Nepal

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Kathmandu (975.453 Einwohner)

Fläche: 147.181 km²

Einwohnerzahl: 29.187.000

Währung: Nepalesische Rupie (NR) = 100 Paisa

Staatsform: Parlamentarische Bundesrepublik

Amtssprache: Nepali

Religion: Hinduismus (81%), Buddhismus (9%), Islam (4%), Chisten (1,5%), Sikh, Bahai

Bevölkerungsdichte: 180 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+5:45

Telefon-Vorwahl: +977

Netzspannung: 230 V, 50 Hz

Gefahrenindex: 3

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Im Einzugsgebiet des höchsten Gebirges der Welt, des Himalaya, mitten zwischen den aufstrebenden Mächten China und Indien. Es erstreckt sich ca. vom 26. bis 30. nördlichen Breiten- und vom 80. bis 88. östlichen Längengrad und umfasst eine Fläche von 147.181 Quadratkilometer, wovon etwa 143.000 Quadratkilometer Landfläche und die restlichen 4.000 Quadratkilometer Binnengewässer sind. Die West-Ost-Ausdehnung beträgt 885 Kilometer, und die maximale Nord-Süd-Ausdehnung, die in Westnepal erreicht wird, rund 241 Kilometer.

Infrastruktur

Nepal gehört mit einem BIP pro Kopf von nur 733 US-Dollar (2016) zu den ärmsten Ländern der Welt. Der Hauptwirtschaftszweig ist die Landwirtschaft. Die Rücküberweisungen der im Ausland, vor allem in den Golfstaaten, arbeitenden Nepalesen sind lebenswichtig für das Land. Sie machen ca. 30 % des Bruttoinlandsprodukts aus.

Probleme der nepalesischen Wirtschaft sind nicht nur die Binnenlage, komplizierte Bürokratie, Korruption sondern auch hohe Handelsdefizite aufgrund fehlender Rohstoffe. Bis zum Erdbeben 2015, was die Wirtschaft zurückwarf und die Infrastruktur stark beschädigte, wuchs die Wirtschaft des Landes mit Raten von bis zu 5%.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
19. September:    Tag der Verfassung

Weitere Feiertage:
11. Januar:        Prithvi Jayanti
14. Januar:        Maghe Sankranti (Beginn der warmen Jahreszeit)
30. Januar:        Tag der Märtyrer
15. Februar:        Maha Shivaratri
18. Februar:        Sonam Losar
18. Februar:        Ghyalpo Losar
19. Februar:        Prajatantra Diwas (Tag der Demokratie)
8. März:        Internationaler Frauentag
18. März:        Ghoda Jatra (nur im Kathmandutal)
21. März:          Ramjan Edul Fikra
27. März:        Ram Nawami
14. April:        Nepalesisches Neujahr
24. April:        Loktantra Diwas
1. Mai:            Tag der Arbeit
1. Mai:            Buddha Jayanti
27. Mai:        Edul Aajaha
29. Mai:        Ganatantra Diwas
28. August:        Raksha Bandhan
29. August:        Gai Jatra (nur im Kathmandutal)
4. September:        Gaura Parba
4. September:        Shree Krishna Janmashtami
7. September:        Nijamati Sewa Diwas (nur öffentlicher Dienst)
14. September:    Hartalika Teej (nur Frauen)
16. September:    Rishi Panchami (nur Frauen)
25. September:    Indra Jatra (nur im Kathmandutal)
11. Oktober:        Ghatasthapana
17. Oktober:        Fulpati
18. Oktober:        Maha Ashtami
19. Oktober:        Maha Navami
20. Oktober:        Vijaya Dashami
22. Oktober:        Ekadashi
23. Oktober:        Dwadashi
24. Oktober:        Kojagrat Purnima
8. November:        Laxmi Puja
10 November:        Govardhan Puja
11. November:        Bhai Tika
15. November:    Chhath Puja
24. November:    Guru Nanak Jayanti (nur Sikhs)
24. Dezember:    Udhauli Parva
25. Dezember:    Weihnachten (nur Christen)
30. Dezember:    Tamu Losar

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
20. September:    Tag der Verfassung

Weitere Feiertage:
11. Januar:        Prithvi Jayanti
14. Januar:        Maghe Sankranti (Beginn der warmen Jahreszeit)
30. Januar:        Tag der Märtyrer
7. Februar:        Sonam Losar
19. Februar:        Prajatantra Diwas (Tag der Demokratie)
6. März:        Maha Shivaratri
8. März:        Internationaler Frauentag
9. März:        Ghyalpo Losar
10. März:          Ramjan Edul Fikra
6. April:        Ghoda Jatra (nur im Kathmandutal)
14. April:        Nepalesisches Neujahr
15. April:        Ram Nawami
24. April:        Loktantra Diwas
1. Mai:            Tag der Arbeit
17. Mai:        Edul Aajaha
20. Mai:        Buddha Jayanti
29. Mai:        Ganatantra Diwas
17. August:        Raksha Bandhan
18. August:        Gai Jatra (nur im Kathmandutal)
24. August:        Gaura Parba
25. August:        Shree Krishna Janmashtami
3. September:        Hartalika Teej (nur Frauen)
4. September:        Rishi Panchami (nur Frauen)
7. September:        Nijamati Sewa Diwas (nur öffentlicher Dienst)
14. September:    Indra Jatra (nur im Kathmandutal)
30. September:    Ghatasthapana
6. Oktober:        Fulpati
7. Oktober:        Maha Ashtami
9. Oktober:        Maha Navami
10. Oktober:        Vijaya Dashami
11. Oktober:        Ekadashi
12. Oktober:        Dwadashi
17. Oktober:        Kojagrat Purnima
29. Oktober:        Laxmi Puja
30. Oktober:        Govardhan Puja
31. Oktober:        Bhai Tika
4. November:        Chhath Puja
13. November:    Guru Nanak Jayanti (nur Sikhs)
13. Dezember:    Udhauli Parva
25. Dezember:    Weihnachten (nur Christen)
30. Dezember:    Tamu Losar

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
19. September:    Tag der Verfassung

Weitere Feiertage:
11. Januar:        Prithvi Jayanti
14. Januar:        Maghe Sankranti (Beginn der warmen Jahreszeit)
26. Januar:        Sonam Losar
30. Januar:        Tag der Märtyrer
19. Februar:        Prajatantra Diwas (Tag der Demokratie)
23. Februar:        Maha Shivaratri
26. Februar:          Ramjan Edul Fikra
28. Februar:        Ghyalpo Losar
8. März:        Internationaler Frauentag
3. April:        Ghoda Jatra (nur im Kathmandutal)
4. April:        Ram Nawami
14. April:        Nepalesisches Neujahr
24. April:        Loktantra Diwas
1. Mai:            Tag der Arbeit
5. Mai:            Edul Aajaha
8. Mai:            Buddha Jayanti
29. Mai:        Ganatantra Diwas
5. August:        Raksha Bandhan
6. August:        Gai Jatra (nur im Kathmandutal)
14. August:        Shree Krishna Janmashtami
16. August:        Gaura Parba
22. August:        Hartalika Teej (nur Frauen)
24. August:        Rishi Panchami (nur Frauen)
7. September:        Nijamati Sewa Diwas (nur öffentlicher Dienst)
19. September:    Indra Jatra (nur im Kathmandutal)
19. September:    Ghatasthapana
25. September:    Fulpati
26. September:    Maha Ashtami
27. September:    Maha Navami
28. September:    Vijaya Dashami
29. September:    Ekadashi
30. September:    Dwadashi
5. Oktober:        Kojagrat Purnima
18. Oktober:        Govardhan Puja
20. Oktober:        Laxmi Puja
23. Oktober:        Bhai Tika
27. Oktober:        Chhath Puja
5. November:        Guru Nanak Jayanti (nur Sikhs)
5. Dezember:        Udhauli Parva
25. Dezember:    Weihnachten (nur Christen)
30. Dezember:    Tamu Losar

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 112 (Mobiltelefon)

Polizei: 100 (nur in Kathmandu)

Verkehrspolizei: 103

Feuerwehr: 101

Erste Hilfe/Notarzt: 102

Nepal Police Operation Center: +977 1 441-1549 und 441-2780 (24-Std.-Hotline)

Touristenpolizei: Bhrikutimandap, Kathmandu. Tel: +977 1 4247041

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Infrastruktur ist vorhanden; int. Selbstwählferndienst (Direktdurchwahl) ist möglich, vor allem in Reisebüros und einigen Hotels. Außerhalb der größeren Städte gilt, dass Auslandsgespräche über das Fernamt geführt werden müssen.

Die Netzabdeckung ist gut innerhalb von dicht besiedelten Gebieten, etwas lückenhaft auf dem Lande und kaum noch vorhanden, je höher und weiter man durch die Berge wandert. Die Abdeckung und Qualität ist in den letzten Jahren jedoch deutlich verbessert worden, sodass inzwischen auch in entlegeneren Gebieten, beispielsweise im Everest Base Camp, eine Verbindung mit der Außenwelt möglich ist.

Roaming mit europäischen Anbietern funktioniert in Nepal, allerdings treten hohe Gebühren auf, daher wird empfohlen, eine nepalesische SIM-Karte zu kaufen. Diese gibt es günstig schon direkt am Flughafen (allerdings nur direkt nach der Landung, kein späterer Zugang), im Viertel Thamel in Kathmandu und inzwischen auch an zahlreichen anderen Orten innerhalb des Landes.

Es sollte beachtet werden, dass eine Fotokopie des Reisepasses sowie zusätzlich zwei Passfotos notwendig sind für die Aktivierung der SIM-Karte.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Internet

In Viertel Thamel in Kathmandu und üblicherweise in allen touristisch erschlossenen Gebieten Nepals, gibt es zahlreiche Internetcafés, die für günstige Preise den Zugang zum Netz ermöglichen. Darüber hinaus bieten die meisten Hotels und sogar zahlreiche Restaurants inzwischen kostenlosen Internetzugang über WiFi.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Strom / Elektrizität

230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C, D, M

Ein Steckdosenadapter wird empfohlen.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“: www.iec.ch

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp D

steckertyp-D

Steckertyp M

steckertyp-M

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Die meisten Flüge starten und landen am Tribhuvan International Airport in Kathmandu. Der »Tenzing-Hillary Airport« (LUA). Lukla/Nepal zählt zu den unsichersten bzw. am schwierigsten anzufliegenden Verkehrsflughäfen der Welt. Es gab schon mehrere Abstürze.

Die beiden Flughäfen Pokhara (PKR) und Gautam Buddha (BWA) bei Siddharthanagar wurden 2022 und 2023 eröffnet und sind als internationale Flughäfen deklariert und konzipiert. Bis jetzt gibt es jedoch keine bis sehr wenige internationale Verbindungen, und die beiden Flughäfen fungieren als regionale Standorte.

Insgesamt gibt es 44 nationale Flugplätze, die teils ganzjährig, teils saisonal angeflogen werden, sowie 96 Helikopterplätze. Die nationale Fluggesellschaft Nepal Airlines bedient 30 nationale und 8 internationale Strecken.

Die Flugzeuge nepalesischer Fluggesellschaften erfüllen nicht die europäischen Sicherheitsstandards. Aufgrund der vielen Probleme und mangelnder Bereitschaft, Prozeduren sicherer zu gestalten, besitzt seit Dezember 2013 keine einzige nepalesische Fluggesellschaft die Erlaubnis, im Luftraum der EU und Großbritanniens zu operieren. Wer dennoch in Nepal fliegen möchte, sollte sich der Gefahren bewusst sein.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: Nepalesische Rupie (NR) = 100 Paisa

Banköffnungszeiten: So - Do 10.00 - 15.00 Uhr, Fr 10.00 Uhr - 13.00 Uhr.

Autorisierte Wechselstuben haben 12 Stunden geöffnet.

Devisenbestimmungen

Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist verboten. Die Einfuhr von Fremdwährungen ist ab einem Betrag im Gegenwert von 2.000 US$ deklarationspflichtig (Belege gut aufbewahren). Die Ausfuhr von Fremdwährungen ist bis in Höhe der bei der Einreise deklarierten Beträge, abzüglich der Umtauschbeträge, gestattet.

Hinweis: Die Einfuhr von Banknoten im Wert von 500 und 1.000 Indischen Rupien ist verboten.

MasterCard und Visa und teilweise auch American Express werden in Touristengegenden wie Kathmandu, Pokhara, Chitwan und im Gebiet des Mount Everest akzeptiert. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte erfragen.

Im Kathmandu-Tal kann man Geld mit der ec-Karte abheben (Vorsicht mit der Himalaya Bank, deren Geldautomaten bisweilen unzuverlässig sind).

Reisende, die mit ihrer Bankkundenkarte im Ausland bezahlen und Geld abheben wollen, sollten sich vor Reiseantritt bei ihrem Kreditinstitut über die Nutzungsmöglichkeit ihrer Karte informieren.

Geld sollte ausschließlich bei autorisierten Stellen (Banken, Hotels und lizensierten Wechselstuben) gewechselt werden. Touristen sollten Umtauschbelege sorgfältig aufbewahren, da diese für Visaverlängerungen oder Trekking-Genehmigungen vorgelegt werden müssen. Hotelrechnungen, Flugtickets und teilweise auch Trekking-Genehmigungen müssen von Touristen in Devisen bezahlt werden. Es empfiehlt sich die Mitnahme von ausreichend Bargeld, da Kreditkarten und Reiseschecks nicht überall akzeptiert werden. In Pokhara, Kathmandu und Chitwan gibt es zahlreiche Wechselstuben.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine allgemein verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.

Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist ab einem Lebensalter von neun Monaten ein entsprechender Impfschutz nachzuweisen.

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A

Typhus


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Japan-Enzephalitis-Impfung bei längeren Individualreisen in ländlichen Regionen während der Hauptübertragungszeit (z. B. Monsunzeit)

Tollwut-Impfung, bes. bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen

Dengue-Impfung (Aufklärungsbogen für die Dengue-Impfung mit dem Impfstoff Qdenga®)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend und entspricht häufig nicht europäischem Standard. Eine ausreichende Grundversorgung besteht in Kathmandu und den gängigen Touristenzielen, auch entlang der großen Trekkingrouten. In Kathmandu ist die medizinische Versorgung in einzelnen Fachbereichen durchaus auch auf einem hohen Niveau. Bei schweren Erkrankungen muss deshalb ggf. eine medizinische Evakuierung, zum Beispiel nach Kathmandu oder weiter nach Indien erwogen werden. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Nepal bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverlässigen Medikamenten und eine ununterbrochene Kühlkette sind nicht immer gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch Fake-Produkte statt richtiger Medikamente verkauft werden. Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Nepal mitbringen und sich für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Landesweit treten zahlreiche Resistenzen gegenüber häufig eingesetzten Antibiotika auf. Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach Rücksprache mit einem Reisemediziner beim Reisen, insbesondere beim Trekking, mitzuführen.

Die Deutsche Botschaft in Kathmandu verfügt für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der Stadt.

Patienten mit psychischen Erkrankungen wird dringend geraten, ihre Medikamente vor und während einer Indienreise nicht abzusetzen. Eine psychiatrische und deutschsprachige Versorgung wie im Heimatland kann meist nicht gewährleistet werden. Zudem versichern viele Reisekrankenversicherungen medizinische Leistungen bei psychischen Erkrankungen nicht. In solchen Fällen ist oft auch ein spontaner Heimflug ausgeschlossen, da zahlreiche kommerzielle Fluglinien die Mitnahme labiler Patienten mit psychischen Erkrankungen ohne psychiatrische Begleitung ablehnen. Bitte besprechen Sie ggf. Ihre Reisepläne ausführlich mit ihrem behandelnden Arzt.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Cholera

Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
 
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
 
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Japanische Enzephalitis

Die japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, eine Gehirnhautentzündung nach einem Mückenstich. Grundsätzlich kann die japanische Enzephalitis in jedem Alter auftreten.
Symptome: i.d.R. keine schweren Krankheitssymptome. Nur bei ca. 1 von 250 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung mit Fieber, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfällen und Lähmungen bis zum Koma.

Inkubationszeit: zwischen 5–15 Tagen.

Vorkommen: hauptsächlich in asiatischen Länder, im westlichen Pazifikraum und gelegentlich in Australien (Torres Strait und nördl. Queensland). Betroffen sind besonders ländliche Gebiete, in denen Schweinezucht und Reisanbau betrieben werden.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Tuberkulose

Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien werden dabei in aller Regel auf dem Luftweg von Mensch zu Mensch übertragen. Die Tuberkulose betrifft bevorzugt die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Auch Tiere können die Bakterien z.B. über Rohmilch oder rohes Fleisch übertragen.

Symptome: zu Beginn eher unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem kommt es zu starkem Husten, bei dem die Erkrankten Blut spucken und Brustschmerzen haben. Im Fall einer Streuung der Bakterien auf weitere Organe kann es zu einer Hirnhautentzündung (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Halluzinationen, Wesensveränderung, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Koma) oder zu einer Blutvergiftung kommen, die tödlich enden kann.

Inkubationszeit: zwischen 6–8 Wochen.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist vor allem die Situation im südlichen Afrika sowie in Osteuropa und Zentralasien sehr problematisch.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Luft

Die starke Luftverschmutzung in dicht befahrenen Gebieten führt dazu, dass Atemmasken für Roller- und Fahrradfahrer empfohlen werden können. Aufgrund der stark gestiegenen Anzahl motorisierter Verkehrsteilnehmer gibt es häufig sehr zähflüssigen Verkehr und Staus, die zu erheblichen Wartezeiten führen.

Umwelt

Klima

Allgemein

Variiert von subtropischen Sommern mit milden Wintern im Süden bis zu alpinem Klima in den Bergen mit kühlen Sommern und strengen Wintern. Die durchschnittlichen Temperaturen in Katmandu liegen zwischen 2 und 20 °C im Januar und 20 bis 29 °C im Juli. Schwere Gewitter und Überschwemmungen mit Erdrutschen, abhängig von der Intensität und Dauer des Sommer-Monsuns. Juni bis September ist im Süden Nepals die regenreichste Zeit. In der trockenen Zeit können dagegen Dürreperioden und Hungersnöte auftreten. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 1.328 mm/Jahr. Die beste Reisezeit für das Tal von Katmandu und Pokhara ist Oktober bis März, für Tiger Top-Meghauli November bis Juni, und für Trekking-Touren Oktober und November sowie Februar bis April.

Klimatabelle

Klimastation KATHMANDU (Flughafen)

Höhe über NN in m: 1.337

geographische Position: 85° 22’ E, 27° 42’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

16,6

19,1

23,7

26,8

27,7

27,4

27,0

27,2

25,9

24,6

21,3

18,3

Temp. ø Min. (°C)

2,2

3,3

7,5

11,6

15,5

19,0

19,8

19,6

18,1

13,4

6,9

2,1

Regentage

2

2

3

6

10

16

22

20

14

5

1

1

Niederschlag (mm)

14

17

33

48

97

227

383

295

196

88

6

12

Sonnenstunden ø

6,6

7,6

7,9

7,1

7,7

5,9

3,9

4,5

5,4

6,3

7,9

6,2

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

--

--

--

--

zs

s

s

s

s

zs

--

--

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Das Himalaya-Gebiet gilt insgesamt als stark erdbebengefährdet. Im Falle eines schweren Erdbebens muss davon ausgegangen werden, dass medizinische Einrichtungen und generelle Notfallausstattungen überlastet sind.

Informationen zum Verhalten bei Erdbeben gibt es im Merkblatt des Geoforschungszentrums Potsdam.

Während der von Juni bis Anfang Oktober andauernden Monsunzeit entstehen in ganz Nepal immer wieder Reisebehinderungen durch plötzlich auftretende Überschwemmungen (insbesondere im Grenzgebiet zu Indien) und Erdrutsche, die auch die Hauptreisewege betreffen können.

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Erdbeben

Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Lawinen

Es besteht eine geringe Lawinengefahr.

Weitere Gefahren

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme Kälte und unwegsames oder unbekanntes Gelände bergen weitere Risiken für den Reisenden in großer Höhe. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschläge kann es an gefährdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Berghängen kommen.