Indonesien
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Jakarta
Fläche: 1.904.569 km²
Einwohnerzahl: Ca. 280 Millionen (Schätzung 2023)
Währung: Rupiah (IDR)
Staatsform: Republik mit präsidentieller Demokratie
Amtssprache: Indonesisch
Religion: 87 % Moslems, 10 % Christen und 2 % Hindus, wenige Buddhisten, Taoisten und Konfuzianer
Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+7 bis UTC+9
Telefon-Vorwahl: +62
Netzspannung: 230 V, 50 Hz. sowie 127 V, 50 Hz.
Gefahrenindex:
Visumpflicht: ja
Reisepass erforderlich: ja
Lage
Geographische Einordnung
Indonesien liegt in Südostasien und ist das größte Archipel der Welt. Das Land besteht aus den sechs Hauptinseln Sumatra, Sulawesi, Java, Bali, Kalimantan (Teil von Borneo) und Westpapua bzw. Westneuguinea (ehem. Irian Jaya, westliche Hälfte Neuguineas) und 30 kleineren Archipelen. Insgesamt verteilt sich die Landfläche Indonesiens auf 13.677 Inseln, von denen weniger als 6.000 Inseln besiedelt sind. Indonesien hat Landesgrenzen mit Malaysia im Norden der Insel Borneo sowie mit Papua Neuguinea im Osten der Insel Neuguinea. In geographischer Nähe liegen weiterhin im Nordwesten der Südteil Thailands sowie der westliche Teil Malaysias sowie Singapur, im Nordosten die Philippinen, auf Borneo Brunei-Darussalam sowie im Süden der östlichen Landesteil Australien.
Infrastruktur
In den erschlossenen und dichter bevölkerten Landesteilen ist das Straßennetz recht gut ausgebaut und in gutem Zustand. In abgelegeneren Gebieten ist das Straßennetz recht dünn und in schlechterem Zustand, oft bestehen nur Pisten.
Ebenso recht gut ausgebaut ist das Schienennetz in den dichter besiedelten Landesteilen.
Der Fährverkehr spielt eine große Rolle, v.a. zu und zwischen den kleineren Inseln.
Aufgrund der enormen Ausmaße des Landes spielt der Flugverkehr eine übergeordnete Rolle. Insgesamt verfügt Indonesien über mehr als 600 Flughäfen. Die wichtigsten internationalen Flughäfen sind Soekarno–Hatta International Airport (CGK) bei Jakarta, Ngurah Rai International Airport (DPS) bei Denpasar, Bali, sowie Juanda International Airport (SUB) bei Sedati, Ost-Java.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
17. August: Hari Merdeka (Unabhängigkeitstag, 1949 von den Niederlanden)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
16. Januar: Isra Mi’raj (Mohammeds Himmelfahrt)
17. Februar: Chinesisches Neujahr
19. März: Hari Raya Nyepi (Hinduistisches Neujahr)
20. März: Hari Raya Idul Fitri (Fest des Fastenbrechens)
21. März: Lebaran
3. April. Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
14. Mai: Christi Himmelfahrt
27. Mai: Idul Adha (Opferfest)
31. Mai: Waisak-Tag (Tag des Buddha)
1. Juni: Pancasila-Tag
17. Juni: Islamisches Neujahr
25. August: Maulid Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
17. August: Hari Merdeka (Unabhängigkeitstag, 1949 von den Niederlanden)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
5. Januar: Isra Mi’raj (Mohammeds Himmelfahrt)
6. Februar: Chinesisches Neujahr
9. März: Hari Raya Nyepi (Hinduistisches Neujahr)
10. März: Hari Raya Idul Fitri (Fest des Fastenbrechens)
10. März: Lebaran
26. März. Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
6. Mai: Christi Himmelfahrt
17. Mai: Idul Adha (Opferfest)
20. Mai: Waisak-Tag (Tag des Buddha)
1. Juni: Pancasila-Tag
6. Juni: Islamisches Neujahr
15. August: Maulid Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
25. Dezember: Weihnachten
26. Dezember: Isra Mi’raj (Mohammeds Himmelfahrt)
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
17. August: Hari Merdeka (Unabhängigkeitstag, 1949 von den Niederlanden)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
26. Januar: Chinesisches Neujahr
26. Februar: Hari Raya Idul Fitri (Fest des Fastenbrechens)
27.+28. Februar: Lebaran
26. März: Hari Raya Nyepi (Hinduistisches Neujahr)
14. April: Karfreitag
16. April: Ostersonntag
1. Mai: Tag der Arbeit
5. Mai: Idul Adha (Opferfest)
9. Mai: Waisak-Tag (Tag des Buddha)
25. Mai: Christi Himmelfahrt
25. Mai: Islamisches Neujahr
1. Juni: Pancasila-Tag
3. August: Maulid Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
14. Dezember: Isra Mi’raj (Mohammeds Himmelfahrt)
25. Dezember: Weihnachten
Kontakte
Notrufnummern
Allgemeiner Notruf: 112
Polizei: 110
Feuerwehr: 113
Ambulanz: 118
Notart: 119
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunk sind in den (touristisch) erschlossenen Gebieten fast lückenlos verfügbar, v.a. auf Java, Bali, Lombok und im Süden Sumatras.
Fast in allen Gemeinden gibt es öffentliche Telefonbüros, von denen In- und Auslandsgespräche geführt werden können. Für Auslandsgespräche bieten sich zudem recht günstige Prepaid-Karten an.
Die wichtigsten Mobilfunkanbieter sind Indosat Ooredoo, XL Axiata und Telkomsel. Es bestehen internationale Roaming-Veträge, günstiger ist jedoch das Telefonieren mit einer vor Ort erworbenen (Prepaid-)SIM-Karte. SIM-Karten müssen unter Vorlage des Reisepasses bei einer Niederlassung des Anbieters offiziell registriert werden. Solche Niederlassungen gibt es auch schon direkt an den großen internationalen Flughäfen.
Internet
Internetverbindungen sind ebenfalls in den erschlossenen Gebieten weitreichend verfügbar und schnell. In den Städten und Gemeinden findet man in der Regel problemlos Internet-Cafés. Teilweise bestehen kostenlose öffentliche WiFi-Hotspots, ebenso bieten Hotels, Flughäfen, Bahnhöfe, Züge sowie Restaurants und Cafés oft kostenloses WiFi an.
Strom / Elektrizität
127 V und 230 V, 50 Hz.
Übliche Netzsteckertyp(en): C, F, G (G-Steckdosen sind nur noch in Altinstallationen zu finden, Neuinstallationen haben die deutsche SchuKo-Steckdose F).
Mitnahme von Adaptern wird empfohlen.
Das Stromnetz ist weitgehend stabil. Abgelegene Orte sind teilweise nicht an das Stromnetz angeschlossen und müssen über Generatoren versorgt werden.
Steckertyp C
Steckertyp F
Steckertyp G
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Aufgrund der enormen Ausmaße des Landes spielt der Flugverkehr eine übergeordnete Rolle. Insgesamt verfügt Indonesien über mehr als 600 Flughäfen. Die wichtigsten internationalen Flughäfen sind Soekarno–Hatta International Airport (CGK) bei Jakarta, Ngurah Rai International Airport (DPS) bei Denpasar, Bali, sowie Juanda International Airport (SUB) bei Sedati, Ost-Java.
Direktflüge aus Europa sind eher die Ausnahme.
Indonesiens nationale Airline ist Garuda Indonesia. Weitere wichtige Airlines v.a. für Inlandsflüge sind z.B. Citilink QG und Lion Air (JT).
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Rupiah (IDR) = 100 Sen.
Banköffnungszeiten: Mo-Fr, 8.30-14/15 Uhr; manche Banken auch Sa, 9.30-12.30 Uhr.
Reisechecks werden nicht mehr akzeptiert.
Währungsumtausch sollte nur bei Banken oder lizensierten Händlern erfolgen. Letztere sind als "Authorized Money Changer" ausgewiesen. Mit US-Dollars und Euros als Tauschwährung ist man auf der sicheren Seite.
International übliche Kreditkarten werden in den Städten und touristisch erschlossenen Gebieten fast überall akzeptiert und sind bisweilen sogar das bevorzugte Zahlungsmittel.
Ebenso sind Bargeldautomaten für Karten mit Cirrus-, Plus- oder Maestro-Symbol in den Städten und touristischen Orten ausreichend verfügbar.
Außerhalb der Städte und touristischen Reiseziele sollte immer ausreichend Bargeld in indonesischer Währung mitgeführt werden. Kreditkarten werden häufig außerhalb der Städte und Touristenzentren nicht akzeptiert.
Achtung: Die Zahl der Kreditkarten- und EC-Karten-Betrügereien ist in stark gestiegen. Nutzer sollten ihre Karten während der Zahlungsabwicklung durch Dritte nicht aus den Augen lassen. Indonesien ist auch bekannt für eine hohes Aufkommen von Online-Kreditkartenbetrug. Wichtige Kreditkarteninformationen (Nummer, Name, Ablaufdatum) müssen unbedingt geheim gehalten werden. Alle Quittungen und Rechnungen mit einer Kredit- oder EC-Kartennummer sollten entweder sicher aufbewahrt oder vollständig vernichtet werden.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Empfohlene Impfungen
Tetanus
Diphtherie
Keuchhusten
Hepatitis A
Poliomyelitis
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten
Typhus bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen
Tollwut für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten
Japanische Enzephalitis bei längeren Individualreisen in ländlichen Regionen, insbesondere während der Hauptübertragungszeit (z. B. Monsunzeit)
Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
In Jakarta, anderen Großstädten und auf Bali ist die medizinische Versorgung zufriedenstellend und gut. In anderen Städten und Gegenden kann der Versorgungsstandard schon eingeschränkt sein, und in abgelegeneren Gebieten kann eine qualitativ und quantitativ ausreichende medizinische Versorgung nicht mehr garantiert gewährleistet werden. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.
Die Mitnahme einer eigenen Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält, wird ebenfalls empfohlen, da die Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten auf den Inseln unterschiedlich gut ist.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.
Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.
Malaria
Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Cholera
Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Fieberhafte Erkrankung, die durch Viren verursacht wird. Die gefürchteten Lähmungserscheinungen können auftreten, wenn die Viren die graue Substanz des Rückenmarks oder Stammhirns befallen. Dabei bevorzugen sie diejenigen Zellen, die für die willkürlichen Bewegungen des Menschen verantwortlich sind. Dadurch können Lähmungen verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch, meistens durch Schmierinfektion. Es erkranken vornehmlich Kinder, aber es können auch Erwachsene erkranken.
Eine Impfung gegen die Kinderlähmung ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme.
Symptome: oft ohne spezifische Symptome; manchmal treten grippeähnliche Beschwerden auf wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopfweh, Gliederschmerzen, Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf können die Viren das Gehirn und Rückenmark befallen, so dass es zu Lähmungen kommen kann. Auch tödliche Verlaufsformen sind möglich.
Inkubationszeit: zwischen 3- 14 Tagen.
Vorkommen: verstärkt in Afghanistan, Pakistan und Nigeria.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Typhus
Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen.
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall.
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.
Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.
Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.
Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.
Zika-Virus
Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.
Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.
Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.
Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.
Aviäre Influenza (Vogelgrippe)
Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung. Die Influenza-A-Viren befallen vor allem Vögel, insbesondere Geflügel wie Puten oder Hühner. Sie können aber auch beim Menschen Erkrankungen auslösen. Diese sind vergleichsweise selten, da die Vogelgrippe für den Menschen nicht sehr ansteckend ist. Allerdings kann die Erkrankung beim Menschen einen schweren Verlauf nehmen.
Symptome: zuerst typische Grippe-Symptome wie hohes Fieber und Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen, Husten, Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, in seltenen Fällen kommt es zu Nasenbluten und Schleimhautblutungen. Teilweise kommt es zusätzlich zu Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung stehen bei den meisten Patienten Symptome in den oberen und unteren Atemwegen im Vordergrund. Es kommt zu einer schweren Lungenentzündung, die oft rasch zu einem Versagen der Atemorgane führt.
Inkubationszeit: Der Vogelgrippe-Virus wird vor allem im engen, direkten Kontakt mit erkrankten Vögeln weitergegeben. Die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nur in wenigen Ausnahmefällen bekannt. Man geht davon aus, dass die Inkubationszeit zwischen 2–5 Tagen liegt.
Vorkommen: vor allem in Asien stark verbreitet, vermehrt in China gemeldet. Es gibt aber auch Fälle von infizierten Vögeln in Afrika und anderen Teilen der Welt. In Europa breitete sich die Vogelgrippe ebenfalls zeitweise aus.
Chikungunyafieber
Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.
Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.
Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Hand-Fuß-Mund-Krankheit
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung. Sie betrifft meist Kinder, kann aber auch Erwachsene treffen.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann ganzjährig auftreten, ist jedoch vor allem im Spätsommer und Herbst besonders häufig.
Symptome: beginnt mit grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Leistungsschwäche, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit. Etwa ein bis zwei Tage nach Auftreten des Fiebers entwickeln sich im Mundraum schmerzhafte rote Punkte. Diese Stellen befinden sich vor allem im Bereich von Zunge, Zahnfleisch und Mundschleimhaut oder auch um den Mund herum. Sie wandeln sich nach kurzer Zeit in kleine Bläschen oder oberflächliche Geschwüre (Aphten) um. Etwa zeitgleich oder wenige Stunden nach dem Auftreten der roten Punkte im Mundraum entwickelt sich an Händen und Füßen ein Ausschlag mit Bläschen, die ein Sekret absondern, in dem viele Viren stecken. Dadurch können die Viren problemlos auch an andere Körperstellen gelangen.
In 20% der Fälle verläuft die Krankheit symptomlos.
Inkubationszeit: zwischen 2–35 Tagen, i.d.R. zwischen 7–14 Tagen.
Vorkommen: insbesondere im westpazifischen Raum (u.a. Malaysia, Singapur, China, Japan). Grundsätzlich gibt es den Erreger jedoch weltweit.
Japanische Enzephalitis
Die japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, eine Gehirnhautentzündung nach einem Mückenstich. Grundsätzlich kann die japanische Enzephalitis in jedem Alter auftreten.
Symptome: i.d.R. keine schweren Krankheitssymptome. Nur bei ca. 1 von 250 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung mit Fieber, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfällen und Lähmungen bis zum Koma.
Inkubationszeit: zwischen 5–15 Tagen.
Vorkommen: hauptsächlich in asiatischen Länder, im westlichen Pazifikraum und gelegentlich in Australien (Torres Strait und nördl. Queensland). Betroffen sind besonders ländliche Gebiete, in denen Schweinezucht und Reisanbau betrieben werden.
Legionärskrankheit (Legionellose)
Die Legionellose ist eine Infektion durch bestimmte Bakterien: Legionellen. Sie kann leicht verlaufen (Pontiac-Fieber) oder eine gefährliche Lungenentzündung auslösen (Legionärskrankheit).
Symptome bei Pontiac-Fieber: grippeähnliche Symptome ohne Lungenentzündung. Harmloser Verlauf.
Inkubationszeit: zwischen 1–3 Tagen.
Symptome der Legionärskrankheit: hohes Fieber, Schüttelfrost. Es entwickelt sich eine sogenannte atypische Lungenentzündung. Diese wird häufig begleitet von trockenem, unproduktivem Husten. Zusätzlich haben die Patienten eine Lungenfell- oder Kehlkopfentzündung sowie Schnupfen, Glieder- und Muskelschmerzen. Typisch für eine Legionellose sind auch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Dazu zählen Übelkeit und Durchfall. Einige Patienten mit Legionärskrankheit entwickeln eine Gehirnentzündung (Enzephalitis), die mit Verwirrtheit einhergeht.
Inkubationszeit: zwischen 2–10 Tagen.
Vorkommen: weltweit im Süßwasser (im Grundwasser, Erdboden, in Seen und Flüssen, im Brauchwasser sowie im Trinkwasser). In warmem Wasser können sich Legionellen gut vermehren, daher sind Schwimmbäder, Whirlpools, Warmwasseranlagen aber auch Klimaanlagen mögliche Infektionsquellen.
Kujin-Virus
Dieser Virus wird durch nachtaktive Stechmücken beim Blutsaugen auf den Menschen übertragen und kann zu einer virusbedingten Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen.
Symptome: Verlauf oft symptomlos. Ansonsten kommt es zu Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Lymphknotenschwellung, Schwäche und allgemeinem Krankheitsgefühl. Selten kommt es zu einer Enzephalitis.
Inkubationszeit: zwischen 1–2 Wochen.
Vorkommen: bislang nur in Teilen Australiens, Neuseeland und Papua-Neuguinea verbreitet.
Murray-Valley-Virus
Dieser Virus wird durch nachtaktive Stechmücken beim Blutsaugen auf den Menschen übertragen und kann zu einer virusbedingten Gehirnentzündung (Enzephalitis) führen.
Symptome: Verlauf oft symptomlos. Ansonsten kommt es zu Fieber, Übelkeit, Erbrechen, Lymphknotenschwellung, Schwäche und allgemeinem Krankheitsgefühl. Selten kommt es zu einer Enzephalitis.
Inkubationszeit: zwischen 1–2 Wochen.
Vorkommen: bislang nur in Teilen Australiens, Neuseeland und Papua-Neuguinea verbreitet.
Ross-River-Virus
Eine durch Stechmücken übertragene Virusinfektion. Die Erkrankungsraten hängen stark von den Wetterbedingungen ab. Am häufigsten tritt das Ross-River-Fieber im Spätsommer und im Herbst auf.
Symptome: Erstes Symptom sind plötzlich einsetzende Gelenkschmerzen, auf die nach etwa ein bis zwei Tagen großflächige Hautausschläge folgen. Die Körpertemperatur ist nur leicht erhöht. Fieber kommt selten vor. Die meisten Patienten klagen über Abgeschlagenheit und Müdigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Lichtempfindlichkeit. Der Virusbefall der Gelenke führt zu starken Schmerzen. Auch eine Gelenksteife, Rötungen und Schwellungen können sich einstellen. Die Erkrankung geht meist von alleine wieder zurück. Die Genesung kann allerdings langwierig sein und sich bis zu sechs Wochen hinziehen.
Inkubationszeit: zwischen 3–9 Tagen.
Vorkommen: stark verbreitet in Australien, Papua-Neuguinea und den Nachbarinseln.
Melioidose
Melioidose, auch Whitmore-Krankheit oder Pseudorotz genannt, ist eine Infektionskrankheit, die durch ein Bodenbakterium ausgelöst wird. Eine Infektion mit dem Erreger erfolgt meist über direkten Kontakt durch Hautverletzungen, Inhalation oder Aufnahme von verunreinigtem Wasser oder Erde. Die Krankheit kann lebensbedrohlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird.
Symptome: hohes Fieber, Erbrechen, Durchfall, Lungenabszesse, Lungenentzündungen. Die chronische Form kann Abszesse bzw. Vereiterungen an verschiedenen Körperstellen hervorrufen, wie beispielsweise an: Leber, Milz, Lunge, Muskulatur und Haut.
Inkubationszeit: meist zwischen 1–21 Tagen, kann aber auch bis zu 20 Jahre betragen.
Vorkommen: in den Gebieten Südostasiens (v.a. Indien, Südchina, Papua Neuguinea), Australien und Südamerika.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Natürliche Umweltgefahren
Vulkane
Indonesien liegt auf dem “Pazifischen Feuerring”, worunter die seismisch sehr aktiven Randzonen der tektonischen Platten um den Pazifik verstanden werden. Mit Ausnahme der Landesteile auf Borneo und Neuguinea gibt es überall in Indonesien Vulkane, teils in hoher Dichte.
Diese sind regelmäßig aktiv und spucken Lava, Geröll und Asche. Meist werden Sperrzonen von mehreren Kilometern um den Krater evakuiert. Bei größeren Ausbrüchen kann es zu regionalen Einschränkungen im Verkehr inkl. des Flugverkehrs kommen.
Die indonesischen Behörden haben eine Webseite zur Übersicht über aktuelle seismische und vulkanische Aktivitäten eingerichtet.
Tsunami
Hier besteht eine hohe Tsunamigefahr.
Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.
Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.
Erdbeben
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Allgemein
Vulkanausbrüche, Erdbeben, Seebeben und Tsunamis kommen im Land regelmäßig vor. Reisende werden gebeten, sich umsichtig zu verhalten und die aktuelle Nachrichtenlage zu verfolgen.
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Waldbrände
Insbesondere in den Sommermonaten kann es zu größeren Wald- und Buschbränden kommen. Evakuierungen und Einschränkungen im Verkehr sind die Folge.
Klima
Allgemein
Äquatoriales Klima, das von den umliegenden Meeren beeinflusst und vom Monsun bestimmt wird. Es gibt eine Trockenzeit von Juni bis September und eine Regenzeit von November bis März. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt in Jakarta zwischen 23 °C und 33 °C. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September.
Klimatabelle
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation JAKARTA, Observatorium/West-JAVA
Höhe über NN in m: 8
geographische Position: 106° 50’ E, 6° 11’ S
Mittleres Temperaturmaximum (°C)
Jan. | Feb. | Mär. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sep. | Okt. | Nov. | Dez. |
28,8 | 28,8 | 29,6 | 30,3 | 30,4 | 30,2 | 30,1 | 30,5 | 30,9 | 30,9 | 30,4 | 29,5 |
Mittleres Temperaturminimum (°C)
Jan. | Feb. | Mär. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sep. | Okt. | Nov. | Dez. |
23,3 | 23,3 | 23,5 | 23,7 | 23,6 | 23,2 | 22,8 | 22,7 | 23,0 | 23,3 | 23,5 | 23,3 |
Klimastation DILI
Höhe über NN in m: 0
geographische Position: 125° 35’ E, 8° 35’ S
Mittleres Temperaturmaximum (°C)
Jan. | Feb. | Mär. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sep. | Okt. | Nov. | Dez. |
31,3 | 31,1 | 31,2 | 31,5 | 31,3 | 30,7 | 30,2 | 30,1 | 30,3 | 30,5 | 31,4 | 31,1 |
Mittleres Temperaturminimum (°C)
Jan. | Feb. | Mär. | Apr. | Mai | Jun. | Jul. | Aug. | Sep. | Okt. | Nov. | Dez. |
24,1 | 24,1 | 23,5 | 23,5 | 22,8 | 21,9 | 20,8 | 20,1 | 20,5 | 21,5 | 23,0 | 23,6 |