Jordanien
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Amman (4.044.000 Einwohner)
Fläche: 89.342 km²
Einwohnerzahl: 9.531.712
Währung: 1 Jordanischer Dinar (JOD) = 100 Piaster
Staatsform: Erbmonarchie
Amtssprache: Arabisch
Religion: Islam (93%), Christentum (5%)
Bevölkerungsdichte: 107 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+2
Telefon-Vorwahl: +962
Netzspannung: 230 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 3
Visumpflicht: Ja
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
Im Westen grenzen Israel und die Palästinensischen Autonomiegebiete (Westbank) im Westjordanland an Jordanien. Im Norden angrenzend ist Syrien, im Nordosten der Irak, im Süden und Südosten ist Saudi-Arabien das Grenzland zu Jordanien. Im Südwesten ist das Rote Meer mit der einzigen Hafenstadt Aqaba die natürliche Grenze.
Infrastruktur
In Jordanien gibt es internationalen, wie auch nationalen Flugverkehr. Passagierfähren in andere Länder sind existent. Das Eisenbahnnetz wird derzeit nicht genutzt. Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut, Taxis, Mietwagen und Busse sind in den größeren Städten verfügbar.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
25. Mai: Unabhängigkeitstag (1946 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
20.-23. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
5. April: Ostersonntag*
6. April: Ostermontag*
1. Mai: Tag der Arbeit
26.-30. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
16. Juni: Awal Muharram (Islamisches Neujahr)
25 August: Mawlid (Geburtstag des Propheten Mohammed)
25. December: Weihnachten
*Die Osterfeiertage werden nur von Christen begangen.
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
25. Mai: Unabhängigkeitstag (1946 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
9.-11. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
28. März: Ostersonntag*
29. März: Ostermontag*
1. Mai: Tag der Arbeit
15.-19. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
6. Juni : Awal Muharram (Islamisches Neujahr)
14. August: Mawlid (Geburtstag des Propheten Mohammed)
25. December: Weihnachten
*Die Osterfeiertage werden nur von Christen begangen.
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
25. Mai: Unabhängigkeitstag (1946 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
26.-28. Februar: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
16. April: Ostersonntag*
17. April: Ostermontag*
1. Mai: Tag der Arbeit
5.-7. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
25. Mai: Awal Muharram (Islamisches Neujahr)
3. August: Mawlid (Geburtstag des Propheten Mohammed)
25. December: Weihnachten
*Die Osterfeiertage werden nur von Christen begangen.
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 911/112
Polizei: 193
Feuerwehr: 193
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Strom / Elektrizität
230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: B, C, D, F, G, J
Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp B
Steckertyp C
Steckertyp D
Steckertyp F
Steckertyp G
Steckertyp J
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Mehrere Fluggesellschaften fliegen Amman regelmäßig an. Es gibt zahlreiche Anschlussflüge in andere arabische Länder. Auch Inlandsflüge sind verfügbar
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Jordanischer Dinar = 100 Piaster = 1000 Fils.
Banköffnungszeiten: Samstag - Donnerstag: 8:30 Uhr - 17:00 Uhr, während des Ramadans von 08:30 - 10:00 Uhr
Mastercard und Visa, manchmal auch American Express, werden in vielen Hotels, PKW-Vermietungen, großen Geschäften und modernen Einrichtungen akzeptiert, darunter auch Restaurants. An einigen Orten kann mit EC-Karte bezahlt werden, worauf sich Reisende jedoch nicht verlassen sollten.
Die Nutzung von Reiseschecks wird in Jordanien nicht empfohlen.
Zahlreichen Banken, die in Jordanien Geldautomaten betreiben haben Abkommen mit europäischen Banken, so dass die EC-Karte mit Maestro-Symbol in vielen Fällen funktioniert. Reisende sollten sich jedoch im Vorfeld bei ihrer Hausbank erkundigen bei welcher Bank es in Jordanien möglich ist die EC-Karte zu benutzen. Mit Kreditkarten kann an den meisten Automaten Geld in Landeswährung abgehoben werden.
Geldwechsel ist am Flughafen von Amman und an Grenzstationen können möglich. Alle größeren internationalen Währungen sowie Scheine aus benachbarten Ländern werden in den zumeist akzeptiert. Die besten Kurse bekommt man in privaten Wechselstuben. Im Hotel ist ebenfalls möglich, allerdings zu schlechteren Bedingungen.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Poliomyelitis: Bei Einreise aus einem Poliogebiet müssen alle Reisenden den Nachweis einer Impfung gegen Poliomyelitis innerhalb der letzten 12 Monate bis 4 Wochen vor Abreise aus dem Poliogebiet erbringen.
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus bei Langzeitaufenthalt oder einfachen Hygieneverhältnissen
Tollwut-Impfung bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Das Versorgungsniveau in Amman ist sehr gut. Die beiden großen Privatkrankenhäuser, die Maximalversorgung bieten sind das Al-Khalidi Medical Center und das Arab Medical Center. Außerhalb der Hauptstadt muss mit starken Einschränkungen gerechnet werden, auch hinsichtlich des Rettungsdienstes bei Unfällen.
Grundsätzlich ist für alle Reisenden eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholoption im Notfall dringend zu empfehlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben.
In Notfällen kann man sich bei der Deutschen Botschaft in Amman nach deutschsprachigen Ärzten und passenden Krankenhäusern erkundigen. Notfallnummer der Deutschen Botschaft Amman: 00962-79-5534261 (nur in sehr dringenden Fällen).
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
MERS-Corona-Virus ( MERS-CoV)
MERS steht für das Middle East Respiratory Syndrome und bezeichnet eine Infektion der Atemwege, die durch das neuartige MERS-Coronavirus (MERS-CoV) verursacht wird. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch den Kontakt mit Tieren, hier meist mit Dromedaren. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist auch möglich.
Symptome: Die Erkrankung beginnt mit grippeähnlichen Symptomen. Bei schweren Verläufen kann sich eine Pneumonie entwickeln, die in ein akutes Atemnotsyndrom übergehen kann. Ein häufiges Begleitsymptom ist Durchfall; außerdem kann es zu Nierenversagen kommen. Schwere Verläufe treten überwiegend bei Menschen mit chronischen Vorerkrankungen auf, wie z.B. Diabetes, einer Krebserkrankung oder Immunsuppression.
Inkubationszeit: i.d.R. ein bis zwei Wochen.
Vorkommen: vor allem auf der arabischen Halbinsel und ihren Nachbarländern, ausserdem Südkorea und Hongkong.
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Cholera
Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Luftbelastungen kommen.
Klima
Allgemein
Im Norden Jordaniens einschließlich der Hauptstadt Amman herrscht Mittelmeerklima mit feuchten und relativ milden Wintern sowie langen, trockenen Sommern, die in der Hauptstadt aufgrund der Höhenlage und des Windes in der Regel mild verlaufen. Im größten Teil des restlichen Landes herrscht kontinentales Wüstenklima. Aufgrund der trockenen Hitze und nächtlicher Abkühlung sind die hohen Temperaturen für Menschen mit durchschnittlicher Kondition gut zu ertragen. Ausnahme: das Jordantal. Dort herrschen tropisch anmutende feuchtheiße Temperaturen, die schon im Juni derart quälend werden können, dass auch viele Jordanier in die kühleren Höhenlagen flüchten.
Klimatabelle
Klimastation AMMAN (Flughafen)
Höhe über NN in m: 767
geographische Position: 35° 59’ E, 31° 59’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 12,8 | 14,6 | 17,8 | 22,6 | 27,9 | 31,3 | 32,3 | 32,9 | 30,8 | 27,6 | 20,6 | 14,5 |
Temp. ø Min. (°C) | 3,0 | 3,9 | 5,7 | 8,9 | 12,6 | 16,2 | 17,9 | 18,0 | 15,7 | 12,8 | 8,3 | 4,3 |
Regentage | 7 | 7 | 6 | 3 | 1 | < 1 | 0 | 0 | < 1 | 1 | 3 | 6 |
Niederschlag (mm) | 60 | 51 | 52 | 17 | 3 | < 1 | 0 | 0 | < 1 | 6 | 27 | 57 |
Sonnenstunden ø | 5,9 | 6,7 | 7,4 | 8,7 | 10,9 | 12,4 | 12,5 | 12,1 | 10,5 | 8,9 | 7,6 | 5,9 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | h + t | h + t | h + t | h + t | -- | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
Im Nordwesten Jordaniens herrscht Mittelmeerklima mit heißen trockenen Sommern und kühlen feuchten Wintern, im Süden und Osten herrscht kontinentales Wüstenklima mit heißen Sommern und wenig Niederschlägen. Das Hochland ist eine gemäßigt warme Zone, mit zum Teil ausgiebigem Schneefall auf dem Hochplateau. Im Jordangraben herrscht subtropisches Klima mit hohen Temperaturen. Im Sommer kann es nachts in Amman auch von Juni bis September sehr kühl und windig werden.
Jordanien befindet sich in einer Erdbebenzone.
Erdbeben
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Stürme
Jordanien ist im Frühjahr und Herbst regelmäßig vom Khamsin betroffen, einem heißen, Schirocco-ähnlichen Wind aus Süd-Südost. Meist dauert er nur ein bis zwei Tage, kann sich aber zu einem echten Sandsturm entwickeln, der negative Folgen für die Ernte nach sich zieht.
Extreme Hitze
Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.
Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.
Dürren
Es besteht eine geringe Dürregefahr.
Weitere Gefahren
Aufgrund der zunehmenden Zahl von Verkehrsunfällen und von Verkehrstoten in Jordanien – auch Ausländer sind davon mehr und mehr betroffen – werden Reisende, die ihr eigenes Fahrzeug oder einen Mietwagen benutzen wollen, zu besonderer Vorsicht aufgefordert, vor allem auch bei Überlandfahrten bei Dunkelheit (Tiere auf der Fahrbahn, plötzliche Wendemanöver schlecht beleuchteter LKW).
Es empfiehlt sich, einen EU-Führerschein mit sich zu führen.