Pakistan

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Islamabad (689.249 Einwohner)

Fläche: 796.095 km²

Einwohnerzahl: 207,8 Mio.

Währung: Pakistanische Rupie (PKR) = 100 Paise

Staatsform: islamische, parlamentarische Republik

Amtssprache: Urdu und Englisch

Religion: Islam (95%), Hinduismus (2%), Christentum, (2%), Sikhismus

Bevölkerungsdichte: 261 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+5

Telefon-Vorwahl: +92

Netzspannung: 230 V, 50 Hz

Gefahrenindex: 4

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Im Norden grenzt Pakistan an Afghanistan, im Osten an Indien, im Westen an den Iran und im Süden ist das Arabische Meer eine natürliche Grenze. Im äußersten Norden liegt das umstrittene Gebiet Jammu und Kaschmir, das an Afghanistan, China (VR) und Indien grenzt. Pakistan besteht aus drei Regionen. Der Hindukusch, das nördliche Hochland, ist zerklüftet und bergig; das Indus-Tal ist eine flache Schwemmebene. Der Indus fließt in südlicher Richtung zur Makranküste.

Infrastruktur

Es gibt 4 internationale Flughäfen, Inlandsflüge sind verfügbar. Bahn- und Straßennetz sind gut ausgebaut. Der öffentliche Personenverkehr ist gut ausgebaut.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertage:
23. März:        Pakistan-Tag (Beschluss zur Staatsgründung 1940)
14. August:        Unabhängigkeitstag (vom Vereinigten Königreich 1947)

Weitere Feiertage:
5. Februar:        Kaschmir-Tag
21.-23. März:        Eid-ul-Fitr (Fastenbrechen)
6. April:        Ostermontag (nur von Christen begangen)
1. Mai:            Tag der Arbeit
27.+28. Mai:         Eid ul-Azha (Opferfest)
28. Mai:         Youm-e-Takbeer
25.+26. Juni:        Aschura
25. August:        Milad un-Nabi (Tag nach dem Geburtstag des Propheten)
25. Dezember:    Weihnachten (nur von Christen begangen)
25. Dezember:    Quaid-e-Azams Geburtstag
26. Dezember:    Tag nach Weihnachten (nur von Christen begangen)

 

Daten für 2027

Nationalfeiertage:
23. März:        Pakistan-Tag (Beschluss zur Staatsgründung 1940)
14. August:        Unabhängigkeitstag (vom Vereinigten Königreich 1947)

Weitere Feiertage:
5. Februar:        Kaschmir-Tag
10.-12. März:        Eid-ul-Fitr (Fastenbrechen)
29. März:        Ostermontag (nur von Christen begangen)
1. Mai:            Tag der Arbeit
17.+18. Mai:         Eid ul-Azha (Opferfest)
28. Mai:         Youm-e-Takbeer
14.+15. Juni:        Aschura
15. August:        Milad un-Nabi (Tag nach dem Geburtstag des Propheten)
9. November:        Iqbal
25. Dezember:    Weihnachten (nur von Christen begangen)
25. Dezember:    Quaid-e-Azams Geburtstag
26. Dezember:    Tag nach Weihnachten (nur von Christen begangen)

 

Daten für 2028

Nationalfeiertage:
23. März:        Pakistan-Tag (Beschluss zur Staatsgründung 1940)
14. August:        Unabhängigkeitstag (vom Vereinigten Königreich 1947)

Weitere Feiertage:
5. Februar:        Kaschmir-Tag
26.-28. Februar:    Eid-ul-Fitr (Fastenbrechen)
17. April:        Ostermontag (nur von Christen begangen)
1. Mai:            Tag der Arbeit
5.-7. Mai:         Eid ul-Azha (Opferfest)
28. Mai:         Youm-e-Takbeer
2.+3. Juni:        Aschura
3. August:        Milad un-Nabi (Tag nach dem Geburtstag des Propheten)
11. September:    Iqbal
25. Dezember:    Weihnachten (nur von Christen begangen)
25. Dezember:    Quaid-e-Azams Geburtstag
26. Dezember:    Tag nach Weihnachten (nur von Christen begangen)

Kontakte

Notrufnummern

Notarzt: 115, in Punjab 1122

Polizei: 15, 112 mit Mobiltelefon

Feuerwehr: 16

Verkehrspolizei: 1915

Hilfe für Verbrechensopfer: (021) 111 222 345 (in Karatschi, Citizens Police Liaison Committee [CPLC])

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Selbstwählferndienst ist verfügbar. Es gibt öffentliche Telefone, die mit Telefonkarten funktionieren und in vielen Geschäfts- und Einkaufsstraßen der größeren Städte zu finden sind. Die Telefonkarten bekommt man an Zeitungsständen und in Apotheken.

Das Mobilfunknetz beschränkt sich auf die Großstädte. Achtung, nicht jede Sim-Karte ist in jeder Region funktionstüchtig. Es kann vorkommen, dass eine in Islamabad erstandene Prepaid-Karte in Karatschi nicht funktioniert. Insbesondere bei Rundreisen und Ausflügen in ländliche oder bergige Gebiete sollten Sie darauf achten.

Weit verbreitet sind die sogenannten „Public Call Offices“, die man in fast jeder Stadt Pakistans findet. Hier können in der Regel sowohl nationale wie auch internationale Anrufe getätigt werden. Die Kosten richten sich nach der Dauer des Gesprächs, wobei es auch einige Call Offices gibt, in denen eine Telefonkarte genutzt werden kann.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Internet

In den meisten Hotels (ab drei Sternen) gibt es kostenloses W-LAN. Darüber hinaus verbreiten sich in den Städten Pakistans zunehmend Internetcafes, die zu sehr fairen Preisen besucht werden können. In den ländlichen Regionen ist es allerdings oft problematisch.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Strom / Elektrizität

230 V, 50 Hz
Übliche Netzsteckertypen: C, D

Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp D

steckertyp-D

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Außer den internationalen Verbindungen, die auf einem der fünf internationalen Flughäfen (Islamabad Benazir Bhutto (ISB), Karatschi (KHI), Lahore (LHE), Peshawar (PEW), Quetta (UET)) ankommen, sind auch Inlandsflüge verfügbar. Insgesamt sind in Pakistan 38 Flughäfen vorhanden. Außer der großen internationalen Fluglinie gibt es mehrere kleinere private Fluggesellschaften. Täglich gibt es mehrere Flüge von Karatschi nach Lahore, Rawalpindi und anderen Städten. Inlandsflüge sind das schnellste und praktischste Fortbewegungsmittel.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Pakistanische Rupie = 100 Paise (nicht im Umlauf)

Banköffnungszeiten: Mo - Do 09.00 - 13.30 Uhr, Fr 9.00 - 12.30 Uhr.

Unbeschränkte Einfuhr von Fremdwährung. Die Mitnahme von USD, Euro oder Britischem Pfund ist empfohlen.

Die Einfuhr von Landeswährung bis zum Betrag von 3.000 PKR (bei Einfuhr aus Indien 500 PKR). Die Einfuhr von Fremdwährung muss deklariert werden.

Ausfuhr Fremdwährung bis zu einem Betrag von 10.000 USD und die Ausfuhr von Landeswährung: bis zum Betrag von 3.000 PKR (bei Ausfuhr nach Indien 500 PKR).

Die Staatsbank von Pakistan erlaubt einen Rücktausch bis max. 500 PKR in Fremdwährung, wenn ein Beleg über den Umtausch in Pakistan in Landeswährung vorgelegt werden kann.

Umtauschbelege sollten aufbewahrt werden. Beim Umtausch ist meist der Pass zu zeigen. Banken und Wechselstuben in großen Städten tauschen ebenfalls Euro in die Landeswährung. Ein Rücktausch ist nur bis zu 500 Rupien gestattet.

Die gebräuchlichsten Kreditkarten sind American Express, Visa und MasterCard, mit ihnen kann man in Großstädten in Hotels, Supermärkten und Geschäften meist problemlos bezahlen oder bei Banken Geld abheben, zur Sicherheit bei der Hotelbuchung abklären. Geldautomaten sind in den größeren Städten verfügbar. Karten mit dem Cirrus- oder Maestro-Symbol werden in Pakistan an einigen Geldautomaten akzeptiert, aber nicht in Geschäften.

Gesundheit

Vorsorge

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio

Hepatitis A


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)

Japan-Enzephalitis-Impfung bei Landzeitaufenthalten oder bes. Exposition (Mücken) in der südlichen Provinz Sindh

Tollwut-Impfung, bes. bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen

Meningokokken ACWY (engere Bevölkerungskontakte, Langzeitaufenthalte)

Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist weiten Landesteilen unzureichend und entspricht medizinisch, hygienisch, technisch und organisatorisch meist nicht europäischem Standard. Sprachbarrieren können gerade auf dem Land die Kommunikation erheblich erschweren. In Islamabad und Karatschi ist die medizinische Versorgung in allen Fachdisziplinen meist auf einem hohen Niveau und damit auch teuer. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist dringend notwendig. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird empfohlen (www.dtg.org oder www.frm-web.de). Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Pakistan bewusst sein.

Die Versorgung mit zuverlässigen Medikamenten und eine ununterbrochene Kühlkette sind nicht überall gesichert. Es muss damit gerechnet werden, dass insbesondere in kleinen Apotheken auch gefälschte Produkte verkauft werden. Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Pakistan mitbringen und sich für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Die Apotheken der großen Privatkliniken bieten ein breites Spektrum zuverlässiger Medikamente an.

Die Deutsche Botschaft in Islamabad und das Generalkonsulat in Karatschi verfügen für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der jeweiligen Stadt.

Die WHO hat am 05. Mai 2014 Pakistan aufgefordert sicherzustellen, dass alle Reisenden, die das Land verlassen, über ein gültiges internationales Impfzertifikat mit einer dokumentierten Poliomyelitis (Kinderlähmung)-Impfung verfügen. Die Impfpflicht bleibt nach den jüngsten Revisionen vom November 2014 und März 2015 weiter in Kraft. Sie gilt für alle, die sich länger als 4 Wochen im Land aufgehalten haben. Die Impfung darf für diese Bescheinigung nicht älter als 1 Jahr sein und soll spätestens 4 Wochen vor Ausreise erfolgt sein. Bei kurzfristiger Ausreise reicht auch der Nachweis einer aktuell durchgeführten Impfung. Die Polio-Schutzimpfungen sollen möglichst mit einem oralen Impfstoff (OPV) erfolgen, der jedoch in Deutschland nicht mehr verfügbar ist. Bei der Ausreise von Ausländern werden Impfungen mit injizierbarem Impfstoff (IPV) akzeptiert. Wird die Impfung in Pakistan durchgeführt, ist darauf zu achten, dass sie von einer staatlich autorisierten Stelle vorgenommen wird. Sie soll im internationalen Impfzertifikat (ggf. unter der Gelbfieberimpfung) als separate Impfung (auch bei Verwendung von Kombinationsimpfstoffen) und somit für das Flughafenpersonal erkennbar in dem vorgesehen Feld eingetragen werden.

Die Pflichtimpfung bei Ausreise soll den Poliovirus-Export aus Pakistan in Drittländer verhindern. Aber auch innerhalb Pakistans ist der Polio-Impfschutz dringend zu empfehlen. Auffrischimpfungen gegen Polio sind regulär 10 Jahre wirksam.

Infektionen / Krankheiten

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Cholera

Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
 
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
 
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Fieberhafte Erkrankung, die durch Viren verursacht wird. Die gefürchteten Lähmungserscheinungen können auftreten, wenn die Viren die graue Substanz des Rückenmarks oder Stammhirns befallen. Dabei bevorzugen sie diejenigen Zellen, die für die willkürlichen Bewegungen des Menschen verantwortlich sind. Dadurch können Lähmungen verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch, meistens durch Schmierinfektion. Es erkranken vornehmlich Kinder, aber es können auch Erwachsene erkranken.

Eine Impfung gegen die Kinderlähmung ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme.

Symptome: oft ohne spezifische Symptome; manchmal treten grippeähnliche Beschwerden auf wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopfweh, Gliederschmerzen, Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf können die Viren das Gehirn und Rückenmark befallen, so dass es zu Lähmungen kommen kann. Auch tödliche Verlaufsformen sind möglich.

Inkubationszeit: zwischen 3- 14 Tagen.

Vorkommen: verstärkt in Afghanistan, Pakistan und Nigeria.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Leishmaniose (Orientbeule)

Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.

Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).

Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.

Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).

Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.

Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.

Tuberkulose

Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien werden dabei in aller Regel auf dem Luftweg von Mensch zu Mensch übertragen. Die Tuberkulose betrifft bevorzugt die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Auch Tiere können die Bakterien z.B. über Rohmilch oder rohes Fleisch übertragen.

Symptome: zu Beginn eher unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem kommt es zu starkem Husten, bei dem die Erkrankten Blut spucken und Brustschmerzen haben. Im Fall einer Streuung der Bakterien auf weitere Organe kann es zu einer Hirnhautentzündung (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Halluzinationen, Wesensveränderung, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Koma) oder zu einer Blutvergiftung kommen, die tödlich enden kann.

Inkubationszeit: zwischen 6–8 Wochen.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist vor allem die Situation im südlichen Afrika sowie in Osteuropa und Zentralasien sehr problematisch.

Chikungunyafieber

Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.

Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.

Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.

Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.

Japanische Enzephalitis

Die japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, eine Gehirnhautentzündung nach einem Mückenstich. Grundsätzlich kann die japanische Enzephalitis in jedem Alter auftreten.
Symptome: i.d.R. keine schweren Krankheitssymptome. Nur bei ca. 1 von 250 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung mit Fieber, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfällen und Lähmungen bis zum Koma.

Inkubationszeit: zwischen 5–15 Tagen.

Vorkommen: hauptsächlich in asiatischen Länder, im westlichen Pazifikraum und gelegentlich in Australien (Torres Strait und nördl. Queensland). Betroffen sind besonders ländliche Gebiete, in denen Schweinezucht und Reisanbau betrieben werden.

Influenza (Grippe)

Influenza ist eine Viruserkrankung, die durch direkten oder indirekten Kontakt mit Körperflüssigkeiten erkrankter Personen übertragen wird.

Symptome: hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Augentränen, trockener Husten, trockene Kehle, angeschwollene Nasenschleimhaut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Inkubationszeit: i.d.R. zwischen wenigen Stunden bis Tagen.

Vorkommen: grundsätzlich überall.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

In Großstädten wie Karatschi erreicht die Luftverschmutzung oft gesundheitsschädigende Ausmaße. Für Personen mit Erkrankungen der Atemwege ist Vorsicht geboten.

Umwelt

Klima

Allgemein

Pakistan hat ein kontinentales Klima, das durch vier Jahreszeiten gekennzeichnet ist. Trockene kühle Winter von Dezember bis Februar, trockene heiße Sommer von März bis Mai, Südwest-Monsun von Juni bis September und den Nordost-Monsun von Oktober bis November.

Der trockene Sommerwind heißt Loo; die durchschnittliche Temperatur in Karatschi beträgt 13 bis 25 °C im Januar und 28 bis 34 °C im Juni. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge variiert zwischen 196 mm /Jahr (Karatschi) und 900 mm /Jahr (Islamabad).

Klimatabelle

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:

Klimastation ISLAMABAD-RAWALPINDI (Flughafen)

Höhe über NN in m: 508

Geographische Position: 73° 6’ E, 33° 37’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

17,7

19,1

23,9

30,1

35,3

38,7

35,0

33,4

33,5

30,9

25,4

19,7

Temp. ø Min. (°C)

2,6

5,1

9,9

15,0

19,7

23,7

24,3

23,5

20,6

13,9

7,5

3,4

Regentage

5

6

7

5

3

4

10

10

5

2

2

3

Niederschlag (mm)

56

74

90

62

39

62

267

310

98

29

18

37

Sonnenstunden ø

6,3

6,6

6,5

8,4

10,1

10,0

8,5

8,1

8,7

8,9

8,3

6,3

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

--

--

--

--

h + t

s

ss

ss

s

zs

--

--

Klimastation KARACHI-SIND (Flughafen)

Höhe über NN in m: 21

geographische Position: 67° 8’ E, 24° 54’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

25,8

27,7

31,5

34,3

35,2

34,8

33,1

31,7

32,6

34,7

31,9

27,4

Temp. ø Min. (°C)

10,4

12,7

17,6

22,3

25,9

27,9

27,4

26,1

25,2

21,0

15,9

11,6

Regentage

1

1

1

0

0

1

3

3

1

0

0

1

Niederschlag (mm)

6

10

12

4

0

6

86

67

20

1

2

4

Sonnenstunden ø

8,7

8,8

8,8

9,2

9,6

7,7

5,0

4,8

7,3

9,1

9,1

8,8

Wasser-Temp. ø (°C)

24

23

24

26

28

29

29

27

27

27

26

24

Klimabelastung*

--

--

zs

s

ss

ss

ss

ss

ss

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Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Wie auch seine Nachbarländer liegt Pakistan in einer Erdbebenzone. Im Norden muss während des Südwest-Monsuns mit Überschwemmungen und Erdrutschen rechnen. Der Süden des Landes wird vereinzelt von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht.

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Erdbeben

Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Trop. Wirbelstürme & Tornados

Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.

Stürme

Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.

Extreme Hitze

Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.

Weitere Gefahren

Intensive Sonneneinstrahlung, Blendung durch Schnee und Eis, starker Wind, extreme Kälte und unwegsames oder unbekanntes Gelände bergen weitere Risiken für den Reisenden in großer Höhe. Durch Erdbeben oder anhaltende Niederschläge kann es an gefährdeten Stellen zu Lawinen, Muren und Abrutschen von ganzen Berghängen kommen.

Für die Hubschrauberrettung aus Bergnot gibt es in Pakistan nach Kenntnis der Botschaft keine zivilen Luftrettungsunternehmen, sondern lediglich die Möglichkeit einer Evakuierung durch das pakistanische Militär, die sich sehr bürokratisch und zeitaufwändig gestaltet. Die Alarmierung kann sich je nach Unfallort sehr verzögern.