Malediven

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Malé (123.400 Einwohner)

Fläche: 298 km²

Einwohnerzahl: 344.023

Währung: Rufiyaa (MVR) = 100 Laari

Staatsform: Republik

Amtssprache: Dhivehi (Maledivisch)

Religion: Islam (99,9%)

Bevölkerungsdichte: 1.102 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+5

Telefon-Vorwahl: +960

Netzspannung: 230 Volt, 50 Hz

Gefahrenindex: 2–3

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Die Malediven sind eine Inselgruppe, die ca. 500 km südwestlich von der Südspitze Indiens entfernt liegt. Sie besteht aus einzelnen Inselgruppen (Atollen) mit insgesamt rund 1190 Koralleninseln, davon sind ca. 200 bewohnt und etwa 100 sind touristisch erschlossen. Die gesamte Inselgruppe liegt nicht höher als 2 Meter über dem Meeresspiegel. Seit 1972 hat sich das Inselreich für den Tourismus geöffnet.

Infrastruktur

Es gibt einen internationalen Flughafen. Der Verkehr zwischen den Inseln findet mit Wasserflugzeugen oder Booten statt. Nur auf der Hauptinsel, die zugleich Hauptstadt ist, gibt es Autoverkehr.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertage:
26. Juli:        Unabhängigkeitstag (1965 vom Vereinigten Königreich)
14.(+16.) August:    Nationalfeiertag (Vertreibung der portugiesischen Besatzer in 1573)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
18. Februar:        Beginn des Ramadan
20.–22. März:        Eid-ul Fithr (Fest des Fastenbrechens)
1. Mai:            Tag der Arbeit
26. Mai:        Haddsch (Islamische Pilgerfahrt nach Mekka)
27.–30. Mai:        Eid-ul Al’haa (Opferfest)
16. Juni:        Islamisches Neujahr
25. August:        Geburtstag des Propheten Mohammed
13. September:    Tag der Annahme des Islam
3. November:        Tag des Sieges
11. November:        Tag der Republik

 

Daten für 2027

Nationalfeiertage:
26. Juli:        Unabhängigkeitstag (1965 vom Vereinigten Königreich)
4. August:        Nationalfeiertag (Vertreibung der portugiesischen Besatzer in 1573)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
8. Februar:        Beginn des Ramadan
9.-11. März:        Eid-ul Fithr (Fest des Fastenbrechens)
1. Mai:            Tag der Arbeit
15. Mai:        Haddsch (Islamische Pilgerfahrt nach Mekka)
16.-19. Mai:        Eid-ul Al’haa (Opferfest)
6. Juni:            Islamisches Neujahr
15. August:        Geburtstag des Propheten Mohammed
3.(+5.) September:    Tag der Annahme des Islam
3. November:        Tag des Sieges
11. November:        Tag der Republik

 

Daten für 2028

Nationalfeiertage:
23. Juli:        Nationalfeiertag (Vertreibung der portugiesischen Besatzer in 1573)
26.(+27.) Juli:        Unabhängigkeitstag (1965 vom Vereinigten Königreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
28. Januar:        Beginn des Ramadan
26. Februar:        Eid-ul Fithr (Fest des Fastenbrechens)
28.-29. Februar:    Eid-ul Fithr (zusätzliche Feiertage)
1. Mai:            Tag der Arbeit
4. Mai:            Haddsch (Islamische Pilgerfahrt nach Mekka)
5.-7. Mai:        Eid-ul Al’haa (Opferfest)
25. Mai:        Islamisches Neujahr
3. August:        Geburtstag des Propheten Mohammed
22. August:        Tag der Annahme des Islam
3. November:        Tag des Sieges
11. November:        Tag der Republik

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 102, erste Hilfe

Polizei: 119 (+960 3322111 in Malé)

Verkehrspolizei: 191

Feuerwehr: 118

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Internationale Direktdurchwahl ist möglich. Es gibt Telefonkarten, die man in der Hauptstadt Malé und am Flughafen kaufen, aber auch nur dort verwenden kann. Auf den Inseln kann man nur vom Hotel aus telefonieren.

Mobiltelefone können vor Ort tageweise gemietet werden. Auf den Malediven gibt es zwei Mobilfunk Provider, deren Prepaid-Guthaben 60 Tage gilt. Die schwierigen geografischen Bedingungen lassen keine genaue Aussage über die Netzabdeckung zu. Die Hauptstadt Malé, wie auch sämtliche Inseln mit Touristen-Hotels werden von den Mobilfunk-Providern versorgt.

Internet

In der Hauptstadt Malé gibt es ein Internetcafé und beinahe alle Hotels und Resorts verfügen über E-Mail. Die Internetbereitstellung der Resorts ist nicht billig, informieren Sie sich vorher über die Preise, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Strom / Elektrizität

230 V, 50 Hz
Übliche Netzsteckertypen: A, D, G, J, K, L

Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.

Steckertyp A

steckertyp-A

Steckertyp D

steckertyp-D

Steckertyp G

steckertyp-G

Steckertyp J

steckertyp-J

Steckertyp K

steckertyp-K

Steckertyp L

steckertyp-L

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Der einzige internationale Flughafen befindet sich auf der Insel Hulhulmalé. Der Weitertransport erfolgt per Boot, Wasserflugzeug oder Hubschrauber. Inlandflüge werden angeboten.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Rufiyaa (MVR) = 100 Laari

Banköffnungszeiten: So - Do 07.30/8.00 - 14.30 Uhr.

Da die Geldbeschaffung auf den kleineren Inseln schwierig ist, wird empfohlen einen Vorrat an Bargeld bei sich zu haben. In den meisten Geschäften, Restaurants oder Taxis ist Barzahlung möglich. Bevorzugt werden US-Dollars, aber auch Euro werden angenommen. Geldwechsel ist am Flughafen, bei Banken oder in größeren Hotels möglich.

Kreditkarten werden zunehmend auch außerhalb der Hotels akzeptiert. Es gibt nur in Malé Geldautomaten, Reiseschecks werden auch akzeptiert, am besten wenn sie in US-Dollars ausgestellt sind.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Bei Einreise aus oder Ausreise in ein Land mit Nachweis von Poliomyelitis (Kinderlähmung) sowie bei Hadsch-Pilgerung nach Saudi-Arabien ist der Nachweis einer Polioimpfung zu erbringen.

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung auf den Malediven ist eingeschränkt und entspricht in vielen Fachbereichen nicht europäischem Standard. Das gilt auch für die beiden Krankenhäuser in Malé. Insbesondere bei schweren Erkrankungen oder Unfällen ist meist eine Evakuierung, z.B. nach Singapur oder Dubai (erreichbar innerhalb von 4 Stunden per Linienflug, je zweimal täglich), eventuell auch nach Indien (aufwändigere Einreiseformalitäten) notwendig. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist dringend angeraten. Besonders chronisch kranken und behandlungsbedürftigen Menschen wird eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in genügendem Abstand vor der Ausreise empfohlen (siehe: www.dtg.org oder www.frm-web.de ). Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge auf die Malediven mitbringen und sich für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen.

Das Honorarkonsulat in Malé verfügt für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der Stadt.

Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle, einen Tropenmediziner oder einen Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie schon Erfahrung mit Reisen in die Tropen haben (siehe z.B. www.dtg.org oder www.frm-web.de).

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Zika-Virus

Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.

Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.

Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.

Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Chikungunyafieber

Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.

Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.

Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Influenza (Grippe)

Influenza ist eine Viruserkrankung, die durch direkten oder indirekten Kontakt mit Körperflüssigkeiten erkrankter Personen übertragen wird.

Symptome: hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Augentränen, trockener Husten, trockene Kehle, angeschwollene Nasenschleimhaut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Inkubationszeit: i.d.R. zwischen wenigen Stunden bis Tagen.

Vorkommen: grundsätzlich überall.

Aviäre Influenza (Vogelgrippe)

Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung. Die Influenza-A-Viren befallen vor allem Vögel, insbesondere Geflügel wie Puten oder Hühner. Sie können aber auch beim Menschen Erkrankungen auslösen. Diese sind vergleichsweise selten, da die Vogelgrippe für den Menschen nicht sehr ansteckend ist. Allerdings kann die Erkrankung beim Menschen einen schweren Verlauf nehmen. 

Symptome: zuerst typische Grippe-Symptome wie hohes Fieber und Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen, Husten, Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, in seltenen Fällen  kommt es zu Nasenbluten und Schleimhautblutungen. Teilweise kommt es zusätzlich zu Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung stehen bei den meisten Patienten Symptome in den oberen und unteren Atemwegen im Vordergrund. Es kommt zu einer schweren Lungenentzündung, die oft rasch zu einem Versagen der Atemorgane führt.
 
Inkubationszeit: Der Vogelgrippe-Virus wird vor allem im engen, direkten Kontakt mit erkrankten Vögeln weitergegeben. Die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nur in wenigen Ausnahmefällen bekannt. Man geht davon aus, dass die Inkubationszeit zwischen 2–5 Tagen liegt.

Vorkommen: vor allem in Asien stark verbreitet, vermehrt in China gemeldet. Es gibt aber auch Fälle von infizierten Vögeln in Afrika und anderen Teilen der Welt. In Europa breitete sich die Vogelgrippe ebenfalls zeitweise aus. 

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.

Die in den Restaurants der Resorts zubereiteten Mahlzeiten sind durchaus von der Zubereitung her mit europäischen Standards zu vergleichen und unbedenklich.

Luft

Aufgrund fehlender Industrie und Individualverkehr ist die Luftqualität auf den Malediven sehr gut.

Umwelt

Klima

Allgemein

Heißes, tropisches Klima. Es gibt zwei Monsune, den Südwest-Monsun von Mai bis Oktober und den Nordost-Monsun von November bis April. Der Südwest-Monsun bringt normalerweise im Juni und Juli Wind und Regen. Die Temperaturen fallen nachts selten unter 25 °C. Die beste Urlaubszeit ist zwischen November und April.

Klimatabelle

Klimastation MALE-HULULE (Flugh.)

Höhe über NN in m: 6

geographische Position: 73° 29' E, 4° 12' N

 

Jan

Feb

Mrz

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

30,0

30,4

31,2

31,5

31,0

30,5

30,4

30,2

30,1

30,0

30,1

29,9

Temp. ø Min. (°C)

25,4

25,6

25,8

26,4

26,2

25,8

25,6

25,5

25,1

25,2

25,3

25,1

Regentage

5

4

6

9

14

13

12

13

16

15

13

12

Niederschlag (mm)

75

50

73

132

216

172

147

188

243

222

201

232

Sonnenstunden ø

8,0

9,1

9,0

8,2

7,2

6,7

7,3

6,8

6,7

7,6

7,5

7,1

Wasser-Temp. ø (°C)

27

27

28

29

29

28

28

27

27

28

28

27

Klimabelastung*

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Da sich 80% der Inseln der Malediven nur weniger als einen Meter über dem Meeresspiegel befinden, ist zu befürchten, dass sie durch den Anstieg des Wasserspiegels, aufgrund der globalen Erderwärmung, in absehbarer Zeit versinken werden.

Tsunami

In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.

Stürme

Zwischen Juni und Juli bringt der Südwest-Monsun normalerweise viel Wind und manchmal auch heftige Monsunstürme und intensivere, mitunter auch tagelange Niederschläge.

Weitere Gefahren

Durch Tierkot verunreinigte Strände bergen ein Infektionsrisiko für parasitäre Hauterkrankungen (Larva migrans cutanea). Badeunfälle durch Quallen, Giftfische, Wasserschlangen und Haie sind selten.