Kasachstan
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Astana (872.655 Einwohner)
Regierungsform: Republik
Fläche: 2.724.900 km²
Einwohnerzahl: 18.877.128
Währung: Tenge (KZT) = 100 Tiyn
Staatsform: Präsidialsystem
Amtssprache: Kasachisch, Russisch
Religion: Islam (70%), Christentum (26%), Juden (0,5%), Atheisten und andere Religionen
Bevölkerungsdichte: 7 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+5/+6
Telefon-Vorwahl: +7
Netzspannung: 220 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 3
Visumpflicht: Nein
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
Kasachstan liegt in Zentralasien und grenzt im Norden und Westen an die Russische Föderation, im Südwesten an das Kaspische Meer, im Süden an Kirgisistan, Turkmenistan und Usbekistan sowie im Osten an China. Der nördlichste Ort liegt auf geographischer Höhe von Moskau, der südlichste ungefähr auf Höhe von Madrid. Im Norden Waldsteppe, in Zentral- und Westkasachstan besteht mehr als die Hälfte des Territorialgebietes aus Halbwüste und Wüste (die sogenannte Hungersteppe). Im Nordosten (Altai) und Süden (Tienschan, Alatau; stark vergletschert) Hochgebirge. Es gilt als größter Binnenstaat der Welt.
Infrastruktur
Es gibt die beiden internationalen Flughäfen Almaty (ALA) und Nursultan (NQZ). Inlandsflüge werden angeboten.
Das Bahnnetz ist recht gut ausgebaut, ebenfalls das Straßennetz. Busse, Taxis und Mietwagen stehen in allen größeren Städten zur Verfügung.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
30.(+31.) August: Tag der Verfassung
Weitere Feiertage:
1.(+2.) Januar: Neujahr
7. Januar: Orthodoxes Weihnachten
8.(+9.) März: Internationaler Tag der Frau
21.–25. März: Nauryz (Persisches Neujahr)
1. Mai: Tag der Einheit
7. Mai: Tag des Vaterlandsverteidigers
9.(+11.) Mai: Tag des Sieges
27. Mai: Kurban Ait (Opferfest)
6. Juli: Tag der Hauptstadt
25. Oktober: Tag der Republik
16.(+17.) Dezember: Tag der Unabhängigkeit
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
30. August: Tag der Verfassung
Weitere Feiertage:
1.(+4.) Januar: Neujahr
7. Januar: Orthodoxes Weihnachten
8. März: Internationaler Tag der Frau
21.–24. März: Nauryz (Persisches Neujahr)
1.(+3.) Mai: Tag der Einheit
7. Mai: Tag des Vaterlandsverteidigers
9.(+10.) Mai: Tag des Sieges
16. Mai: Kurban Ait (Opferfest)
6. Juli: Tag der Hauptstadt
25. Oktober: Tag der Republik
16. Dezember: Tag der Unabhängigkeit
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
30. August: Tag der Verfassung
Weitere Feiertage:
1.(-3.) Januar: Neujahr
7. Januar: Orthodoxes Weihnachten
8. März: Internationaler Tag der Frau
21.–25. März: Nauryz (Persisches Neujahr)
1. Mai: Tag der Einheit
5. Mai: Kurban Ait (Opferfest)
7. Mai: Tag des Vaterlandsverteidigers
9. Mai: Tag des Sieges
6. Juli: Tag der Hauptstadt
25. Oktober: Tag der Republik
16. Dezember: Tag der Unabhängigkeit
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 102
Polizei: 102
Feuerwehr: 101
Ambulanz: 103
Gasstörungen: 104
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Strom / Elektrizität
220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp C
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
In der Republik Kasachstan gibt es 54 Flughäfen. Die internationalen Flughäfen befinden sich in Astana und Almaty. Inlandsflüge werden von einigen Fluggesellschaften angeboten.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: Tenge (KZT) = 100 Tiyn
Banköffnungszeiten: Mo - Fr 09.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00/18 Uhr.
American Express, MasterCard, Visa und Diners Club werden nur in den größeren Hotels und in einigen Restaurants, Banken und Geschäften akzeptiert. Geldautomaten gibt es in allen größeren Städten, sie akzeptieren meist Visa.
Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden europa- und weltweit akzeptiert. Hinweisschilder an den Geldautomaten zeigen an, welche Karten akzeptiert werden. Weitere Informationen von Banken und Geldinstituten.
Achtung: Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.
US-Dollar und Euro (neuere Scheine in kleinen Noten) lassen sich problemlos überall tauschen. Der Geldumtausch sollte ausschließlich in offiziellen Wechselstuben erfolgen. Geld kann auch in Banken umgetauscht werden, dort ist der Wechselkurs aber meist ungünstiger als in Wechselstuben. Der Rücktausch von Tenge in harte Währung ist schwierig. Alle Transaktionen müssen auf dem Devisenformular eingetragen werden, das bei der Ankunft in Kasachstan ausgegeben wird. Es ist ratsam, alle Belege aufzubewahren. Am besten nimmt man Bargeld in US-Dollar bzw. Euro mit und tauscht jeweils bei Bedarf um. Im Allgemeinen wird allerdings Bezahlung in Devisen bevorzugt.
Internationaler Kartensperr-Notruf für alle Geldkarten: +49 116 116
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Tollwut-Impfung bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen
Japan-Enzephalitis-Impfung bei längeren Individualreisen in ländlichen Regionen während der Hauptübertragungszeit (z. B. Monsunzeit)
Dengue-Impfung, Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®
Chikungunya-Impfung, siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts "Chikungunyafieber"
FSME-Impfung bei möglicher Zeckenexposition in einigen Regionen, v.a. in der Provinz Almaty, Qostanai, Karaganda, Aqmola, im Norden und Osten des Landes (STIKO-Länderliste, Stand 01.09.2025)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die ärztliche und zahnärztliche Versorgung in Kasachstan entspricht nicht europäischen Verhältnissen. Leichte Erkrankungen können in den größeren Städten des Landes behandelt werden. Inzwischen gibt es vor allem in Almaty und Astana vereinzelt kleinere Kliniken mit internationalem Standard (SOS International, IMC, Interteach). Schwerere oder absehbar längere Krankheiten sollte man in Deutschland behandeln lassen.
Die Ausstattung der Apotheken in Kasachstan entspricht nicht europäischem Standard, jedoch sind in der Regel ausreichend Medikamente zur Behandlung unkomplizierter Krankheiten vorhanden. Ständig benötigte Medikamente und eine Reiseapotheke sollten mitgebracht werden.
Der Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Gelbfieber
Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) übertragen wird. Bei schwerem Verlauf endet sie in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben.
Symptome: es kommt zu hohem Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu Blutungen und Störungen der Leberfunktion mit Gelbsucht - daher der Krankheitsname. Diese sind lebensbedrohlich.
Inkubationszeit: i.d.R. 3–6 Tage.
Vorkommen: vor allem in wärmeren Regionen Afrikas und Südamerikas.
Tuberkulose
Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien werden dabei in aller Regel auf dem Luftweg von Mensch zu Mensch übertragen. Die Tuberkulose betrifft bevorzugt die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Auch Tiere können die Bakterien z.B. über Rohmilch oder rohes Fleisch übertragen.
Symptome: zu Beginn eher unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem kommt es zu starkem Husten, bei dem die Erkrankten Blut spucken und Brustschmerzen haben. Im Fall einer Streuung der Bakterien auf weitere Organe kann es zu einer Hirnhautentzündung (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Halluzinationen, Wesensveränderung, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Koma) oder zu einer Blutvergiftung kommen, die tödlich enden kann.
Inkubationszeit: zwischen 6–8 Wochen.
Vorkommen: weltweit, allerdings ist vor allem die Situation im südlichen Afrika sowie in Osteuropa und Zentralasien sehr problematisch.
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.
Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Krim-Kongo-Fieber
Das Krim-Kongo-Fieber ist eine Viruserkrankung. Es gehört zur Gruppe der viralen hämorrhagischen Fieber. Die Übertragung des Virus erfolgt meist durch den Biss von Zecken. Als Überträger gelten Haus- und Wildtiere, z.B. Kühe, Schafe oder Ziegen.
Symptome: plötzliches Einsetzen von Fieber (über fünf bis zwölf Tage konstant), Schüttelfrost, Reizbarkeit, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Typisch sind eine Gesichtsrötung und ein Gesichtsödem, Bindehaut- und Rachenrötung.
Inkubationszeit: 1–13 Tage.
Vorkommen: es kommt in Südosteuropa (Bulgarien, Ungarn, Türkei), in einigen GUS-Staaten, im mittleren Osten (Afghanistan, Syrien, Irak, Iran), sowie in vielen Ländern Asiens und Afrikas vor.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Klima
Allgemein
In Kasachstan herrscht kontinentales Klima. Die Winter sind lang und kalt mit Schneedecken, die 50 bis 150 Tage liegen bleiben, während die Sommer kurz, heiß und trocken sind. Die Niederschlagsmengen liegen zwischen 100 und 400 mm. Temperaturen im Norden: -18 °C im Januar und 19 °C im Juli; Temperaturen im Süden: -3 °C im Januar und 30 °C im Juli.
Klimatabelle
Klimastation ALMATY (ALMA-ATA)
Höhe über NN in m: 851
geographische Position: 76° 56' E, 43° 14' N
Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | < 1,0 | -0,2 | 6,2 | 16,5 | 21,3 | 26,3 | 29,4 | 28,2 | 23,0 | 14,5 | 6,3 | 1,2 |
Temp. ø Min. (°C) | -8,9 | -8,1 | <1,7 | 6,3 | 11,1 | 15,7 | 18,5 | 16,8 | 11,7 | 4,4 | <1,7 | -6,4 |
Regentage | 6 | 6 | 10 | 10 | 10 | 7 | 5 | 4 | 4 | 7 | 7 | 6 |
Niederschlag (mm) | 32 | 37 | 71 | 104 | 107 | 64 | 32 | 26 | 30 | 62 | 55 | 33 |
Sonnenstunden ø | 3,8 | 4,2 | 4,7 | 6,5 | 7,8 | 9,3 | 9,9 | 9,5 | 8,2 | 5,9 | 4,2 | 3,3 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
Im Süden Kasachstans besteht die Gefahr von Erdbeben. In der Region Almaty kann es bei starkem Regen zu Schlammlawinen kommen.
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Vulkane
Hier gibt es aktive Vulkane. Wegen möglicher vulkanischer Aktivität kann es zu lokalen Evakuierungen kommen.
Im Verkehrswesen kann es durch Eruptionen zu regionalen Einschränkungen kommen.
Stürme
Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.
Dürren
Es besteht eine hohe Dürregefahr.
Epidemien
Es besteht eine eher geringe Epidemiegefahr.
Weitere Gefahren
Kasachstan war in Sowjet-Zeiten ein zentraler Standort für nukleare und biologische Waffentests. Besonders belastet sind die Regionen um den Aralsee, sowie das ehemalige Atomwaffentestgelände bei Semipalatinsk, im Osten des Landes. Das Testgelände und seine Umgebung gelten als radioaktiv verseucht. Lebensmittel wie Milchprodukte, Eier, Pilze etc. können radioaktiv belastet sein.
Der Aralsee trocknet aus, da seine beiden Hauptzuflüsse zur Bewässerung umgeleitet wurden. Bei der Austrocknung bildet sich eine gefährliche Schicht aus Pestiziden und Salzen. Diese Substanzen werden durch den Wind aufgegriffen und es kommt zu schädlichen Staubstürmen.