Kambodscha

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Phnom Penh (1.501.725 Einwohner)

Regierungsform: parlamentarische Wahlmonarchie

Fläche: 181.040 km²

Einwohnerzahl: 16.076.000

Währung: Riel (KHR) = 100 Sen

Staatsform: parlamentarisches Regierungssystem

Amtssprache: Khmer

Religion: Theravada-Buddhismus (96,3%), Islam (1,9%), Christentum (1,9%)

Bevölkerungsdichte: 639 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+7

Telefon-Vorwahl: +855

Netzspannung: 230 V, 50 Hz

Gefahrenindex: 3

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Kambodscha liegt im Süden Hinterindiens. Im Westen grenzt es an Thailand, im Norden an Laos, im Osten an Vietnam und im Süden an den Golf von Thailand. Zwei Drittel seiner Fläche sind Tiefland: Das Tonle-Sap-Becken im Westen und die Schwemmlandebene des Mekong im Osten liegen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und gehen übergangslos ineinander über. Der Mekong fächert sich bereits vor der Grenze zu Vietnam zu einem Delta auf, dessen Großteil allerdings im Nachbarstaat liegt.

Infrastruktur

Kambodscha hat 2 internationale Flughäfen, Pochentong (PNH) in der Nähe der Hauptstadt und Siem Reap-Angkor (REP). Inlandsflüge werden angeboten.

Fährverbindungen sind existent, von der Benutzung des Zugverkehrs wird eher abgeraten.

Das Straßennetz ist schlecht ausgebaut, Busse und Taxis sind in den größeren Städten vorhanden.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
9. November:            Unabhängigkeitstag (1953 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:            Neujahr
7. Januar:            Tag des Sieges
8. März:            Internationaler Tag der Frau
14.–16. April:            Kambodschanisches Neujahr
1. Mai:                Tag der Arbeit
5. Mai:                Königliche Pflugzeremonie
14. Mai:            Geburtstag des Königs Norodom Sihamoni
22. Mai:            Visak Bochea (Tag des Buddha)
18. Juni:            Geburtstag der Königsmutter
24. September:        Tag der Verfassung
10.-12. Oktober:        Pchum Ben (Tag der Ahnen)
15. Oktober:            Gedenktag für den Königsvater
29. Oktober:            Krönungstag des Königs
23.–25. November:        Bon Om Tuk (Wasserfest)
29. Dezember:        Tag des Friedens

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
9. November:            Unabhängigkeitstag (1953 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:            Neujahr
7. Januar:            Tag des Sieges
8. März:            Internationaler Tag der Frau
14.-16. April:            Kambodschanisches Neujahr
1. Mai:                Tag der Arbeit
14. Mai:            Geburtstag des Königs Norodom Sihamoni
20. Mai:            Visak Bochea (Tag des Buddha)
24. Mai:            Königliche Pflugzeremonie
18. Juni:            Geburtstag der Königsmutter
24. September:        Tag der Verfassung
29. September-1. Oktober:    Pchum Ben (Tag der Ahnen)
15. Oktober:            Gedenktag für den Königsvater
29. Oktober:            Krönungstag des Königs Norodom Sihamoni
12.-14. November:        Bon Om Tuk (Wasserfest)
29. Dezember:        Tag des Friedens

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
9. November:            Unabhängigkeitstag (1953 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:            Neujahr
7. Januar:            Tag des Sieges
8. März:            Internationaler Tag der Frau
14.-16. April:            Kambodschanisches Neujahr
1. Mai:                Tag der Arbeit
8. Mai:                Visak Bochea (Tag des Buddha)
12. Mai:            Königliche Pflugzeremonie
14.(+15.) Mai:            Geburtstag des Königs Norodom Sihamoni
18.(+19.) Juni:            Geburtstag der Königsmutter
24.(+25.) September:        Tag der Verfassung
7.-9. Oktober:            Pchum Ben (Tag der Ahnen)
15.(+16.) Oktober:        Gedenktag für den Königsvater
29.(+30.) Oktober:        Krönungstag des Königs Norodom Sihamoni
31. Oktober - 2. November:    Bon Om Tuk (Wasserfest)
29. Dezember:        Tag des Friedens

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 117

Polizei: 117

Feuerwehr: 118, 666

Ambulanz: 119

Notruf Fremdenverkehrsamt (bzw. National Immigration Agency): 0800 024111, bei Verständigungsschwierigkeiten.

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Internet

Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Strom / Elektrizität

230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: A, C, G.

Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“

Steckertyp A

steckertyp-A

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp G

steckertyp-G

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Verbindungen ins Ausland bestehen ab Siem Reap derzeit nach Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam, nach Bangkok in Thailand und nach Hanoi in Vietnam sowie ab Phnom Penh nach Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: Riel (KHR) = 100 Sen

Banköffnungszeiten: Mo - Fr 09.00 - 15.30 Uhr, zum Teil auch länger.

Zahlungen werden überwiegend in bar und US-Dollar (US-$) abgewickelt, die Landeswährung Riel wird zumeist für Wechselgeld und kleinere Beträge verwendet. Kreditkarten werden in aller Regel nur in den größeren Hotels und Restaurants angenommen. Bargeldabhebungen über Bank- oder Kreditkarten sind bei Banken und Western Union Agenturen in touristischen Zentren möglich. Die Anzahl der Geldautomaten nimmt ständig zu. Bargeldabhebungen sind in der Regel jedoch nicht mit Bank-Karte sondern nur mit Kreditkarten möglich.

Achtung: Beim Abheben von Bargeld sollten Reisende ihre Umgebung genau beobachten und entsprechendes Sicherheitsverhalten an den Tag legen (»360-Grad-Rundumblick«).

Internationaler Kartensperr-Notruf für alle Geldkarten: +49 116 116

Gesundheit

Vorsorge

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B

Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)

Japan-Enzephalitis-Impfung bei längeren Individualreisen in ländlichen Regionen

Tollwut-Impfung, bes. bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen

Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs vor den z. T. hohen Temperaturen geschützt werden.

Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt wird dringend empfohlen (siehe z.B.  DTG oder FRM). Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Kambodscha bewusst sein. Für mit Gerinnungshemmern behandelte Menschen besteht bei Verletzungen ein hohes Risiko, da Gegenmittel zum Stoppen von Blutungen nicht zur Verfügung stehen.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Zika-Virus

Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.

Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.

Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.

Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Bilharziose (Schistosomiasis)

Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.

Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.

Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.

Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Chikungunyafieber

Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.

Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.

Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.

Japanische Enzephalitis

Die japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, eine Gehirnhautentzündung nach einem Mückenstich. Grundsätzlich kann die japanische Enzephalitis in jedem Alter auftreten.
Symptome: i.d.R. keine schweren Krankheitssymptome. Nur bei ca. 1 von 250 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung mit Fieber, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfällen und Lähmungen bis zum Koma.

Inkubationszeit: zwischen 5–15 Tagen.

Vorkommen: hauptsächlich in asiatischen Länder, im westlichen Pazifikraum und gelegentlich in Australien (Torres Strait und nördl. Queensland). Betroffen sind besonders ländliche Gebiete, in denen Schweinezucht und Reisanbau betrieben werden.

Aviäre Influenza (Vogelgrippe)

Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung. Die Influenza-A-Viren befallen vor allem Vögel, insbesondere Geflügel wie Puten oder Hühner. Sie können aber auch beim Menschen Erkrankungen auslösen. Diese sind vergleichsweise selten, da die Vogelgrippe für den Menschen nicht sehr ansteckend ist. Allerdings kann die Erkrankung beim Menschen einen schweren Verlauf nehmen. 

Symptome: zuerst typische Grippe-Symptome wie hohes Fieber und Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen, Husten, Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, in seltenen Fällen  kommt es zu Nasenbluten und Schleimhautblutungen. Teilweise kommt es zusätzlich zu Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung stehen bei den meisten Patienten Symptome in den oberen und unteren Atemwegen im Vordergrund. Es kommt zu einer schweren Lungenentzündung, die oft rasch zu einem Versagen der Atemorgane führt.
 
Inkubationszeit: Der Vogelgrippe-Virus wird vor allem im engen, direkten Kontakt mit erkrankten Vögeln weitergegeben. Die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nur in wenigen Ausnahmefällen bekannt. Man geht davon aus, dass die Inkubationszeit zwischen 2–5 Tagen liegt.

Vorkommen: vor allem in Asien stark verbreitet, vermehrt in China gemeldet. Es gibt aber auch Fälle von infizierten Vögeln in Afrika und anderen Teilen der Welt. In Europa breitete sich die Vogelgrippe ebenfalls zeitweise aus. 

Tuberkulose

Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien werden dabei in aller Regel auf dem Luftweg von Mensch zu Mensch übertragen. Die Tuberkulose betrifft bevorzugt die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Auch Tiere können die Bakterien z.B. über Rohmilch oder rohes Fleisch übertragen.

Symptome: zu Beginn eher unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem kommt es zu starkem Husten, bei dem die Erkrankten Blut spucken und Brustschmerzen haben. Im Fall einer Streuung der Bakterien auf weitere Organe kann es zu einer Hirnhautentzündung (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Halluzinationen, Wesensveränderung, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Koma) oder zu einer Blutvergiftung kommen, die tödlich enden kann.

Inkubationszeit: zwischen 6–8 Wochen.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist vor allem die Situation im südlichen Afrika sowie in Osteuropa und Zentralasien sehr problematisch.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung. Sie betrifft meist Kinder, kann aber auch Erwachsene treffen.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann ganzjährig auftreten, ist jedoch vor allem im Spätsommer und Herbst besonders häufig.

Symptome: beginnt mit grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Leistungsschwäche, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit. Etwa ein bis zwei Tage nach Auftreten des Fiebers entwickeln sich im Mundraum schmerzhafte rote Punkte. Diese Stellen befinden sich vor allem im Bereich von Zunge, Zahnfleisch und Mundschleimhaut oder auch um den Mund herum. Sie wandeln sich nach kurzer Zeit in kleine Bläschen oder oberflächliche Geschwüre (Aphten) um. Etwa zeitgleich oder wenige Stunden nach dem Auftreten der roten Punkte im Mundraum entwickelt sich an Händen und Füßen ein Ausschlag mit Bläschen, die ein Sekret absondern, in dem viele Viren stecken. Dadurch können die Viren problemlos auch an andere Körperstellen gelangen.

In 20% der Fälle verläuft die Krankheit symptomlos.

Inkubationszeit: zwischen 2–35 Tagen, i.d.R. zwischen 7–14 Tagen.

Vorkommen: insbesondere im westpazifischen Raum (u.a. Malaysia, Singapur, China, Japan). Grundsätzlich gibt es den Erreger jedoch weltweit.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Umwelt

Klima

Allgemein

Es herrscht tropisches Klima. Von Juli bis Oktober ist Monsunzeit; Trockenzeit ist von November bis Juni. Der heißeste Monat ist der April mit über 37 °C, der kühlste der Dezember mit 20 °C.

Klimatabelle

Klimastation PHNOM PENH

Höhe über NN in m: 10

geographische Position: 104° 51' E, 11° 33' N

 

Jan

Feb

Mrz

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

30,7

32,1

33,6

34,6

33,5

32,7

31,6

31,7

30,9

30,4

30,1

30,0

Temp. ø Min. (°C)

21,3

22,0

23,2

24,3

24,3

24,3

24,1

24,7

24,7

24,4

23,3

21,8

Regentage

1

1

1

5

10

12

13

13

15

16

7

2

Niederschlag (mm)

8

10

41

76

135

155

170

160

216

254

127

46

Sonnenstunden ø

8,4

8,0

8,6

8,0

6,5

6,4

4,6

5,6

4,3

6,5

7,1

7,8

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

s

s

s

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

s

s

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Die beste Reisezeit für Kambodscha ist zwischen November und März. In der Trockenzeit kommt es selten zu Regenfällen und die Temperaturen um die 30° C sind erträglicher. In der Regenzeit von Juni bis Oktober sollten Reisende mit starken Niederschlägen rechnen, die Straßen unpassierbar machen. Auch sollte niemand die hohe Luftfeuchtigkeit unterschätzen.

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Erdbeben

Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.

Tsunami

In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.

Trop. Wirbelstürme & Tornados

Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.

Weitere Gefahren

Quallen (Seewespen) kommen insbesondere in den Sommermonaten an der Küste vor. Ihre Nesselzellen können bei Menschen starke Schmerzen verursachen, die normalerweise nach wenigen Stunden abklingen. Bei geschwächten Menschen oder Allergikern kann es jedoch zu einem allergischen Schock kommen.

Eine Gefahr stellen die zahlreichen Schlangen dar, z.B. die 1,5 m lange Kettenviper, die auch als Russell’s Viper bekannt ist. Sie ist sehr giftig, und viele Opfer von Giftschlangen in der Region zwischen Indien und Indonesien gehen auf ihr Konto. Sehr giftig ist auch die Krait, aber obwohl sie sich gern in bewohnten Regionen aufhält, beißt sie nur sehr selten. Die Königskobra ist mit einer Länge von bis zu 5,5 m die längs­te Giftschlange der Erde. Sie ist jedoch mittlerweile recht selten und lebt vorzugsweise in dichten Wäldern.