Kirgisistan
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Bischkek (937.400 Einwohner)
Fläche: 199.900 km²
Einwohnerzahl: 5.551.900
Währung: Som (KGS) = 100 Tyjyn
Staatsform: parlamentarische Republik
Amtssprache: Kirgisisch und Russisch
Religion: Islam (75%), Christentum (20%, russisch-orthodox), Judentum, Buddhismus
Bevölkerungsdichte: 28 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+6
Telefon-Vorwahl: +996
Netzspannung: 220 Volt, 50 Hz
Gefahrenindex: 4
Visumpflicht: Nein
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
Kirgisistan ist ein Binnenland und grenzt im Norden an Kasachstan, im Westen an Usbekistan, im Süden an Tadschikistan und im Osten an China. Die Landesfläche besteht zum Großteil aus dem Tienschan-Gebirge. Der Pik Pobedy ist mit 7439 m die höchste Erhebung des Landes.
Infrastruktur
Internationale Flüge werden über den Flughafen Bishkek Manas Airport (FRU) abgewickelt, Inlandsflüge sind auch verfügbar.
Das Eisenbahnnetz ist, wie auch das Straßennetz, recht schlecht ausgebaut. Busse, Taxis und Mietwagen sind in größeren Städten verfügbar.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
31. August: Unabhängigkeitstag (1991 von der UDSSR)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
7. Januar: Orthodoxes Weihnachten
23. Februar: Tag der Verteidiger des Vaterlandes
8.(+9.) März: Internationaler Tag der Frau
20. März: Orozo Ait (Fest des Fastenbrechens)
21. März: Volksfeiertag Nooruz (Persisches Neujahr)
7. April: Tag der Aprilrevolution (2010)
1. Mai: Tag der Arbeit
5. Mai: Tag der Verfassung
9.(+11.) Mai: Tag des Sieges (1945)
27. Mai: Kurman Ait (Opferfest)
7.-10. November: Tage der Geschichte und des Gedenkens an die Ahnen
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
31. August: Unabhängigkeitstag (1991 von der UDSSR)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
7. Januar: Orthodoxes Weihnachten
23. Februar: Tag der Verteidiger des Vaterlandes
8. März: Internationaler Tag der Frau
9. März: Orozo Ait (Fest des Fastenbrechens)
21. März: Volksfeiertag Nooruz (Persisches Neujahr)
7. April: Tag der Aprilrevolution (2010)
1. Mai: Tag der Arbeit
5. Mai: Tag der Verfassung
9.(+10.) Mai: Tag des Sieges (1945)
16. Mai: Kurman Ait (Opferfest)
7.-8. November: Tage der Geschichte und des Gedenkens an die Ahnen
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
31. August: Unabhängigkeitstag (1991 von der UDSSR)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
7. Januar: Orthodoxes Weihnachten
23. Februar: Tag der Verteidiger des Vaterlandes
26. Februar: Orozo Ait (Fest des Fastenbrechens)
8. März: Internationaler Tag der Frau
21. März: Volksfeiertag Nooruz (Persisches Neujahr)
7. April: Tag der Aprilrevolution (2010)
1. Mai: Tag der Arbeit
5. Mai: Tag der Verfassung
5. Mai: Kurman Ait (Opferfest)
9. Mai: Tag des Sieges (1945)
7.-10. November: Tage der Geschichte und des Gedenkens an die Ahnen
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 102
Polizei: 102
Feuerwehr: 101
Notarzt: 103
Touristenpolizei: +996 312 437168
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Ferngespräche müssen über das Fernamt vermittelt und können von Telefonbüros (bei der Post) oder auch von Hotels aus geführt werden. Ortsgespräche von Privatanschlüssen sind kostenlos, Hotels berechnen jedoch manchmal eine geringe Gebühr.
Der Empfangs-/Sendebereich von Mobiltelefonen beschränkt sich auf die größten Städte und ihre Umgebung.
Internet
In Bischkek und anderen Großstädten gibt es einige Internetcafés.
Strom / Elektrizität
220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C
Ein Adapter ist empfohlen.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp C
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Der Flughafen Manas in Bischkek ist nationaler und internationaler Flughafen. Im Inlandsflugverkehr ist die meist genutzte Strecke von Bischkek nach Osch. Im Winter sind die eingeschneiten Gebiete nur durch die Luft erreichbar. Die Flugreisen in Kirgisistan sind meist ziemlich unbequem und aufgrund fehlender Sicherheitsstandards die gefährlichste Art zu reisen. Die zentrale Region Tienschan ist nur mit Hubschraubern erreichbar.
Achtung: Alle kirgisischen Airlines stehen aufgrund der Sicherheitsbedenken auf der Schwarzen Liste der EU sowie Großbritanniens.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Som (KGS) = 100 Tyjyn
Banköffnungszeiten: In Städten im Allgemeinen Mo - Fr 08.30 - 17.30 Uhr
Die Ein- und Ausfuhr ausländischer Währungen unterliegt keinen Beschränkungen, sofern diese zollrechtlich entsprechend deklariert werden. Der Umtausch von Bargeld (Euro oder US-Dollar) ist in den größeren Städten problemlos möglich. Es sollten möglichst nur Banknoten in einwandfreiem Zustand mitgebracht werden, da Noten mit kleineren Rissen oder verknitterte/verschmutzte Banknoten häufig nicht umgetauscht werden. Kleine Banknoten (5, 10 und 20 Euro) werden oft nur zu einem etwas schlechteren Kurs getauscht.
Kreditkarten werden nur selten akzeptiert, bieten sich jedoch gerade in Bischkek an den Geldautomaten zur problemlosen Bargeldabhebung an. Internationale Bar-Überweisungen können zum Beispiel über Western Union durchgeführt werden.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Tollwut-Impfung bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen
FSME-Impfung bei möglicher Zeckenexposition
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Kirgisistan entspricht nicht europäischen Verhältnissen. Es wird empfohlen, wichtige Medikamente sowie Verbandmaterial und Einwegspritzen mitzuführen, da diese auch bei Behandlung in Krankenhäusern selbst beschafft werden müssen. Ein mit Deutschland vergleichbares Rettungssystem (z.B. per Hubschrauber) mit intensivmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten ist nicht vorhanden. Selbst in der Hauptstadt können Notfälle meist nur unzureichend behandelt werden.
Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen muss eine medizinische Evakuierung erwogen werden. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung wird dringend empfohlen.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben (siehe z.B.: www.dtg.org oder www.frm-web.de).
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Malaria
Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
Tuberkulose
Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien werden dabei in aller Regel auf dem Luftweg von Mensch zu Mensch übertragen. Die Tuberkulose betrifft bevorzugt die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Auch Tiere können die Bakterien z.B. über Rohmilch oder rohes Fleisch übertragen.
Symptome: zu Beginn eher unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem kommt es zu starkem Husten, bei dem die Erkrankten Blut spucken und Brustschmerzen haben. Im Fall einer Streuung der Bakterien auf weitere Organe kann es zu einer Hirnhautentzündung (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Halluzinationen, Wesensveränderung, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Koma) oder zu einer Blutvergiftung kommen, die tödlich enden kann.
Inkubationszeit: zwischen 6–8 Wochen.
Vorkommen: weltweit, allerdings ist vor allem die Situation im südlichen Afrika sowie in Osteuropa und Zentralasien sehr problematisch.
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.
Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.
Brucellose
Die Brucellose ist eine Infektionskrankheit, die durch die gramnegativen, aeroben Stäbchenbakterien der Gattung Brucella verursacht wird. Brucellose tritt sowohl bei Tieren als auch bei Menschen auf.
Besonders in ländlichen Gebieten werden immer wieder Brucellose-Erkrankungen erfasst. Diese bakterielle, fieberhafte Erkrankung kann durch Kontakt mit kranken Tieren (Schafen, Ziegen, Rinder) oder Genuss von nicht ausreichend gekochten Tierprodukten übertragen werden. Vom Genuss von rohen Milchprodukten ist unbedingt abzuraten.
Symptome: Fieber, oft mit Nachtschweiß, Schüttelfrost und Übelkeit verbunden. Das Fieber hält bei akuten Verläufen eine bis drei Wochen an, ist aber von fieberfreien Intervallen unterbrochen. Bei chronischen Erkrankungen kann das Fieber auch über Monate anhalten. Bei einem Drittel aller Patienten finden sich eine Leber- und Milzschwellung. Es kann auch zu Knochen- und Gelenkentzündungen und Infektionen kommen.
Inkubationszeit: i.d.R. 2–3 Wochen bei akuten Verläufen bis mehrere Monate bei latenten Erkrankungen.
Vorkommen: Brucellen kommen hauptsächlich in nicht gekochten, tierischen Lebensmitteln (Rohmilch, Sahne, Frischkäse etc.) vor. Besonders verbreitet sind die Erreger in Mittelmeerländern.
Krim-Kongo-Fieber
Das Krim-Kongo-Fieber ist eine Viruserkrankung. Es gehört zur Gruppe der viralen hämorrhagischen Fieber. Die Übertragung des Virus erfolgt meist durch den Biss von Zecken. Als Überträger gelten Haus- und Wildtiere, z.B. Kühe, Schafe oder Ziegen.
Symptome: plötzliches Einsetzen von Fieber (über fünf bis zwölf Tage konstant), Schüttelfrost, Reizbarkeit, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Typisch sind eine Gesichtsrötung und ein Gesichtsödem, Bindehaut- und Rachenrötung.
Inkubationszeit: 1–13 Tage.
Vorkommen: es kommt in Südosteuropa (Bulgarien, Ungarn, Türkei), in einigen GUS-Staaten, im mittleren Osten (Afghanistan, Syrien, Irak, Iran), sowie in vielen Ländern Asiens und Afrikas vor.
Milzbrand (Anthrax)
Milzbrand oder Anthrax ist eine akute Infektionskrankheit, die durch Bacillus anthracis verursacht wird und meist Paarhufer, aber auch andere pflanzenfressende Tiere befällt. Auch Menschen können befallen werden, wenn sie Milzbrandsporen, die auch von Tieren auf den Menschen übertragbar sind, ausgesetzt sind. Es gibt 3 Formen von Milzbrand: Hautmilzbrand, Darmmilzbrand und Lungenmilzbrand.
Symptome: jeweils typische Beschwerden, die überwiegend örtlich (je nach Art des Milzbrandes) erfolgen. Darüber hinaus kann sich jede Form von Anthrax auf ein ganzes Organsystem (zentrales Nervensystem, Blut) auswirken.
Inkubationszeit beim Lungenmilzbrand: i.d.R. zwischen 1–6 Tagen.
Inkubationszeit bei Hautmilzbrand: i.d.R. zwischen 1–12 Tagen.
Inkubationszeit bei Darmmilzbrand: i.d.R. zwischen 1–3 Tagen .
Vorkommen: grundsätzlich überall; am häufigsten ist Milzbrand in wärmeren Regionen, vor allem in Südeuropa, im Nahen Osten, in Asien, Nordafrika und Südamerika.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Klima
Allgemein
Das Klima ist kontinental mit warmen bis sehr heißen Sommern und strengen Wintern und relativ abrupten Jahreszeitenwechseln. Die Durchschnittstemperaturen im Januar liegen zwischen -4 und -9 °Celsius und im Sommer zwischen +20 und +27 °Celsius. In der Region Ak-Sai können die Temperaturen im Winter bis -50 °Celsius fallen, im Chui-Tal im Norden des Landes und in Südkirgisistan steigen die Temperaturen im Sommer bis zu +43 und +44 °Celsius.
Klimatabelle
Klimastation BISCHKEK (FRUNSE)
Höhe über NN in m: 756
geographische Position: 74° 30' E, 42° 48' N
Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 2,4 | 3,6 | 9,1 | 19,1 | 23,7 | 29,1 | 32,7 | 31,5 | 26,0 | 17,2 | 9,5 | 4,7 |
Temp. ø Min. (°C) | -8,1 | -7,2 | <1,8 | 6,2 | 10,5 | 14,9 | 17,7 | 15,6 | 10,8 | 4,3 | <1,1 | -5,8 |
Regentage | 6 | 6 | 9 | 9 | 8 | 5 | 3 | 2 | 3 | 6 | 7 | 6 |
Niederschlag (mm) | 26 | 31 | 50 | 77 | 64 | 35 | 16 | 12 | 16 | 44 | 44 | 28 |
Sonnenstunden ø | 4,4 | 4,5 | 4,9 | 6,5 | 8,4 | 10,2 | 10,7 | 10,2 | 8,8 | 6,3 | 4,8 | 3,7 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | h + t | h + t | -- | -- | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
Die durch Klimawandel verursachte Gletscherschmelze wird zum Problem, denn es kommt immer öfter zu Erdrutschen.
Das schnelle Abschmelzen der Gletscher führt ausserdem zu einer Zunahme des Wasservolumens vieler Gletscherseen. Die Gefahr von Überschwemmungen durch Gletschersee-Ausbrüche ist beträchtlich.
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Extreme Hitze
Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.
Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.
Lawinen
Es besteht eine hohe Lawinengefahr.
Weitere Gefahren
Im Winter kommt es zu heftigen Schneefällen.