Spanien
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Madrid
Fläche: 505.970 km²
Einwohnerzahl: 46.438.422
Währung: Euro
Staatsform: parlamentarische Erbmonarchie
Amtssprache: Spanisch (Castellano)
Religion: Römisch-Katholisch 94 %
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober)
Kanarische Inseln:
UTC±0
UTC+1 (März bis Oktober)
Telefon-Vorwahl: + 34
Netzspannung: 230 V / 50 Hz
Gefahrenindex:
Visumpflicht: nein
Reisepass erforderlich: nein
Lage
Geographische Einordnung
Spanien nimmt etwa vier Fünftel der Iberischen Halbinsel ein. Die Pyrenäen bilden im Nordosten eine natürliche Grenze zu Frankreich. Zum Staatsgebiet gehören ebenfalls die südöstlich von Barcelona gelegenen Balearen, die Kanarischen Inseln vor der Westküste Afrikas sowie sowie die nordafrikanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Marokko.
Infrastruktur
Spanien hat über 30 internationale Flughäfen, wobei Madrid (MAD) (Barajas) und Barcelona (BCN) (Del Prat) die größte Bedeutung zukommt; Inlandsflüge werden angeboten.
Fähren verbinden das Festland mit den Inseln.
Das Bahn- und Straßennetz sind sehr gut ausgebaut; auf den Autobahnen muss generell Maut bezahlt werden. Taxis, Busse und Mietwagen sind fast überall vorhanden.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
12. Oktober: Fiesta Nacional de España
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
6. Januar: Heilige Drei Könige
3. April: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
15. August: Mariä Himmelfahrt
1. November: Allerheiligen
6. Dezember: Tag der Verfassung
25. Dezember: Weihnachten
Neben den landesweiten Feiertagen gibt es eine Vielzahl von regionalen Feiertagen.
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
12. Oktober: Fiesta Nacional de España
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
6. Januar: Heilige Drei Könige
26. März: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
15. August: Mariä Himmelfahrt
1. November: Allerheiligen
6. Dezember: Tag der Verfassung
25. Dezember: Weihnachten
Neben den landesweiten Feiertagen gibt es eine Vielzahl von regionalen Feiertagen.
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
12. Oktober: Fiesta Nacional de España
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
6. Januar: Heilige Drei Könige
14. April: Karfreitag
1. Mai: Tag der Arbeit
15. August: Mariä Himmelfahrt
1. November: Allerheiligen
6. Dezember: Tag der Verfassung
25. Dezember: Weihnachten
Neben den landesweiten Feiertagen gibt es eine Vielzahl von regionalen Feiertagen.
Kontakte
Notrufnummern
Allgemeine Notrufnummer: 112
Touristenpolizei: +34 902 102 112 (nicht durchgehend rund um die Uhr; Auskunft in verschiedenen Sprachen)
Ambulanz: 061
Polizei (Nationalpolizei): 091
Gendarmerie (Guardia Civil): 062
Lokalpolizei (Policía Local bzw. Policía Municipal): 092
Feuerwehr: 080
Küstenwache: 902 202 202
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Strom / Elektrizität
230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C, F & L.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“: www.iec.ch.
Steckertyp C
Steckertyp F
Steckertyp L
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
In den Bergen gibt es nicht immer Mobilfunk-Empfang.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Alle Großstädte des Landes verfügen über sehr gut ausgebaute internationale Flughäfen, die an das interkontinentale Streckennetz angebunden sind. Diese werden meistens täglich von vielen Airlines aus der ganzen Welt direkt angeflogen.
Zu den Nachbarländern bestehen täglich Direktverbindungen. Das inländische Streckennetz ist sehr gut ausgebaut.
Es gibt täglich Linienflüge zwischen allen Regionen und Großstädten des Landes.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährungen: 1 Euro (EUR) = 100 Cent.
Banköffnungszeiten: Mo-Fr 08.30-14.00/14.30 Uhr, Sa 08.30-13.00 Uhr (von Mai bis September: samstags geschlossen).
Die Bargeldversorgung über Bankautomaten mittels Bankkarten (mit dem “Maestro”-Logo und/oder mit dem “V-Pay”-Logo) ist fast überall möglich.
Kreditkarten werden fast überall akzeptiert.
Beim Bezahlen von Waren mit Kreditkarten oder mit EC-Karten kann es vorkommen, dass man sich ausweisen muss.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Das Niveau der medizinischen Versorgung entspricht in öffentlichen Krankenhäusern nicht immer dem deutschen Standard. Mit der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) haben Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in Spanien Anspruch auf eine Behandlung bei zugelassenen Ärzten, Zahnärzten und in Krankenhäusern. Da die gesetzlichen Krankenkassen aber nicht alle Kosten einer Behandlung abdecken (z.B. notwendiger Rücktransport nach Deutschland, Behandlung durch Privatärzte und -kliniken), empfiehlt sich der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.
Die Medikamentenversorgung ist gesichert, vor allem bei Reisen in ländliche Gebiete sollten Reisende aber eine Reiseapotheke mitnehmen, die auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Borreliose (Lyme-Borreliose)
Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.
Aviäre Influenza (Vogelgrippe)
Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung. Die Influenza-A-Viren befallen vor allem Vögel, insbesondere Geflügel wie Puten oder Hühner. Sie können aber auch beim Menschen Erkrankungen auslösen. Diese sind vergleichsweise selten, da die Vogelgrippe für den Menschen nicht sehr ansteckend ist. Allerdings kann die Erkrankung beim Menschen einen schweren Verlauf nehmen.
Symptome: zuerst typische Grippe-Symptome wie hohes Fieber und Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen, Husten, Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, in seltenen Fällen kommt es zu Nasenbluten und Schleimhautblutungen. Teilweise kommt es zusätzlich zu Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung stehen bei den meisten Patienten Symptome in den oberen und unteren Atemwegen im Vordergrund. Es kommt zu einer schweren Lungenentzündung, die oft rasch zu einem Versagen der Atemorgane führt.
Inkubationszeit: Der Vogelgrippe-Virus wird vor allem im engen, direkten Kontakt mit erkrankten Vögeln weitergegeben. Die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nur in wenigen Ausnahmefällen bekannt. Man geht davon aus, dass die Inkubationszeit zwischen 2–5 Tagen liegt.
Vorkommen: vor allem in Asien stark verbreitet, vermehrt in China gemeldet. Es gibt aber auch Fälle von infizierten Vögeln in Afrika und anderen Teilen der Welt. In Europa breitete sich die Vogelgrippe ebenfalls zeitweise aus.
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Leishmaniose (Orientbeule)
Die Erreger dieser Infektionskrankheit werden von Sandmücken übertragen. Es können sowohl Menschen und Tiere erkranken. Die Leishmaniose tritt in verschiedenen Varianten auf.
Kutane (Haut-)Leishmaniose: befällt die Haut.
Symptome: schmerzlose Geschwüre, die i.d.R. von selbst wieder vergehen (Orientbeule, auch Aleppobeule bzw. Bagdadbeule genannt).
Mukokutane (Schleimhaut-)Leishmaniose: befällt Haut und Schleimhäute.
Symptome: Nasen- und Rachenbeschwerden (kommt vor allem in Südamerika vor). Erfordert meist eine Therapie.
Viszerale (Innere Organe) Leishmaniose: befällt die inneren Organe.
Symptome: Beschwerden in der Milz und Leber, aber auch im Knochenmark. Eine Therapie ist zwingend notwendig, es gibt lebensbedrohliche bis tödliche Verläufe (Dum-Dum-Fieber oder Kala Azar genannt).
Inkubationszeit: reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.
Vorkommen: weltweites Vorkommen in warmen Ländern. In Europa z.B. verstärkt im Mittelmeerraum (Frankreich, Spanien, Malta, Portugal, Italien, Türkei etc.). Weltweit vor allem im Nahen Osten, im Norden und Osten Afrikas, aber auch in warmen Regionen Südamerikas und in Asien, insbesondere in Indien.
Hygiene
Trinkwasser
Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.
Nahrung
Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Klima
Allgemein
Iberische Halbinsel: Mediterranes Klima an den Küsten, kontinentales Klima mit heißen Sommern und kalten Wintern im Landesinneren. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt in der Meseta bei 305 bis 635 mm, im Norden und Nordwesten bei 890 mm. Die Durchschnittstemperatur in Madrid liegt zwischen 1 bis 8 °C im Januar und 17 bis 31°C im Juli, auf den Balearen zwischen 28 und 33 °C im Sommer und 13 bis 18 °C im Winter.
Klimatabelle
Klimastation LAS PALMAS
Höhe über NN in m: 15
Geographische Position: 15° 25’ W, 28° 9’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 20,4 | 20,5 | 21,0 | 21,5 | 22,3 | 23,6 | 24,8 | 26,0 | 26,4 | 25,5 | 23,5 | 21,5 |
Temp. ø Min. (°C) | 16,4 | 16,3 | 16,7 | 17,2 | 18,3 | 19,6 | 21,0 | 22,0 | 22,2 | 21,3 | 19,4 | 17,4 |
Regentage | 4 | 3 | 3 | 2 | 1 | < 1 | < 1 | < 1 | 1 | 3 | 4 | 5 |
Niederschlag (mm) | 19 | 19 | 13 | 6 | 2 | 2 | 1 | 1 | 3 | 16 | 31 | 26 |
Sonnenstunden ø | 6,0 | 6,6 | 6,8 | 7,5 | 8,3 | 9,0 | 9,5 | 9,3 | 7,7 | 6,9 | 6,1 | 5,8 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 19 | 18 | 18 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 23 | 21 | 20 |
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | -- | zs | zs | zs | zs | -- | -- |
Klimastation MADRID-RETIRO (Obs.), Kastilien
Höhe über NN in m: 667
Geographische Position: 3° 41’ W, 40° 25’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 8,5 | 11,0 | 14,9 | 18,4 | 21,2 | 26,9 | 30,8 | 29,5 | 25,0 | 18,5 | 12,8 | 8,8 |
Temp. ø Min. (°C) | 1,5 | 2,2 | 5,2 | 7,4 | 10,2 | 14,6 | 17,4 | 17,1 | 14,1 | 9,5 | 5,3 | 2,2 |
Regentage | 8 | 8 | 7 | 7 | 7 | 5 | 2 | 1 | 4 | 6 | 7 | 8 |
Niederschlag (mm) | 45 | 44 | 37 | 51 | 44 | 27 | 12 | 12 | 30 | 51 | 58 | 52 |
Sonnenstunden ø | 4,6 | 5,7 | 6,4 | 8,0 | 9,5 | 10,8 | 12,3 | 11,4 | 8,6 | 6,6 | 5,2 | 4,5 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | -- | -- | -- | -- | -- | zs | zs | zs | -- | -- | -- | -- |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Auf den Kanarischen Inseln besteht eine erhöhte Erdbebengefahr.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Tsunami
Es besteht eine erhöhte Tsunamigefahr, die allerdings selten ein schlimmes Ausmaß annimmt.
Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.
Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.
Waldbrände
Insbesondere in den Sommermonaten kann es zu größeren Wald- und Buschbränden kommen. Evakuierungen und Einschränkungen im Verkehr sind die Folge.
Extreme Hitze
Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.
Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.