Malta

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Valetta

Fläche: 316 km²

Einwohnerzahl: 433.300

Währung: 1 Euro (EUR) = 100 Cents

Staatsform: parlamentarische Republik

Amtssprache: Maltesisch, Englisch

Religion: Römisch-Katholisch 98 %

Bevölkerungsdichte: 1371 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+1 MEZ; UTC+2 MESZ (März bis Oktober)

Telefon-Vorwahl: + 356

Netzspannung: 230 V/ 50 Hz

Gefahrenindex:

Visumpflicht: nein

Reisepass erforderlich: nein

Lage

Geographische Einordnung

Die Inseln Malta, Gozo und Comino, die den Staat Malta bilden, liegen südlich von Sizilien im Mittelmeer. Sie bilden eine Fläche von 316 km² (Malta 246 km², Gozo 67 km², Comino 3 km²).

Infrastruktur

Malta hat den internationalen Flughafen Malta International Airport (MLA) (Luqa), Inlandflüge werden zwischen Valletta und Gozo mit dem Wasserflugzeug angeboten, ebenfalls Fährverbindungen.

Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut, Taxis, Busse und Mietwagen sind ausreichend vorhanden. Linksverkehr.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
7. Juni:            Sette Giugno (Gedenktag an den Aufstand von 1919)

Weitere Feiertage.
1. Januar:        Neujahr
10. Februar:        Schiffbruch des Hl. Paulus
19. März:        St. Joseph
31. März:        Tag der Freiheit
3. April:        Karfreitag
1. Mai:            Tag der Arbeit
29. Juni:        St. Peter und Paul
15. August:        Mariä Himmelfahrt
8. September:        Tag des Sieges
21. September:    Unabhängigkeitstag (1964 vom Vereinigten Königreich)
8. Dezember:        Mariä Empfängnis
13. Dezember:    Tag der Republik
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
7. Juni:            Sette Giugno (Gedenktag an den Aufstand von 1919)

Weitere Feiertage.
1. Januar:        Neujahr
10. Februar:        Schiffbruch des Hl. Paulus
19. März:        St. Joseph
26. März:        Karfreitag
31. März:        Tag der Freiheit
1. Mai:            Tag der Arbeit
29. Juni:        St. Peter und Paul
15. August:        Mariä Himmelfahrt
8. September:        Tag des Sieges
21. September:    Unabhängigkeitstag (1964 vom Vereinigten Königreich)
8. Dezember:        Mariä Empfängnis
13. Dezember:    Tag der Republik
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
7. Juni:            Sette Giugno (Gedenktag an den Aufstand von 1919)

Weitere Feiertage.
1. Januar:        Neujahr
10. Februar:        Schiffbruch des Hl. Paulus
19. März:        St. Joseph
31. März:        Tag der Freiheit
14. April:        Karfreitag
1. Mai:            Tag der Arbeit
29. Juni:        St. Peter und Paul
15. August:        Mariä Himmelfahrt
8. September:        Tag des Sieges
21. September:    Unabhängigkeitstag (1964 vom Vereinigten Königreich)
8. Dezember:        Mariä Empfängnis
13. Dezember:    Tag der Republik
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 112

Polizei: 191

Feuerwehr: 199

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.

Internet

Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.

Strom / Elektrizität

230 V, 50 Hz. Adapter erforderlich. Üblicher Netzsteckertyp G.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.

Die Elektrizitätsversorgung ist flächendeckend und gut ausgebaut. Sie ist i.d.R. weitgehend stabil.

Steckertyp G

steckertyp-G

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Der Malta International Airport (MLA) befindet sich bei Luqa im Südosten der Insel und wird von zahlreichen europäischen Airlines angeflogen.

Die nationale Fluggesellschaft Maltas, Air Malta, soll Ende März 2024 aufgelöst werden und durch eine neue, deutlich kleinere nationale Fluggesellschaft ersetzt werden, die voraussichtlich Malta Airlines heißen wird. (Stand Oktober 2023).

Die sehr ähnlich klingende Malta Air wird von Ryanair betrieben.

Aufgrund der geringen Größe Maltas spielt der inländische Flugverkehr für die Öffentlichkeit keine Rolle.

Aufgrund der geringen Größe des Landes gibt es keinen nennenswerten Inlandsflugverkehr, allerdings bietet Harbourair (Internet: www.harbourairmalta.com) Verbindungen zwischen Grand Harbour/Valletta und Mgarr Harbour/Gozo mit dem Wasserflugzeug.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Euro (EUR) = 100 Cents.

Banköffnungszeiten: Mo-Fr 08.30-14.00 Uhr und Sa 08.30-11.30 Uhr. Manche Banken haben auch länger geöffnet. Die Öffnungszeiten variieren im Winter und Sommer.

Die Bargeldversorgung über Bankautomaten mittels Bankkarten (mit dem “Maestro”-Logo und/oder mit dem “V-Pay”-Logo) ist fast überall möglich.

Kreditkarten werden fast überall akzeptiert. Reisende werden möglicherweise gebeten, sich auszuweisen, wenn sie nicht über das durch »Chip und PIN«-Verfahren zahlen können.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung erreicht weitgehend westeuropäisches Niveau. Einige private Kliniken sind topmodern ausgestattet.

Mit Malta gibt es ein Sozialversicherungsabkommen, das die gegenseitige Abrechnung von medizinischen Behandlungskosten regelt. Empfohlen wird trotzdem der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt. Da es zeitweise zu Engpässen in der Medikamentenversorgung kommen kann, sollte man eine Reiseapotheke im Gepäck haben, die regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Cholera

Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
 
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
 
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.

Leishmaniose (Orientbeule)

Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.

Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).

Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.

Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).

Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.

Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.

Hygiene

Trinkwasser

Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.

Nahrung

Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.

Luft

Relativ hohe Luftverschmutzung durch den hohen Kraftstoffverbrauch der Dieselfahrzeuge.

Umwelt

Klima

Allgemein

Mittelmeerklima mit trockenen Sommern und milden Wintern; durchschnittliche Temperatur im Januar 12,3 °C und im August 26,1 °C.

Von August bis November kann es zu Herbststürmen bis hin zu seltenen Medicanes mit Überschwemmungen und Erdrutschen kommen.

Klimatabelle

Klimastation VALLETTA (Hafen)

Höhe über NN in m: 56

geographische Position: 14° 31’ E, 35° 54’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

14,4

14,7

16,1

18,3

21,6

25,9

28,9

29,3

27,1

23,8

19,7

16,1

Temp. ø Min. (°C)

10,2

10,3

11,2

13,1

15,9

19,4

22,1

22,9

21,6

18,9

15,6

12,0

Regentage

12

8

6

3

2

< 1

< 1

< 1

3

6

9

13

Niederschlag (mm)

89

55

42

24

11

2

1

4

28

77

91

98

Sonnenstunden ø

5,5

6,3

7,3

8,8

9,8

11,5

12,5

11,4

9,4

7,5

5,7

5,0

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

--

--

--

--

--

zs

s

s

zs

--

--

--

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Erdbeben

Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.

Tsunami

Es besteht eine erhöhte Tsunamigefahr, die allerdings selten ein schlimmes Ausmaß annimmt.

Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.

Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.