Laos
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Vientiane (754.000 Einwohner)
Fläche: 236.800 km²
Einwohnerzahl: 7.038.000
Währung: Neuer Kip (LAK)
Staatsform: Volksrepublik
Amtssprache: Laotisch
Religion: 60% Buddhisten, ca. 2,5% Christen, 37% Anhänger von Naturreligionen
Bevölkerungsdichte:
Zeitzone: 29 Einwohner pro km²
Telefon-Vorwahl: +856
Netzspannung: 230 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 2-3
Visumpflicht: Ja
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
Laos ist ein Binnenland im Herz Südostasiens. Im Norden ist die VR China Grenzland, im Osten ist es Vietnam, im Süden stößt Laos an Kambodscha und im Westen/Nordwesten liegen Thailand und Myanmar. Die Fläche von Laos ist zu rund neun Zehntel von Bergen bedeckt, der gesamte Norden besteht aus schroffen Bergketten.
Infrastruktur
Der größte internationale Flughafen befindet sich in Vientiane (VTE) Wattay. Ein Bahnnetz existiert nicht. Die Flüsse, vor allem der Mekong, sind wichtige Verkehrswege.
Das Straßennetz ist nur zu einem Teil befestigt, nur wenige Straßen sind bei jedem Wetter befahrbar.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertage:
2. Dezember: Tag der Staatsgründung (1975)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
8. März: Internationaler Tag der Frau
14.–16. April: Laotisches Neujahr
1. Mai: Tag der Arbeit
15. Mai: Visakhabousa
1. Juni: Weltkindertag
13. Juli: Boun Khao Phansa (Beginn der buddhistischen Fastenzeit)
20. Juli: Tag der laotischen Frauengewerkschaft
5. Oktober: Boun Ok Phansa (Ende der buddhistischen Fastenzeit)
6. Oktober: Bootsrennen-Festival (nur in Vientiane)
24. November: That Luang Festival
Daten für 2027
Nationalfeiertage:
2. Dezember: Tag der Staatsgründung (1975)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
8. März: Internationaler Tag der Frau
14.-18. April: Laotisches Neujahr
1.(+3.) Mai: Tag der Arbeit
20. Mai: Visakhabousa
1. Juni: Weltkindertag
18. Juli: Boun Khao Phansa (Beginn der buddhistischen Fastenzeit)
20. Juli: Tag der laotischen Frauengewerkschaft
15. Oktober: Boun Ok Phansa (Ende der buddhistischen Fastenzeit)
16. Oktober: Bootsrennen-Festival (nur in Vientiane)
13. November: That Luang Festival
Daten für 2028
Nationalfeiertage:
2. Dezember: Tag der Staatsgründung (1975)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
8. März: Internationaler Tag der Frau
13.-16. April: Laotisches Neujahr
1. Mai: Tag der Arbeit
2. Mai: Visakhabousa
1. Juni: Weltkindertag
20. Juli: Tag der laotischen Frauengewerkschaft
5. August: Boun Khao Phansa (Beginn der buddhistischen Fastenzeit)
2. Oktober: Boun Ok Phansa (Ende der buddhistischen Fastenzeit)
15. Oktober: Bootsrennen-Festival (nur in Vientiane)
2. November: That Luang Festival
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 195
Polizei: 191/1191
Feuerwehr: 190
Die Polizei in Vientiane hat eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet, unter der Verkehrsunfälle oder Verbrechen gemeldet werden können: +856 21 21 27 03
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Öffentliche Festnetztelefonie ist sehr schlecht ausgebaut. Alternativ ist die Mobiltelefonie besser verfügbar und wird von fast 90% der Bevölkerung benutzt. Die Netzabdeckung wird stetig verbessert. Vor Ort sollte man auf eine der zahlreich angebotenen Prepaid Sim-Karten der verschiedenen laotischen Mobilfunkanbieter zurückgreifen. Wer auf eine möglichst dichte Netzabdeckung angewiesen ist, sollte sich eine Sim-Karte von ETL oder Lao Telecom zulegen.
Internet
In der Hauptstadt und in größeren Städten gibt es inzwischen viele Internetcafés, die schnelle und günstige Verbindungen anbieten. In ländlichen und bergigen Regionen gibt es jedoch Einschränkungen.
Strom / Elektrizität
220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: A, B, C, E, F
Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp A
Steckertyp B
Steckertyp C
Steckertyp E
Steckertyp F
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Es sind Inlandsflüge von Vientiane nach Houayxai, Luang Namtha, Xieng Khouang, Luang Prabang und Oudomxai im Norden sowie Paksé und Savannakhet im Süden verfügbar. Nicht alle im Inlandsflugverkehr eingesetzten Flugzeuge entsprechen den internationalen Sicherheitsstandards, obwohl sich die Situation durch neue Flugzeuge in den letzten Jahren verbessert. Man kann auch private Charterflüge mit Hubschraubern buchen.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Neuer Kip (LAK) = 100 Att (Att sind nicht mehr im Umlauf)
Banköffnungszeiten: Montag - Freitag: 9:00 Uhr - 16:00 Uhr
Laotische Kip, thailändische Baht und US-Dollar können mit Kreditkarte (Visacard und teils Mastercard) bei verschiedenen Banken beschafft werden. Die Gebühren liegen je nach Bank und Währung zwischen 2,7 und 5%, zuzüglich der Gebühren der Heimatbank. Nahezu alle in Vientiane ansässigen Banken und auch einige in Luang Prabang bieten verschiedene Formen von Blitzüberweisungen an.
In den größeren Städten gibt es Geldautomaten, an denen (gegen hohe Gebühren) Bargeld (Kip, Baht und US$) mit Kredit- oder EC-Karten abgehoben werden kann. Der Höchstbetrag bei Anhebungen liegt bei maximal 2.000.000 Kip. Je nach Bank sind täglich mehrere Abhebungen möglich.
Die Umtauschquittungen beim Geldwechsel müssen aufbewahrt werden. Thailändische Baht, US-Dollar, außer 100 $ Scheine und Euro lassen sich in Banken am leichtesten umtauschen.
Einfuhr von Fremdwährung ist unbeschränkt. US-$ auch in kleinen Stückelungen empfohlen.
Einfuhr Landeswährung ist nicht erlaubt.
Bei der Einreise ist es Pflicht die Ein- und Ausfuhr von Fremdwährung (auch Reiseschecks) im Wert von über 2.000 US-Dollar zu deklarieren. Es gelten strenge Strafbestimmungen bei Verstößen gegen die Devisenvorschriften.
Die Ausfuhr Fremdwährung ist nicht beschränkt, die Ausfuhr von Landeswährung ist nicht erlaubt.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Bei Aufenthalten über 4 Wochen sollte laut WHO-Vorgaben eine Poliomyelitis-Impfung vorliegen. Bei einem Aufenthalt unter 4 Wochen ist eine Auffrischimpfung empfohlen, wenn die letzte Impfung vor mehr als 10 Jahren verabreicht wurde. Die Nachweispflicht entsprechend der WHO-Vorgaben wird aktuell nicht umgesetzt.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Poliomyelitis
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Japan-Enzephalitis-Impfung bei längeren Individualreisen in ländlichen Regionen während der Hauptübertragungszeit (z. B. Monsunzeit)
Tollwut-Impfung, bes. bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen
Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)
Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts: Chikungunyafieber)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
In Vientiane ist die medizinische Grundversorgung in einigen wenigen Privatkliniken möglich (Niveau Hausarztpraxis/Gemeinschaftspraxis). Bei Bedarf kann hier die Verlegung in ein internationales Krankenhaus im benachbarten Udon in Thailand in die Wege geleitet werden.
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und vielfach technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch. Häufig fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch/Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette beachten!). Auch hierzu ist individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Zika-Virus
Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.
Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.
Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.
Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.
Malaria
Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Cholera
Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.
Bilharziose (Schistosomiasis)
Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.
Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.
Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.
Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.
Influenza (Grippe)
Influenza ist eine Viruserkrankung, die durch direkten oder indirekten Kontakt mit Körperflüssigkeiten erkrankter Personen übertragen wird.
Symptome: hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Augentränen, trockener Husten, trockene Kehle, angeschwollene Nasenschleimhaut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Inkubationszeit: i.d.R. zwischen wenigen Stunden bis Tagen.
Vorkommen: grundsätzlich überall.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Natürliche Umweltgefahren
Erdbeben
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Allgemein
Monsunabhängig Dürreperioden sowie Überschwemmungen.
Erdrutsche durch starke Regenfälle während der Monsunzeit.
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Stürme
Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.
Extreme Hitze
Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.
Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.
Dürren
Es besteht eine geringe Dürregefahr.
Weitere Gefahren
Laos ist immer noch eines der weltweit am stärksten mit Minen und Blindgängern verseuchtes Land. Insbesondere in den östlichen Landesteilen lagern immer noch zahllose Blindgänger aus dem Vietnamkrieg. Es haben sich wiederholt Touristen in Nationalparks verlaufen und konnten nur mit aufwendigen Rettungsaktionen geborgen werden, deshalb wird von Erkundungen ohne ortskundigen Führer abgeraten.
Hinweis des Auswärtigen Amts: "Insbesondere in der trockenen Jahreszeit (November bis April) ist in ländlichen Gebieten aufgrund von Bränden eine stärkere Belastung durch Rauch und Staub möglich. Der Höhepunkt der Luftverschmutzung liegt in der Regel zwischen Mitte März und Mitte April." (AA, 20.04.23)
Klima
Allgemein
In Laos herrscht tropisches Monsunklima. Besonders von März bis Mai, in denen der Südwestmonsun feuchte Luftmassen bringt, steigen die Temperaturen üblicherweise bis etwa 42 °C (z.B. in Vientiane). In den Monaten Mai bis November kommt es zu starken Monsun-Regenfällen, auch dann ist die Luftfeuchtigkeit hoch (72 bis 86 Prozent). In den Monaten von Ende Oktober bis Februar ist es dann kühler und trockener, wie in etwa im südeuropäischen Herbst.
Klimatabelle
Klimastation VIANGCHAN (VIENTIANE)
Höhe über NN in m: 172
geographische Position: 102° 34' E, 17° 57' N
Jan | Feb | Mrz | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 28,1 | 30,0 | 32,6 | 34,0 | 32,3 | 31,6 | 30,9 | 30,8 | 30,8 | 30,5 | 29,6 | 27,8 |
Temp. ø Min. (°C) | 16,5 | 18,8 | 21,5 | 23,9 | 24,6 | 25,0 | 24,8 | 24,7 | 24,1 | 23,1 | 19,2 | 17,1 |
Regentage | 2 | 2 | 3 | 6 | 14 | 17 | 18 | 19 | 15 | 7 | 3 | 1 |
Niederschlag (mm) | 6 | 12 | 36 | 85 | 255 | 273 | 266 | 323 | 295 | 87 | 10 | 3 |
Sonnenstunden ø | 8,2 | 7,6 | 7,0 | 7,5 | 6,7 | 4,9 | 4,8 | 4,4 | 4,6 | 8,0 | 7,8 | 8,3 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | s | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | s |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken