Oman
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Maskat (635.279 Einwohner)
Regierungsform: Erbmonarchie
Fläche: 309.500 km²
Einwohnerzahl: 4.397.790
Währung: Rial Omani (OMR), 1 Rial = 1000 Baisa
Staatsform: Absolute Monarchie
Amtssprache: Arabisch
Religion: Islam (88%)
Bevölkerungsdichte: 13,51 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+4
Telefon-Vorwahl: +968
Netzspannung: 240 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 2
Visumpflicht: Ja
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
Oman liegt im südöstlichen Zipfel der arabischen Halbinsel. Im Nordwesten grenzt es an die Vereinigten Arabischen Emirate (V.A.E.), im Westen an Saudi-Arabien und im Südwesten an Jemen. Im Osten und Nordosten begrenzt der Indische Ozean und der Golf von Oman das Land. Im Nordwesten liegt die schmale fruchtbare Ebene der Batinah-Küste, die vom Omangebirge mit dem höchsten Berg Djebel Akhdar begrenzt wird. Die südliche Provinz Dhofar wird vom Norden durch eine Wüste getrennt, der Küste vorgelagert sind die Kuria-Muria-Inseln. Hinter der Küstenebene erheben sich die Karaberge.
Infrakstruktur
Oman hat den internationalen Flughafen Maskat (MCT) (Seeb International), Inlandsflüge werden angeboten.
Züge verkehren derzeit nicht. Die Hauptstraßen sind in recht gutem Zustand. Busse, Taxis und Mietwagen sind in den größeren Städten vorhanden.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
18. November: Geburtstag des Sultans Qaboos bin Said al Said
Weitere Feiertage:
16.(+18.) Januar: Isra und Miradsch
18.-23. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
26.-29. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
16. Juni: Islamisches Neujahr
25. August: Geburtstag des Propheten Mohammad
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
18. November: Geburtstag des Sultans Qaboos bin Said al Said
Weitere Feiertage:
5. Januar: Isra und Miradsch
8.-11. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
15.-18. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
6. Juni: Islamisches Neujahr
14.(+15.) August: Geburtstag des Propheten Mohammad
25.(+26.) Dezember: Isra und Miradsch
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
18. November: Geburtstag des Sultans Qaboos bin Said al Said
Weitere Feiertage:
27. Februar - 1. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
5.-8. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
25. Mai: Islamisches Neujahr
3. August: Geburtstag des Propheten Mohammad
14. Dezember: Isra und Miradsch
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 999 (112 mit Mobiltelefon)
Polizei: 999 (112 mit Mobiltelefon)
Feuerwehr: 999 (112 mit Mobiltelefon)
Ambulanz: 999 (112 mit Mobiltelefon)
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Der Zugang zum Internet ist im Oman in vielen Hotels und Internetcafés möglich. Besucher sollten sich jedoch auf Restriktionen einstellen. Neben dem Sperren von pornografischen Webseiten werden auch Internetauftritte wie Partnersuche-Seiten blockiert. Seiten mit Personen in provokativ lasziver Kleidung sowie Schwulen- und Lesbenseiten können ebenfalls zum großen Teil nicht aufgerufen werden.
Darüber hinaus wird der Zugang zu Programmen, welche die Anonymisierung des Zugangs oder die Nutzung von Proxy-Servern aus anderen Ländern erlauben, in großem Stil deutlich erschwert. Der Zugang zu Hackerseiten, Crack-Quellen und ein paar Filesharing-Tools wird ebenfalls blockiert. Die Benutzung von Voice over IP Diensten in Internetcafés ist komplett verboten und kam im Verstoß zu Haftstrafen führen! Einige Informationsseiten sind ebenfalls nicht zugänglich, beispielsweise die arabisch-amerikanische Zeitung „Arab Times“.
Strom / Elektrizität
240 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C, G.
Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp C
Steckertyp G
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Es gibt zahlreiche Flugverbindungen von Europa und Asien in den Oman, wobei Reisende üblicherweise am internationalen Flughafen von Maskat ankommen. Ein weiterer internationaler Flughafen des Oman ist im Süden des Landes, etwa 5 km vom Zentrum der Stadt Salala.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: Rial Omani (OMR), 1 Rial = 1000 Baisa
Banköffnungszeiten: Sa - Mi 08.00 - 12.00 Uhr, Do 8.00 Uhr - 11.00 Uhr.
Bargeldlose Zahlung im Oman ist recht problemlos mit einer Kreditkarte möglich. Sie wird fast überall akzeptiert und ist ein verbreitetes Zahlungsmittel. EC-Karten werden als bargeldloses Zahlungsmittel im Oman nicht akzeptiert. Zum Geldabheben an Automaten in Oman ist sie dennoch geeignet, wenn auf dem jeweiligen Geldautomaten und auf der EC-Karte das Maestro- oder Cirrus-Zeichen abgebildet ist. V-Pay-Karten werden im Oman generell an keinem Geldautomaten als Zahlungsmittel akzeptiert.
Internationaler Kartensperr-Notruf für alle Geldkarten: +49 116 116
Vorsorge
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Tollwut (bei erhöhtem Risiko nicht-vermeidbarer Tierkontakte)
Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung in den entlegenen Landesteilen entspricht technisch-apparativ, hygienisch und organisatorisch nicht überall europäischem Standard. Sprachbarrieren können darüber hinaus die Kommunikation erheblich erschweren. In Maskat ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen auf einem hohen Niveau möglich, aber unter Umständen auch sehr teuer. Eine Verständigung in Englisch ist meist möglich.
Privatmedizinische Einrichtungen erwarten vom Patienten vor Behandlungsbeginn in aller Regel eine erhebliche Anzahlung oder eine Bürgschaft für die entstehenden Kosten. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist deshalb dringend notwendig. Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise in den Oman bewusst sein. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de).
Die Versorgung mit zuverlässigen Medikamenten und eine ununterbrochene Kühlkette sind nicht in allen Landesteilen gesichert. Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge mitbringen und sich ggf. für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der großen Kliniken in Maskat bieten ein breites Spektrum zuverlässiger Medikamente an. Das Mitführen einer Reiseapotheke bei Aufenthalten außerhalb der Hauptstadt ist sinnvoll.
Die Deutsche Botschaft in Maskat verfügt für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der Stadt.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Magen-Darminfektionen sind das ganze Jahr über möglich. Als Erreger kommen Viren und Bakterien infrage. Einschleppungen von Krankheitserregern sind aber nicht auszuschließen. Parasitäre Infektionen, u.a. Amöben-Ruhr kommen im Oman zwar vor, sind aber selten.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Leishmaniose (Orientbeule)
Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.
Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).
Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.
Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).
Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.
Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.
Malaria
Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
MERS-Corona-Virus ( MERS-CoV)
MERS steht für das Middle East Respiratory Syndrome und bezeichnet eine Infektion der Atemwege, die durch das neuartige MERS-Coronavirus (MERS-CoV) verursacht wird. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch den Kontakt mit Tieren, hier meist mit Dromedaren. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist auch möglich.
Symptome: Die Erkrankung beginnt mit grippeähnlichen Symptomen. Bei schweren Verläufen kann sich eine Pneumonie entwickeln, die in ein akutes Atemnotsyndrom übergehen kann. Ein häufiges Begleitsymptom ist Durchfall; außerdem kann es zu Nierenversagen kommen. Schwere Verläufe treten überwiegend bei Menschen mit chronischen Vorerkrankungen auf, wie z.B. Diabetes, einer Krebserkrankung oder Immunsuppression.
Inkubationszeit: i.d.R. ein bis zwei Wochen.
Vorkommen: vor allem auf der arabischen Halbinsel und ihren Nachbarländern, ausserdem Südkorea und Hongkong.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Tuberkulose
Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien werden dabei in aller Regel auf dem Luftweg von Mensch zu Mensch übertragen. Die Tuberkulose betrifft bevorzugt die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Auch Tiere können die Bakterien z.B. über Rohmilch oder rohes Fleisch übertragen.
Symptome: zu Beginn eher unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem kommt es zu starkem Husten, bei dem die Erkrankten Blut spucken und Brustschmerzen haben. Im Fall einer Streuung der Bakterien auf weitere Organe kann es zu einer Hirnhautentzündung (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Halluzinationen, Wesensveränderung, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Koma) oder zu einer Blutvergiftung kommen, die tödlich enden kann.
Inkubationszeit: zwischen 6–8 Wochen.
Vorkommen: weltweit, allerdings ist vor allem die Situation im südlichen Afrika sowie in Osteuropa und Zentralasien sehr problematisch.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Klima
Allgemein
Von April bis Oktober herrschen tagsüber regelmäßig Temperaturen über 40 °C, gelegentlich auch über 50 °C, nachts kaum unter 35 °C; von November bis März tagsüber zwischen 20 ° und 25 °C. Nachts sinken die Temperaturen dann bis auf 14 °C. Umstellungsschwierigkeiten durch den Wechsel zwischen den Außentemperaturen und den häufig stark heruntergekühlten Innenräumen können das körperliche Wohlbefinden beeinträchtigen. Ausreichend trinken und eisgekühlte Getränke meiden. Die Mitnahme eines leichten Pullovers oder einer Jacke bei Aufenthalt in klimatisierten Räumen wird empfohlen.
Klimatabelle
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation SALALA
Höhe über NN in m: 18
Geographische Position: 54° 6’ E, 17° 3’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 27,2 | 27,6 | 30,1 | 31,2 | 32,4 | 31,9 | 27,9 | 27,0 | 28,9 | 30,7 | 30,4 | 28,3 |
Temp. ø Min. (°C) | 17,7 | 18,8 | 20,6 | 22,9 | 25,2 | 26,3 | 24,0 | 23,1 | 23,3 | 20,7 | 20,4 | 19,4 |
Regentage | 0 | 1 | 1 | 1 | 0 | 2 | 10 | 11 | 2 | 0 | 0 | 0 |
Niederschlag (mm) | 2 | 4 | 8 | 6 | 7 | 5 | 28 | 26 | 4 | 5 | 1 | 3 |
Sonnenstunden ø | 9,1 | 8,8 | 9,5 | 10,1 | 10,6 | 6,6 | 2,2 | 0,9 | 6,0 | 10,1 | 9,9 | 9,4 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 24 | 25 | 26 | 28 | 29 | 28 | 25 | 24 | 25 | 26 | 26 | 25 |
Klimabelastung* | -- | zs | s | s | ss | ss | ss | ss | ss | s | zs | zs |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
In Oman ist randtropisches Klima vorherrschend, mit großer Hitze (bis 57 Grad Celsius) und Trockenheit im Binnenland sowie hoher heißer Luftfeuchtigkeit in den Küstenebenen im Norden und im südwestlichen Gouvernement Dhofar. Die Niederschlagsmengen sind gering. Dennoch können sich bei gelegentlich heftigen Regenfällen die Wadis (ausgetrocknete Flussläufe) jäh in reißende Ströme verwandeln, weshalb diese bei entsprechenden Unwetterwarnungen schnellstmöglich verlassen werden sollten.
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.
Tsunami
In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.
Trop. Wirbelstürme & Tornados
Es besteht eine geringe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Stürme
Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.
Extreme Hitze
Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.
Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.
Epidemien
Es besteht eine eher geringe Epidemiegefahr.
Weitere Gefahren
Bei Unwetterwarnungen sollten die Wadis schnellstmöglich verlassen werden, da diese sich bei Regenfällen schnell in reißende Flüsse verwandeln können.