Moldau (Moldawien)
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Chișinău (dt. Kischinau)
Fläche: 33.843 km²
Einwohnerzahl: 3.153.731
Währung: Moldauischer Leu (MDL)
Staatsform: parlamentarische Republik
Amtssprache: Rumänisch (regional auch Russisch, Ukrainisch und Gagausisch)
Religion: Orthodox 98 %, Jüdisch 1,5 %
Bevölkerungsdichte: 98 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+2 OEZ
UTC+3 OESZ (März bis Oktober)
Telefon-Vorwahl: + 373
Netzspannung: 220 V/ 50 Hz
Gefahrenindex:
Visumpflicht: nein
Reisepass erforderlich: nein
Lage
Geographische Einordnung
Südosteuropa; nach Westen bildet der Fluss Prut die Grenze zu Rumänien; im Norden, Osten und Süden grenzt das Land an die Ukraine; kein direkter Zugang zum Schwarzen Meer, aber etwa 450 m breiter Zugang zur Donau.
Infrastruktur
Moldawien hat den internationalen Flughafen Chisinau International (KIV), die Donau verbindet Moldawien mit den Donau-Ländern.
Das Eisenbahn- sowie das Straßennetz sind recht gut ausgebaut. Busse, Taxis und Mietwagen sind in allen größeren Städten vorhanden.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
27. August: Unabhängigkeitstag (von der Sowjetunion 1991)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
7.+8. Januar: Orthodoxe Weihnachten
8. März: Internationaler Frauentag
12. April: Orthodoxer Ostersonntag
13. April: Orthodoxer Ostermontag
20. April: Ostern der Blajini
1. Mai: Tag der Arbeit
9. Mai: Tag des Sieges
1. Juni: Tag der Kinder
31. August: Tag der Sprache
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
27. August: Unabhängigkeitstag (von der Sowjetunion 1991)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
7.+8. Januar: Orthodoxe Weihnachten
8. März: Internationaler Frauentag
1. Mai: Tag der Arbeit
2. Mai: Orthodoxer Ostersonntag
3. Mai: Orthodoxer Ostermontag
9. Mai: Tag des Sieges
24. Mai: Ostern der Blajini
1. Juni: Tag der Kinder
31. August: Tag der Sprache
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
27. August: Unabhängigkeitstag (von der Sowjetunion 1991)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
7.+8. Januar: Orthodoxe Weihnachten
8. März: Internationaler Frauentag
16. April: Orthodoxer Ostersonntag
17. April: Orthodoxer Ostermontag
24. April: Ostern der Blajini
1. Mai: Tag der Arbeit
9. Mai: Tag des Sieges
1. Juni: Tag der Kinder
31. August: Tag der Sprache
25. Dezember: Weihnachten
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 903 (Transnistrien: 103)
Polizei: 902 (Transnistrien: 102)
Feuerwehr: 901
Küstenwache: 901
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Strom / Elektrizität
220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C und F= SchuKo – Stecker.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“: www.iec.ch
Steckertyp C
Steckertyp F
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Die Hauptstadt des Landes Chisinau verfügt über einen internationalen Flughafen (KIV), der nicht an das interkontinentale Streckennetz angebunden ist. Er wird von einigen internationalen Airlines wöchentlich angeflogen. Von den meisten Ländern gibt es keine Direktverbindung.
Zu den Nachbarländern bestehen wöchentlich Direktverbindungen.
Aufgrund der geringen Größe des Landes spielt der inländische Flugverkehr keine Rolle.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährungen: 1 Leu (MDL) = 100 Bani.
Banköffnungszeiten: Mo-Fr 10.00-18.00 Uhr. Einige Banken haben auch samstags und einige Wechselstuben haben auch sonntags geöffnet.
Bargeld kann man nicht überall an Geldautomaten mit EC-Karte oder internationalen Kreditkarten abheben. Die gängigen Kreditkarten sind werden nicht überall akzeptiert.
Die Akzeptanz von Kreditkarten ist landesweit nur bei bestimmten Stellen (Hotels, Banken, Wechselstuben, internationale Geschäfte etc.). gewährleistet.
Außerhalb der Städte sollte immer genügend Bargeld mitgeführt werden.
Manipulationen an Geldautomaten sind nicht auszuschließen. Vorsicht vor Kreditkartenbetrug. Diesen findet man vor allem dort, wo sich Touristen aufhalten.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Tollwut
FSME
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in Kischinau ist wegen der unzureichenden Arzneimittelversorgung, der veralteten apparativen Ausstattung, dem Mangel an Fachpersonal und vor allem wegen des Mangels an Hygiene in öffentlichen Kliniken nur beschränkt gewährleistet und entspricht nicht dem westeuropäischen Standard. Sämtliche Krankenhäuser verlangen vor Behandlungsbeginn eine finanzielle Garantie per Kreditkarte oder eine Vorschusszahlung in bar.
Empfohlen wird die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reisekrankheiten sowie Einwegspritzen beinhaltet. Außerdem wird dringend geraten, eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichendem Deckungsschutz für Moldawien und Rücktransport abzuschließen.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.
Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Trinkwasser sollte daher immer abgekocht werden und auf Eiswürfel in Getränken sollte verzichtet werden. Süßwasser ist häufig belastet durch Keime und auch durch Schadstoffe.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Lebensmittel sollten immer gekocht verzehrt werden. Obst und Gemüse sollte immer geschält werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Klima
Allgemein
Das Klima ist gemäßigt kontinental. Die Sommer sind sehr warm und können sehr unbeständig sein. Im Winter wird es empfindlich kalt. Die durchschnittlicheTemperatur im Sommer liegt bei 25 °C. Die beste Reisezeit ist von Mai bis September.
Klimatabelle
Klimastation KISCHINAU (CHISINAU/KISCHINJOW)
Höhe über NN in m: 95
geographische Position: 28° 52’ E, 47° 1’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | < 1,3 | 1,2 | 6,0 | 16,1 | 22,9 | 25,7 | 27,4 | 27,2 | 23,0 | 17,0 | 9,9 | 1,7 |
Temp. ø Min. (°C) | -7,6 | -4,8 | <1,5 | 5,5 | 11,3 | 14,2 | 15,9 | 15,3 | 11,1 | 6,6 | 2,7 | -3,7 |
Regentage | 6 | 7 | 6 | 7 | 8 | 9 | 8 | 6 | 5 | 4 | 6 | 7 |
Niederschlag (mm) | 40 | 38 | 35 | 42 | 51 | 75 | 69 | 45 | 48 | 27 | 39 | 38 |
Sonnenstunden ø | 2,5 | 2,9 | 4,1 | 6,3 | 8,2 | 9,5 | 9,7 | 9,5 | 7,6 | 5,6 | 2,5 | 2,0 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | zs | zs | -- | -- | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Erdbeben
Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.