Kuwait
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Kuwait-Stadt (63.600 Einwohner)
Fläche: 17.818 km²
Einwohnerzahl: 4.132.415
Währung: 1 Kuwait-Dinar (KWD) = 1000 Fils
Staatsform: Konstitutionelle Erbmonarchie
Amtssprache: Arabisch
Religion: Islam (95%), Christen, Hindus
Bevölkerungsdichte: 232 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+3
Telefon-Vorwahl: +965
Netzspannung: 240 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 2
Visumpflicht: Ja
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
Kuwait liegt auf der Arabischen Halbinsel. Im Norden grenzt es an den Irak und im Süden an Saudi-Arabien. Im Osten ist der Persische Golf mit neun kleinen Inseln, die ebenfalls zu Kuwait gehören, die natürliche Grenze. Überwiegend besteht Kuwait aus Wüstenhochland und einem flachen, fruchtbaren Küstenstreifen.
Infrastruktur
Kuwait hat den internationalen Flughafen Kuwait International (KWI) und ein recht gut ausgebautes Straßennetz. Öffentliche Verkehrsmittel und Taxis sind fast überall verfügbar.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
25. Februar: Nationalfeiertag
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
16. Januar: Lailat al-Miraj (Himmelfahrt Mohammeds)
26. Februar: Tag des Befreiung
20.-22. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
27.+28. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
16. Juni: Muharram (Islamisches Neujahr)
27. August: Mawlid an-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
25. Februar: Nationalfeiertag
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
26. Februar: Tag des Befreiung
9.-11. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
16.+17. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
6. Juni: Muharram (Islamisches Neujahr)
14. August: Mawlid an-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
25. Dezember: Lailat al-Miraj (Himmelfahrt Mohammeds)
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
25. Februar: Nationalfeiertag
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
26. Februar: Tag des Befreiung
26.(+28.-29.) Februar: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
5.(+6.) Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
25. Mai: Muharram (Islamisches Neujahr)
3. August: Mawlid an-Nabi (Geburtstag des Propheten Mohammed)
14. Dezember: Lailat al-Miraj (Himmelfahrt Mohammeds)
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 4765616 & 4818000
Polizei: 199
Feuerwehr: 112
Krankenwagen: 4311750
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Strom / Elektrizität
240 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C, G
Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp C
Steckertyp G
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
16 Kilometer südlich von Kuwait-Stadt (25 Minuten Fahrzeit) in Farwaniya, befindet sich der internationale Flughafen, der auch Heimatflughafen von Kuwait Airways ist. Jährlich über nutzen den Flughafen mehrere Millionen Fluggäste. Am Flughafen gibt es außer Restaurants, Kinderkrippe, Duty-Free-Geschäften auch Mietwagenanbieter.
Den Flughafen erreicht man vom Stadtzentrum Kuwaits mit Bussen und Taxis.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Kuwait-Dinar (KWD) = 1000 Fils.
Banköffnungszeiten: Samstag - Donnerstag: 8:00 Uhr - 12:30 Uhr
Die meisten Kreditkarten werden von Hotels, größeren Geschäften und internat. Autovermietern akzeptiert. Mehr Informationen erhalten sie beim Aussteller der betreffenden Kreditkarte.
Geldautomaten sind vorhanden, Bargeldabhebung ist mit Kreditkarten möglich, an einigen Automaten auch mit der EC-/Maestro-Karte.
Israelische und irakische Währung werden nicht umgetauscht und sollten nicht mitgeführt werden. Man kann auf dem Flughafen sowie in Banken und Hotels Geld wechseln. Es empfiehlt sich die Mitnahme von ein wenig USD oder EUR in bar zum Umtausch in lokale Währung.
Vorsorge
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Tollwut (bei erhöhtem Risiko nicht-vermeidbarer Tierkontakte)
Meningokokken-ACWY (bei Langzeitaufenthalt und engem Bevölkerungskontakt)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in der Hauptstadt ist zufriedenstellend. Es existiert ein staatliches Ambulanzsystem, das nur zum Transport in öffentliche Krankenhäuser befugt ist. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden empfohlen. Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie aus anderen Regionen schon Tropenerfahrung haben.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Cholera
Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.
MERS-Corona-Virus ( MERS-CoV)
MERS steht für das Middle East Respiratory Syndrome und bezeichnet eine Infektion der Atemwege, die durch das neuartige MERS-Coronavirus (MERS-CoV) verursacht wird. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch den Kontakt mit Tieren, hier meist mit Dromedaren. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist auch möglich.
Symptome: Die Erkrankung beginnt mit grippeähnlichen Symptomen. Bei schweren Verläufen kann sich eine Pneumonie entwickeln, die in ein akutes Atemnotsyndrom übergehen kann. Ein häufiges Begleitsymptom ist Durchfall; außerdem kann es zu Nierenversagen kommen. Schwere Verläufe treten überwiegend bei Menschen mit chronischen Vorerkrankungen auf, wie z.B. Diabetes, einer Krebserkrankung oder Immunsuppression.
Inkubationszeit: i.d.R. ein bis zwei Wochen.
Vorkommen: vor allem auf der arabischen Halbinsel und ihren Nachbarländern, ausserdem Südkorea und Hongkong.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Klima
Allgemein
Im Sommer bis zu 50 °C heiß und trocken (April bis August) bei wenig Niederschlag. Starke Sandstürme sind möglich. Der Shamal, ein kräftiger Sandsturm, tritt vorwiegend in den Sommermonaten auf. Im Winter (November bis März) kühl mit etwas Regen. Der Frühling ist kühl und angenehm. Das angenehmste Wetter genießt man in den Monaten Mai und Oktober.Die durchschnittliche Temperatur liegt in Kuwait City zwischen 8 und 25 °C im Winter und zwischen 29 und 45 °C im Sommer.
Klimatabelle
Klimastation KUWAIT (Internationaler Flughafen)
Höhe über NN in m: 55
geographische Position: 47° 59' E, 29° 13' N
Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 18,0 | 20,7 | 25,6 | 31,5 | 38,5 | 43,5 | 43,6 | 44,6 | 42,0 | 35,3 | 26,6 | 19,8 |
Temp. ø Min. (°C) | 7,2 | 9,1 | 13,2 | 18,4 | 24,1 | 27,5 | 29,3 | 28,5 | 24,6 | 19,7 | 13,8 | 8,6 |
Regentage | 4 | 2 | 2 | 2 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | < 1 | 2 | 2 |
Niederschlag (mm) | 26 | 16 | 13 | 15 | 4 | < 1 | 0 | 0 | 0 | 3 | 14 | 17 |
Sonnenstunden ø | 6,4 | 7,8 | 7,0 | 7,6 | 8,8 | 10,2 | 9,9 | 9,7 | 9,5 | 8,1 | 7,2 | 6,2 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | h + t | h + t | h + t | h + t | h + t | h + t | h + t | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
Ganzjährig können Sand- und Staubstürme auftreten, vermehrt von März bis August. Zu diesen Zeiten ist auch mit einer hohen Luftverschmutzung (u.a. Feinstaub) zu rechnen.
Es ist auch von Oktober bis April mit plötzlichen Wolkenbrüchen zu rechnen, deren enorme Wassermassen Straßen und Häuser zerstören können.
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Stürme
Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.
Extreme Hitze
Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.
Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.