Portugal
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Lissabon
Fläche: 92.400 km²
Einwohnerzahl: 10.341.330
Währung: Euro (EUR)
Staatsform: parlamentarische Republik
Amtssprache: Portugiesisch
Religion: Römisch-Katholisch 94 %
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC±0
UTC+1 (März bis Oktober)
Azoren:
UTC-1
UTC±0 (März bis Oktober)
Telefon-Vorwahl: +351
Netzspannung: 230 V/ 50 Hz
Gefahrenindex:
Visumpflicht: nein
Reisepass erforderlich: nein
Lage
Geographische Einordnung
Portugal liegt im äußersten Westen des europäischen Kontinents und der Iberischen Halbinsel und grenzt im Norden und Osten an Spanien und im Süden und Westen an den Atlantischen Ozean.
Infrastruktur
Portugal hat 3 internationale Flughäfen: Lissabon (LIS) (Portela de Sacavem), Faro (FAO) und Porto (OPO) (Oporto Sá Carneiro); die einzelnen Azoreninseln werden angeflogen.
Zwischen zahlreichen Orten an der Küste und auf den größeren Flüssen verkehren Fähren.
Das Eisenbahnnetz verbindet alle Städte Portugals, das Straßennetz ist gut ausgebaut. Es besteht Mautpflicht.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
10. Juni: Portugal-Tag (Todestag des Nationaldichters Luís de Camões)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
3. April: Karfreitag
5. April: Ostersonntag
25. April: Tag der Freiheit
1. Mai: Tag der Arbeit
4. Juni: Fronleichnam
15. August: Mariä Himmelfahrt
5. Oktober: Errichtung der Republik
1. November: Allerheiligen
1. Dezember: Wiederherstellung der Unabhängigkeit
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
10. Juni: Portugal-Tag (Todestag des Nationaldichters Luís de Camões)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
26. März: Karfreitag
28. März: Ostersonntag
25. April: Tag der Freiheit
1. Mai: Tag der Arbeit
27. Mai: Fronleichnam
15. August: Mariä Himmelfahrt
5. Oktober: Errichtung der Republik
1. November: Allerheiligen
1. Dezember: Wiederherstellung der Unabhängigkeit
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
10. Juni: Portugal-Tag (Todestag des Nationaldichters Luís de Camões)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
14. April: Karfreitag
16. April: Ostersonntag
25. April: Tag der Freiheit
1. Mai: Tag der Arbeit
15. Juni: Fronleichnam
15. August: Mariä Himmelfahrt
5. Oktober: Errichtung der Republik
1. November: Allerheiligen
1. Dezember: Wiederherstellung der Unabhängigkeit
8. Dezember: Mariä Empfängnis
25. Dezember: Weihnachten
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 112
Polizei: 112
Feuerwehr: 112
Zusatz:
Waldbrand: 117
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Touristenpolizei
Lissabon: +351 21 3421623
Cascais: +351 21 4863929
Porto: +351 22 2081833.
Allgemein
Strom / Elektrizität
230 V, 50 Hz. Adapter erforderlich. Üblicher Netzsteckertyp G.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Die Elektrizitätsversorgung ist flächendeckend und gut ausgebaut. Sie ist i.d.R. weitgehend stabil.
Steckertyp G
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Portugals Großstädte (Lissabon, Faro, Madeira, Porto Santo, Porto und die Azoren) verfügen über gut ausgebaute internationale Flughäfen, die von der TAP Portugal regelmäßig angeflogen werden. Die Fluggesellschaft SATA (Sociedade Açoriana de Transportes Aereos) verbindet die einzelnen Azoreninseln untereinander, mit dem portugiesischem Festland u.a. europäischen und außereuropäischen Städten.
ATA - Aerocondor Transportes Aéreos bietet regelmäßige Inlandsflüge und internationale Charterflüge an. Außerdem gibt es Charterflüge von weiteren Anbietern.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Euro (EUR) = 100 Cents.
Banköffnungszeiten: Mo-Fr 08.30-15.00 Uhr. Einige Banken in Lissabon haben Mo-Fr bis 18.00 Uhr geöffnet.
Algarve: Die Bank im Einkaufszentrum Vilamoura Marina hat täglich 09.00-21.00 Uhr geöffnet.
Die Bargeldversorgung über Bankautomaten mittels Bankkarten (mit dem “Maestro”-Logo und/oder mit dem “V-Pay”-Logo) ist fast überall möglich.
Kreditkarten werden fast überall akzeptiert. Reisende werden möglicherweise gebeten, sich auszuweisen, wenn sie nicht über das durch »Chip und PIN«-Verfahren zahlen können. Im Landesinneren wird oft Bargeld verlangt.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Meningokokken (ACWY, bei Langzeitaufenthalt von Schülern und Studenten)
Dengue-Impfung, siehe Stellungnahme/FAQ des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga® - 16.02.2024, dtg.org
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Das Niveau der medizinischen Versorgung entspricht in manchen öffentlichen Krankenhäusern nicht immer dem deutschen Standard. In den Städten ist die medizinische Versorgung zwar besser als in ländlichen Gebieten, trotzdem ist eine private Krankenversicherung ratsam, da die personelle, apparative und hygienische Ausstattung in Privatkliniken besser ist.
Mit der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) haben Reisende Anspruch auf eine Behandlung bei zugelassenen Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern. Da die gesetzlichen Krankenkassen nicht alle Kosten einer Behandlung abdecken (z. B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland, Behandlung durch Privatärzte und -kliniken), empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.
Die Medikamentenversorgung ist gesichert, vor allem bei Aufenthalten in ländlichen Gebieten sollte man eine Reiseapotheke mitnehmen, die auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält.
Gesundheitszeugnis
Für Arbeitsaufenthalte wird ein Gesundheitszeugnis ("Health Certificate") in englischer Sprache verlangt (Formular auf Anfrage über die Botschaft).
Infektionen / Krankheiten
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.
Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Leishmaniose (Orientbeule)
Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.
Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).
Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.
Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).
Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.
Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Es besteht die Gefahr an Durchfall zu erkranken, daher ist auf eine sorgfältige Trinkwasserhygiene zu achten. In den meisten Hotels ist sterilisiertes Wasser aus Trinkwasserhähnen oder Wasser in Flaschen erhältlich. Wenn dies nicht der Fall ist, dann sollte das Wasser immer abgekocht werden.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Es besteht die Gefahr an Durchfall zu erkranken, daher ist auf eine sorgfältige Nahrungsmittelhygiene zu achten. Fleisch- oder Fischgerichte sollten nicht roh oder halbroh verzehrt werden. Sie sollten immer gut durchgekocht und heiß serviert verzehrt werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Natürliche Umweltgefahren
Überschwemmungen
Besonders in den Wintermonaten kann es in ganz Portugal zu ergiebigen Regenfällen kommen. Einige Gebiete, darunter Teile von Lissabon, sind besonders anfällig für Überschwemmungen. Dies kann zu Störungen im Nah- und Fernverkehr sowie zu Straßensperrungen führen.
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Es besteht eine erhöhte Erdbebengefahr. Es kann zu starken Erdbeben kommen. Diese gabe es bereits in der Vergangenheit und auch zukünftig wird mit ihnen zu rechnen sein.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Tsunami
Es besteht eine erhöhte Tsunamigefahr, die allerdings selten ein schlimmes Ausmaß annimmt.
Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.
Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.
Trop. Wirbelstürme & Tornados
Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.
Waldbrände
Insbesondere in den Sommermonaten kann es zu größeren Wald- und Buschbränden kommen. Evakuierungen und Einschränkungen im Verkehr sind die Folge.
Klima
Allgemein
Gemäßigtes Klima im Landesinneren, atlantisches Klima im Norden und mediterranes Klima im Süden des Landes. Die Durchschnittstemperatur in Lissabon liegt bei 22 °C im Sommer und 10 °C im Winter. An der Algarve ist die beste Reisezeit von Mai bis Oktober mit Temperaturen um 24 °C. Die Azoren und Madeira haben das ganze Jahr über ein angenehmes Klima.
Klimatabelle
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation LISSABON (Stadt)
Höhe über NN in m: 77
Geographische Position: 9° 9’ W, 38° 43’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 14,5 | 15,6 | 17,6 | 19,1 | 21,7 | 24,8 | 27,4 | 27,9 | 26,4 | 22,4 | 17,8 | 14,8 |
Temp. ø Min. (°C) | 8,2 | 9,0 | 9,9 | 11,1 | 13,0 | 15,6 | 17,4 | 17,7 | 17,0 | 14,6 | 11,2 | 8,9 |
Regentage | 11 | 11 | 8 | 8 | 6 | 3 | 1 | 1 | 4 | 8 | 10 | 10 |
Niederschlag (mm) | 110 | 111 | 69 | 64 | 39 | 21 | 5 | 6 | 26 | 80 | 114 | 108 |
Sonnenstunden ø | 4,6 | 5,3 | 6,7 | 7,8 | 9,4 | 10,1 | 11,4 | 11,1 | 8,7 | 6,9 | 5,2 | 4,6 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | zs | zs | zs | -- | -- | -- |
Klimastation FUNCHAL (Insel Madeira)
Höhe über NN in m: 58
Geographische Position: 16° 54’ W, 32° 38’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 19,1 | 19,1 | 19,5 | 19,6 | 20,9 | 22,3 | 24,3 | 25,6 | 25,7 | 24,2 | 22 | 20 |
Temp. ø Min. (°C) | 13,1 | 12,8 | 13 | 13,4 | 14,6 | 16,5 | 18 | 18,9 | 18,9 | 17,6 | 15,6 | 13,9 |
Regentage | 8 | 9 | 7 | 5 | 3 | 2 | 0 | 1 | 3 | 6 | 8 | 9 |
Niederschlag (mm) | 103 | 87 | 64 | 39 | 19 | 12 | 2 | 3 | 37 | 75 | 101 | 100 |
Sonnenstunden ø | 4,5 | 5,3 | 5,8 | 6,1 | 6,5 | 5,4 | 7,4 | 7,7 | 6,7 | 5,9 | 5,2 | 4,5 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | zs | zs | zs | -- | -- | -- |
Klimastation PONTA DELGADA (Azoren)
Höhe über NN in m: 36
Geographische Position: 25° 40’ W, 37° 45’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 17 | 16,8 | 17,3 | 18,1 | 19,7 | 21,8 | 24,3 | 25,6 | 24,7 | 22,1 | 19,6 | 17,9 |
Temp. ø Min. (°C) | 11,6 | 11 | 11,6 | 12,1 | 13,3 | 15,4 | 17,2 | 18,4 | 17,8 | 15,9 | 13,9 | 12,6 |
Regentage | 15 | 13 | 12 | 10 | 8 | 7 | 6 | 6 | 10 | 12 | 13 | 14 |
Niederschlag (mm) | 133 | 107 | 100 | 72 | 53 | 37 | 30 | 38 | 86 | 113 | 130 | 127 |
Sonnenstunden ø | 3,1 | 3,6 | 3,9 | 4,7 | 5,6 | 5,4 | 6,7 | 6,9 | 5,8 | 4,6 | 3,6 | 3 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | zs | zs | s | s | zs | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken