Singapur
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Singapur
Fläche: 719,2 km²
Einwohnerzahl: 5,6 Mio.
Währung: Singapur-Dollar
Staatsform: parlamentarische liberale Demokratie
Amtssprache: Englisch (Verkehrs-, Handels- und Verwaltungssprache), Chinesisch (Mandarin, südliche Dialekte), Malaiisch (offizielle „Nationalsprache“), Tamilisch.
Religion: Buddhisten (chinesisch), Muslime (malaysisch), Christen, Hinduisten, Sikh, Taoisten
Bevölkerungsdichte: 7799 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+8
Telefon-Vorwahl: + 65
Netzspannung: 220/240 V, 50 Hz. Adapter empfohlen.
Gefahrenindex:
Visumpflicht: Deutsche erhalten bei Einreise eine Aufenthaltsgenehmigung für bis zu 90 Tage.
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
Singapur liegt vor der Südspitze der malaiischen Halbinsel und besteht aus 57 kleinen Inseln und der Hauptinsel Singapur.
Singapur ist ein Stadtstaat.
Infrastruktur
Singapur hat den internationalen Flughafen Changi (SIN).
Der Fährverkehr sowie das Straßennetz sind sehr gut ausgebaut. Es herrscht Linksverkehr. Die Hauptstadt besitzt eines der besten U-Bahnnetze weltweit.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
9.(+10) August: Unabhängigkeitstag (von Malaysia 1965)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
17.(+18.) Februar: Chinesisches Neujahr
20. März: Hari Raya Puasa (Fest des Fastenbrechens)
3. April: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
27. Mai: Hari Raya Haji (Opferfest)
31. Mai: Vesakh (Tag des Buddha)
8.(+9.) Oktober: Diwali/Dipavali (Lichterfest)
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
9. August: Unabhängigkeitstag (von Malaysia 1965)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
6.(+8.) Februar: Chinesisches Neujahr
10. März: Hari Raya Puasa (Fest des Fastenbrechens)
26. März: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
17. Mai: Hari Raya Haji (Opferfest)
20. Mai: Vesakh (Tag des Buddha)
28. Oktober: Diwali/Dipavali (Lichterfest)
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
9. August: Unabhängigkeitstag (von Malaysia 1965)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
26.(+27.) Januar: Chinesisches Neujahr
27.(+28.) Februar: Hari Raya Puasa (Fest des Fastenbrechens)
14. April: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
5. Mai: Hari Raya Haji (Opferfest)
9. Mai: Vesakh (Tag des Buddha)
17. Oktober: Diwali/Dipavali (Lichterfest)
25. Dezember: Weihnachten
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 995
Polizei: 999
Feuerwehr: 995
Ambulanz: 995
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Strom / Elektrizität
230/240 V, 50 Hz. Adapter erforderlich. Üblicher Netzsteckertyp G.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Die Elektrizitätsversorgung ist flächendeckend und gut ausgebaut. Sie ist i.d.R. weitgehend stabil.
Steckertyp G
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Der internationale Flughafen von Singapur ist ein wichtiges Drehkreuz für den Flugverkehr von Europa nach Asien und Ozeanien. Dementsprechend vielfältig sind die Flugverbindungen. Fast alle großen Fluglinien fliegen Singapore Changi Airport an. Der Flug von Europa dauert ca. 10 -12 Stunden.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Singapur-Dollar (S$) = 100 Cents
Banköffnungszeiten: Mo-Fr 09.30-15.00 Uhr, Sa 09.30-13.00 Uhr. Zweigstellen einiger großer Banken (z.B. in der Orchard Road) haben So 09.30-15.00 Uhr geöffnet.
Bargeld kann man rund um die Uhr an Geldautomaten mit EC-Karte oder internationalen Kreditkarten abheben, alle gängigen Kreditkarten werden akzeptiert.
Kreditkarten werden generell in Hotels, Geschäften und Restaurants akzeptiert.
Geldautomaten werden im englischsprachigen Raum als 'ATM' bezeichnet. Dies ist die Abkürzung für 'Automated Teller Machine'.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande hat ein hohes mit Europa vergleichbares Niveau. Ein Krankenversicherungsschutz und eine Reiserückholversicherung sind auch wegen hoher Krankenhaus- und Arztrechnungen, die vielfach sofort beglichen werden müssen, dringend empfohlen. Eine individuelle Reiseapotheke muss nur bei Vorerkrankung adäquat mitgeführt werden. Vom Gesundheitswesen können aber auch Gefahren ausgehen: Infektionsübertragungen oder Fehlbehandlungen.
Viele angebotene Medikamente (auch pflanzlicher Herkunft) sind gefälscht, schadstoffbelastet, unbrauchbar.
Affen
In Parkanlagen (u.a. Bukit-Timah-Reservat), aber auch anderen Teilen der Stadt befinden sich gehäuft Makaken. Die Tiere können mitunter zudringlich werden und haben bereits vereinzelt Kinder gebissen. Hier sollte dringend auf Abstand geachtet werden. Ein Tollwutrisiko oder schwere bakterielle Wundinfektionen nach Biss oder Kratzverletzungen lassen sich keinesfalls ausschließen. Die Behörden des Stadtstaates appellieren an die Bevölkerung, die Tiere nicht zu füttern.
Experten empfehlen:
den direkten Blickkontakt zu vermeiden,
keine Essensreste liegen zu lassen und
Vorsicht in der Nähe von Bäumen, Büschen und Seen walten zu lassen.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Zika-Virus
Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.
Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.
Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.
Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Chikungunyafieber
Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.
Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.
Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Typhus
Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen.
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall.
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.
Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.
Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.
Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
Hand-Fuß-Mund-Krankheit
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung. Sie betrifft meist Kinder, kann aber auch Erwachsene treffen.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann ganzjährig auftreten, ist jedoch vor allem im Spätsommer und Herbst besonders häufig.
Symptome: beginnt mit grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Leistungsschwäche, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit. Etwa ein bis zwei Tage nach Auftreten des Fiebers entwickeln sich im Mundraum schmerzhafte rote Punkte. Diese Stellen befinden sich vor allem im Bereich von Zunge, Zahnfleisch und Mundschleimhaut oder auch um den Mund herum. Sie wandeln sich nach kurzer Zeit in kleine Bläschen oder oberflächliche Geschwüre (Aphten) um. Etwa zeitgleich oder wenige Stunden nach dem Auftreten der roten Punkte im Mundraum entwickelt sich an Händen und Füßen ein Ausschlag mit Bläschen, die ein Sekret absondern, in dem viele Viren stecken. Dadurch können die Viren problemlos auch an andere Körperstellen gelangen.
In 20% der Fälle verläuft die Krankheit symptomlos.
Inkubationszeit: zwischen 2–35 Tagen, i.d.R. zwischen 7–14 Tagen.
Vorkommen: insbesondere im westpazifischen Raum (u.a. Malaysia, Singapur, China, Japan). Grundsätzlich gibt es den Erreger jedoch weltweit.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Trinkwasser sollte daher immer abgekocht werden und auf Eiswürfel in Getränken sollte verzichtet werden. Süßwasser ist häufig belastet durch Keime und auch durch Schadstoffe.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Lebensmittel sollten immer gekocht verzehrt werden. Obst und Gemüse sollte immer geschält werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Infoblock
Bei zu hohen Luftverunreinigungen empfiehlt es sich die Aktivitäten im Freien einzuschränken und / oder eine Staubschutzmaske zu tragen.
Klima
Allgemein
Da Singapur fast direkt am Äquator und damit mitten in den Tropen liegt, ist das Klima das ganze Jahr über heiß und schwül, es gibt keine Jahreszeiten wie man sie in Mitteleuropa kennt und nur geringe Temperaturschwankungen. Die Tagestemperatur liegt zwischen 23 und 34 Grad Celsius, es werden fast nie Temperaturen außerhalb dieses Intervalls erreicht. Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit liegt bei 84%; während langer, starker Regenfälle werden aber auch oftmals 100% erreicht.
Es gibt keine Regenzeit, jedoch sind die Monate Dezember und April die regenreichsten, Februar und Juli die trockensten Monate.
Klimatabelle
Klimastation SINGAPUR-CHANGI (Flughafen)
Höhe über NN in m: 5
Geographische Position: 103° 59’ E, 1° 22’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 29,9 | 31,0 | 31,4 | 31,7 | 31,6 | 31,2 | 30,8 | 30,8 | 30,7 | 31,1 | 30,5 | 29,6 |
Temp. ø Min. (°C) | 23,1 | 23,5 | 23,9 | 24,3 | 24,6 | 24,5 | 24,2 | 24,2 | 23,9 | 23,9 | 23,6 | 23,3 |
Regentage | 12 | 10 | 13 | 14 | 14 | 13 | 14 | 13 | 14 | 15 | 19 | 19 |
Niederschlag (mm) | 198 | 154 | 171 | 141 | 158 | 140 | 145 | 143 | 177 | 167 | 252 | 304 |
Sonnenstunden ø | 5,6 | 6,5 | 6,2 | 5,8 | 5,8 | 5,9 | 6,1 | 5,8 | 5,2 | 5,0 | 4,3 | 4,3 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 27 | 27 | 28 | 28 | 28 | 29 | 28 | 28 | 28 | 28 | 28 | 27 |
Klimabelastung* | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.
Tsunami
In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.
Weitere Gefahren
Stürme (sogenannte Sumatras) treten häufig auf.