Schweiz
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Bern
Fläche: 41.285 km²
Einwohnerzahl: 8,24 Mio
Währung: Schweizer Franken (CHF)
Staatsform: föderale Republik
Amtssprache: Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch
Religion: Vor allem Christen (41 % Katholiken, 40 % Protestanten) sowie jüdische und muslimische Minderheiten.
Bevölkerungsdichte: 203 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Telefon-Vorwahl: +41
Netzspannung: 230 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 1-2
Visumpflicht: Nein
Reisepass erforderlich: Nein
Lage
Geographische Einordnung
Die Schweiz liegt in Mitteleuropa, sie hat Grenzen im Westen zu Frankreich, im Osten zu Liechtenstein und Österreich, im Norden zu Deutschland, im Süden zu Italien. Das Land ist in 26 teilsouveräne Kantone aufgeteilt und verfügt über vier Amtssprachen.
Infrastruktur
Die Schweiz hat 4 internationale Flughäfen: Zürich (ZRH) (Kloten), Genf/Genève (GVA), Bern (BRN) (Belp) und Basel (BSL) (Basel-Mühlhausen EuroAirport), Inlandsflüge werden angeboten.
Per Bahn existieren gute Direktverbindungen in alle Nachbarländer.
Das Straßennetz ist sehr gut ausgebaut. Bei Einreise mit dem PKW ist darauf zu achten, dass auch in der Schweiz eine Autobahnvignette erforderlich ist.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
1. August: Schweizer Nationalfeiertag
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
3. April: Karfreitag (außer Tessin und Wallis)
6. April: Ostermontag (außer Neuenburg, Solothurn, Wallis und Zug)
14. Mai: Christi Himmelfahrt
25. Mai: Pfingstmontag (außer Neuenburg, Solothurn, Wallis und Zug)
25. Dezember: Weihnachten
Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl regionaler Feiertage, die nur in einzelnen Kantonen begangen werden.
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
1. August: Schweizer Nationalfeiertag
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
26. März: Karfreitag (außer Tessin und Wallis)
29. März: Ostermontag (außer Neuenburg, Solothurn, Wallis und Zug)
6. Mai: Christi Himmelfahrt
17. Mai: Pfingstmontag (außer Neuenburg, Solothurn, Wallis und Zug)
25. Dezember: Weihnachten
Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl regionaler Feiertage, die nur in einzelnen Kantonen begangen werden.
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
1. August: Schweizer Nationalfeiertag
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
14. April: Karfreitag (außer Tessin und Wallis)
17. April: Ostermontag (außer Neuenburg, Solothurn, Wallis und Zug)
25. Mai: Christi Himmelfahrt
5. Juni: Pfingstmontag (außer Neuenburg, Solothurn, Wallis und Zug)
25. Dezember: Weihnachten
Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl regionaler Feiertage, die nur in einzelnen Kantonen begangen werden.
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 112
Polizei:117
Feuerwehr: 118
Ambulanz/Erste Hilfe: 144
Verkehrspolizei: 140
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: : +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Strom / Elektrizität
230 V, 50 Hz. Üblicher Netzsteckertyp: J. Die Mitnahme eines Steckdosenadapters (Reisestecker, Reiseadapter, Universal-/Multiadapter) ist empfehlenswert. Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der "International Electrotechnical Commission".
Steckertyp J
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Die Schweiz hat 4 internationale Flughäfen: Zürich (ZRH) (Kloten), Genf/Genève (GVA), Bern (BRN) (Belp) und Basel (BSL) (Basel-Mühlhausen EuroAirport). Die internationale Fluglinie SWISS bietet Flüge in über 60 Länder an. Inlandsflüge werden ebenfalls angeboten.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Schweizer Franken (CHF) = 100 Rappen oder Centimes.
Banköffnungszeiten: Mo - Fr, 8.30/9 Uhr - 16/18 Uhr in den Großstädten; Mo - Fr, 8.30 Uhr - 12 Uhr und 14 Uhr - 16.30/17.30 Uhr in ländlichen Gegenden (regionale Abweichungen möglich). In wichtigen Geschäftszentren bleiben die Schalter manchmal auch über die Mittagszeit geöffnet.
Alle Geschäfte und sonstigen Einrichtungen akzeptieren den Euro als Zahlungsmittel, aber Wechselgeld gibt es nur in Schweizer Franken zurück. Geldautomaten werden als “Bancomat” bezeichnet.
Alle gängigen internationale Kreditkarten werden überall angenommen. Die Kreditkarten Mastercard und Visa werden in fast allen Geschäften akzeptiert.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
FSME (bei zu erwartender Exposition, z.B. beim Wandern)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Zwischen Deutschland und der Schweiz gibt es ein Sozialversicherungsabkommen, das die gegenseitige Abrechnung von medizinischen Behandlungskosten regelt. Alle Patienten werden mit der europäischen Versicherungskarte (EHIC) kostenlos – mit Ausnahme ausländischer Selbstbehalte – behandelt. Da eine von Sparzwängen getriebene Reform des Gesundheitswesens u.a. zu hoher Selbstbeteiligung der Patienten führte, ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt, ratsam. Personalabbau und Schließungen vieler Kliniken gerade in Großstadtbereichen haben zu Engpässen in der Patientenversorgung geführt. Davon abgesehen erreichen die öffentlichen und privaten Krankenhäuser westeuropäische Standards.
Die Medikamentenversorgung ist gesichert, vor allem bei Reisen in ländliche Gebiete sollten Reisende aber eine Reiseapotheke mitnehmen, die auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.
Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Hygiene
Trinkwasser
Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.
Nahrung
Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Klima
Allgemein
Das Klima ist höhenabhängig. Im Norden gemäßigtes Klima, die Temperatur liegt im Sommer bei 15 bis 20 °C, im Winter bei 0 bis -2 °C. In den Schweizer Alpen ist es kälter, das Tessin in der Südschweiz hat fast mediterranes Klima mit warmen Sommern und milden Wintern.
Klimatabelle
Klimastation BERN (Stadt)
Höhe über NN in m: 572
Geographische Position: 7° 26’ E, 46° 57’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 1,7 | 4,2 | 9,3 | 14,0 | 17,9 | 21,1 | 23,1 | 22,4 | 18,9 | 12,7 | 6,6 | 2,5 |
Temp. ø Min. (°C) | -3,7 | -2,7 | 0,5 | 4,0 | 7,9 | 11,4 | 13,1 | 12,8 | 10,2 | 5,2 | 1,3 | -2,2 |
Regentage | 10 | 8 | 8 | 10 | 11 | 13 | 12 | 12 | 10 | 9 | 9 | 9 |
Niederschlag (mm) | 61 | 54 | 59 | 68 | 93 | 123 | 119 | 116 | 101 | 70 | 68 | 54 |
Sonnenstunden ø | 1,8 | 3,2 | 4,8 | 5,8 | 6,5 | 7,5 | 8,0 | 7,3 | 5,6 | 3,7 | 2,0 | 1,5 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Lawinen
Hier kann es gerade in alpinen Gebieten verstärkt zu Lawinenabgängen kommen.
Weitere Gefahren
In einigen Regionen kann es zu Erdrutsch bzw. Steinrutsch kommen.