Kuba
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Havanna, 2.121.871 Einwohner
Fläche: 109.884,01 km²
Einwohnerzahl: 11.238.317
Währung: 1 Kubanischer Peso (CUP) = 100 Centavos
Staatsform: Republik
Amtssprache: Spanisch
Religion: < 60 % ohne Konfession, > 30 % katholisch, afro-kubanische, protestantische und jüdische Minderheiten
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC−5, UTC−4 (Sommerzeit)
Telefon-Vorwahl: +53
Netzspannung: 110 V
Gefahrenindex: 0
Visumpflicht: ja
Reisepass erforderlich: ja
Lage
Geographische Einordnung
Kuba ist ein karibischer Inselstaat. Im Nordwesten grenzt die Insel an den Golf von Mexiko, die gesamte Nordküste liegt am Atlantischen Ozean.
Infrastruktur
Ein Schienennetz ist vorhanden, das Straßennetz in recht schlechtem Zustand. Die Stromversorgung ist nicht immer gewährleistet, die meisten Einrichtungen haben nur Not Generatoren.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertage:
1. Januar: Tag der Befreiung (1959)
26. Juli: Tag der Nationalrevolution (1953)
Weitere Feiertage:
2. Januar: Tag des Sieges
3. April: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
25.+27. Juli: Zusätzliche Feiertage zum Tag der Revolution
10. Oktober: Unabhängigkeitstag (Beginn des Unabhängigkeitskampfes 1868)
25. Dezember: Weihnachten
31. Dezember: Silvester
Daten für 2027
Nationalfeiertage:
1. Januar: Tag der Befreiung (1959)
26. Juli: Tag der Nationalrevolution (1953)
Weitere Feiertage:
2. Januar: Tag des Sieges
26. März: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
25.+27. Juli: Zusätzliche Feiertage zum Tag der Revolution
10.(+11.) Oktober: Unabhängigkeitstag (Beginn des Unabhängigkeitskampfes 1868)
25. Dezember: Weihnachten
31. Dezember: Silvester
Daten für 2028
Nationalfeiertage:
1. Januar: Tag der Befreiung (1959)
26. Juli: Tag der Nationalrevolution (1953)
Weitere Feiertage:
2. Januar: Tag des Sieges
14. April: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
25.+27.+28. Juli: Zusätzliche Feiertage zum Tag der Revolution
10. Oktober: Unabhängigkeitstag (Beginn des Unabhängigkeitskampfes 1868)
25. Dezember: Weihnachten
31. Dezember: Silvester
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 106
Polizei: 116
Feuerwehr: 105
Küstenwache: -
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Strom / Elektrizität
110 V, 60 Hz. Übliche Netzsteckertypen: A, B, C, L.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der “International Electrotechnical Commission”.
Steckertyp A
Steckertyp B
Steckertyp C
Steckertyp L
Stromausfälle
Außerhalb der touristischen Zentren kann es immer zu mehrstündigen, in der Regel vorab angekündigten, Stromausfällen kommen, was auch zu Beeinträchtigungen der Wasserversorgung, Kommunikation und Infrastruktur führen kann.
Telefon / Mobilfunk
Festnetztelefonate werden häufig von technischen Problemen begleitet. Anrufe gelangen oft an eine andere Nummer als die gewählte. Oft muss ein Anruf wiederholt werden, um den anderen Teilnehmer zu erreichen, besonders nach Regenfällen.
Der Mobilfunk funktioniert in den Ballungsräumen Havanna und Varadero sowie u.a. in den Räumen Pinar del Rio, Morón, Santa Clara, Sancti Spiritus, Las Tunas, Santiago de Cuba und auf Cayo Coco) und entlang der wichtigsten Straßen (Autobahn und Nationalstraßen) und in allen Touristenzentren.
Aktuelle Infos zur konkreten GSM-Netzabdeckung.
Internet
Eingeschränkten Zugang zu Internet und E-Mail gibt es in Hotels und Internetcafés.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Der internationale Flughafen Havanna wird von der nationalen Airline Cubana sowie vielen internationalen Airlines angesteuert. Inlandsflüge mit Cubana oder AeroCaribbean verbinden alle größeren Städte.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Kubanischer Peso (CUP) = 100 Centavos
Banköffnungszeiten: In der Regel Mo-Fr 8.30-12 und 13.30-15 Uhr (z.T. durchgehend), Sa 8-10.30 Uhr.
Per 1. Januar 2021 wird der Cuban Convertible Peso (CUC) nicht mehr als Zahlungsmittel anerkannt. US-Dollar sind (offiziell) nicht als Zahlungsmittel anerkannt. Euro können Touristen bei allen kubanischen Banken und staatlichen Wechselstuben (CADECA – “Casa de cambio”) zum geltenden Tageskurs CUP umtauschen, US-Dollar nur in den CADECAs zum Kurs. Die Ein- und Ausfuhr von Pesos ist verboten.
Zahlungen werden vielfach in bar in EUR akzeptiert. Es empfiehlt sich, Bargeld in EUR mitzubringen. Die Einfuhr von Fremdwährung ist unbegrenzt möglich und muss ab einem Wert von 5.000 USD deklariert werden.
Touristen können auch sog. Prepaid-Geldkarten erwerben, mit der Waren und Dienstleistungen in frei konvertibler Währung (MLC) erworben werden können. Weitere Informationen bietet das kubanische Tourismus-Portal.
Scheckkarten (EC/Maestro/Postbank) werden in Kuba nicht angenommen, auch eine Bargeldbeschaffung an Geldautomaten und in Wechselstuben (CADECA) ist mit diesen nicht möglich.
Internationale Karten wie Visa und Mastercard werden in Kuba nicht mehr akzeptiert. Als Zahlungsmittel stehen Bargeld und kubanische Prepaid-Karten zur Verfügung. Mit einer internationalen Karte können Sie an Geldautomaten kein Bargeld abheben.
Falls Sie nach Kuba reisen, sollten Sie ausreichend Bargeld mitführen.
Vorsorge
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Cholera (Insbesondere bei Entwicklungshelfern oder bei Reisen in aktuelle Epidemiegebiete)
Dengue-Fieber (bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition; Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)
Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
(Masern und Röteln)
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Medizinische Behandlungen für Ausländer sind in Kuba nur in speziellen Ausländerkrankenhäusern bzw. Ausländerabteilungen von Polikliniken vorgesehen. Für die Behandlungskosten muss der Reisende selbst aufkommen. Allerdings entspricht die medizinische Versorgung in den Krankenhäusern in der Regel nicht den europäischen technischen und hygienischen Standards.
Darüber hinaus ist die Arzneimittelversorgung unzureichend, sauberes Wasser ist nicht immer verfügbar und gelegentliche Stromabschaltungen können den Klinikbetrieb merklich stören.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke mit einem ausreichenden Vorrat an regelmäßig benötigten Arzneimitteln sowie an Medikamenten für die gängigen Reiseerkrankungen, wird dringend empfohlen.
Es gilt zu beachten, dass auf Kuba kein Rettungssystem besteht, das eine verlässliche Erstversorgung am Unfallort gewährleistet. Weder kann von den in Mitteleuropa üblichen Alarmierungszeiten ausgegangen werden, noch von qualifizierten Sanitätern bzw. Ärzten an Bord der technisch oft unzureichenden Rettungsfahrzeuge.
Nach Kuba reisende Ausländer müssen über eine Auslandsreise-Krankenversicherung verfügen, die auch den Rücktransport im Notfall mit einschließt.
Eine Übersichtsliste mit Kliniken ist von der Website der Deutschen Botschaft in Havanna abrufbar (für die Vollständigkeit und Richtigkeit, insbesondere wegen zwischenzeitlich eingetretener Veränderungen, kann jedoch keine Gewähr übernommen werden).
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Typhus
Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen.
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall.
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.
Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.
Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.
Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Bilharziose (Schistosomiasis)
Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.
Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.
Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.
Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.
Chikungunyafieber
Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.
Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.
Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.
Cholera
Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Sicheres Trinkwasser ist abgekocht oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Sichere Nahrung wurde erhitzt oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
Luft
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Klima
Allgemein
Kuba hat ein gemäßigtes, tropisches Klima mit zwei Jahreszeiten: die Trockenzeit von November bis April und die Regenzeit von Mai bis Oktober. Die durchschnittliche Temperatur in Havanna schwankt zwischen 18 und 26 °C im Januar und 24 bis 32 °C im Juli.
Klimatabelle
Klimastation Havanna (La Habana, Obs. C. Blanca)
Höhe über NN in m: 49
geographische Position: 82° 21’ W, 23° 10’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 25,8 | 26,1 | 27,6 | 28,6 | 29,8 | 30,5 | 31,3 | 31,6 | 31,0 | 29,2 | 27,7 | 26,5 |
Temp. ø Min. (°C) | 18,6 | 18,6 | 19,7 | 20,9 | 22,4 | 23,4 | 23,8 | 24,1 | 23,8 | 23,0 | 21,3 | 19,5 |
Regentage | 6 | 4 | 4 | 5 | 7 | 10 | 9 | 10 | 10 | 11 | 7 | 6 |
Niederschlag (mm) | 62 | 46 | 46 | 49 | 109 | 151 | 112 | 109 | 159 | 178 | 70 | 48 |
Sonnenstunden ø | 7,0 | 7,2 | 8,8 | 9,1 | 8,4 | 7,9 | 8,8 | 8,4 | 7,5 | 6,3 | 7,3 | 6,3 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 25 | 24 | 24 | 26 | 27 | 27 | 28 | 28 | 28 | 28 | 27 | 27 |
Klimabelastung* | zs | zs | zs | s | s | ss | ss | ss | ss | s | s | zs |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Erdbeben
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Tsunami
In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.
Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.
Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.
Trop. Wirbelstürme & Tornados
Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.
Dürren
Es besteht eine geringe Dürregefahr.
Weitere Gefahren
Gefährliche Strömungen an Badestränden.