Paraguay

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Asunción, 544.039 Einwohner

Fläche: 406.752 km²

Einwohnerzahl: 6.703.864

Währung: 1 Guaraní (PYG) = 100 Céntimos

Staatsform: Republik

Amtssprache: Guaraní und Spanisch

Religion: 89,6 % römisch-katholisch, protestantische, mennonitische sowie Bahai-Minderheiten

Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC−4, UTC−3 (Sommerzeit)

Telefon-Vorwahl: +595

Netzspannung: 220 V

Gefahrenindex: 0

Visumpflicht: nein

Reisepass erforderlich: ja

Lage

Geographische Einordnung

Paraguay ist ein Binnenland Südamerikas mit Grenzen zu Argentinien, Bolivien und Brasilien.

Infrastruktur

In Paraguay gibt es die internationalen Flughäfen Silvio Pettirossi (ASU) (Asunción) und Guarani (AGT). Inlandsflüge werden angeboten.

Das Schiffsnetz ist sehr gut ausgebaut. Die Eisenbahnlinien sind seit einiger Zeit fast vollständig eingestellt.

Die Straßen zu den wichtigsten Städten sind in gutem Zustand. Busse verbinden die wichtigsten Städte, Mietwagen sind in allen größeren Städten und Flughäfen vorhanden.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
14. Mai:        Unabhängigkeitstag (von Spanien 1811)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahrstag
1. März:        Tag der Helden
2. April:        Gründonnerstag
3. April:        Karfreitag
1. Mai:            Tag der Arbeit
15. Mai:        Muttertag
12. Juni:        Tag des Friedens von Chaco
15. August:        Tag der Gründung von Asunción
29. September:    Tag des Sieges bei der Schlacht um Boquerón
8. Dezember:        Hl. Jungfrau von Caacupé
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
14. Mai:        Unabhängigkeitstag (von Spanien 1811)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahrstag
1. März:        Tag der Helden
25. März:        Gründonnerstag
26. März:        Karfreitag
1. Mai:            Tag der Arbeit
15. Mai:        Muttertag
12. Juni:        Tag des Friedens von Chaco
15. August:        Tag der Gründung von Asunción
29. September:    Tag des Sieges bei der Schlacht um Boquerón
8. Dezember:        Hl. Jungfrau von Caacupé
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
14. Mai:        Unabhängigkeitstag (von Spanien 1811)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahrstag
1. März:        Tag der Helden
13. April:        Gründonnerstag
14. April:        Karfreitag
1. Mai:            Tag der Arbeit
12. Juni:        Tag des Friedens von Chaco
20. Juni:        Tag der Verfassung
15. August:        Tag der Gründung von Asunción
29. September:    Tag des Sieges bei der Schlacht um Boquerón
8. Dezember:        Hl. Jungfrau von Caacupé
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 911

Polizei: 912

Feuerwehr: 132

Küstenwache: -

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Das Festnetz ist ausgebaut, der Mobilfunk beschränkt sich auf urbane Gegenden.

Aktuelle Infos zur konkreten GSM-Netzabdeckung.

Internet

Internetcafés stehen in den größeren Städten zur Verfügung.

Strom / Elektrizität

220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: A, B, C, F, I, L.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der “International Electrotechnical Commission”.

Steckertyp A

steckertyp-A

Steckertyp B

steckertyp-B

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp F

steckertyp-F

Steckertyp I

steckertyp-I

Steckertyp L

steckertyp-L

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Die nationale TAM Airlines sowie mehrere internationale Airlines fliegen die internationalen Airports Silvio Pettirossi (ASU) (Asunción) und Guarani (AGT) an.

TAM Airlines führt auch Inlandsflüge durch, Flugtaxis spielen im Gebiet des Gran Chaco eine Rolle.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Guaraní (PYG) = 100 Céntimos

Banköffnungszeiten: In der Regel Mo-Fr 8-13 Uhr.

US-Dollar lassen sich im ganzen Land problemlos tauschen. Bargeld darf bis zu einer Summe von 10.000 US-Dollar eingeführt werden. Es wird empfohlen, Geld nur bei offiziellen Wechselstellen bzw. Banken zu wechseln (sonst Falschgeldgefahr) und keine größeren Barbeträge mit sich zu führen.

Mit EC-Bankkarten sowie Kreditkarten und PIN kann an Geldautomaten (in größeren Städten) Bargeld abgehoben werden, je nach Bank jedoch oft nur bis zu 150 Euro pro Tag. Die Bezahlung mit Kreditkarten ist nur in Asunción und Ciudad del Este und auch dort nicht überall möglich.

Gesundheit

Vorsorge

Empfohlene Impfungen

Gelbfieber

Tetanus

Diphtherie

Keuchhusten

Hepatitis A

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

(Masern und Röteln)


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Vorgeschriebene Impfungen

Eine Gelbfieberimpfung ist für alle Reisenden ab dem vollendeten ersten Lebensjahr bei Ein- und Durchreise von mehr als 24 Stunden aus bestimmten gelbfieberendemischen Ländern vorgeschrieben. Dazu gehören derzeit Brasilien, Bolivien, Peru und Venezuela.

Eine Gelbfieberimpfung ist auch für alle Personen über neun Monate außerhalb von Asuncíon medizinisch sinnvoll.

Impfungen aus besonderem Grund

  • Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten
  • Dengue-Fieber bei besonderer Exposition und gegebener Indikation (Vorkommen: nur Osterinsel oder extremer Norden Chiles)
  • Tollwut, besonders bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen oder bei Risiko nicht-vermeidbarer Tierkontakte
  • Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Das Gesundheitswesen erreicht außerhalb der Hauptstadt nicht europäische Standards. Das gilt vor allem für öffentliche Krankenhäuser, die unter schlechten hygienischen Verhältnisse, einer unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie einem Mangel an Fachpersonal leiden. Einzelne Privatkliniken in Asunción sind personell und technisch besser ausgestattet. Mit Paraguay gibt es kein Sozialversicherungsabkommen, die hohen Kosten einer medizinischen Versorgung in Privatkliniken muss der Patient zunächst selbst tragen. Vor Beginn einer Behandlung wird in der Regel eine finanzielle Garantie (in bar oder per Kreditkarte) verlangt. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.

Dringend geraten wird daher zur Mitnahme einer eigenen Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen, Verbandsmaterial und Einwegspritzen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Leishmaniose (Orientbeule)

Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.

Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).

Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.

Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).

Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.

Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Sicheres Trinkwasser ist abgekocht oder kommt aus verschlossenen Flaschen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Sichere Nahrung wurde erhitzt oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.

Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Umwelt

Natürliche Umweltgefahren

Waldbrände

Insbesondere in den Sommermonaten kann es zu größeren Wald- und Buschbränden kommen. Evakuierungen und Einschränkungen im Verkehr sind die Folge.

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Weitere Gefahren

Infolge von starken Niederschlägen und Überschwemmungen kann es zu Erdrutschen kommen.

Klima

Allgemein

Subtropisches Klima in den südlichen Landesteilen, im Norden tropisch und heiß-feucht. Regenfälle dort vor allem im Sommer von Oktober bis Mai.

Klimatabelle

Klimastation Asuncion (Flughafen)

Höhe über NN in m: 101

Geographische Position: 57° 38’ W, 25° 16’ S

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

33,1

32,6

31,5

28,1

24,9

22,6

23,4

24,2

26,1

28,9

30,6

32,2

Temp. ø Min. (°C)

22,7

22,4

21,4

18,7

16,0

13,5

13,7

14,2

15,9

18,3

20,0

21,6

Regentage

5

5

5

5

4

4

3

4

3

5

5

5

Niederschlag (mm)

158

122

115

157

110

72

42

77

79

116

153

132

Sonnenstunden ø

8,0

7,7

7,2

6,6

6,0

5,2

6,2

5,8

5,6

6,6

8,3

8,2

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

s

s

s

s

zs

--

--

--

--

zs

s

s

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken