest)
25. Dezember:    Weihnachten
26. Dezember:    2. Weihnachtsfeiertag

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
26. Mai:        Unabhängigkeitstag (1966 vom Vereinigten Königreich)

Weitere Feiertage:    
1. Januar:        Neujahr
23. Februar:        Tag der Republik
22. März:        Holi (Frühlingsfest)
26. März:        Karfreitag
29. März:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
5. Mai:            Tag der Ankunft
17. Mai:        Eid al-Adha (Opferfest)
5. Juli:            CARICOM-Tag (Tag der karibischen Gemeinschaft)
1.(+2.) August:    Tag der Befreiung
15.(+16.) August:    Youman Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
28. Oktober:        Deepavali (Lichterfest)
25. Dezember:    Weihnachten
26. Dezember:    2. Weihnachtsfeiertag
27. Dezember:    zusätzlicher Weihnachtsfeiertag

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
26. Mai:        Unabhängigkeitstag (1966 vom Vereinigten Königreich)

Weitere Feiertage:    
1. Januar:        Neujahr
23. Februar:        Tag der Republik
11. März:        Holi (Frühlingsfest)
14. April:        Karfreitag
17. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
5. Mai:            Tag der Ankunft
5. Mai:            Eid al-Adha (Opferfest)
3. Juli:            CARICOM-Tag (Tag der karibischen Gemeinschaft)
1. August:        Tag der Befreiung
3. August:        Youman Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
17. Oktober:        Deepavali (Lichterfest)
25. Dezember:    Weihnachten
26. Dezember:    2. Weihnachtsfeiertag

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 913

Polizei: 911

Feuerwehr: 912

Küstenwache: -

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Strom / Elektrizität

220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C, D & E.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der “International Electrotechnical Commission”: www.iec.ch

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp D

steckertyp-D

Steckertyp E

steckertyp-E

Telefon / Mobilfunk

Festnetzinfrastruktur weitgehend ausgebaut. Der Mobilfunk beschränkt sich auf Ortschaften, die Küste und die Hauptverkehrsachsen. Aktuelle Infos zur konkreten GSM-Netzabdeckung.

Internet

In Georgetown stehen Internetcafés zur Verfügung.

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Der Flughafen Georgetown Cheddi Jagan International wird u.a. von Air France ab Paris via Cayenne sowie von Caribbean Airlines ab London via Tobago bedient.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Guyana-Dollar (GYD) = 100 Cents

Banköffnungszeiten: In der Regel Mo-Fr 9-15 Uhr.

Es herrscht noch weitgehend Bargeldwirtschaft (finanzielle Transaktionen hauptsächlich in Form von Bargeldzahlungen). Gängige Währungen können in Hotels, Wechselstuben (“cambios”) und in den meisten Banken getauscht werden. Von Umtausch auf der Straße wird wegen der Betrugsgefahr abgeraten. Einige Banken wechseln nur US-Dollar. Travellerschecks werden von den meisten Banken akzeptiert.

Zahlung per Kreditkarte (z.B. MasterCard, Visa) ist zumindest in der Hauptstadt Georgetown in den größeren Hotels, Restaurants, Reisebüros und einigen Geschäften möglich. In Abhängigkeit vom aufstellenden Kreditinstitut akzeptieren nicht alle Geldautomaten gängige Kreditkarten oder sonstige Bankkarten. Achtung: Reisende sollten sich bei der Nutzung von Kredit- und/oder EC-Karten (am Bankautomaten) der großen “Skimming”-Gefahr (Diebstahl von PIN-Nummern usw.) bewusst sein.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Einreisevorschriften unterliegen der Länderhoheit. Die WHO spricht orientierende Empfehlungen aus (ITH), von denen Zollbehörden insbesondere bei Epidemien abweichen können.

Keine allgemeine Vorschrift zu Impfungen. Bei Einreise aus einem Land, in dem Gelbfieber endemisch ist, muss eine entsprechende Impfung vorliegen. Dies gilt ab einem Transitaufenthalt von vier Stunden in solchen Ländern. Bei Einreise aus Argentinien, Paraguay, Trinidad und Tobago  ist keine Gelbfieberimpfung vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt rät, bei Reisen nach Guyana prinzipiell zu einer Gelbfieberimpfung.

Empfohlene Impfungen

Gelbfieber: Es wird dringend zu einer Gelbfieberimpfung vor der Einreise nach Guyana geraten.

Tetanus

Diphtherie

Keuchhusten

Hepatitis A

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

(Masern und Röteln)


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

  • Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten
  • Dengue-Fieber bei besonderer Exposition und gegebener Indikation (Vorkommen: nur Osterinsel oder extremer Norden Chiles)
  • Tollwut, besonders bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen oder bei Risiko nicht-vermeidbarer Tierkontakte
  • Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten ist unzureichend und entspricht personell, apparativ und hygienisch nicht europäischem Standard. In der Hauptstadt ist die Situation in Privatkliniken besser, allerdings sind Behandlungen dort teuer. In den Krankenhäusern müssen vor Beginn einer Behandlung Vorauszahlungen in bar (manchmal auch per Kreditkarte) geleistet und Medikamente sofort bezahlt werden. Sonst wird selbst in Notfällen eine Diagnose und Behandlung verweigert. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.

Aufgrund unzureichender Arzneimittel-Versorgung ist die Mitnahme einer eigenen Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält, ratsam. Selbst bei Behandlungen im Krankenhaus können eigenes Verbandsmaterial und Wegwerfspritzen hilfreich sein.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) übertragen wird. Bei schwerem Verlauf endet sie in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben. 

Symptome: es kommt zu hohem Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu Blutungen und Störungen der Leberfunktion mit Gelbsucht - daher der Krankheitsname. Diese sind lebensbedrohlich.

Inkubationszeit: i.d.R. 3–6 Tage.

Vorkommen: vor allem in wärmeren Regionen Afrikas und Südamerikas.

Zika-Virus

Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.

Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.

Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.

Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Leishmaniose (Orientbeule)

Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.

Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).

Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.

Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).

Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.

Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.

Filariose

Die Filariose ist eine tropische Erkrankung. Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion mit verschiedenen Arten von Fadenwürmern (Filarien), welche durch den Stich einer Mücke oder Bremse auf den Menschen übertragen werden. 

Symptome: Entzündung und Schwellung der Lymphknoten, Lymphgefäße und Ödeme.

Inkubationszeit: mehrere Monate bis Jahre.

Vorkommen: hauptsächlich in tropischen Ländern.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Sicheres Trinkwasser ist abgekocht oder kommt aus verschlossenen Flaschen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Sichere Nahrung wurde erhitzt oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.

Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Umwelt

Klima

Allgemein

Tropisch feucht-heißes Klima, gemäßigt durch den Nordost-Passat. Es gibt zwei Regenzeiten, eine lange von Mai bis August und eine kurze von November bis Januar. In Georgetown liegt der jährliche Niederschlag bei 2.200 mm. Die durchschnittliche Temperatur liegt hier das ganze Jahr zwischen 23 und 31 °C. Die beste Reisezeit ist von Februar bis April.

Klimatabelle

Klimastation Georgetown

Höhe über NN in m: 1

geographische Position: 58° 9’ W, 6° 48’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

28,6

28,9

29,2

29,5

29,4

29,2

29,6

30,2

30,8

30,8

30,2

29,1

Temp. ø Min. (°C)

23,6

23,9

24,2

24,4

24,3

23,8

23,5

23,8

24,2

24,4

24,2

23,8

Regentage

16

10

10

12

19

23

21

15

9

9

12

18

Niederschlag (mm)

185

89

111

141

286

328

268

201

98

107

186

262

Sonnenstunden ø

6,5

7,4

7,1

6,6

5,8

5,2

6,5

7,5

7,7

7,6

7,0

6,0

Wasser-Temp. ø (°C)

27

26

26

27

27

27

27

27

28

28

28

27

Klimabelastung*

s

s

s

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Tsunami

Es besteht eine erhöhte Tsunamigefahr, die allerdings selten ein schlimmes Ausmaß annimmt.

Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.

Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.

Weitere Gefahren

In Folge von starken Niederschlägen und/oder Überschwemmungen kann es zu Erdrutschen kommen.