Tschechische Republik

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Prag

Fläche: 78.866 km²

Einwohnerzahl: 10.578.820 (Stand Juni 2016)

Währung: Tschechische Krone (CZK)

Staatsform: Parlamentarische Republik

Amtssprache: Tschechisch

Religion: 79,2 % ohne Bekenntnis, 6,7% gläubig, ohne Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft, 10,4 % römisch-katholisch, 0,5 % evangelisch, 0,4% tschechisch-hussitisch, 0,2 % orthodox, 0,1 % Zeugen Jehovas, ca. 0,2 % Juden, ca. 0,1 % Muslime, Sonstige: 2,2 %.

Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC+1 MEZ, UTC+2 MESZ (März bis Oktober)

Telefon-Vorwahl: +420

Netzspannung: 110/220 V, 50 Hz

Gefahrenindex:

Visumpflicht: Nein

Reisepass erforderlich: Nein

Lage

Geographische Einordnung

Die Tschechische Republik (Tschechien) ist ein Binnenstaat in Osteuropa und grenzt an Deutschland sowie an Österreich, Polen und die Slowakei.

Infrastruktur

Es gibt den internationalen Flughafen Praha (PRG; Ruzyné), Inlandsflüge werden angeboten. Die Tschechische Republik ist sehr gut an das internationale Bahn - sowie Straßennetz angebunden. Das Bahn- und Straßennetz ist sehr gut ausgebaut. Die Nutzung der tschechischen Autobahnen und Schnellstraßen ist gebührenpflichtig (Vignette).

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertage:
28. September:    Tag der tschechischen Staatlichkeit (Wenzelstag)
28. Oktober:        Unabhängigkeitstag (von Österreich Ungarn 1918 als 
Tschechoslowakei)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahrstag
3. April:        Karfreitag
6. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
8. Mai:            Tag des Sieges
5. Juli:            Sankt Kyrill und Method
6. Juli:            Gedenktag für Jan Hus
17. November:    Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie
24. Dezember:    Heiligabend
25.+26. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2027

Nationalfeiertage:
28. September:    Tag der tschechischen Staatlichkeit (Wenzelstag)
28. Oktober:        Unabhängigkeitstag (von Österreich Ungarn 1918 als 
Tschechoslowakei)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahrstag
26. März:        Karfreitag
29. März:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
8. Mai:            Tag des Sieges
5. Juli:            Sankt Kyrill und Method
6. Juli:            Gedenktag für Jan Hus
17. November:    Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie
24. Dezember:    Heiligabend
25.+26. Dezember:    Weihnachten

 

Daten für 2028

Nationalfeiertage:
28. September:    Tag der tschechischen Staatlichkeit (Wenzelstag)
28. Oktober:        Unabhängigkeitstag (von Österreich Ungarn 1918 als 
Tschechoslowakei)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahrstag
1. Januar:        Tag der Wiederherstellung der tschechischen Unabhängigkeit
14. April:        Karfreitag
17. April:        Ostermontag
1. Mai:            Tag der Arbeit
8. Mai:            Tag des Sieges
5. Juli:            Sankt Kyrill und Method
6. Juli:            Gedenktag für Jan Hus
17. November:    Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie
24. Dezember:    Heiligabend
25.+26. Dezember:    Weihnachten

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 112

Polizei: 112 oder 158 (Ortspolizei: 156)

Feuerwehr: 112 oder 150

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Erste Hilfe/Ambulanz: 112 oder 155

Infrastruktur

Allgemein

Telefon / Mobilfunk

Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Internet

Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.

Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.

Strom / Elektrizität

230 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertyp(en): C, E.

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp E

steckertyp-E

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Es gibt den internationalen Flughafen Praha (PRG) (Ruzyné), Inlandsflüge werden angeboten.

Die tschechische Fluggesellschaft Czech Airlines (OK) (www.csa.cz) bietet Flugdienste nach Prag von Frankfurt/M., Stuttgart, Düsseldorf und Hamburg an. Czech Airlines bedient ein ausgedehntes nationales Flugnetz, das Prag u.a. mit Ostrava (Ostrau), Brno (Brünn) und Karlovy Vary verbindet.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung:

1 Koruna Ceská (Tschechische Krone) (CZK) = 100 Háleru (Heller)

Banköffnungszeiten:

Mo-Fr, 8-16.30/17 Uhr (u.U. mit Mittagspause). Einige Banken schließen freitags früher.

Travellerschecks können in allen größeren Orten umgetauscht werden. Kreditkarten werden weithin akzeptiert.

Achtung: Aus touristischen Gebieten ist beim Umtausch von Euro in Tschechische Kronen an Wechselstuben die Praxis bekannt, weithin sichtbar mit einem Umtauschkurs zu werben, der sich im Nachhinein als Kurs für den Ankauf von Kronen herausstellt, während der Verkaufskurs deutlich schlechter ist. Wird der Irrtum nach Auszahlung des getauschten Betrages entdeckt, weigern sich die Wechselstuben, das Geschäft rückgängig zu machen und den getauschten Betrag wieder herauszugeben. Es wird daher dringend geraten, sich vor Abwicklung des Geschäfts genau über den geltenden Kurs und eventuelle Gebühren zu informieren.

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Tollwut

FSME

Meningokokken (ACWY, bei Langzeitaufenthalt von Schülern und Studenten)

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinischen Einrichtungen erreichen bei der apparativen Ausstattung und Hygiene nicht immer westeuropäische Standards. Zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik gibt es ein Sozialversicherungsabkommen, das die gegenseitige Abrechnung von medizinischen Behandlungskosten regelt. Alle Patienten mit der europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) oder einem Auslandskrankenschein werden in Arztpraxen und Krankenhäusern behandelt, wobei nicht alle Untersuchungen und Therapien durch den Leistungskatalog der Krankenkassen gedeckt sind und separat bezahlt werden müssen. Behandlungen in privaten Kliniken müssen vorfinanziert werden. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.

Die Medikamentenversorgung in den Städten ist weitgehend gesichert, trotzdem sollten Reisende eine Reiseapotheke mitbringen, die auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest) enthält.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Bei der FSME handelt es sich um eine Viruserkrankung, die durch Zeckenbisse oder durch den Konsum von Rohmilch infizierter Tiere übertragen wird.

Symptome: grippeähnliche Symptome (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen).
In Einzelfällen kann es zu einer Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten kommen.
Häufig verläuft eine FSME ohne Symptome.

Inkubationszeit: zwischen 2 und 20 Tagen.

Borreliose (Lyme-Borreliose)

Die Borreliose oder Lyme-Krankheit stellt die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar und wird durch Bakterien, die sog. Borrelien verursacht.
Die Zecken befinden sich zumeist in Wäldern, Gehölz und Gräsern. Die Hauptaktivitätszeit der Zecken ist von März bis Oktober (je nach Witterungsverhältnissen auch etwas früher bzw. später).
 
Symptome: Grippeähnliche Beschwerden können bereits innerhalb von 3–30 Tagen nach Ansteckung auftreten. Neben der Wanderröte sind grippeähnliche Beschwerden ein mögliches Symptom im Rahmen von Stadium I der Borreliose. Stadium II (Wochen bis Monate nach Ansteckung): Krankheitsgefühl mit Kopfschmerz, Erschöpfungszustände, Nackensteifigkeit und sonstige überwiegend neurologische Symptome. Stadium III: Auftreten chronischer Gelenkentzündungen. Als Komplikation innerhalb des Stadium III können schwere chronische Nervenschädigungen (Neuroborreliose) hinzukommen.
 
Inkubationszeit: zwischen 3 bis 30 Tagen.
 
Vorkommen: vorwiegend auf der nördl. Halbkugel, d.h. Nordamerika, Europa und Asien.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Poliomyelitis (Kinderlähmung)

Fieberhafte Erkrankung, die durch Viren verursacht wird. Die gefürchteten Lähmungserscheinungen können auftreten, wenn die Viren die graue Substanz des Rückenmarks oder Stammhirns befallen. Dabei bevorzugen sie diejenigen Zellen, die für die willkürlichen Bewegungen des Menschen verantwortlich sind. Dadurch können Lähmungen verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch, meistens durch Schmierinfektion. Es erkranken vornehmlich Kinder, aber es können auch Erwachsene erkranken.

Eine Impfung gegen die Kinderlähmung ist die wichtigste vorbeugende Maßnahme.

Symptome: oft ohne spezifische Symptome; manchmal treten grippeähnliche Beschwerden auf wie Fieber, Husten, Halsschmerzen, Kopfweh, Gliederschmerzen, Schweißausbrüche. Im weiteren Verlauf können die Viren das Gehirn und Rückenmark befallen, so dass es zu Lähmungen kommen kann. Auch tödliche Verlaufsformen sind möglich.

Inkubationszeit: zwischen 3- 14 Tagen.

Vorkommen: verstärkt in Afghanistan, Pakistan und Nigeria.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Bakterielle Meningitis (Hirnhautentzündung)

Die bakterielle Meningitis, eine Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute, gilt als die "klassische" Form der Hirnhautentzündung. Eine Meningitis kann aber auch andere Ursachen haben. Häufig entsteht sie auch durch eine Virus-Infektion, z.B. bei der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).
Eine durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung verläuft in vielen Fällen gravierender als eine rein virusbedingte. Neben einer Reihe anderer Keime, wie z.B. Pneumokokken, gehören Meningokokken zu den typischen Erregern der bakteriellen Meningitis. Säuglinge sind häufiger betroffen als andere Altersgruppen. Einen gewissen Schutz vor einer bakteriellen Meningitis bietet die Impfung gegen Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae.

Symptome: sehr starke Kopfschmerzen; Nackenschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Fieber, Schüttelfrost, Schwindel, schweres allgemeines Krankheitsgefühl.
Bei schweren Krankheitsverläufen: Übelkeit, Erbrechen, Hautausschlag, Reizbarkeit, Schläfrigkeit, Krampfanfälle, Erstarrung des Körpers und Koma.
Schwere, lebensbedrohliche Krankheitsverläufe können sich innerhalb weniger Stunden entwickeln.

Inkubationszeit: zwischen 2–10 Tagen, i.d.R. 3–4 Tage.

Vorkommen: In den gemäßigten Zonen kommt es während der Wintermonate zu den meisten Erkrankungen. Örtlich begrenzte Ausbrüche entstehen an überfüllten, geschlossenen Orten (zum Beispiel in Wohnheimen oder Militärbaracken) und bei Menschenansammlungen. In Afrika gibt es einen sog. Afrikanischen Meningitisgürtel. Dieser erstreckt sich vom Senegal bis nach Äthiopien. Hier treten während der trockenen Jahreszeit (von November bis Juni) immer wieder große Ausbrüche und Epidemien auf. Ein regionales Risiko besteht bei Großveranstaltungen wie z.B. in Mekka (Saudi-Arabien) bei der jährlichen Hadsch.

Hepatitis A

Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.

Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.

Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.

Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.

Hepatitis B

Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen

Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B. 

Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage. 

Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.

Hand-Fuß-Mund-Krankheit

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine meist harmlose, aber hochansteckende Viruserkrankung. Sie betrifft meist Kinder, kann aber auch Erwachsene treffen.
Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit kann ganzjährig auftreten, ist jedoch vor allem im Spätsommer und Herbst besonders häufig.

Symptome: beginnt mit grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Leistungsschwäche, Halsschmerzen, Gliederschmerzen und Appetitlosigkeit. Etwa ein bis zwei Tage nach Auftreten des Fiebers entwickeln sich im Mundraum schmerzhafte rote Punkte. Diese Stellen befinden sich vor allem im Bereich von Zunge, Zahnfleisch und Mundschleimhaut oder auch um den Mund herum. Sie wandeln sich nach kurzer Zeit in kleine Bläschen oder oberflächliche Geschwüre (Aphten) um. Etwa zeitgleich oder wenige Stunden nach dem Auftreten der roten Punkte im Mundraum entwickelt sich an Händen und Füßen ein Ausschlag mit Bläschen, die ein Sekret absondern, in dem viele Viren stecken. Dadurch können die Viren problemlos auch an andere Körperstellen gelangen.

In 20% der Fälle verläuft die Krankheit symptomlos.

Inkubationszeit: zwischen 2–35 Tagen, i.d.R. zwischen 7–14 Tagen.

Vorkommen: insbesondere im westpazifischen Raum (u.a. Malaysia, Singapur, China, Japan). Grundsätzlich gibt es den Erreger jedoch weltweit.

Echinokokkose

Die Echinokokkose ist eine potenziell lebensbedrohliche Infektion mit dem Fuchs- oder Hundebandwurm. Die Symptome sind abhängig vom betroffenen Organ. Durch die Aufnahme von fäkal verunreinigter Nahrung oder Trinkwasser oder durch engen Kontakt mit infizierten Tieren wird diese Krankheit übertragen. Es gibt zwei verschiedene Krankheitsbilder:
die durch den Kleinen Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) ausgelöste alveoläre Echinokokkose
die durch den Kleinen Hundebandwurm  (Echinococcus granulosus) ausgelöste zystische Echinokokkose

Symptome: variieren, je nachdem welche Organe betroffen sind und nach Anzahl und Größe der Wurmzysten. Die Symptome können erst nach Monaten oder Jahren auftreten. In den meisten Fällen ist die Leber befallen (Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut, Gewichtsabnahme, Fieber, Druckempfindlichkeit des Bauchs). Lunge (Brustschmerzen, Atemnot, Husten), Milz, Gehirn, Herz und Nieren können ebenfalls befallen sein.

Inkubationszeit: zwischen mehreren Monaten und Jahren.

Vorkommen des Hundebandwurms: weltweit.

Vorkommen des Kleinen Fuchsbandwurms: Mitteleuropa und besonders Süddeutschland.

Rotavirus

Das Rotavirus ist eine Infektionskrankheit, die durch die sogenannten Rotaviren hervorgerufen wird. Das Rotavirus ist die weltweit häufigste Ursache für Durchfallerkrankungen bei Säuglingen und Kindern. Insbesondere für kleine Kinder kann das Rotavirus sehr gefährlich werden, in Deutschland sind Todesfälle jedoch selten. Das Rotavirus ist hochansteckend und wird leicht übertragen. Die Übertragung erfolgt zumeist über eine Schmierinfektion, d.h. über Fäkalien oder verunreinigte Gegenstände sowie Lebensmittel oder Trinkwasser. Seit 2001 ist diese Infektion in Deutschland meldepflichtig.

Symptome: Erkrankungen setzen meist plötzlich ein, verlaufen aber unterschiedlich. Ein milder Verlauf ist durch Durchfall und Übelkeit/Erbrechen gekennzeichnet. Der Durchfall hält 2 bis 6 Tage an und vergeht dann wie von selbst.

Schwere Verläufe gehen mit sehr heftigem Durchfall einher, der nicht selten von Fieber, Magen-Darm-Krämpfen und grippeähnlichem Krankheitsgefühl begleitet wird. Der Durchfall ist meist wässrig, mitunter findet man im Stuhl Schleimbeimengungen. Auch bei einem schweren Verlauf geht der Durchfall binnen einer Woche vorüber. Rotavirus verläuft bei Säuglingen und Kleinkindern durchschnittlich schwerer als Durchfallerkrankungen durch andere Erreger.

Inkubationszeit: 1 bis 3 Tage.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist die Infektion besonders stark verbreitet in Schwellen- und Entwicklungsländern in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Hygiene

Trinkwasser

Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.

Dennoch: Leitungswasser ist ggf. nicht immer zum Trinken geeignet.

Nahrung

Die Hygienebedingungen entsprechen westeuropäischen Standards.

Dennoch: Die Hygiene der Nahrungsmittelzubereitung kann sehr unterschiedlich sein.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

Umwelt

Klima

Allgemein

In der Tschechischen Republik herrscht ein kontinentales Klima mit warmen Sommern und kalten Wintern. Die durchschnittliche Temperatur im Juli liegt bei 30 °C, im Januar bei -4 °C.

Klimatabelle

Klimastation PRAG (PRAHA-KARLOV)

Höhe über NN in m: 263

Geographische Position: 14° 26’ E, 50° 4’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

1,1

2,9

8,2

14,0

19,2

22,6

24,4

24,1

20,2

13,4

6,7

2,5

Temp. ø Min. (°C)

-4,0

-3,3

0,3

4,2

8,7

12,0

14,0

13,4

10,1

5,4

1,9

<1,9

Regentage

7

6

6

7

9

11

9

9

7

6

8

7

Niederschlag (mm)

20

22

22

34

57

65

77

68

38

39

24

25

Sonnenstunden ø

1,6

2,6

4,0

5,6

6,9

7,3

7,3

6,8

5,4

3,9

1,8

1,5

Wasser-Temp. ø (°C)

2

2

2

7

10

14

16

17

15

13

9

5

Klimabelastung*

--

--

--

--

--

--

--

--

--

--

--

--

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

In Tschechien herrscht gemäßigtes, mitteleuropäisches Klima.

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Stürme

Durch das Auftreten von Stürmen kann es zu erheblichen Einschränkungen in der Infrastruktur (Verkehrswege, Stromversorgung etc.) kommen. Auch im Flugverkehr ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.

Waldbrände

Insbesondere in den Sommermonaten kann es zu größeren Wald- und Buschbränden kommen. Evakuierungen und Einschränkungen im Verkehr sind die Folge.

Lawinen

Es besteht eine hohe Lawinengefahr.

Vorkommen im Riesengebirge.

Weitere Gefahren

In Folge von anhaltenden Niederschlägen und Überschwemmungen kann es auch zu Erdrutschen kommen.