Katar
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Doha
Fläche: 11.627 km²
Einwohnerzahl: 2.700.000
Währung: 1 Katar-Riyal (QAR) = 100 Dirham
Staatsform: Erbmonarchie
Amtssprache: Arabisch
Religion: Staatsreligion ist der Islam. Christliche, hinduistische und Bahai-Minderheiten
Bevölkerungsdichte: 227 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+3
Telefon-Vorwahl: +974
Netzspannung: 240V
Gefahrenindex: 0
Visumpflicht: ja (bei Einreise)
Reisepass erforderlich: ja
Lage
Geographische Einordnung
Katar ist eine Halbinsel am Persisch-Arabischen Golf, angrenzend an Saudi-Arabien. Seegrenzen mit Saudi-Arabien, Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Iran.
Infrastruktur
Das Straßennetz ist eher schlecht ausgebaut, Busse, Taxis und Mietwagen sind in den größeren Städten vorhanden.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
18. Dezember: Tag der Einheit (1878)
Weitere Feiertage:
10. Februar: Tag des Sports
20.-23. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
26.-28. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
18. Dezember: Tag der Einheit (1878)
Weitere Feiertage:
9. Februar: Tag des Sports
9.-11. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
15.-17. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
18. Dezember: Tag der Einheit (1878)
Weitere Feiertage:
8. Februar: Tag des Sports
26.-28. Februar: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
5.-7. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 999
Polizei: 999
Feuerwehr: 999
Küstenwache: -
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Strom / Elektrizität
240 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen D & G.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der “International Electrotechnical Commission”: www.iec.ch.
Steckertyp D
Steckertyp G
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Der Flughafen Doha wird von vielen internationalen Airlines angesteuert. Die nationale Fluggesellschaft ist Qatar Airways.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Katar-Riyal (QAR) = 100 Dirham
Banköffnungszeiten: In der Regel Sonntag bis Donnerstag 7 bis 14 Uhr.
Karten mit Cirrus- oder Maestro-Symbol werden akzeptiert, in Katar aber eher in Geschäften als an Bankautomaten.
Kreditkarten wie American Express, Diners Club, MasterCard und Visa werden weit verbreitet angenommen.
Vorsorge
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Tollwut-Impfung bei nicht-vermeidbaren Tierkontakten, Langzeitaufenhalt
Meningokokken ACWY bei engen Bevölkerungskontakten
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio, vollständiger Impfschutz sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Katar genügt im Allgemeinen europäischen Ansprüchen. Die meisten Ärzte sprechen Englisch. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind aber dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte ggf. mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Typhus
Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen.
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall.
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.
Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.
Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.
Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Leishmaniose (Orientbeule)
Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.
Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).
Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.
Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).
Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.
Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Fleisch- und Fischgerichte nur gut gekocht und heiß serviert gegessen werden. Gemüse sollte gekocht, Obst geschält sein. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete oft nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Produkte aus roher Milch sollten vermieden werden, ebenso rohe Salate und Mayonnaise.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Einatmung von Nebel aus alten Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Klima
Allgemein
Katar hat ein heißes Wüstenklima, insbesondere in den Sommermonaten Juni bis September mit Werten bis zu 45 °C. Im Winter sind die Temperaturen angenehmer. Obwohl Katar eins der niederschlagärmsten Länder der Welt ist, ist es aufgrund der Nähe zum Golf ganzjährig schwül bis subtropisch.
Klimatabelle
Klimastation Doha (Ad-Dauha, Internationaler Flughafen)
Höhe über NN in m: 11
geographische Position: 51° 34’ E, 25° 15’ N
Temp. ø Max. (°C) | 21,7 | 23,0 | 26,8 | 31,9 | 38,2 | 41,2 | 41,5 | 40,7 | 38,6 | 35,2 | 29,5 | 24,1 |
Temp. ø Min. (°C) | 12,8 | 13,7 | 16,7 | 20,6 | 25,0 | 27,7 | 29,1 | 28,9 | 26,5 | 23,4 | 19,5 | 15,0 |
Regentage | 2 | 2 | 2 | 1 | < 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | < 1 | < 1 | 1 |
Niederschlag (mm) | 13 | 17 | 16 | 9 | 4 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 3 | 12 |
Sonnenstunden ø | 7,9 | 7,9 | 7,8 | 9,1 | 10,5 | 11,4 | 10,5 | 10,6 | 10,2 | 9,8 | 9,2 | 7,8 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 19 | 19 | 24 | 28 | 29 | 29 | 30 | 31 | 29 | 27 | 25 | 24 |
Klimabelastung* | -- | -- | -- | zs | s | s | ss | ss | ss | s | zs | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
Häufig weht der trocken-staubige Nordwestwind Schamal.
Extreme Hitze
Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.
Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.
Dürren
Es besteht eine hohe Dürregefahr.