Senegal

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Dakar, 1.278.469 Einwohner (Zählung 2023), in der Metropolregion 3.896.564

Fläche: 196.722 km²

Einwohnerzahl: 15.416.000

Währung: CFA-Franc BCEAO (XOF) (keine Unterteilung)

Staatsform: präsidentielle Republik

Amtssprache: Französisch

Religion: Über 95% Muslime, daneben wenige Christen und Anhänger von Naturreligionen.

Bevölkerungsdichte: ca. 90 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC±0

Telefon-Vorwahl: +221

Netzspannung: 230 V, 50 Hz

Gefahrenindex: 0

Visumpflicht: nein

Reisepass erforderlich: ja

Lage

Geographische Einordnung
Senegal liegt an der Atlantikküste im Westen Afrikas zwischen Sahara und Äquator. Die Hauptstadt Dakar ist der westlichste Punkt des afrikanischen Kontinents. Im Norden und Nordosten grenzt Senegal an Mauretanien, im Osten an Mali, im Süden an Guinea und Guinea-Bissau. Im Südwesten umschließt Senegal zudem den Staat Gambia, welcher das Gebiet entlang des gleichnamigen Flusses einnimmt. 

Infrastruktur
Wichtigster internationaler Flughafen ist der Aéroport International Blaise Diagne (DSS) ca. 45 km südöstlich von Dakar. Inlandsflüge zu einigen Zielen im Senegal werden angeboten.
Das Straßennetz ist ungenügend ausgebaut. In spärlich besiedelten Gebieten liegen noch zahlreiche Dörfer abseits von befahrbaren Straßen. Selbst bei den wichtigsten Fernstraßen sind ca. 15% nicht asphaltiert. Das Straßennetz ist grundsätzlich in den einwohnerstarken Gebieten im Westen besser. Trotz alledem werden fast 100% des Personen- und Güterverkehrs über die Straße abgewickelt.
Dementsprechend unbedeutend ist der Schienenverkehr, der eigentlich nur noch sehr eingeschränkt zwischen Dakar und Thiès existiert.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
4. April:        Unabhängigkeitstag (1960 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
20. März:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
6. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
14. Mai:        Christi Himmelfahrt
25. Mai:        Pfingstmontag
27. Mai:        Tabaski (Opferfest)
25. Juni:        Ashura
1. August:        Magal de Touba (Pilgerfahrt nach Touba)
15. August:        Mariä Himmelfahrt
25. August:        Maouloud (Geburtstag des Propheten Mohammed)
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
4. April:        Unabhängigkeitstag (1960 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
9. März:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
29. März:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
6. Mai:            Christi Himmelfahrt
16. Mai:        Tabaski (Opferfest)
17. Mai:        Pfingstmontag
15. Juni:        Ashura
23. Juli:        Magal de Touba (Pilgerfahrt nach Touba)
14. August:        Maouloud (Geburtstag des Propheten Mohammed)
15. August:        Mariä Himmelfahrt
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
4. April:        Unabhängigkeitstag (1960 von Frankreich)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
26. Februar:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
17. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
5. Mai:            Tabaski (Opferfest)
25. Mai:        Christi Himmelfahrt
3. Juni:            Ashura
5. Juni:            Pfingstmontag
11. Juli:        Magal de Touba (Pilgerfahrt nach Touba)
3. August:        Maouloud (Geburtstag des Propheten Mohammed)
15. August:        Mariä Himmelfahrt
1. November:        Allerheiligen
25. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Polizei: 17
Feuerwehr: 18
Krankenwagen: 33 824 2418

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Festnetzanschlüsse gibt es nur in den Städten. Mobilfunk ist auf die Städte und größeren Siedlungen sowie die wichtigsten Verkehrswege dazwischen begrenzt. Die wichtigsten Anbieter sind Orange (Sonatel), free (SAGA) und Expresso (Sudatel).

Für Reisen in das Hinterland empfiehlt sich ein Satellitentelefon.

Internet

In urbanen Gebieten sind zunehmend schnelle und stabile Internet-Verbindungen meistens vorhanden. Dort gibt es auch günstige Internet-Cafés. In ländlichen Gebieten sind meist keine Anschlüsse verfügbar, weder über Glasfaser noch über WLAN oder Mobilfunk.

Strom / Elektrizität

230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C, D, E & K.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der “International Electrotechnical Commission”.

Das Elektrizitätsnetz ist im Wesentlichen auf dicht besiedelte städtische Gebiete und die Küstenregion beschränkt. Die meisten ländlichen Gebiete sind ohne Stromversorgung.

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp D

steckertyp-D

Steckertyp E

steckertyp-E

Steckertyp K

steckertyp-K

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Wichtigster internationaler Flughafen ist der Aéroport International Blaise Diagne (DSS) ca. 45 km südöstlich von Dakar. Inlandsflüge zu einigen Zielen im Senegal werden angeboten.

Die staatliche Fluggesellschaft Air Senegal bietet neben Verbindungen in zahlreiche afrikanische Länder in der Region Westafrika auch eine Verbindung nach Paris an. Einige europäische und amerikanische Airlines bieten ebenfalls Verbindungen nach Dakar an.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: CFA-Franc BCEAO (Unterteilung in 100 Centime nur theoretisch, in der Praxis nicht angewandt.)

Banköffnungszeiten: Kernzeiten sind Mo-Fr 8.30-12.00 und 14.30-16.30 Uhr, teils auch Sa 8.30-11.00 Uhr.

Währung ist der Franc CFA, der in einem festen Wechselkursverhältnis zum Euro (1 Euro=655,957 FCFA) steht. Devisen werden in Banken problemlos gewechselt, Wechselstuben nehmen unter Umständen nur bestimmte Währungen an.

Kreditkarten werden am Flughafen, von größeren Hotels, Restaurants, Supermärkten und Geschäften akzeptiert.

Geldautomaten sind v.a. am Flughafen, in Dakar und in geringerem Maße in den anderen größeren Städten zu finden. Bargeldabhebungen sind mit Kreditkarte möglich, mit Debitkarte nur vereinzelt.

Reiseschecks werden nicht mehr umgetauscht.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Empfohlene Impfungen

Tetanus

Diphtherie

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A

Gelbfieber


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten

Typhus bei mangelhaften hygienischen Verhältnissen

Meningokokken (bei engen sozialen Kontakten während der Trockenzeit)

Tollwut bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen

Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse, der begrenzten apparativen Ausstattung und des Arzneimittelmangels entspricht die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern nicht europäischem Standard, so dass die medizinische Grundversorgung nur beschränkt gewährleistet ist. Für Europäer kommt im Notfall daher nur die Einweisung in eine der diversen, besser ausgestattete Privatkliniken in Frage. Französisch sprechende Fachärzte fast aller Fachrichtungen sind vorhanden.

Die Mitnahme einer ausreichend bestückten Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen sowie eigenes Verbandsmaterial und sterile Wegwerfspritzen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Ebenso ein ausreichender, weltweit gültiger Auslandskrankenversicherungsschutz mit eingeschlossener Reiserücktransportversicherung.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Gelbfieber

Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) übertragen wird. Bei schwerem Verlauf endet sie in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben. 

Symptome: es kommt zu hohem Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu Blutungen und Störungen der Leberfunktion mit Gelbsucht - daher der Krankheitsname. Diese sind lebensbedrohlich.

Inkubationszeit: i.d.R. 3–6 Tage.

Vorkommen: vor allem in wärmeren Regionen Afrikas und Südamerikas.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Fieberhafte Erkrankung, die durch Viren verursacht wird. Die gefürchteten Lähmungserscheinungen können auftreten, wenn die Viren die graue Substanz des Rückenmarks oder Stammhirns befallen. Dabei bevorzugen sie diejenigen Zellen, die für die willkürlichen Bewegungen des Menschen verantwortlich sind. Dadurch können Lähmungen verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch, meistens durch Schmierinfektion. Es erkranken vornehmlich Kinder, aber es können auch Erwachsene erkranken.

Eine Impfung gegen die Kinderlähmung ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme.

Symptome: oft ohne spezifische Symptome; manchmal treten grippeähnliche Beschwerden auf wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopfweh, Gliederschmerzen, Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf können die Viren das Gehirn und Rückenmark befallen, so dass es zu Lähmungen kommen kann. Auch tödliche Verlaufsformen sind möglich.

Inkubationszeit: zwischen 3- 14 Tagen.

Vorkommen: verstärkt in Afghanistan, Pakistan und Nigeria.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt über die Tsetsefliege, bei der westafrikanischen Form durch die Gattung Glossina palpalis, bei der ostafrikanischen Form durch Glossina morsitans.
Glossina palpalis sticht in der Regel nur Menschen und tritt entlang von Flussläufen auf. Glossina morsitans sticht meistens Tiere und tritt vor allem in den Savannen auf.

Symptome: zu Beginn der Erkrankung oft grippeähnlich. Im weiteren Verlauf kann es neben Verhaltensstörungen und Meningitis (Hirnhautentzündung) zu Schlafstörungen kommen. Bei der ostafrikanischen Form kann auch das Herz betroffen sein. Unbehandelt verlaufen beide Formen der Schlafkrankheit tödlich.

Inkubationszeit: bei der westafrikanischen Form Wochen bis Jahre und bei der ostafrikanischen Form 3–21 Tage.

Vorkommen: im tropischen Afrika, vor allem im Kongo, Sudan und in Angola, sowie in Kenia und Tansania.

Bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung)

Die bakterielle Meningitis, eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, gilt als die "klassische" Form der Hirnhautentzündung. Eine Meningitis kann aber auch andere Ursachen haben. Häufig entsteht sie auch durch eine Virus-Infektion, z.B. bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Eine durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung verläuft in vielen Fällen gravierender als eine rein virusbedingte. Neben einer Reihe anderer Keime, wie z.B. Pneumokokken, gehören Meningokokken zu den typischen Erregern der bakteriellen Meningitis. Säuglinge sind häufiger betroffen als andere Altersgruppen. Einen gewissen Schutz vor einer bakteriellen Meningitis bietet die Impfung gegen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae.

Symptome: sehr starke Kopfschmerzen; Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, schweres allgemeines Krankheitsgefühl.
Bei schweren Krankheitsverläufen: Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Krampfanfälle, Erstarrung des Körpers und Koma.
Schwere, lebensbedrohliche Krankheitsverläufe können sich innerhalb weniger Stunden entwickeln.

Inkubationszeit: zwischen 2–10 Tagen, i.d.R. 3–4 Tage.

Vorkommen: In den gemäßigten Zonen kommt es während der Wintermonate zu den meisten Erkrankungen. Örtlich begrenzte Ausbrüche entstehen an überfüllten, geschlossenen Orten (zum Beispiel in Wohnheimen oder Militärbaracken) und bei Menschenansammlungen. In Afrika gibt es einen sog. Afrikanischen Meningitisgürtel. Dieser erstreckt sich vom Senegal bis nach Äthiopien. Hier treten während der trockenen Jahreszeit (von November bis Juni) immer wieder große Ausbrüche und Epidemien auf. Ein regionales Risiko besteht bei Großveranstaltungen wie z.B. in Mekka (Saudi-Arabien) bei der jährlichen Hadsch.

Bilharziose (Schistosomiasis)

Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.

Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.

Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.

Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.

Filariose

Die Filariose ist eine tropische Erkrankung. Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion mit verschiedenen Arten von Fadenwürmern (Filarien), welche durch den Stich einer Mücke oder Bremse auf den Menschen übertragen werden. 

Symptome: Entzündung und Schwellung der Lymphknoten, Lymphgefäße und Ödeme.

Inkubationszeit: mehrere Monate bis Jahre.

Vorkommen: hauptsächlich in tropischen Ländern.

Leishmaniose (Orientbeule)

Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.

Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).

Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.

Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).

Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.

Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Hygiene

Luft

Zu Smogbildung kann es eigentlich nur in der Metropolregion Dakar kommen. Allerdings kann allgemein die Luft an stark befahrenen Straßen aufgrund von oft ungefilterten Diesel-Fahrzeugen schlecht sein.

In der Trockenzeit im Winter trägt der “Harmattan” genannte Wind aus der Sahara Staub und Sand, wodurch Atem- und Sichtqualität beeinträchtigt werden können.

Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.

Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Sicheres Trinkwasser ist abgekocht oder kommt aus verschlossenen Flaschen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Umwelt

Natürliche Umweltgefahren

Weitere Gefahren

Tiere
Generell können alle Wildtiere unberechenbar reagieren, v.a. wenn sie bedrängt oder bedroht werden.

Löwen waren einst im gesamten Senegal verbreitet, finden sich heute allerdings nur noch im äußersten Südosten des Landes, v.a. im Nationalpark Niokolo-Koba.

Giftige Spinnen, Skorpione und Schlangen können im gesamten Senegal vorkommen. Diese sind in der Regel scheu und meiden den Kontakt mit Menschen. Allerdings können sie sich auch unbemerkt in Alltagsgegenständen, Klamotten und Schuhen verstecken. Zur Sicherheit sollten diese daher vor Benutzung vorsichtig inspiziert, umgedreht und ausgeschüttelt werden. Ebenso sollte man nie unbedacht in Felsritzen, Höhlen etc. greifen. In ländlichen Gegenden sollte festes Schuhwerk getragen werden.

Gewässer
Mit Ausnahme von geschützten Buchten sollte man an Senegals Küsten nicht baden, da Strömungen unberechenbar sind mit der Gefahr, aufs offene Meer getrieben zu werden.

Überschwemmungen

Während der Regenzeit im Sommer kann es insbesondere entlang von Wasserläufen zu Überschwemmungen kommen. Dies trifft sowohl auf den feuchteren Süden mit mehr existierenden Gewässern als auch auf den Norden mit ausgetrockneten Böden zu. Insgesamt sind Überschwemmungsereignisse im Senegal aber selten.

Extreme Hitze

Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.

Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.

Dürren

Es besteht eine hohe Dürregefahr.

Epidemien

Es besteht eine eher geringe Epidemiegefahr.

Klima

Allgemein

Südlich und östlich von Gambia subtropisches Klima mit üppiger Vegetation, in nördlicher Ausdehnung zunehmend trockeneres Steppenklima der Sahelzone.

Im Sommer (ca. April bis Oktober) bringt der westafrikanische Monsun feuchtes Regenwetter aus südwestlicher Richtung vom Atlantik, mit üppigen Niederschlägen im Süden Senegals und starken Schauern im Norden und Nordosten.

Im Winter (ca. Oktober bis April) weht der staubig-trockene und heiße Harmattan aus der Sahara im Nordosten, in dieser Zeit kommen feuchtere Luftmassen nur noch direkt an den Küsten vor.

Die kühlsten Temperaturen betragen an der Küste im Winter 22 bis 27 °C,  am heißesten ist es am Ende der Trockenzeit im Landesinneren mit bis zu über 40 °C. Nur kurzzeitig zwischen März und April kann es schwül werden.

Klimatabelle

Klimastation Dakar-Yoff (Flughafen)

Höhe über NN in m: 27

Geographische Position: 17° 30’ W, 14° 44’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

25,0

24,6

25,0

25,3

26,3

28,9

30,0

30,1

30,4

30,4

29,0

26,5

Temp. ø Min. (°C)

17,4

17,0

17,4

18,4

20,2

23,1

24,5

24,6

24,4

24,3

22,5

19,6

Regentage

< 1

< 1

0

0

0

1

4

9

8

2

< 1

< 1

Niederschlag (mm)

2

1

0

0

0

10

61

165

134

37

1

< 1

Sonnenstunden ø

7,9

8,6

9,2

9,6

9,4

8,4

7,5

7,2

7,3

8,3

8,3

7,7

Wasser-Temp. ø (°C)

21

20

20

21

23

25

27

27

27

27

27

24

Klimabelastung*

--

--

zs

zs

s

s

ss

ss

ss

ss

s

zs

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken