Sambia

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Lusaka, 1,74 Mio. Einwohner

Fläche: 752.614 km²

Einwohnerzahl: 14,5 Mio.

Währung: 1 Sambischer Kwacha (ZMW) = 100 Ngwee

Staatsform: Republik

Amtssprache: Englisch

Religion: 50 % Christen (davon 60 % Katholiken, 20 % Protestanten), außerdem 25 % Muslime und Hindus, Anhänger von Naturreligionen.

Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+2

Telefon-Vorwahl: +260

Netzspannung: 230 V

Gefahrenindex: 0

Visumpflicht: ja

Reisepass erforderlich: ja

Lage

Geographische Einordnung

Sambia liegt im südlichen Zentralafrika und grenzt im Westen an Angola, im Norden an Zaïre, im Nordosten an Tansania, im Osten an Malawi, im Südosten an Mosambik, im Süden an Simbabwe und Botswana und den Caprivi-Zipfel.

Infrastruktur

Internationale Verbindungen an den Flughafen Lusaka (LUN) sowie den Flughafen Mfuwe (MFU). Inlandsflüge werden angeboten. Fährverbindungen sowie ein Eisenbahnnetz sind vorhanden. Das verhältnismäßig gute Straßennetz ist während der Regenzeit oft unbefahrbar. Linksverkehr. Busse, Mietwagen und Sammeltaxis sind in allen größeren Städten vorhanden.

Häufige Stromausfälle.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
24. Oktober:        Unabhängigkeitstag (vom Vereinigten Königreich 1964)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr    
8. März:        Internationaler Frauentag    
12. März:        Tag der Jugend    
3. April:        Karfreitag
4. April:        Ostersamstag    
6. April:        Ostermontag
28. April:        Geburtstag des Kenneth Kaunda
1. Mai:            Tag der Arbeit    
25. Mai:        Tag der afrikanischen Befreiung    
6. Juli:            Tag der Helden    
7. Juli:            Tag der Einheit
3. August:        Tag der Bauern
18. Oktober:        Tag des Gebets
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
24.(+25.) Oktober:    Unabhängigkeitstag (vom Vereinigten Königreich 1964)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr    
8. März:        Internationaler Frauentag    
12. März:        Tag der Jugend    
26. März:        Karfreitag
27. März:        Ostersamstag    
29. März:        Ostermontag
28. April:        Geburtstag des Kenneth Kaunda
1. Mai:            Tag der Arbeit    
25. Mai:        Tag der afrikanischen Befreiung    
5. Juli:            Tag der Helden    
6. Juli:            Tag der Einheit
2. August:        Tag der Bauern
18. Oktober:        Tag des Gebets
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
24. Oktober:        Unabhängigkeitstag (vom Vereinigten Königreich 1964)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr    
8. März:        Internationaler Frauentag    
12. März:        Tag der Jugend    
14. April:        Karfreitag
15. April:        Ostersamstag    
17. April:        Ostermontag
28. April:        Geburtstag des Kenneth Kaunda
1. Mai:            Tag der Arbeit    
25. Mai:        Tag der afrikanischen Befreiung    
3. Juli:            Tag der Helden    
4. Juli:            Tag der Einheit
7. August:        Tag der Bauern
18. Oktober:        Tag des Gebets
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 999 od. 112

Polizei: 911

Feuerwehr: 993

Küstenwache: -

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Das Festnetz ist nur sehr lückenhaft ausgebaut. Es gibt öffentliche Münztelefone in Postämtern und in den meisten öffentlichen Gebäuden. Eine begrenzte Anzahl von öffentlichen Kartentelefonen gibt es in den größeren Städten. Auslandsgespräche können auch von Hotels aus geführt werden. In Hotels sind die Telefonkosten allerdings am höchsten.

Der Mobilfunk deckt nur die wenigen dicht besiedelten Gebiete ab. Hier aktuelle Infos zur konkreten GSM-Netzabdeckung.

Telefonieren über einen deutschen Mobilfunkanbieter ist in Sambia praktisch nicht möglich, Roaming funktioniert nur sehr eingeschränkt. Jedoch kann für einen Gegenwert von unter 1,- € eine Sim-Karte eines lokalen Anbieters erworben werden, sodass nach dem Prepaid-System nach Deutschland telefoniert werden kann bzw. man aus Deutschland angerufen werden kann.

Internet

In den großen Städten nimmt die Zahl an Internetcafés rasant zu. E-Mail-Zugang hat man z.B. von Internetcafés in Livingstone und Lusaka. Die Verbindungen sind jedoch meistens sehr langsam und häufig durch Stromausfälle unterbrochen. Es gibt Internetcafés mit Notstromgeneratoren, die sich diesen Service jedoch entsprechend bezahlen lassen.

Strom / Elektrizität

230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C, D und G.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der “International Electrotechnical Commission”.

Während der Regenzeit muss infolge von Kurzschlüssen häufig mit Netzausfällen gerechnet werden. Höherklassige Hotels verfügen über Notstromgeneratoren. Hinweis: In der Regenzeit sind neben den Stromausfällen auch Wassernotstände an der Tagesordnung.

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp D

steckertyp-D

Steckertyp G

steckertyp-G

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Internationale Verbindungen u.a. South African Airways und British Airways an den Flughafen Lusaka (LUN). Inlandsflüge werden angeboten.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Sambischer Kwacha (ZMW) = 100 Ngwee

Banköffnungszeiten: Mo-Fr 8.15-14.30 Uhr, am ersten und letzten Samstag eines Monats 8.15-10.30 Uhr.

Alle in Sambia erbrachten Leistungen sind in sambischen Kwacha (ZMW) zu bezahlen (Ausnahme: Flughafen-Visa). Das Verwenden von anderen Währungen kann empfindliche Strafen nach sich ziehen (u.a. bis zu zehn Jahre Gefängnis). Banken und Wechselstuben akzeptieren häufig nur US-Dollar zum Umtausch in Landeswährung, der Euro hat sich noch nicht flächendeckend durchgesetzt. US-Dollar-Banknoten der Serien vor 1996 werden meistens nicht umgetauscht oder angenommen.

Namhafte Kreditkarten werden von größeren Unternehmen zunehmend, aber nicht durchgehend – in Lusaka und Livingstone (Victoria Falls) – angenommen. Einige Geldautomaten (in Lusaka und anderen Städten) akzeptieren Visa- und/oder MasterCard-Kreditkarten, vereinzelt ist an einigen Automaten inzwischen auch die Geldabhebung mit EC-Karten (Maestro bzw. Cirrus) möglich, man sollte sich darauf jedoch nicht verlassen. Zudem können pro Tag in der Regel nur begrenzte Beträge abgehoben werden (zirka 100-250 Euro).

Achtung: Sambia-Reisende dürfen keine alten Banknoten (aus der Zeit vor der Währungsreform vom 1.1.2013) annehmen. Kreditkartenbetrug nimmt in Sambia in erschreckendem Maße zu. Selbst in großen Hotels mit überwiegend ausländischen Gästen wurden schon in mehreren Fällen betrügerische Gebühren verlangt und Kreditkartenmissbrauch dokumentiert.

Gesundheit

Vorsorge

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Tollwut-Impfung bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen

Gelbfieber, theoretisches aber relativ geringes Infektionsrisiko bei Reisen in den Westen (Grenze zu Angola), die Provinzen North West und Northern

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A

Typhus-Impfung


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse, der begrenzten apparativen Ausstattung und des Arzneimittelmangels entspricht die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern nicht europäischem Standard, so dass die medizinische Grundversorgung nur beschränkt gewährleistet ist. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Ärzte. Krankenhäuser verlangen eine Vorschusszahlung, bevor sie Patienten behandeln.

Die Mitnahme einer ausreichend bestückten Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen sowie eigenes Verbandsmaterial und sterile Wegwerfspritzen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Ebenso ein ein ausreichender, weltweit gültiger Auslandskrankenversicherungsschutz mit eingeschlossener Reiserücktransportversicherung.

Die Zahl HIV-infizierter Personen unter der Lokalbevölkerung ist sehr hoch, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Bilharziose (Schistosomiasis)

Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.

Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.

Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.

Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Fieberhafte Erkrankung, die durch Viren verursacht wird. Die gefürchteten Lähmungserscheinungen können auftreten, wenn die Viren die graue Substanz des Rückenmarks oder Stammhirns befallen. Dabei bevorzugen sie diejenigen Zellen, die für die willkürlichen Bewegungen des Menschen verantwortlich sind. Dadurch können Lähmungen verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch, meistens durch Schmierinfektion. Es erkranken vornehmlich Kinder, aber es können auch Erwachsene erkranken.

Eine Impfung gegen die Kinderlähmung ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme.

Symptome: oft ohne spezifische Symptome; manchmal treten grippeähnliche Beschwerden auf wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopfweh, Gliederschmerzen, Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf können die Viren das Gehirn und Rückenmark befallen, so dass es zu Lähmungen kommen kann. Auch tödliche Verlaufsformen sind möglich.

Inkubationszeit: zwischen 3- 14 Tagen.

Vorkommen: verstärkt in Afghanistan, Pakistan und Nigeria.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt über die Tsetsefliege, bei der westafrikanischen Form durch die Gattung Glossina palpalis, bei der ostafrikanischen Form durch Glossina morsitans.
Glossina palpalis sticht in der Regel nur Menschen und tritt entlang von Flussläufen auf. Glossina morsitans sticht meistens Tiere und tritt vor allem in den Savannen auf.

Symptome: zu Beginn der Erkrankung oft grippeähnlich. Im weiteren Verlauf kann es neben Verhaltensstörungen und Meningitis (Hirnhautentzündung) zu Schlafstörungen kommen. Bei der ostafrikanischen Form kann auch das Herz betroffen sein. Unbehandelt verlaufen beide Formen der Schlafkrankheit tödlich.

Inkubationszeit: bei der westafrikanischen Form Wochen bis Jahre und bei der ostafrikanischen Form 3–21 Tage.

Vorkommen: im tropischen Afrika, vor allem im Kongo, Sudan und in Angola, sowie in Kenia und Tansania.

Cholera

Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
 
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
 
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung)

Die bakterielle Meningitis, eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, gilt als die "klassische" Form der Hirnhautentzündung. Eine Meningitis kann aber auch andere Ursachen haben. Häufig entsteht sie auch durch eine Virus-Infektion, z.B. bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Eine durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung verläuft in vielen Fällen gravierender als eine rein virusbedingte. Neben einer Reihe anderer Keime, wie z.B. Pneumokokken, gehören Meningokokken zu den typischen Erregern der bakteriellen Meningitis. Säuglinge sind häufiger betroffen als andere Altersgruppen. Einen gewissen Schutz vor einer bakteriellen Meningitis bietet die Impfung gegen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae.

Symptome: sehr starke Kopfschmerzen; Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, schweres allgemeines Krankheitsgefühl.
Bei schweren Krankheitsverläufen: Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Krampfanfälle, Erstarrung des Körpers und Koma.
Schwere, lebensbedrohliche Krankheitsverläufe können sich innerhalb weniger Stunden entwickeln.

Inkubationszeit: zwischen 2–10 Tagen, i.d.R. 3–4 Tage.

Vorkommen: In den gemäßigten Zonen kommt es während der Wintermonate zu den meisten Erkrankungen. Örtlich begrenzte Ausbrüche entstehen an überfüllten, geschlossenen Orten (zum Beispiel in Wohnheimen oder Militärbaracken) und bei Menschenansammlungen. In Afrika gibt es einen sog. Afrikanischen Meningitisgürtel. Dieser erstreckt sich vom Senegal bis nach Äthiopien. Hier treten während der trockenen Jahreszeit (von November bis Juni) immer wieder große Ausbrüche und Epidemien auf. Ein regionales Risiko besteht bei Großveranstaltungen wie z.B. in Mekka (Saudi-Arabien) bei der jährlichen Hadsch.

Borreliose (Lyme-Borreliose)

Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
 
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
 
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
 
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Sicheres Trinkwasser ist abgekocht oder kommt aus verschlossenen Flaschen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Sichere Nahrung wurde erhitzt oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.

Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Umwelt

Natürliche Umweltgefahren

Weitere Gefahren

Schwermetallbelastung in Gewässern

Im Rahmen von Minenaktivitäten in der Provinz Copperbelt im Nordwesten Sambias, ca. 400 km von der Hauptstadt entfernt, kam es im Februar 2025 zu einer schwerwiegenden Kontamination von Gewässern mit Schwermetallen. Es wird geraten, auf Fisch aus dieser Region zu verzichten und ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs zu trinken (nie Leitungswasser).

Wildtiere

Auch wenn Safaris und Touren mit erfahrenen Guides guten Sicherheitsvorschriften unterliegen, geht von Wildtieren grundsätzlich eine potenzielle Gefahr aus. Dies gilt nicht nur für Raubtiere wie Großkatzen, sondern auch für die großen pflanzenfressenden Säugetiere. Durch die Vergrößerung derer Population dank Schutzprogrammen in den 2010er und 20er Jahren sind tödliche Unfälle z.B. mit Elefanten häufiger geworden.

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Stürme

Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.

Klima

Allgemein

Mildes tropisches Klima, kühler in den Bergen. Es gibt drei Jahreszeiten: eine kühle Trockenzeit von Mai bis August, eine heiße Trockenzeit von September bis November und eine warme Regenzeit von Dezember bis April mit heftigen tropischen Stürmen. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen in Lusaka zwischen 9 und 23 °C im Juli und 18 bis 31 °C im Oktober.

Klimatabelle

Klimastation Lusaka (Flughafen)

Höhe über NN in m: 1.279

Geographische Position: 28° 19’ E, 15° 25’ S

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

26,9

27,0

27,0

27,0

26,5

23,9

24,2

26,7

29,8

31,5

30,1

27,6

Temp. ø Min. (°C)

17,3

17,0

15,9

13,8

10,5

7,9

7,3

9,3

12,8

16,0

17,2

17,6

Regentage

13

12

9

4

1

< 1

< 1

< 1

< 1

2

6

13

Niederschlag (mm)

224

173

90

19

3

1

< 1

1

1

17

85

196

Sonnenstunden ø

5,8

6,0

6,7

7,8

8,8

8,9

9,3

9,8

9,9

9,5

7,5

5,7

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

zs

zs

zs

zs

--

--

--

--

--

zs

zs

zs

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken