Sri Lanka
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: de facto Colombo (ca. 750.000 Einwohner. 2011), de jure Sri Jayewardenepura Kotte (ca. 107.000 Einwohner, 2012)
Fläche: 65.610 km²
Einwohnerzahl: ca. 22 Millionen (2020)
Währung: Sri-Lanka-Rupie (LKR) = 100 Cents
Staatsform: präsidentielle Republik
Amtssprache: Sinhala, Tamil
Religion: 70% Buddhisten (v.a. Singhalesen), 13% Hindus (v.a. Tamilen), 10% Muslime, 7% Christen
Bevölkerungsdichte: 346 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+5:30
Telefon-Vorwahl: +94
Netzspannung: 230 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 3
Visumpflicht: Ja
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
Sri Lanka liegt im Indischen Ozean, südöstlich Indiens, zwischen 6° und 10° nördlicher Breite und zwischen 79° und 82° östlicher Länge. In Nord-Süd-Ausdehnung misst es 445 Kilometer und 225 Kilometer in Ost-West. Von Indien (Bundesstaat Tamil Nadu) ist es durch die Palkstraße und den Golf von Mannar getrennt. Die Korallenfelsinseln der Adamsbrücke stellen eine lose Verbindung zwischen dem Nordwesten Sri Lankas und dem indischen Festland dar. Die Landschaft Sri Lankas ist ungewöhnlich, mit tiefliegenden Küstenebenen, die sich von der Nord- und Westküste ins Landesinnere erstrecken. Die mittleren und südlichen Gebiete steigen zu Hügeln und Bergen an.
Infrastruktur
In der Nähe der Hauptstadt Sri Lankas befindet sich der internationale Flughafen Colombo (CMB) (Bandaranaike International), Inlandsflüge sind ebenfalls möglich.
Das Bahnnetz verbindet fast alle größeren Städte in Sri Lanka, das Straßennetz um Colombo ist recht gut ausgebaut. Es herrscht Linksverkehr. Busse, Taxis und Mietwagen sind in allen größeren Städten vorhanden.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
4. Februar: Unabhängigkeitstag (als Ceylon vom Vereinigten Königreich 1948)
Weitere Feiertage:
2. Januar: Duruthu Poya
14. Januar: Thai Pongal (Hinduistisches Erntedankfest)
1. Februar: Navam Poya
15. Februar: Mahasivarathri
3. März: Madin Poya
21. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
1. April: Bak Poya
3. April: Karfreitag
(13.+)14. April: Sinhala und tamilisches Neujahrsfest
1. Mai: Tag der Arbeit
1.(+2.) Mai: Vesakh Poya (Tag des Buddha)
27. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
30. Mai: Adhi Vesak Poya
29. Juni: Poson Poya
29. Juli: Esala Poya
25. August: Milad un Nabi (Geburtstag Mohammeds)
27. August: Nikini Poya
26. September: Binara Poya
25. Oktober: Vap Poya
8. November: Diwali (Lichterfest)
24. November: Ill Poya
23. Dezember: Unduvap Poya
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
4. Februar: Unabhängigkeitstag (als Ceylon vom Vereinigten Königreich 1948)
Weitere Feiertage:
15. Januar: Thai Pongal (Hinduistisches Erntedankfest)
22. Januar: Duruthu Poya
20. Februar: Navam Poya
6. März: Mahasivarathri
10. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
21. März: Madin Poya
26. März: Karfreitag
(13.+)14. April: Sinhala und tamilisches Neujahrsfest
20. April: Bak Poya
1. Mai: Tag der Arbeit
17. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
20.(+21.) Mai: Vesakh Poya (Tag des Buddha)
28. Juni: Poson Poya
18. Juli: Esala Poya
15. August: Milad un Nabi (Geburtstag Mohammeds)
16. August: Nikini Poya
15. September: Binara Poya
15. Oktober: Vap Poya
28. Oktober: Diwali (Lichterfest)
13. November: Ill Poya
13. Dezember: Unduvap Poya
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
4. Februar: Unabhängigkeitstag (als Ceylon vom Vereinigten Königreich 1948)
Weitere Feiertage:
12. Januar: Duruthu Poya
14. Januar: Thai Pongal (Hinduistisches Erntedankfest)
23. Februar: Mahasivarathri
25. Februar: Navam Poya
26. Februar: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
25. März: Madin Poya
(13.+)14. April: Sinhala und tamilisches Neujahrsfest
14. April: Karfreitag
24. April: Bak Poya
1. Mai: Tag der Arbeit
5. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
23.(+24.) Mai: Vesakh Poya (Tag des Buddha)
22. Juni: Poson Poya
21. Juli: Esala Poya
3. August: Milad un Nabi (Geburtstag Mohammeds)
20. August: Nikini Poya
18. September: Binara Poya
17. Oktober: Diwali (Lichterfest)
18. Oktober: Vap Poya
16. November: Ill Poya
15. Dezember: Unduvap Poya
25. Dezember: Weihnachten
Kontakte
Notrufnummern
Polizei: 119 oder 118
Spezielle ganztägige Hotline der Polizei bei sexueler Belästigung: 1938
Feuerwehr: 110
Krankenwagen/Notarzt: 110
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Strom / Elektrizität
230 V, 50 Hz
Übliche Netzsteckertypen: D, M
Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp D
Steckertyp M
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Die nationale Fluggesellschaft SriLankan Airlines bedient v.a. Ziele in Asien. Nach Europa bestehen nur wenige, ausgewählte Verbindungen, etwa nach London und Frankfurt/Main. Daneben steuern mehrere europäische Airlines Sri Lanka an.
Der internationale Flugverkehr wird fast ausschließlich über den Bandaranaike International Airport nördlich von Colombo abgewickelt.
Der Inlandsflugverkehr bedient knapp 20 Flughäfen und Flugfelder und wird u.a. von Cinnamon Air, FitsAir, Helitours, Senok und Simplifly betrieben.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Sri-Lanka-Rupie (LKR) = 100 Cent
Banköffnungszeiten: Mo - Fr 09.00 - 13.00 Uhr/15.00 Uhr. Teilweise sind die Banken auch am Abend und Samstag vormittags geöffnet.
Fremdwährungen dürfen nur in autorisierten Banken, Wechselstuben und Hotels umgetauscht werden; die Transaktionen müssen in einem Formular bestätigt werden. Man sollte sich vor der Einreise bei einer Bank erkundigen, da einige Währungen nicht umgetauscht werden. Den besseren Wechselkurs erhält man bei einem Tausch vor Ort.
Visa, MasterCard und American Express werden allgemein akzeptiert, Diners Club ist weniger gebräuchlich. Einzelheiten vom Aussteller der betreffenden Kreditkarte. Selbst wenn die Bezahlung per Kreditkarte möglich ist, sollte nicht immer davon Gebrauch gemacht werden. Nicht selten treten Fälle von Kreditkartenbetrug auf, die zu ernsthaften Problemen für die Betroffenen führen können. Aus diesem Grund wird empfohlen, vorzugsweise mit Bargeld zu bezahlen.
Es gibt zahlreiche Geldautomaten auf Sri Lanka, welche deutsche Kreditkarten mit PIN akzeptieren und problemlos Bargeld auszahlen, vor allem in Colombo und Kandy. Auch mit einigen EC-Karten kann das Abheben funktionieren, viele europäische Banken erlauben es jedoch aus Sicherheitsgründen nicht oder nur eingeschränkt.
V-Pay-Karten können in Sri Lanka nicht benutzt werden.
Beim Einlösen von American Express Traveller Cheques gibt es häufig Schwierigkeiten, da viele Banken die Annahme verweigern.
Besondere Vorsicht ist zudem bei Grundstückskäufen geboten. Vor Erwerb sollte stets ein guter Anwalt konsultiert werden und auf Eintragung in den sri-lankischen Grundbüchern geachtet werden. Es gibt immer wieder Fälle, in denen Touristen Grundstücke auf den Namen eines sri-lankischen Partners erwerben, um die hohen Steuern zu umgehen, die Ausländer beim Kauf von Grundeigentum zu entrichten haben. Hierauf sollte man sich auf keinen Fall einlassen. In Sri Lanka gilt, wie in Deutschland auch, dass der im Grundbuch Eingetragene alleiniger Eigentümer sowohl von Land als auch von allen darauf errichteten Gebäuden ist, unabhängig davon, wer den Kauf bzw. Bau finanziert hat.
Vorsorge
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Japan-Enzephalitis-Impfung bei längeren Individualreisen in ländlichen Regionen während der Hauptübertragungszeit (z. B. Monsunzeit)
Tollwut-Impfung, bes. bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen
Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)
Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung ist in den großen Städten und Tourismuszentren ausreichend bis gut, entspricht aber nicht überall europäischem Standard. Im Colombo ist die medizinische Versorgung in einzelnen Fachbereichen durchaus auch auf einem hohen bis sehr hohen Niveau. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist dringend angeraten. Besonders chronisch kranken und behandlungsbedürftigen Menschen wird eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in genügendem Abstand vor der Ausreise empfohlen (siehe www.dtg.org oder www.frm-web.de). Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Sri Lanka mitbringen und sich für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen.
Aufgrund der andauernden Wirtschaftskrise kann es zu Engpässen bei Medikamenten und medizinisch-technischer Ausrüstung kommen.
Die Deutsche Botschaft in Colombo verfügt für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der Stadt.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle, einen Tropenmediziner oder einen Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen, auch wenn Sie schon Erfahrung mit Reisen in die Tropen haben (siehe z. B.: www.dtg.org oder www.frm-web.de).
Infektionen / Krankheiten
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Chikungunyafieber
Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.
Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.
Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.
Japanische Enzephalitis
Die japanische Enzephalitis ist eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, eine Gehirnhautentzündung nach einem Mückenstich. Grundsätzlich kann die japanische Enzephalitis in jedem Alter auftreten.
Symptome: i.d.R. keine schweren Krankheitssymptome. Nur bei ca. 1 von 250 Fällen kommt es zu einer schweren Erkrankung mit Fieber, Nackenschmerzen und Nackensteifigkeit, Verwirrtheit, Krampfanfällen und Lähmungen bis zum Koma.
Inkubationszeit: zwischen 5–15 Tagen.
Vorkommen: hauptsächlich in asiatischen Länder, im westlichen Pazifikraum und gelegentlich in Australien (Torres Strait und nördl. Queensland). Betroffen sind besonders ländliche Gebiete, in denen Schweinezucht und Reisanbau betrieben werden.
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Klima
Allgemein
Sri Lanka hat ausgesprochen tropisches Monsunklima, etwas gemildert durch den Einfluss des Indischen Ozeans. Jahreszeiten als solche gibt es nicht. Die Halbinsel Jaffna im Norden des Landes ist heiß und trocken, die Küstengebiete sowie das Flachland im Süden und Westen sind warm und feucht. Das zentrale Bergland mit Höhen bis 2.500 m ist kühler als das Flachland. Im Südwesten regnet es im Allgemeinen in den Monaten Mai bis August und im Nordosten von November bis Februar. Im Bergland regnet es meist in den Monaten Juli bis Dezember.
Klimatabelle
Klimastation COLOMBO (KOLAMBA)
Höhe über NN in m: 7
Geographische Position: 79° 52’ E, 6° 54’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 31,0 | 31,2 | 31,7 | 31,8 | 31,1 | 30,4 | 30,0 | 30,0 | 30,2 | 30,0 | 30,2 | 30,4 |
Temp. ø Min. (°C) | 22,3 | 22,7 | 23,7 | 24,6 | 25,5 | 25,5 | 25,1 | 25,1 | 24,8 | 24,0 | 23,2 | 22,8 |
Regentage | 5 | 4 | 9 | 15 | 17 | 16 | 11 | 10 | 13 | 17 | 15 | 10 |
Niederschlag (mm) | 62 | 69 | 130 | 253 | 382 | 186 | 125 | 114 | 236 | 369 | 310 | 168 |
Sonnenstunden ø | 8,0 | 8,7 | 8,9 | 7,8 | 6,5 | 6,5 | 6,5 | 6,5 | 6,3 | 6,5 | 7,0 | 7,0 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 27 | 27 | 28 | 28 | 29 | 29 | 28 | 27 | 27 | 28 | 27 | 27 |
Klimabelastung* | s | s | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | s |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Allgemein
Durch die Lage Sri Lankas nahe am indischen Subkontinent und dadurch resultierende flache Küstengewässer ist die Zerstörungskraft eines Tsunamis viel stärker als z. B. auf den Malediven, die mitten im Ozean liegen.
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.
Tsunami
Hier besteht eine hohe Tsunamigefahr.
Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.
Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.
Trop. Wirbelstürme & Tornados
Es besteht eine geringe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Stürme
Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.
Weitere Gefahren
Während des Monsuns mit seinen starken Regenfällen kann es zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen, die die Verkehrsinfrastruktur betreffen.