Kiribati

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Bairiki

Fläche: 811 km²

Einwohnerzahl: 110.136

Währung: Kiribati-Dollar (KID) / Australischer Dollar (AUD)

Staatsform: Republik

Amtssprache: Kiribatisch und Englisch

Religion: Katholiken 52 %, Protestanten 40 %, Bahai, Adventisten

Bevölkerungsdichte: 136 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+12 bis UTC+14

Telefon-Vorwahl: + 686

Netzspannung: 240 V, 50 Hz

Gefahrenindex:

Visumpflicht: nein

Reisepass erforderlich: ja

Lage

Geographische Einordnung

Kiribati umfasst 3 weit auseinander liegende Archipele im zentralen Pazifik. Die zahlreichen Inselchen und Atolle (33) erstrecken sich über zwei Zeitzonen und erheben sich mancherorts nur drei Meter über dem Meeresspiegel.

Infrastruktur

Es gibt die beiden internationalen Flughäfen Tarawa (TRW) und Christmas Island (CXI), Inlandsflüge zu fast allen Inseln werden angeboten, ebenfalls kann man diese mit Fähren erreichen.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
12. Juli:        Unabhängigkeitstag (1979 vom Vereinigten Königreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
6. März:        Internationaler Tag der Frau
3. April:        Karfreitag
6. April:        Ostermontag
10. April:        Tag der Gesundheit
1. Mai:            Tag der Arbeit
10. Juli:        Tag des Evangeliums
11. Juli:        Tag der älteren Bürger
11. Juli:        Tag der Kultur
7. August:        Tag der Jugend
2. Oktober:        Tag der Bildung
11. Dezember:        Tag der Menschenrechte und des Friedens
25. Dezember:    Weihnachten
26. Dezember:    2. Weihnachtsfeiertag
28. Dezember:    zusätzlicher Weihnachtsfeiertag

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
12. Juli:        Unabhängigkeitstag (1979 vom Vereinigten Königreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
12. März:        Internationaler Tag der Frau
26. März:        Karfreitag
29. März:        Ostermontag
9. April:        Tag der Gesundheit
1. Mai:            Tag der Arbeit
10. Juli:        Tag des Evangeliums
11. Juli:        Tag der älteren Bürger
11. Juli:        Tag der Kultur
2. August:        Tag der Jugend
4. Oktober:        Tag der Bildung
10. Dezember:    Tag der Menschenrechte und des Friedens
25. Dezember:    Weihnachten
26. Dezember:    2. Weihnachtsfeiertag
28. Dezember:    zusätzlicher Weihnachtsfeiertag

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
12. Juli:        Unabhängigkeitstag (1979 vom Vereinigten Königreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
8. März:        Internationaler Tag der Frau
7. April:        Tag der Gesundheit
14. April:        Karfreitag
17. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
23. Juni:        Tag der Polizei
11. Juli:        Tag des Evangeliums
11. Juli:        Tag der älteren Bürger
11. Juli:        Tag der Kultur
15. Juli:        Spezieller Feiertag
7. August:        Tag der Jugend
6. Oktober:        Tag der Bildung
11. Dezember:        Tag der Menschenrechte und des Friedens
25. Dezember:    Weihnachten
26. Dezember:    2. Weihnachtsfeiertag

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 999

Polizei: 999

Feuerwehr: 999

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Infrastruktur ist vorhanden; internationale Selbstwählferndienst (Direktdurchwahl) ist in den Stadtgebieten von Tarawa möglich. Telefongespräche ins Ausland müssen ansonsten über die internationale Vermittlung geführt werden. Sie sind 24 Stunden täglich von Montag bis Sonntag verfügbar. Telefonkarten sind erhältlich Die weit abgelegenen Inseln sind über Funkfernsprecher (“HF Radio”) zu erreichen, die manuell vermittelt werden. Es können nur zwei Kunden gleichzeitig bedient werden, darüber hinaus ist der Dienst recht teuer und zeitlich begrenzt (zwei Stunden für jede Insel zwischen 8 und 16.15 Uhr). Während der restlichen Zeit (auch eine Stunde um 12 Uhr) steht der Dienst für Notfälle bereit.

Internet

Internet- und E-Mail-Dienste sind kaum verfügbar. Manche Hotels bieten Gästen kostenloses oder auch kostenpflichtiges WLAN an.

Strom / Elektrizität

240 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertyp: I.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“: www.iec.ch

Steckertyp I

steckertyp-I

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Die Hauptstadt des Landes verfügt über einen internationalen Flughafen, der jedoch nicht an das interkontinentale Streckennetz angeschlossen ist. Er wird von einigen internationalen Airlines wöchentlich angeflogen. Von den meisten Ländern gibt es jedoch keine Direktverbindung.

Wichtigster Flughafen ist der “Bonriki International Airport” (TRW) in der Hauptstadt South Tarawa. Er wird regelmäßig von folgenden Fluggesellschaften bedient: Air Kiribati (Abaiang, Abemama, Butaritari, Kuria, Maiana, Nadi, Nonouti, Tabiteuea North); Air Marshall Islands (Majuro); Fiji Airways (Nadi); Our Airline (Brisbane, Majuro, Nauru, Nadi).

Das Streckennetz an Flugverbindungen zwischen den Inseln ist gut ausgebaut.

Vom Hauptstadtflughafen des Landes bestehen wöchentlich Direktverbindungen zu Flughäfen der Nachbarländer.

Hinweis

Von Anfang November bis Ende April ist im Südpazifik mit starken Winden zu rechnen, die teilweise Zyklonstärke erreichen und erhebliche Auswirkungen auf den Flugverkehr haben können. Reisenden wird geraten, dies bei ihrer Reiseplanung zu berücksichtigen und sich ggf. vor Reiseantritt über die Situation vor Ort zu informieren.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährungen: 1 Australischer Dollar (AUD) = 100 Cents

Banköffnungszeiten: Mo-Fr 09.30-15.00 Uhr. Die Zweigstelle in Bikenibeu hat Mo-Fr von 09.00-14.00 Uhr geöffnet.

Das Abheben von Bargeld an Geldautomaten (pauschale Gebühr: 10 FJD) und die Bezahlung mit Kreditkarten sind überall möglich (grundsätzlich mit einem Aufschlag von 2 bis 5%).

Gesundheit

Vorsorge

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio

Hepatitis A


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die ärztliche und medikamentöse Versorgung nach europäischen Standards ist im gesamten Inselstaat nicht gewährleistet. Behandlungen sowie benötigte Medikamente sind sofort in bar zu bezahlen. Schwer Erkrankte oder Unfallopfer müssen nach Neuseeland oder Australien ausgeflogen werden. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.

Ratsam ist ebenfalls die Mitnahme einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest), Einwegspritzen und Verbandsmaterial enthält.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Chikungunyafieber

Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.

Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.

Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) übertragen wird. Bei schwerem Verlauf endet sie in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben. 

Symptome: es kommt zu hohem Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu Blutungen und Störungen der Leberfunktion mit Gelbsucht - daher der Krankheitsname. Diese sind lebensbedrohlich.

Inkubationszeit: i.d.R. 3–6 Tage.

Vorkommen: vor allem in wärmeren Regionen Afrikas und Südamerikas.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Trinkwasser sollte daher immer abgekocht werden und auf Eiswürfel in Getränken sollte verzichtet werden. Süßwasser ist häufig belastet durch Keime und auch durch Schadstoffe.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Lebensmittel sollten immer gekocht verzehrt werden. Obst und Gemüse sollte immer geschält werden.

Luft

Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.

Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Umwelt

Klima

Allgemein

Kiribati hat ein tropisches Klima mit einer Durchschnittstemperatur von 30 °C. Der meiste Regen fällt von November bis April.

Klimatabelle

Klimastation TARAWA, Internationaler Flughafen BONRIKI

Höhe über NN in m: 2

geographische Position: 172° 55' E, 1° 21' N

 

Jan

Feb

Mrz

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

30,7

30,6

30,7

30,7

30,8

30,8

30,9

31,0

31,1

31,2

31,3

30,9

Temp. ø Min. (°C)

25,3

25,3

25,2

25,3

25,5

25,3

25,1

25,2

25,3

25,4

25,4

25,3

Regentage

15

12

14

14

15

14

13

12

11

8

9

14

Niederschlag (mm)

271

218

204

184

158

155

168

138

120

110

115

212

Sonnenstunden ø

7,1

6,8

6,7

6,7

7,4

7,3

7,4

8,3

8,1

8,4

8,0

6,1

Wasser-Temp. ø (°C)

27

27

27

27

28

28

27

27

28

28

27

27

Klimabelastung*

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Erdbeben

Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Tsunami

Es besteht eine erhöhte Tsunamigefahr, die allerdings selten ein schlimmes Ausmaß annimmt.

Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.

Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.

Trop. Wirbelstürme & Tornados

Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.

Dürren

Es besteht eine hohe Dürregefahr.

Weitere Gefahren

Regenzeit & Monsun

In Kiribati herrscht von November bis April Regenzeit. in dieser Zeit kommt es häufig zuUnwettern und ergiebigen Niederschlägen, in deren Folge es zu Sturzfluten, schwerenÜberschwemmungen und Erdrutschen kommen kann. Dies kann zu erheblichen Einschränkungen im Infrastrukturbereich kommen. Insbesondere im Transport- und Verkehrsbereich und in ländlichen Gebietenmuss während der Regenzeit mit erheblichen Einschränkungen gerechnet werden.