Tuvalu

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Funafuti

Fläche: 26 km²

Einwohnerzahl: 10.640

Währung: Australischer Dollar (AUD), Tuvaluischer Dollar (TVD)

Staatsform: Parlamentarische Monarchie

Amtssprache: Tuvaluisch und Englisch

Religion: 98,4% Protestanten, 1% Baha'i, 0,6% andere

Bevölkerungsdichte: 415 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC +12

Telefon-Vorwahl: + 688

Netzspannung: 220V/50Hz

Gefahrenindex:

Visumpflicht: nein

Reisepass erforderlich: ja

Lage

Geographische Einordnung

Tuvalu liegt im Pazifischen Ozean und ist eine verstreute Inselkette im Südpazifik mit neun Inselgruppen und einer Küstenlinie von 24 km, die vor 2000 Jahren von Samoa und Tonga aus besiedelt wurden.

Infrastruktur

Es gibt den internationalen Flughafen Funafuti International (FUN), es gibt keinen Inlandsflugverkehr, teils gibt es Schiffsverkehr.

Das Straßennetz ist recht schlecht ausgebaut, übliche Verkehrsmittel auf den Inseln sind Kleinlastwagen, Motorroller und Fahrräder, die man in Hotels mieten kann.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
1.(+2.) Oktober:    Unabhängigkeitstag (von den Gilbert Islands (Kiribati) 1975 und vom Vereinigten Königreich 1978)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahrstag
9. März:        Tag des Commonwealth
3. April:        Karfreitag
4. April:        Karsamstag
6. April:        Ostermontag
11. Mai:        Tag des Gospel
13. Juni:        Geburtstag des Königs
3. August:        Nationaler Tag der Kinder
25. Dezember:    Weihnachten
26.(+28.) Dezember:    Weihnachtsfeiertage

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
1.(+2., 4.) Oktober:    Unabhängigkeitstag (von den Gilbert Islands (Kiribati) 1975 und vom Vereinigten Königreich 1978)

Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahrstag
8. März:        Tag des Commonwealth
26. März:        Karfreitag
27. März:        Karsamstag
29. März:        Ostermontag
10. Mai:        Tag des Gospel
12. Juni:        Geburtstag des Königs
2. August:        Nationaler Tag der Kinder
25. Dezember:    Weihnachten
26. - 28. Dezember:    Weihnachtsfeiertage

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
1.(+2.-3.) Oktober:    Unabhängigkeitstag (von den Gilbert Islands (Kiribati) 1975 und vom Vereinigten Königreich 1978)

Weitere Feiertage:
1.(+3.) Januar:        Neujahrstag
13. März:        Tag des Commonwealth
14. April:        Karfreitag
17. April:        Ostermontag
15. Mai:        Tag des Gospel
10. Juni:        Geburtstag des Königs
7. August:        Nationaler Tag der Kinder
25. Dezember:    Weihnachten
26. Dezember:    Weihnachtsfeiertag

Kontakte

Notrufnummern

Notruf: 911

Polizei: 911

Feuerwehr: 911

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Infrastruktur

Allgemein

Strom / Elektrizität

220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertyp: I.

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.

Steckertyp I

steckertyp-I

Telefon / Mobilfunk

Internationale Telefongespräche können von den größeren Inseln aus über Satellitenkommunikationseinrichtungen geführt werden.

Es gibt derzeit noch kein Mobilfunknetz auf Tuvalu. Die “Tuvalu Telecommunications Corporation” (TCC) betreibt satellitengestützte Telekommunikation zwischen den Insel und Atollen untereinander und mit dem Rest der Welt. Ein Mobilfunknetz (zunächst auf Funafuti) ist geplant.

Internet

Mit dem Anschluss an ein Tiefseekabel ca. 2025 soll sich die Internetanbindung Tuvalus erheblich verbessern.

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Der Funafuti International Airport (FUN) in der Hauptstadt Funafuti wird von Fiji Airways aus Suva (Fiji) angeflogen.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährungen: 1 Australischer Dollar (AUD) = 100 Cents. Neben dem AUD gibt es auch einen tuvaluischen Dollar (nur in Münzen).

Die Bargeldversorgung über Bankautomaten mittels Bankkarten ist nicht möglich.

Kreditkarten werden nicht akzeptiert.

Gesundheit

Vorsorge

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)

Tollwut-Impfung bei besonderem Expositionsrisiko (Tierkontakte)

Meningokokken (ACWY) bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt

Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die ärztliche und medikamentöse Versorgung entspricht nicht westeuropäischen Standards. Nur in der Hauptstadt Funafuti gibt es ein Krankenhaus, das eine medizinische Grundversorgung sichert. Behandlungen müssen sofort in bar bezahlt werden. Empfohlen wird daher der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt.

Ratsam ist ebenfalls die Mitnahme einer Reiseapotheke, die neben Medikamenten für gängige Reiseerkrankungen auch regelmäßig benötigte Arzneimittel (inkl. ärztlichem Attest), Einwegspritzen und Verbandsmaterial enthält.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Denguefieber

Denguefieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten übertragen wird. Man findet sie vor allem in wärmeren Regionen der Erde.

Symptome: mehrtägiges Fieber sowie starke Muskel- und Knochenschmerzen. Die möglichen Komplikationen sind beim Denguefieber besonders zu beachten. Im Verlauf der Erkrankung können sich erhöhte Blutungsneigung, seltener auch schwere innere Blutungen und/oder Kreislaufschock einstellen. 

Inkubationszeit: zwischen 2 und 10 Tagen.

Vorkommen: kommt vor allem in Südostasien, Teilen von Asien (Indien, Pakistan, Afghanistan), Süd- und Mittelamerika, Afrika und Australien vor.

Prophylaxe: Moskito-Netze, lange Kleidung und Insektenspray wird unbedingt empfohlen.

Impfungen: Eine Impfung ist möglich, wird seitens der STIKO jedoch nur für eine eng begrenzte Personengruppe empfohlen.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Filariose

Die Filariose ist eine tropische Erkrankung. Die Ursache der Erkrankung ist eine Infektion mit verschiedenen Arten von Fadenwürmern (Filarien), welche durch den Stich einer Mücke oder Bremse auf den Menschen übertragen werden. 

Symptome: Entzündung und Schwellung der Lymphknoten, Lymphgefäße und Ödeme.

Inkubationszeit: mehrere Monate bis Jahre.

Vorkommen: hauptsächlich in tropischen Ländern.

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Trinkwasser sollte daher immer abgekocht werden und auf Eiswürfel in Getränken sollte verzichtet werden. Süßwasser ist häufig belastet durch Keime und auch durch Schadstoffe.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Lebensmittel sollten immer gekocht verzehrt werden. Obst und Gemüse sollte immer geschält werden.

Luft

Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.

Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).

Umwelt

Klima

Allgemein

Tropisches, feuchtheißes Klima, das durch östliche Passatwinde von März bis November gemildert wird. Von November bis März gibt es Stürme mit teils heftigem Regen. Kaum saisonale Schwankungen.

Klimatabelle

Klimastation FUNAFUTI

Höhe über NN in m: 1

Geographische Position: 179° 13’ E, 8° 31’ S

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

30,2

30,0

30,0

30,4

30,3

30,1

29,8

29,9

30,1

30,4

30,3

30,3

Temp. ø Min. (°C)

26,6

26,5

26,6

26,7

26,8

26,9

26,7

26,6

26,8

26,7

26,6

26,6

Regentage

20

19

20

19

18

19

19

18

16

18

17

19

Niederschlag (mm)

414

361

324

256

260

217

253

276

217

265

276

394

Sonnenstunden ø

5,8

5,7

6,0

6,7

6,3

6,7

6,3

7,1

7,0

7,5

6,3

5,7

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

ss

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen in der Zyklonsaison kommt es regelmäßig zu schweren und lang andauernden Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr (oft durch Erdrutsche) kommen.

Erdbeben

Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Tsunami

Hier besteht eine hohe Tsunamigefahr.

Vorsicht: Ein möglicher Tsunami kann die Küste auch lange Zeit nach dem Beben und in mehreren Wellen treffen.

Mögliche Hinweise: Spürbares Erdbeben, ungewöhnlicher und plötzlicher Anstieg oder Rückgang des Meeresspiegels, Warnungen durch lokale Medien.

Trop. Wirbelstürme & Tornados

Es besteht eine hohe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Trop. Wirbelstürme können grundsätzlich während des ganzen Jahres entstehen. Von den Tropenstürmen kann neben den Küstenregionen auch das Hinterland betroffen sein. Durch Tropenstürme können schwere Zerstörungen an Gebäuden und der Infrastruktur entstehen. Die Wasserpegel können mehrere Meter ansteigen. Alle Personen, die sich in dem betroffenen Gebiet befinden, sind akut gefährdet und sollten sich unbedingt in Sicherheit bringen. Mit Stromausfällen und Unterbrechungen bei der Wasserversorgung, Überschwemmungen und Erdrutschen in der gesamten betroffenen Region sowie Unterbrechungen im Transport- und Verkehrsbereich muss gerechnet werden.