Tonga
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Nukuʻalofa
Fläche: 747 km²
Einwohnerzahl: 103.252
Währung: Paʻanga (TOP)
Staatsform: parlamentarische Erbmonarchie
Amtssprache: Tongaisch, Englisch
Religion: Protestanten 76 %, Katholiken 16 %
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+13
Telefon-Vorwahl: +676
Netzspannung: 240 V, 50 Hz
Gefahrenindex:
Visumpflicht: nein
Reisepass erforderlich: ja
Lage
Geographische Einordnung
Tonga besteht aus 172 Inseln und liegt im Südpazifik. Es erstreckt sich über ein Gebiet von 700.000 qkm, nur 45 der Inseln sind bewohnt.
Infrastruktur
Es gibt den internationalen Flughafen Tongatapu (TBU) (Fua'Amotu International), Inlandsflüge werden angeboten.
Zwischen allen Inselgruppen verkehren Fähren.
Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut und überwiegend asphaltiert. Busse, Taxis und Mietwagen sind in den größeren Städten vorhanden. Es herrscht Linksverkehr.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertage:
8. Juni: Tag der Emanzipation (Abschaffung der Sklaverei 1862; Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich am 4. Juni 1970)
9. November: Nationalfeiertag (ehemals Tag der Verfassung)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
3. April: Karfreitag
6. April: Ostermontag
25. April: ANZAC Tag
4. Juli: Geburtstag seiner Hoheit König Tupou VI
17. September: Geburtstag des Kronprinzen Tupouto'a-'Ulukalala
7. Dezember: Jahrestag der Krönung von König Tupou I
25. Dezember: Weihnachten
26. Dezember: Zweiter Weihnachtsfeiertag
Daten für 2027
Nationalfeiertage:
(7.+)8. Juni: Tag der Emanzipation (Abschaffung der Sklaverei 1862; Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich am 27 May 1970)
8. November: Nationalfeiertag (ehemals Tag der Verfassung)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
26. März: Karfreitag
29. März: Ostermontag
25. April: ANZAC Tag
4.(+5.) Juli: Geburtstag seiner Hoheit König Tupou VI
17. September: Geburtstag des Kronprinzen Tupouto'a-'Ulukalala
6. Dezember: Jahrestag der Krönung von König Tupou I
25. Dezember: Weihnachten
26. Dezember: Zweiter Weihnachtsfeiertag
Daten für 2028
Nationalfeiertage:
4.(+5.) Juni: Tag der Emanzipation (Abschaffung der Sklaverei 1862; Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich am 27 May 1970)
4.(+6.) November: Nationalfeiertag (ehemals Tag der Verfassung)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
14. April: Karfreitag
17. April: Ostermontag
25. April: ANZAC Tag
4. Juli: Geburtstag seiner Hoheit König Tupou VI
17.(+18.) September: Geburtstag des Kronprinzen Tupouto'a-'Ulukalala
4. Dezember: Jahrestag der Krönung von König Tupou I
25. Dezember: Weihnachten
26. Dezember: Zweiter Weihnachtsfeiertag
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 933 (911)
Polizei: 911
Feuerwehr: 999
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind nicht jederzeit und überall verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk weist noch Lücken auf.
Aktuelle Infos zur konkreten GSM-Netzabdeckung.
Internet
Einige Internetcafés sind vorhanden.
Strom / Elektrizität
240 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertyp: I.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“: www.iec.ch
Steckertyp I
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Die Hauptstadt des Landes verfügt über einen internationalen Flughafen, der an das interkontinentale Streckennetz angebunden sind. Der Hauptstadtflughafen wird noch einigen internationalen Airlines mehrfach wöchentlich angeflogen. Von den meisten Ländern gibt es jedoch keine Direktverbindung.
Das inländische Flugnetz ist gut ausgebaut. Zwischen den meisten Inseln gibt es i.d.R. täglich Flüge.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährungen: 1 Pa'anga (TOP)=100 Seniti.
Banköffnungszeiten: Mo-Fr 09.30-15.30 Uhr, Sa 09.30-11.00 Uhr.
Die Bargeldversorgung über Bankautomaten mittels Bankkarten ist landesweit nicht immer und überall möglich. Geldautomaten stehen in der Hauptstadt, sowie in den großen Orten der Inseln zur Verfügung. Pro Abhebung wird eine Gebühr von 10 US-Dollar fällig.
Die Akzeptanz von Kreditkarten ist nur bei ausgewählten Stellen (Banken, Wechselstuben, Hotels, internationale Geschäfte, Airlines etc. ) gewährleistet.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die ärztliche und medikamentöse Versorgung entspricht nicht westeuropäischen Standards. Eine Notfallversorgung ist nach Angaben des Auswärtigen Amtes aber in den Städten Nuku’alofa, Ha’apai und Vava’u gegeben. Behandlungen in Krankenhäusern und Arztpraxen müssen meistens direkt in bar oder per Kreditkarte bezahlt werden. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.
Ratsam ist ebenfalls die Mitnahme einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest), Einwegspritzen und Verbandsmaterial enthält.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Typhus
Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen.
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall.
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.
Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.
Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.
Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.
Zika-Virus
Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.
Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.
Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.
Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.
Chikungunyafieber
Das Chikungunya-Fieber ist eine tropische Infektionskrankheit, die durch Stechmücken übertragen wird. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Gelenkschmerzen und verläuft in der Regel ohne schwere Komplikationen. Eine spezifische Therapie und eine Impfung gibt es nicht.
Symptome: plötzlicher, schneller Fieberanstieg, Kopfschmerzen, Gelenkbeschwerden und Muskelschmerzen. Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag können ebenfalls auftreten. Bei Chikungunya-Fieber (CF) kommt es sehr selten zum Auftreten von Blutungen (Hämorrhagien). Die Prognose von CF ist gut. Nur ein geringer Anteil der Patienten leidet unter monatelang persistierenden Gelenkbeschwerden.
Inkubationszeit: zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: Afrika südlich der Sahara, Indien, Südost-Asien, Indonesien.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Trinkwasser sollte daher immer abgekocht werden und auf Eiswürfel in Getränken sollte verzichtet werden. Süßwasser ist häufig belastet durch Keime und auch durch Schadstoffe.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Lebensmittel sollten immer gekocht verzehrt werden. Obst und Gemüse sollte immer geschält werden.
Luft
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Klima
Allgemein
Tonga hat ein subtropisches Klima mit warmen Sommern von Dezember bis Mai (in dieser Zeit gibt es häufiger Regenfälle) sowie gemäßigten Temperaturen im Winter (Mai bis November). Die durchschnittliche Temperatur liegt in Nuku’alofa zwischen 18 und 25 °C im Juli und zwischen 23 und 29 °C im Februar.
Klimatabelle
Klimastation NUKU’ALOFA
Höhe über NN in m: 2
Geographische Position: 175° 11’ W, 21° 8’ S
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 29,0 | 29,0 | 29,0 | 28,0 | 26,0 | 25,0 | 25,0 | 24,0 | 25,0 | 26,0 | 27,0 | 28,0 |
Temp. ø Min. (°C) | 22,0 | 23,0 | 23,0 | 22,0 | 20,0 | 19,0 | 18,0 | 18,0 | 18,0 | 19,0 | 21,0 | 21,0 |
Regentage | 14 | 14 | 16 | 11 | 9 | 7 | 9 | 8 | 9 | 9 | 9 | 10 |
Niederschlag (mm) | 201 | 220 | 227 | 150 | 113 | 92 | 106 | 113 | 113 | 113 | 109 | 130 |
Sonnenstunden ø | ||||||||||||
Wasser-Temp. ø (°C) | 27 | 27 | 27 | 27 | 26 | 24 | 24 | 23 | 23 | 24 | 24 | 25 |
Klimabelastung* | s | s | s | s | s | zs | zs | zs | zs | zs | s | s |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen in der Zyklonsaison kommt es regelmäßig zu schweren und lang andauernden Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr (oft durch Erdrutsche) kommen.
Erdbeben
Hier besteht eine sehr hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben sind an der Tagesordnung, allerdings kann es auch zu schweren, zerstörerischen Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln bei Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.
Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!
Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.
Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden.
Tsunami
Hier besteht eine sehr hohe Tsunamigefahr.
Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.
Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.
Vulkane
Hier gibt es aktive Vulkane. Wegen möglicher vulkanischer Aktivität kann es zu lokalen Evakuierungen kommen.
Im Verkehrswesen kann es durch Eruptionen zu regionalen Einschränkungen kommen.
Trop. Wirbelstürme & Tornados
Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.