Korea (Süd)

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Seoul (9.964.291 Einwohner)

Regierungsform: Semipräsidentielles System

Fläche: 100.284 km²

Einwohnerzahl: 50.504.000 Einwohner

Währung: Won (KRW, ₩) = 100 Chŏn

Staatsform: Republik

Amtssprache: Koreanisch

Religion: 31% religionslos, 32% Christen (23,8% evangelisch), 23,7% Buddhisten, 7% koreanischer Schamanismus

Bevölkerungsdichte: 513 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+9

Telefon-Vorwahl: +82

Netzspannung: 220 V, 60 Hz

Gefahrenindex: 2

Visumspflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Die Republik Südkorea besteht aus dem Südteil der Koreanischen Halbinsel mit den vorgelagerten Inseln und ist von drei Seiten von Meer umgeben. Im Norden, am 38. Breitengrad ist die Grenze zur demokratischen Volksrepublik Nordkorea. Diese Grenze fungiert auch als demilitarisierte Zone. Das Land ist größtenteils gebirgig, nur in der Nähe der Westküste und Südosten findet man ebenes hügeliges Bergland. Hier lebt der Hauptteil der Bevölkerung. Gebirge und Hügel der Ebenen sind bewaldet. Der höchste Berg ist mit 1950 Meter der Vulkan Hallasan auf der Insel Jeju. Das Land wird von vier größeren Flüssen durchzogen, der längste ist der Nakdonggang mit einer Länge von 525 km.

Infrastruktur

Südkorea hat mehrere internationale Flughäfen, u.a. Incheon International Airport (ICN), Gimhae (PUS) (Kim Hae) und Cheongju (CJU) (Cheju); Seoul (SEL) Gimpo (GMP) ist der größte Inlandsflughafen. Schiffs- und Bahnverbindungen sind ausreichend vorhanden. Das Straßennetz ist sehr gut ausgebaut; alle größeren Städte sind durch asphaltierte Straßen miteinander verbunden. Busse, Taxis und Mietwagen sind in allen größeren Städten vorhanden, in Seoul existiert ein U-Bahnnetz.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertage:
1. März:        Samil Undong (Aufstand gegen die japanische Besatzung in 1919)
15. August:        Gwangbokjeol (Befreiung von der japanischen Besatzung in 1945)
3. Oktober:        Gaecheonjeol (Tag der [mythologischen] Gründung in 2333 v. Chr.)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
16.-18. Februar:    Seollal (Neujahr chinesischer Mondkalender)
5. Mai:            Tag der Kinder
8. Mai:            Buddhas Geburtstag
6. Juni:            Hyeonchung-il (Gedenkfeiertag)
24.-27. September:    Chuseok (Erntedankfest)
9. Oktober:        Hangeul-Tag (Tag des koreanischen Alphabets)
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertage:
1. März:        Samil Undong (Aufstand gegen die japanische Besatzung in 1919)
15.(+16.) August:    Gwangbokjeol (Befreiung von der japanischen Besatzung in 1945)
3.(+4.) Oktober:    Gaecheonjeol (Tag der [mythologischen] Gründung in 2333 v. Chr.)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
6.-9. Februar:        Seollal (Neujahr chinesischer Mondkalender)
5. Mai:            Tag der Kinder
13. Mai:        Buddhas Geburtstag
6.(+7.) Juni:        Hyeonchung-il (Gedenkfeiertag)
14.-16. September:    Chuseok (Erntedankfest)
9.(+11.) Oktober:    Hangeul-Tag (Tag des koreanischen Alphabets)
25.(+27.) Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertage:
1. März:        Samil Undong (Aufstand gegen die japanische Besatzung in 1919)
15. August:        Gwangbokjeol (Befreiung von der japanischen Besatzung in 1945)
3. Oktober:        Gaecheonjeol (Tag der [mythologischen] Gründung in 2333 v. Chr.)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
26.+27. Januar:    Seollal (Neujahr chinesischer Mondkalender)
5. Mai:            Tag der Kinder
5. Mai:            Buddhas Geburtstag
6. Juni:            Hyeonchung-il (Gedenkfeiertag)
17. Juli:        Tag der Verfassung
2.-4. Oktober:        Chuseok (Erntedankfest)
9. Oktober:        Hangeul-Tag (Tag des koreanischen Alphabets)
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 119

Polizei: 112

Feuerwehr: 119

Ambulanz: 1339

Infrastruktur

Allgemein

Strom / Elektrizität

220 V, 60 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C, F

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“: www.iec.ch

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp F

steckertyp-F

Telefon / Mobilfunk

Die Infrastruktur für Festnetz- und Mobil-Telefonie ist vorhanden, wenn auch eine Direktdurchwahl nach Deutschland nur teilweise möglich ist. In Großstädten gibt es verschiedene Arten von öffentlichen Telefonen, Münz-, Karten- und Kreditkartentelefone. Telefonkarten gibt es in Läden (meist neben den Telefonzellen) und in Banken zu kaufen.

Das koreanische Mobilfunknetz ist flächendeckend in den Standards 3G (UMTS) und 4G (LTE) verfügbar. Mit Mobiltelefonen neuerer Bauart, die in Deutschland gekauft wurden, sollte es in Südkorea keine Probleme geben, vorausgesetzt die eigene SIM-Karte ist UMTS-fähig. Im Notfall kann man aber auf Leihhandys (in manchen Hotels kostenloser Service) zurückgreifen. Bei längerem Aufenthalt lohnt sich auch der Kauf eines koreanischen Handys.

Internet

Südkorea ist in Vergleichen immer das Land mit den schnellsten Internetverbindungen und entwickelt die Technologie immer weiter. In fast allen größeren Orten, Bahnhöfen und Flugplätzen Zugang zum Internet. WLAN-Hotspots, Internetcafés und PC-Bangs (ohne Gastronomie) sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden. Es werden Websites (Pornographie, nordkoreanische Inhalte) blockiert, die nach Ansicht der Behörden die öffentliche Ordnung stören.

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Die Entfernungen in Südkorea sind nicht groß, aber aufgrund der gebirgigen Landschaft sind die Transport- und Reisezeiten per LKW, Bus oder Auto doch recht lang. Inlandsflüge verkürzen die Reisezeiten erheblich, deshalb ist die Bedeutung der Inlandsflüge stark angestiegen. Nationale Flüge finden zwischen den Großstädten und den vorgelagerten Inseln statt. Im Jahr 2001 wurde auf der Insel Yong-yong der Flughafen Incheon eröffnet. Hier findet der internationale Flugverkehr mit wöchentlich mehr als 1700 internationalen Direktverbindungen statt. Nach der Ankunft geht es mit Shuttle-Bus oder Anschlussflug weiter zum finalen Reiseziel.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: Won (KRW), 1 Won (₩) = 100 Chŏn

Banköffnungszeiten: Mo.–Fr. von 9:00–16:00 (feiertags geschlossen).

Es gibt in Südkorea ein gutes Netz von Geldautomaten. Mit Kreditkarten wie Master Card und Visa und auch die Maestro-EC-Karte werden akzeptiert. American Express und andere amerikanische Kreditkarten werden nicht überall oder auch unwillig akzeptiert.

Bargeld sollte man erst in Korea tauschen, da die Banken und Wechselstuben dort günstigere Wechselkurse als Banken in Deutschland bieten. Bargeldlos kann man in Hotels, Restaurants und Geschäften bequem erledigen (1€ Gebühr für Maestro- und 2% Gebühr bei Kreditkarten). Bargeld sollte man zum Bezahlen auf lokalen Märkten und in ländlichen Gegend dabei haben.

Travellerschecks können in Banken in größeren Städten problemlos gegen Gebühr eingetauscht werden.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)

Japan-Enzephalitis-Impfung bei längeren Individualreisen in ländlichen Regionen während der Hauptübertragungszeit (z. B. Monsunzeit)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung in Südkorea entspricht europäischem Niveau und ist in der Hauptstadt ausgezeichnet. Allerdings zeichnet sich seit den 2020er Jahren ein zunehmender Mangel an Personal ab. Wenn man nicht eine der internationalen Abteilungen großer Krankenhäuser aufsucht, kann die Verständigung problematisch sein, da Englisch sprechende Ärzte häufig fehlen. Hotels können oft einen einheimischen Arzt empfehlen. Seoul ist (wegen moderner Therapieformen zu einem günstigen Preis) das Ziel vieler sogenannter Medizintouristen. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung für Notfälle sind zu empfehlen.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Im ganzen Land besteht das Übertragungsrisiko von Borreliose durch Zecken in Gras, Sträuchern und im Unterholz. Wie in Europa auch sollte man die Haut abdeckende Kleidung tragen und insektenabweisende Mittel benutzen.

Auch landesweit ist das Auftreten von Fleckfieber. welches durch Kleiderläuse übertragen wird. Zum Schutz ist regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene angeraten.

Tollwut ist sehr selten; in den letzten 10 Jahren kamen nur wenige Fälle vor.

Bisher sind Dengueinfektionen in Korea nicht aufgetreten.

Borreliose (Lyme-Borreliose)

Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
 
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
 
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
 
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Tsutsugamushi-Fieber (Scrub Typhus)

Das Tsutsugamushi-Fieber, auch Japanisches Fleckfieber genannt, ist eine ernstzunehmende, akut verlaufende Infektionskrankheit, die durch Bakterien der Gattung Rickettsia verursacht werden. Übertragen werden sie durch Milben, aber auch Zecken, Läuse oder Flöhe. Insektenabweisende Hautmittel (Repellentien) und angepasste Kleidung sind wichtige Prophylaxemaßnahmen.

Symptome: plötzliches hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Im weiteren Verlauf tritt ein über den ganzen Körper verteilter Hautausschlag auf. Ohne Therapie kann es lebensbedrohliche Komplikationen hervorrufen, zum Beispiel wenn sich das Gehirn oder der Herzmuskel entzünden. Bei Kindern verläuft ein Tsutsugamushi-Fieber oft milder als bei Erwachsenen.

Inkubationszeit: 6–21 Tage.

Vorkommen: vor allem verbreitet in Ost- und Südostasien, Ozeanien und Nordaustralien.

Diese durch Milben übertragene Infektionserkrankung stellt nur bei Wanderungen auf dem Land (Scrub) in der wärmeren Jahreszeit ein potentielles Infektionsrisiko dar.

Japanische Enzephalitis

Die japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, eine Gehirnhautentzündung nach einem Mückenstich. Grundsätzlich kann die japanische Enzephalitis in jedem Alter auftreten.
Symptome: i.d.R. keine schweren Krankheitssymptome. Nur bei ca. 1 von 250 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung mit Fieber, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfällen und Lähmungen bis zum Koma.

Inkubationszeit: zwischen 5–15 Tagen.

Vorkommen: hauptsächlich in asiatischen Länder, im westlichen Pazifikraum und gelegentlich in Australien (Torres Strait und nördl. Queensland). Betroffen sind besonders ländliche Gebiete, in denen Schweinezucht und Reisanbau betrieben werden.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Sicheres Trinkwasser ist abgekocht (Beispiel: Tee) oder kommt aus verschlossenen Flaschen. Wasser aus Leitungen oder Handpumpen ist nicht zum Trinken geeignet.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Milch wird in Südkorea nicht pasteurisiert und sollte vor dem Genuss abgekocht werden. Milchprodukte aus ungekochter Milch sollten vermieden werden. Fleisch- und Fischgerichte nur gut durchgekocht und möglichst heiß essen.
Schweinefleisch, Mayonnaise und rohe Salate sollten auch vermieden werden. Durch hygienisches Essen und Trinken (abgekocht, nicht nur lau aufgewärmt) können die meisten Infektionen vermieden werden.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Umwelt

Klima

Allgemein

Südkorea liegt im Bereich eine kühl gemäßigten Monsunklimas. Heiße, feuchte Sommer und kalte, trockene Winter. Der äußerste Süden liegt schon in der subtropischen Klimazone. Die Temperaturunterschiede der Jahreszeiten nehmen zu je näher man dem Norden ist. Die beste Reisezeit ist April bis Mitte Juni und September bis November.

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Klimatabelle

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:

Klimastation SEOUL

Höhe über NN in m: 86

geographische Position: 126° 58’ E, 37° 34’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

0,7

3,4

9,2

16,9

23,0

26,3

28,5

29,6

25,5

19,6

11,3

3,6

Temp. ø Min. (°C)

-7,4

-5,0

0,0

6,6

12,2

17,0

21,6

22,0

16,3

9,0

2,4

-4,3

Regentage

3

3

6

6

7

9

14

10

7

5

5

5

Niederschlag (mm)

23

25

47

94

92

134

369

294

169

49

53

22

Sonnenstunden ø

5,2

6,0

6,4

6,6

7,4

6,1

3,9

4,9

5,9

6,7

5,0

4,6

Wasser-Temp. ø (°C)

5

4

4

8

10

18

21

24

21

18

13

7

Klimabelastung*

--

--

--

--

--

zs

s

s

zs

--

--

--

Natürliche Umweltgefahren

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Aufgrund heftiger Regenfälle einhergehend mit fortschreitender Abholzung von Berghängen kann es zu heftigen Überschwemmungen und Erdrutschen kommen, die auch die Großstädte treffen können.

Erdbeben

Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.

In Südkorea gibt es im Gegensatz zum benachbarten Japan kaum Naturkatastrophen. Zwischen 20 und 50 Erdbeben ereignen sich durchschnittlich im Jahr, die aber unter der Wahrnehmungsschwelle liegen.

Tsunami

In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.

Tsunamis sind in Korea sehr selten. Der stärkste hatte ein Höhe von 3 Metern und fand im Mai 1983 statt.

Stürme

Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.

Taifune

Der Frühling beginnt zwischen Ende März und Anfang April und ist mild und sonnig.

Die sommerliche Monsunzeit beginnt gegen Ende Juni/Anfang Juli. Ein Großteil der jährlichen Niederschläge geht in dieser Zeit auf Südkorea nieder.
Taifune haben sich meist schon abgeschwächt bis sie auf die koreanische Halbinsel treffen und sind deshalb keine große Gefahr mehr.

Taifune, die in der Zeit zwischen Ende Juli und Anfang September auftreten können, haben meist schon ihre Kraft verloren, bevor sie das Festland erreichen. Vereinzelt können dennoch Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst werden. Informationen zum Wetter sowie Unwetterwarnungen stellen das »Ministry of the Interior and Safety« sowie die »Korean Meteorological Administration« zur Verfügung.

Infoblock

Asian Dust, Gelber Sand, "Hwangsa" (황사, 黃沙/黃砂)

Ein saisonales meteorologisches Phänomen ist der sogenannte Asian Dust oder Gelber Sand, der in ganz Südostasien auftritt. Winde tragen während der Frühlingsmonate oft feinen, gelben Wüstenstaub aus der Wüste Gobi ins Land. Sandstürme und Oberflächenwinde, die in den Wüsten der Mongolei, Nordchinas und Kasachstans auftreten, wirbeln Sand und feine Staubpartikel auf, die in Wolken nach Osten über China, Nord- und Südkorea, Japan getragen werden. Manchmal sogar bis in die USA. Dieser gelbe Sand beeinflusst in erheblichen Konzentrationen das Wetter und die Luftqualität.
In den letzten zehn Jahren ist dieses Phänom durch mangelnden Umweltschutz der Länder in dieser Region zum Problem geworden. Mit dem Sand werden auch die Überreste industrieller Verschmutzung wie Schwefel, Ruß, Asche, Kohlenmonoxid und andere giftige Schadstoffe wie Quecksilber, Cadmium, Chrom, Arsen, Blei, Zink und Kupfer verbreitet. Sogar Bakterien, Pilze, Pestizide, Herbizide, Plastikbestandteile mit dem Staub über ganz Ostasien verbreitet. Forscher gingen davon aus, dass die ultraviolette Strahlung der Sonne die Wolken sterilisieren würde, was sich aber als Fehleinschätzung herausstellte.
Unmittelbare Beschwerden betreffen Atemwege und Augen.

Dürren

Es besteht eine geringe Dürregefahr.

Epidemien

Es besteht eine eher geringe Epidemiegefahr.

Lawinen

Es besteht eine geringe Lawinengefahr.