Trinidad & Tobago
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Port of Spain, 37.074 Einwohner, Metropolregion 548.299
Fläche: 5.128 km²
Einwohnerzahl: 1.220.479
Währung: 1 Trinidad-und-Tobago-Dollar (TTD) = 100 Cents
Staatsform: parlamentarische Republik
Amtssprache: Englisch
Religion: Größtenteils Christen und Hindus; muslimische, anglikanische und andere Minderheiten.
Bevölkerungsdichte: 259 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC-4
Telefon-Vorwahl: +1 (868)
Netzspannung: 115 V
Gefahrenindex: 0
Visumpflicht: nein
Reisepass erforderlich: ja
Lage
Geographische Einordnung
Trinidad und Tobago ist die südlichste Insel im karibischen Inselbogen und dem Nordosten Venezuelas vorgelagert.
Infrastruktur
Es gibt die beiden internationalen Flughäfen Port of Spain (POS) (Piarco International) und Crown Point International (TAB). Inlandsflüge werden angeboten.
Fährverbindungen zwischen beiden Inseln vorhanden.
Das Straßennetz auf beiden Inseln ist gut ausgebaut. Busse, Taxis und Mietwagen sind vorhanden. Linksverkehr.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
31. August: Unabhängigkeitstag (1962 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
21. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
30. März: Baptisten-Befreiungstag
3. April: Karfreitag
6. April: Ostermontag
30. Mai: Tag der Ankunft der Indischen Einwanderer (1845)
4. Juni: Fronleichnam
19. Juni: Tag der Arbeit
1. August: Tag der Sklavenbefreiung
24. September: Tag der Republik
8.(+9.) November: Diwali (Lichterfest)
25.+26. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
31. August: Unabhängigkeitstag (1962 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
9. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
26. März: Karfreitag
29. März: Ostermontag
30. März: Baptisten-Befreiungstag
27. Mai: Fronleichnam
30.(+31.) Mai: Tag der Ankunft der Indischen Einwanderer (1845)
19. Juni: Tag der Arbeit
1.(+2.) August: Tag der Sklavenbefreiung
24. September: Tag der Republik
28. Oktober: Diwali (Lichterfest)
25.+26. Dezember: Weihnachten
27. Dezember: zusätzlicher Weihnachtsfeiertag
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
31. August: Unabhängigkeitstag (1962 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
27. Februar: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
30. März: Baptisten-Befreiungstag
14. April: Karfreitag
17. April: Ostermontag
30. Mai: Tag der Ankunft der Indischen Einwanderer (1845)
15. Juni: Fronleichnam
19. Juni: Tag der Arbeit
1. August: Tag der Sklavenbefreiung
24.(+25.) September: Tag der Republik
14. November: Diwali (Lichterfest)
25.+26. Dezember: Weihnachten
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 999
Polizei: 999
Feuerwehr: 990
Küstenwache: -
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz ist weitgehend ausgebaut, das Mobilfunknetz ist flächendeckend auf Trinidad. Auf Tobago steht Mobilfunk nur bedingt zur Verfügung.
Aktuelle Infos zur konkreten GSM-Netzabdeckung.
Internet
Es gibt zahlreiche Internetcafés auf den beiden Inseln.
Strom / Elektrizität
115 V, 60 Hz. Übliche Netzsteckertypen: A & B.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der “International Electrotechnical Commission”.
Steckertyp A
Steckertyp B
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Direktverbindungen ab Europa zu den internationalen Flughäfen Port of Spain (POS) (Piarco International) und Crown Point International (TAB). Inlandsflüge werden angeboten.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Trinidad-und-Tobago-Dollar (TTD) = 100 Cents
Banköffnungszeiten: In der Regel Mo-Do 8-14 oder 15 Uhr, Fr 9-12 und 15-17 Uhr.
Gängige Währungen können in Hotels und bei den meisten Banken getauscht werden. Einige Banken wechseln nur US-Dollar. Reiseschecks werden von den meisten Banken akzeptiert. Die Zahlung mit den gängigen Kreditkarten (z.B. MasterCard, Visa) ist üblich. Geldautomaten sind auf Trinidad und Tobago weit verbreitet. Reisende sollten aus Sicherheitsgründen nur Automaten innerhalb einer Bank, eines Supermarkts, im Flughafen oder in großen Bürogebäuden während der üblichen Geschäftszeiten benutzen.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist eine Gelbfieberimpfung nachzuweisen.
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Hepatitis A
Gelbfieber, empfohlen für Aufenthalte außerhalb von Port of Spain und außerhalb der Insel Tobago
(Masern & Röteln)
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Tollwut (bei erhöhtem Risiko nicht-vermeidbarer Tierkontakte)
Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)
Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Grundversorgung durch die öffentlichen Krankenhäuser und durch Privatkliniken ist in Port of Spain gewährleistet. Ernsthafte Erkrankungen und Verletzungen sollten jedoch unbedingt im Ausland (USA bzw. Europa) behandelt werden.
Die Kosten für eine medizinische Behandlung in privaten Arztpraxen bzw. Privatkliniken sowie Medikamente müssen in der Regel sofort bar bezahlt werden. Manchmal ist auch eine Kreditkartenzahlung möglich.
Die Mitnahme einer ausreichend bestückten Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen (sowie eventuell eigenes Verbandsmaterial und sterile Wegwerfspritzen) beinhaltet, wird dringend empfohlen. Ebenso ein ein ausreichender, weltweit gültiger Auslandskrankenversicherungsschutz mit eingeschlossener Reiserücktransportversicherung.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Typhus
Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen.
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall.
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.
Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.
Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.
Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.
Denguefieber
Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.
Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen.
Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.
Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.
Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.
Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.
Zika-Virus
Das Zika-Virus (ZIKV) ist ein erstmals in Ostafrika nachgewiesenes Virus, das von Stechmücken übertragen wird. Während eine Zika-Infektion für gesunde Erwachsene überwiegend ungefährlich ist und meist keine oder nur milde Symptome auslöst, kann eine Infektion während der Schwangerschaft bei dem Fötus schwere Schäden verursachen.
Übertragen wird das Virus hauptsächlich von der Gelbfiebermücke, auch bekannt als Ägyptische Tigermücke.
Symptome: Fieber (daher auch die Bezeichnung "Zika-Fieber"), knotig-fleckiger Hautausschlag, Gelenkschmerzen, Bindehautentzündung (Konjunktivitis).
Selten auch: Muskel- und Kopfschmerzen sowie Erbrechen.
Inkubationszeit: i.d.R. zwischen 3–12 Tagen.
Vorkommen: in allen tropischen und manchen subtropischen Ländern. Epidemisch derzeit vor allem im tropischen/subtropischen Süd- und Mittelamerika, einschließlich Mexiko.
Gelbfieber
Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) übertragen wird. Bei schwerem Verlauf endet sie in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben.
Symptome: es kommt zu hohem Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu Blutungen und Störungen der Leberfunktion mit Gelbsucht - daher der Krankheitsname. Diese sind lebensbedrohlich.
Inkubationszeit: i.d.R. 3–6 Tage.
Vorkommen: vor allem in wärmeren Regionen Afrikas und Südamerikas.
West-Nil-Fieber
Infektionskrankheit, die durch Mücken auf den Menschen übertragen wird.
Symptome: Häufig ist der Verlauf symptomlos. Bei manchen eher grippeähnliche Symptome: Fieber, Schüttelfrost. Abgeschlagenheit, Durchfall, Bindehautentzündung, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Lymphknotenschwellung. In einigen Fällen kann es zu schweren Entzündungen des Gehirns (Enzephalitis) und der Hirnhäute (Meningitis) sowie zu akuten Lähmungserscheinungen (Paralyse) kommen, die sich nur teilweise oder gar nicht mehr zurückbilden. Diese schwerwiegenden Komplikationen können zum Tod führen.
Inkubationszeit: zwischen 2–14 Tagen.
Vorkommen: hauptsächlich in Afrika, Nordamerika und in den südöstlichen Ländern des Mittelmeerraums, Indien.
Tollwut (Rabies)
Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.
Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).
Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.
Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.
Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Sicheres Trinkwasser ist abgekocht oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Sichere Nahrung wurde erhitzt oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten
Luft
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Klima
Allgemein
Das Klima ist tropisch und wird beeinflusst vom Meer und den Passatwinden. Die Temperaturen in Port of Spain liegen das ganze Jahr über bei durchschnittlich 28 °C. Vermehrte Regenfälle treten von Juni bis Dezember auf. Tobago ist etwas kühler als Trinidad.
Klimatabelle
Klimastation Port of Spain (Flughafen)
Höhe über NN in m: 12
Geographische Position: 61° 21’ W, 10° 37’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 30,3 | 31,6 | 31,4 | 32,0 | 31,8 | 30,8 | 30,9 | 31,3 | 31,7 | 31,4 | 30,9 | 30,2 |
Temp. ø Min. (°C) | 20,4 | 20,5 | 21,1 | 21,1 | 23,0 | 23,0 | 22,6 | 22,6 | 22,6 | 22,4 | 22,0 | 21,2 |
Regentage | 12 | 9 | 4 | 6 | 10 | 19 | 21 | 19 | 17 | 16 | 17 | 15 |
Niederschlag (mm) | 71 | 43 | 34 | 51 | 117 | 252 | 266 | 250 | 203 | 199 | 228 | 156 |
Sonnenstunden ø | 7,8 | 8,2 | 8,0 | 7,9 | 7,5 | 6,1 | 6,6 | 6,9 | 6,6 | 6,9 | 6,6 | 6,9 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 27 | 26 | 26 | 27 | 27 | 27 | 28 | 28 | 29 | 29 | 27 | 27 |
Klimabelastung* | s | s | s | s | ss | ss | ss | ss | ss | ss | ss | s |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Tsunami
Es besteht eine erhöhte Tsunamigefahr, die allerdings selten ein schlimmes Ausmaß annimmt.
Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.
Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.
Trop. Wirbelstürme & Tornados
Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.
Weitere Gefahren
In Folge von starken Niederschlägen und/oder Überschwemmungen kann es zu Erdrutschen kommen.