Liechtenstein
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Vaduz
Fläche: 160,477 km²
Einwohnerzahl: 37.468
Währung: Schweizer Franken (CHF)
Staatsform: konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage
Amtssprache: Deutsch
Religion: Römisch-Katholisch 76,2 %, Protestanten 7 %
Bevölkerungsdichte: 233 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Telefon-Vorwahl: + 423
Netzspannung: 230 V / 50 Hz
Gefahrenindex:
Visumpflicht: nein
Reisepass erforderlich: nein
Lage
Geographische Einordnung
Liechtenstein liegt in Mitteleuropa am rechten Oberrheinufer im Dreieck zwischen dem österreichischen Bundesland Vorarlberg und den Schweizer Kantonen Graubünden und St. Gallen. Trotz seiner geringen Größe unterteilt sich das Fürstentum in ein Oberland (die ehemalige Grafschaft Vaduz) und ein Unterland (die frühere Herrschaft Schellenberg).
Infrastruktur
Die nächstgelegenen Flughäfen sind Zürich-Kloten (ZRH) und Friedrichshafen (FDH), Bahnverbindungen sowie gute Straßenverbindungen nach Liechtenstein sind existent.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
15. August: Staatsfeiertag
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
6. Januar: Dreikönigstag
2. Februar: Lichtmess
19. März: Josefstag
6. April: Ostermontag
1. Mai: Tag der Arbeit
14. Mai: Christi Himmelfahrt
25. Mai: Pfingstmontag
4. Juni: Fronleichnam
8. September: Mariä Geburt
1. November: Allerheiligen
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Weihnachten
26. Dezember: 2. Weihnachtsfeiertag
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
15. August: Staatsfeiertag
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
6. Januar: Dreikönigstag
2. Februar: Lichtmess
19. März: Josefstag
29. März: Ostermontag
1. Mai: Tag der Arbeit
6. Mai: Christi Himmelfahrt
17. Mai: Pfingstmontag
27. Mai: Fronleichnam
8. September: Mariä Geburt
1. November: Allerheiligen
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Weihnachten
26. Dezember: 2. Weihnachtsfeiertag
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
15. August: Staatsfeiertag
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
6. Januar: Dreikönigstag
2. Februar: Lichtmess
19. März: Josefstag
17. April: Ostermontag
1. Mai: Tag der Arbeit
25. Mai: Christi Himmelfahrt
5. Juni: Pfingstmontag
15. Juni: Fronleichnam
8. September: Mariä Geburt
1. November: Allerheiligen
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Weihnachten
26. Dezember: 2. Weihnachtsfeiertag
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 112 oder 114
Polizei: 117
Feuerwehr: 118
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Strom / Elektrizität
230 V, 50 Hz. Netzsteckertyp: J. Man benötigt einen Adapter!
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp J
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Liechtenstein verfügt über keinen zivilen Flughafen, ist aber sehr gut über den Flughafen Zürich an den internationalen Flugverkehr angebunden.
Per Bus und Bahn via Sargans ist der internationale Flughafen Zürich Kloten innerhalb von zwei Stunden erreichbar.; mit dem Auto innerhalb von einer Stunde.
Aufgrund der geringen Größe des Landes existiert kein inländischer Flugverkehr.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Schweizer Franken (CHF) = 100 Rappen oder Centimes.
Banköffnungszeiten: Mo-Fr 08.30-16.30 Uhr.
Bargeld kann man fast überall an Geldautomaten mit EC-Karte oder internationalen Kreditkarten abheben, alle gängigen Kreditkarten werden akzeptiert.
Häufig wird auch der EUR als Zahlungsmittel akzeptiert.
Die Akzeptanz von Kreditkarten ist landesweit gewährleistet.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Impfungen aus besonderem Grund
FSME
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die Qualität der medizinischen Versorgung (Ärzte, Kliniken, Hygiene, Medikamentenversorgung) entspricht europäischen Standards. Alle Patienten werden mit der europäischen Versicherungskarte (EHIC) behandelt. Um Kosten abzudecken, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen werden (Behandlung als Privatpatient oder in privaten Kliniken), empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt. Chronisch Kranke sollten einen ausreichenden Medikamentenvorrat (inkl. Attest) mitnehmen.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.
Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Hygiene
Trinkwasser
Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.
Nahrung
Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.
Klima
Allgemein
Gemäßigtes Klima mit warmen, manchmal regnerischen Sommern. Im Winter kann es mitunter recht kalt werden.
Klimatabelle
Klimastation VADUZ
Höhe über NN in m: 460
geographische Position: 9° 31’ E, 47° 8’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 2,2 | 4,2 | 9,8 | 13,7 | 18,7 | 20,9 | 22,7 | 21,4 | 18,8 | 13,5 | 8,0 | 4,0 |
Temp. ø Min. (°C) | -4,3 | -3,0 | 0,9 | 3,8 | 8,0 | 11,6 | 12,7 | 12,0 | 9,5 | 5,4 | 1,1 | -3,2 |
Regentage | 7 | 6 | 7 | 9 | 11 | 13 | 12 | 13 | 9 | 9 | 9 | 8 |
Niederschlag (mm) | 53 | 48 | 50 | 66 | 92 | 119 | 135 | 133 | 94 | 65 | 63 | 52 |
Sonnenstunden ø | 2,7 | 3,6 | 4,9 | 5,0 | 5,4 | 6,0 | 6,6 | 5,6 | 5,3 | 4,1 | 2,8 | 2,3 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken)
Natürliche Umweltgefahren
Erdbeben
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Stürme
Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.
Vor allem in den Wintermonaten kann es zu schweren Winterstürmen kommen.
Lawinen
Es besteht ein moderates bis erhöhtes Risiko von Lawinenabgängen.