Simbabwe

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Harare (ca. 1.5 Mio Einwohner)

Fläche: 390.757 km²

Einwohnerzahl: 15.6 Mio

Währung: 1 Simbabwe-Dollar = 100 cent

Staatsform: Republik mit Präsidialsystem

Amtssprache: Englisch, Shona, Ndebele; ferner 13 Sprachen ethnischer Minderheiten

Religion: 90-95% christlich, daneben traditionelle Religionen, kleine muslimische Minderheit

Bevölkerungsdichte: 33 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+2

Telefon-Vorwahl: +263

Netzspannung: 220/230 V, 50 Hz

Gefahrenindex:

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Die Republik Simbabwe ist ein Binnenstaat im südlichen Afrika. Das Land wird im Süden von Südafrika, im Norden von Sambia und Mosambik, im Osten von Mosambik und im Westen von Botswana begrenzt. Der Fluss Sambesi bildet die nördliche Grenze zu Sambia.

Infrastruktur

Simbabwe hat 3 internationale Flughäfen: Harare (HRE), Bulawayo (BUQ) sowie Victoria Falls (VFA. Inlandsflüge werden angeboten. Das Schienennetz ist recht gut ausgebaut, ebenfalls das Straßennetz. Linksverkehr. Busse, Taxis sowie Mietwagen sind in den größeren Städten vorhanden.

Die Versorgung mit elektrischem Strom und Trinkwasser ist nicht flächendeckend gesichert. Die schlechte Stromversorgung führt zudem zur Beeinträchtigung von Telekommunikation.

Besonders während der Regenzeit zwischen November und April muss mit Infrastrukturschäden und entsprechenden Behinderungen gerechnet werden (z.B. überflutete Straßen, Strom- und Wasserausfälle, Treibstoffmangel).

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
18. April:        Unabhängigkeitstag (vom Vereinigten Königreich 1980)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
21. Februar:        Robert Mugabe Nationaler Tag der Jugend
3. April:        Karfreitag
4. April:        Ostersamstag
5. April:        Ostersonntag
6. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
25. Mai:        Afrikatag
8. August:        Tag der Helden
11. August:        Tag der Streitkräfte
22. Dezember:    Tag der Einheit
25.+26. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
18.(+19.) April:    Unabhängigkeitstag (vom Vereinigten Königreich 1980)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
21.(+22.) Februar:    Robert Mugabe Nationaler Tag der Jugend
26. März:        Karfreitag
27. März:        Ostersamstag
28. März:        Ostersonntag
29. März:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
25. Mai:        Afrikatag
9. August:        Tag der Helden
10. August:        Tag der Streitkräfte
22. Dezember:    Tag der Einheit
25.+26. Dezember:    Weihnachten
27. Dezember:    zusätzlicher Weihnachtsfeiertag

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
18. April:        Unabhängigkeitstag (vom Vereinigten Königreich 1980)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
21. Februar:        Robert Mugabe Nationaler Tag der Jugend
14. April:        Karfreitag
15. April:        Ostersamstag
16. April:        Ostersonntag
17. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
25. Mai:        Afrikatag
8. August:        Tag der Streitkräfte
14. August:        Tag der Helden
22. Dezember:    Tag der Einheit
25.+26. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 999 oder 112 (per Mobiltelefon)

Polizei: 999 oder 995 oder +263 4 777-777 (Harare Central Police Station) oder 04994

Feuerwehr: 999 oder 993 oder 783 983 oder 04993

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Erste Hilfe/Ambulanz: 999 oder 994 oder 771 221 (Medical Air Relief Services [MARS]) oder 04994

Hinweis: In der Regel erfolgt die Kommunikation nur in der Landessprache, die Erreichbarkeit ist nicht immer und überall gewährleistet, es kann zu langen Warte- oder Reaktionszeiten kommen; fremdsprachige Hilfe (außer Englisch) ist nicht gewährleistet.

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Festnetztelefonie:

Infrastruktur ist vorhanden; int. Selbstwählferndienst (Direktdurchwahl) ist möglich. Die Instandhaltung des Telefonnetzes wird jedoch seit Jahren stark vernachlässigt.

Mobiltelefonie:

Roaming-Verträge bestehen mit Mobilfunkgesellschaften u.a. in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Mobilfunk-Sende-/Empfangsbereich beschränkt sich auf städtische Gebiete. Hier aktuelle Infos zur konkreten GSM-Netzabdeckung.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Internet

In Harare und anderen Städten gibt es Internetcafés. Allerdings sind die Verbindungen meistens sehr langsam. Außerdem kommt es häufig zu Stromausfällen.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Hinweis: Die Beteiligung an Diskussionen mit politischem Inhalt sollte, auch in den sozialen Medien, vermieden werden.

Strom / Elektrizität

220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertyp(en): D, G. Für den Betrieb elektrischer Geräte aus Deutschland ist ein Steckdosenadapter (Reisestecker, Reiseadapter, Universal-/Multiadapter) erforderlich.

Steckertyp D

steckertyp-D

Steckertyp G

steckertyp-G

Das Stromnetz ist desolat und die Wartung wurde in den letzten Jahrzehnten vernachlässigt, weshalb Stromausfälle regelmäßig auftreten. Viele Lodges und Hotels überbrücken die Stromausfälle mit eigenen Generatoren, wobei es aber zu Engpässen bei der Diesel- bzw. Benzinversorgung kommen kann. Die Versorgungslage mit elektrischem Strom ist flächendeckend nicht gesichert.

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Simbabwe hat 3 internationale Flughäfen: Harare (HRE), Bulawayo (BUQ) sowie Victoria Falls (VFA). Air Zimbabwe (UM) verbindet Harare mit Victoria Falls und Bulawayo. Die europäische Kommission hat mit Wirkung vom 16. Mai 2017 eine Betriebsuntersagung für den europäischen Luftraum gegen die Fluglinie Air Zimbabwe ausgesprochen.

Inlandsflüge werden angeboten. Leichtflugzeuge bieten ab Kariba und den Victoria-Fällen touristische Rundflüge an.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: Zimbabwe-Gold (ZiG) (keine Unterteilung). Banknoten und Münzen in den Denominationen 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 200.

Die Währung ist an den Goldpreis gekoppelt und gilt seit dem 5. April 2024. Sie ersetzt den Zimbabwe-Dollar, der erst seit 2019 offizielles Zahlungsmittel war.

US-Dollar haben am Alltag praktisch auch den Status einer offiziellen Währung und werden als legales Zahlungsmittel anerkannt.

Banköffnungszeiten:

Mo, Di, Do, Fr, 8-15 Uhr; Mi, 8-14 Uhr; Sa, 8-12 Uhr

Die wirtschaftliche Situation Simbabwes ist nach wie vor unvorhersehbar. Immer wieder mangelt es an physischem Bargeld, und es ist nicht zuverlässig möglich, mit einer internationalen Bankkarte Bargeld zu beziehen. Sie sollten mit Ihrem Reiseveranstalter oder Hotel klären, welche Zahlungsmethoden akzeptiert werden. 

In Simbabwe herrscht weitgehend Bargeldwirtschaft (finanzielle Transaktionen hauptsächlich in Form von Bargeldzahlungen). Die Versorgung mit Bargeld durch Abhebung mit internationalen Bankkarten an Bankautomaten ist fast unmöglich. Kreditkarten werden nur sehr selten akzeptiert; wenn überhaupt, dann zumeist Visa-Kreditkarten, Mastercard hingegen kaum noch. Reisende sollten ihre Reise daher mit ausreichend Bargeld antreten. Auf das dadurch erhöhte Diebstahlrisiko wird ausdrücklich hingewiesen. Es ist ratsam, nach Ankunft größere Geldbeträge in Hotels etc. im Safe zu deponieren, um das Diebstahlrisiko zu minimieren.

Bei Geldmangel oder Verlust der mitgebrachten Reisemittel besteht die Möglichkeit, sich über "Western Union" Geld in kleineren Mengen überweisen zu lassen. In Harare gibt es mehrere Filialen, z.B. auf der 72 Samora Machel Ave.

Die Freigrenze für die zollfreie Einfuhr von Waren und Gütern bei der Einreise wurde nach Angaben der zuständigen Behörden Anfang 2016 auf 200,- US-Dollar reduziert. Es wird empfohlen, sich vor Antritt der Reise bei den simbabwischen Behörden über den aktuellen Stand zu informieren.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.

Empfohlene Impfungen

Tetanus

Diphtherie

Keuchhusten (Pertussis)

Polio (eine Auffrischimpfung ist empfohlen, sofern die letzte Polio-Impfung länger als zehn Jahre zurückliegt, siehe Hinweis des Auswärtigen Amts)

Hepatitis A

Typhus


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bei engen sozialen Kontakten und Langzeitaufenthalten)

Tollwut (unerlässlich für Trekkingreisen und bei Langzeitaufenthalten in ländlichen Gebieten)

Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung auf dem Lande und in der Hauptstadt ist mit westeuropäischen Strukturen nicht vergleichbar. Es gibt zumindest in der Hauptstadt einige Kliniken und Krankenhäuser (Privatsektor) mit sehr ordentlichen Verhältnissen. Sehr schwer erkrankte Patienten sollten nach Südafrika / Deutschland ausgeflogen werden. In vielen Apotheken findet sich – nicht zuletzt mit Einführung des US$ – wieder eine zufriedenstellende Ausstattung mit Medikamenten.

Bei Reisen in abgelegene Landesteile sollten Reisende jedoch eine gut sortierte individuelle Reiseapotheke mit sich führen. Auch hierzu ist Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.

Aufgrund der oftmals fehlenden medizinischen Voraussetzungen für eine ordentliche medizinische Behandlung am Ort wird empfohlen, vor Antritt der Reise eine hier gültige Reisekrankenversicherung abzuschließen, die einen Ambulanz-Rettungsflug mit einschließt. Medizinische Evakuierungen bietet im Gastland Emergency Medical Rescue Services - EMRES - oder auch die Firma ACE Air & Ambulance an. Im medizinischen Notfall wird der komplette Patiententransfer, inklusive Benachrichtigung aller Facharztrichtungen, nach Südafrika organisiert.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Hantavirus

Hantaviren werden von Nagetieren wie der Rötelmaus übertragen und können teilweise zu einer lebensbedrohlichen Infektion führen. Die Nager scheiden die Erreger über Speichel, Urin und Kot aus. Der Mensch kann sich anstecken, wenn er die Erreger einatmet. 

Die Symptome variieren je nach Virustyp: teilweise hohes Fieber, grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen), Husten und Schüttelfrost.
In Einzelfällen Lungenentzündungen, akutes Nierenversagen und/oder Fiebererkrankungen mit inneren Blutungen.

Inkubationszeit: zwischen 5 und 60 Tagen.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.

Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.

Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

Cholera

Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
 
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
 
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Bilharziose (Schistosomiasis)

Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.

Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.

Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.

Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Fieberhafte Erkrankung, die durch Viren verursacht wird. Die gefürchteten Lähmungserscheinungen können auftreten, wenn die Viren die graue Substanz des Rückenmarks oder Stammhirns befallen. Dabei bevorzugen sie diejenigen Zellen, die für die willkürlichen Bewegungen des Menschen verantwortlich sind. Dadurch können Lähmungen verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch, meistens durch Schmierinfektion. Es erkranken vornehmlich Kinder, aber es können auch Erwachsene erkranken.

Eine Impfung gegen die Kinderlähmung ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme.

Symptome: oft ohne spezifische Symptome; manchmal treten grippeähnliche Beschwerden auf wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopfweh, Gliederschmerzen, Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf können die Viren das Gehirn und Rückenmark befallen, so dass es zu Lähmungen kommen kann. Auch tödliche Verlaufsformen sind möglich.

Inkubationszeit: zwischen 3- 14 Tagen.

Vorkommen: verstärkt in Afghanistan, Pakistan und Nigeria.

Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)

Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt über die Tsetsefliege, bei der westafrikanischen Form durch die Gattung Glossina palpalis, bei der ostafrikanischen Form durch Glossina morsitans.
Glossina palpalis sticht in der Regel nur Menschen und tritt entlang von Flussläufen auf. Glossina morsitans sticht meistens Tiere und tritt vor allem in den Savannen auf.

Symptome: zu Beginn der Erkrankung oft grippeähnlich. Im weiteren Verlauf kann es neben Verhaltensstörungen und Meningitis (Hirnhautentzündung) zu Schlafstörungen kommen. Bei der ostafrikanischen Form kann auch das Herz betroffen sein. Unbehandelt verlaufen beide Formen der Schlafkrankheit tödlich.

Inkubationszeit: bei der westafrikanischen Form Wochen bis Jahre und bei der ostafrikanischen Form 3–21 Tage.

Vorkommen: im tropischen Afrika, vor allem im Kongo, Sudan und in Angola, sowie in Kenia und Tansania.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Typhus

Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen. 
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.

Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall. 
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.

Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.

Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.

Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.

Bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung)

Die bakterielle Meningitis, eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, gilt als die "klassische" Form der Hirnhautentzündung. Eine Meningitis kann aber auch andere Ursachen haben. Häufig entsteht sie auch durch eine Virus-Infektion, z.B. bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Eine durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung verläuft in vielen Fällen gravierender als eine rein virusbedingte. Neben einer Reihe anderer Keime, wie z.B. Pneumokokken, gehören Meningokokken zu den typischen Erregern der bakteriellen Meningitis. Säuglinge sind häufiger betroffen als andere Altersgruppen. Einen gewissen Schutz vor einer bakteriellen Meningitis bietet die Impfung gegen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae.

Symptome: sehr starke Kopfschmerzen; Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, schweres allgemeines Krankheitsgefühl.
Bei schweren Krankheitsverläufen: Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Krampfanfälle, Erstarrung des Körpers und Koma.
Schwere, lebensbedrohliche Krankheitsverläufe können sich innerhalb weniger Stunden entwickeln.

Inkubationszeit: zwischen 2–10 Tagen, i.d.R. 3–4 Tage.

Vorkommen: In den gemäßigten Zonen kommt es während der Wintermonate zu den meisten Erkrankungen. Örtlich begrenzte Ausbrüche entstehen an überfüllten, geschlossenen Orten (zum Beispiel in Wohnheimen oder Militärbaracken) und bei Menschenansammlungen. In Afrika gibt es einen sog. Afrikanischen Meningitisgürtel. Dieser erstreckt sich vom Senegal bis nach Äthiopien. Hier treten während der trockenen Jahreszeit (von November bis Juni) immer wieder große Ausbrüche und Epidemien auf. Ein regionales Risiko besteht bei Großveranstaltungen wie z.B. in Mekka (Saudi-Arabien) bei der jährlichen Hadsch.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung. Sie betrifft meist Kinder, kann aber auch Erwachsene treffen.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann ganzjährig auftreten, ist jedoch vor allem im Spätsommer und Herbst besonders häufig.

Symptome: beginnt mit grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Leistungsschwäche, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit. Etwa ein bis zwei Tage nach Auftreten des Fiebers entwickeln sich im Mundraum schmerzhafte rote Punkte. Diese Stellen befinden sich vor allem im Bereich von Zunge, Zahnfleisch und Mundschleimhaut oder auch um den Mund herum. Sie wandeln sich nach kurzer Zeit in kleine Bläschen oder oberflächliche Geschwüre (Aphten) um. Etwa zeitgleich oder wenige Stunden nach dem Auftreten der roten Punkte im Mundraum entwickelt sich an Händen und Füßen ein Ausschlag mit Bläschen, die ein Sekret absondern, in dem viele Viren stecken. Dadurch können die Viren problemlos auch an andere Körperstellen gelangen.

In 20% der Fälle verläuft die Krankheit symptomlos.

Inkubationszeit: zwischen 2–35 Tagen, i.d.R. zwischen 7–14 Tagen.

Vorkommen: insbesondere im westpazifischen Raum (u.a. Malaysia, Singapur, China, Japan). Grundsätzlich gibt es den Erreger jedoch weltweit.

Legionärskrankheit (Legionellose)

Die Legionellose ist eine Infektion durch bestimmte Bakterien: Legionellen. Sie kann leicht verlaufen (Pontiac-Fieber) oder eine gefährliche Lungenentzündung auslösen (Legionärskrankheit).

Symptome bei Pontiac-Fieber: grippeähnliche Symptome ohne Lungenentzündung. Harmloser Verlauf.

Inkubationszeit: zwischen 1–3 Tagen.

Symptome der Legionärskrankheit: hohes Fieber, Schüttelfrost. Es entwickelt sich eine sogenannte atypische Lungenentzündung. Diese wird häufig begleitet von trockenem, unproduktivem Husten. Zusätzlich haben die Patienten eine Lungenfell- oder Kehlkopfentzündung sowie Schnupfen, Glieder- und Muskelschmerzen. Typisch für eine Legionellose sind auch Beschwerden im Magen-Darm-Trakt. Dazu zählen Übelkeit und Durchfall. Einige Patienten mit Legionärskrankheit entwickeln eine Gehirnentzündung (Enzephalitis), die mit Verwirrtheit einhergeht.

Inkubationszeit: zwischen 2–10 Tagen.

Vorkommen: weltweit im Süßwasser (im Grundwasser, Erdboden, in Seen und Flüssen, im Brauchwasser sowie im Trinkwasser). In warmem Wasser können sich Legionellen gut vermehren, daher sind Schwimmbäder, Whirlpools, Warmwasseranlagen aber auch Klimaanlagen mögliche Infektionsquellen.

Rotavirus

Das Rotavirus ist eine Infektionskrankheit, die durch die sogenannten Rotaviren hervorgerufen wird. Das Rotavirus ist die weltweit häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern. Insbesondere für kleine Kinder kann das Rotavirus sehr gefährlich werden, in Deutschland sind Todesfälle jedoch selten. Das Rotavirus ist hochansteckend und wird leicht übertragen. Die Übertragung erfolgt zumeist über eine Schmierinfektion, d.h. über Fäkalien oder verunreinigte Gegenstände sowie Lebensmittel oder Trinkwasser. Seit 2001 ist diese Infektion in Deutschland meldepflichtig.

Symptome: Erkrankungen setzen meist plötzlich ein, verlaufen aber unterschiedlich. Ein milder Verlauf ist durch Durchfall und Übelkeit/Erbrechen gekennzeichnet. Der Durchfall hält 2 bis 6 Tage an und vergeht dann wie von selbst.

Schwere Verläufe gehen mit sehr heftigem Durchfall einher, der nicht selten von Fieber, Magen-Darm-Krämpfen und grippeähnlichem Krankheitsgefühl begleitet wird. Der Durchfall ist meist wässrig, mitunter findet man im Stuhl Schleimbeimengungen. Auch bei einem schweren Verlauf geht der Durchfall binnen einer Woche vorüber. Rotavirus verläuft bei Säuglingen und Kleinkindern durchschnittlich schwerer als Durchfallerkrankungen durch andere Erreger.

Inkubationszeit: 1 bis 3 Tage.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist die Infektion besonders stark verbreitet in Schwellen- und Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Wurmerkrankungen (Helminthiasis)

Als Wurmerkrankung oder Helminthiasis bezeichnet man Erkrankungen, die durch parasitische Würmer ausgelöst werden. Die Übertragung erfolgt durch den Verzehr von Trinkwasser, Gemüse und Fleisch (halbroh/roh). Weitere Übertragungswege sind Stechmücken und Fliegen. Es gibt aber auch Würmer, die direkt über die Haut in den Körper gelangen.

Symptome: allergische Reaktionen, Ödeme, Arthritis und/oder Entzündungserscheinungen an den betroffenen Organen. Am häufigsten sind Haut, Lunge, Leber, Darm, Augen und das Zentralnervensystem betroffen.

Inkubationszeit: Wochen bis Monate.

Vorkommen: weltweit.

Leptospirose

Leptospirose ist eine bakterielle Erkrankung. Die Übertragung auf den Menschen erfolgt durch Kontakt mit Urin, Blut oder Gewebe infizierter Tiere bzw. verunreinigtem Wasser und durch Hautverletzungen. Hauptüberträger sind Ratten und Mäuse, allerdings kann die Krankheit auch durch den Kontakt mit Schweinen und Rindern erfolgen.

Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost. Eine Bindehautentzündung sowie starke Wadenschmerzen werden häufig beobachtet. Bei schweren Verlaufsformen kann es zu Schädigungen der Leber kommen.

Inkubationszeit: 5–14 Tage.


Vorkommen: vor allem bei schlechten hygienischen Bedingungen, beispielsweise in Entwicklungsländern oder nach Naturkatastrophen mit Zerstörung der Versorgungs-Infrastruktur.

Brucellose

Die Brucellose ist eine Infektionskrankheit, die durch die gramnegativen, aeroben Stäbchenbakterien der Gattung Brucella verursacht wird. Brucellose tritt sowohl bei Tieren als auch bei Menschen auf.
Besonders in ländlichen Gebieten werden immer wieder Brucellose-Erkrankungen erfasst. Diese bakterielle, fieberhafte Erkrankung kann durch Kontakt mit kranken Tieren (Schafen, Ziegen, Rinder) oder Genuss von nicht ausreichend gekochten Tierprodukten übertragen werden. Vom Genuss von rohen Milchprodukten ist unbedingt abzuraten.

Symptome: Fieber, oft mit Nachtschweiß, Schüttelfrost und Übelkeit verbunden. Das Fieber hält bei akuten Verläufen eine bis drei Wochen an, ist aber von fieberfreien Intervallen unterbrochen. Bei chronischen Erkrankungen kann das Fieber auch über Monate anhalten. Bei einem Drittel aller Patienten finden sich eine Leber- und Milzschwellung. Es kann auch zu Knochen- und Gelenkentzündungen und Infektionen kommen.

Inkubationszeit: i.d.R. 2–3 Wochen bei akuten Verläufen bis mehrere Monate bei latenten Erkrankungen.

Vorkommen: Brucellen kommen hauptsächlich in nicht gekochten, tierischen Lebensmitteln (Rohmilch, Sahne, Frischkäse etc.) vor. Besonders verbreitet sind die Erreger in Mittelmeerländern.

Influenza (Grippe)

Influenza ist eine Viruserkrankung, die durch direkten oder indirekten Kontakt mit Körperflüssigkeiten erkrankter Personen übertragen wird.

Symptome: hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen, Augentränen, trockener Husten, trockene Kehle, angeschwollene Nasenschleimhaut, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Inkubationszeit: i.d.R. zwischen wenigen Stunden bis Tagen.

Vorkommen: grundsätzlich überall.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Umwelt

Klima

Allgemein

Subtropisches Klima, mit einer Regenzeit von November bis März, einer kühleren Trockenzeit von Mai bis August und einer warmen Trockenzeit von August bis Oktober; die durchschnittlichen Temperaturen liegen in Harare (Salisbury) zwischen

Die besten Reisemonate sind April und Mai oder August bis Oktober. Von Mai bis Oktober herrscht ein gemäßigtes, fast mediterranes Wetter mit warmen Tagen, kühlen Nächten und absoluter Trockenheit. Zwischen November und April kommt es zu Regenfällen, die in den höher gelegenen Gebieten stärker ausfallen als im übrigen Land (1000 - 1400 mm im Jahr). Tagsüber steigen die Temperaturen bis über 30°C. In den Wintermonaten Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt, in den Hochlagen kann es sogar zu Nachtfrost kommen.

Klimatabelle

Klimastation HARARE-BELVEDERE (SALISBURY)

Höhe über NN in m: 1471

Geographische Position: 31° 1’ E, 17° 50’ S

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

25,9

25,9

26,0

25,7

23,5

21,4

21,4

23,8

26,8

28,9

27,3

26,6

Temp. ø Min. (°C)

15,7

15,5

14,3

12,6

9,1

7,0

6,7

8,4

11,4

14,7

15,5

15,7

Regentage

15

13

9

4

2

1

< 1

< 1

1

3

10

13

Niederschlag (mm)

191

176

99

37

8

2

2

3

7

39

93

183

Sonnenstunden ø

6,2

6,4

7,4

8,0

8,5

8,6

9,2

9,6

9,7

9,1

6,8

6,0

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

zs

zs

--

--

--

--

--

--

--

--

--

zs

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Vorkommen: während der Regenzeit zwischen November und April. Es muss in dieser Zeit ausserdem vermehrt mit Infrastrukturschäden und entsprechenden Behinderungen gerechnet werden (z.B. überflutete Straßen, Strom- und Wasserausfälle, Treibstoffmangel).

Erdbeben

Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.

Trop. Wirbelstürme & Tornados

Es besteht eine geringe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.

Stürme

Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.

Das Vorkommen schwerer Stürme ist jedoch eher selten.

Dürren

Es besteht eine hohe Dürregefahr.

Vorkommen: Regelmäßige Dürreperioden in der langen Trockenzeit von Mai bis Oktober.

Epidemien

Es besteht eine hohe Epidemiegefahr.

Weitere Gefahren

Während der Regenzeit von November bis April kann es infolge von Überschwemmungen örtlich auch zu Erdrutschen kommen.

Auch wenn Safaris und Touren mit erfahrenen Guides guten Sicherheitsvorschriften unterliegen, geht von Wildtieren grundsätzlich eine potenzielle Gefahr aus. Dies gilt nicht nur für Raubtiere wie Großkatzen, sondern auch für die großen pflanzenfressenden Säugetiere. Durch die Vergrößerung derer Population dank Schutzprogrammen in den 2010er und 20er Jahren sind tödliche Unfälle z.B. mit Elefanten häufiger geworden.