Uganda
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Kampala (1.353.236 Einwohner)
Fläche: 241.040 km²
Einwohnerzahl: 34.856.813
Währung: Uganda-Schilling (Ush, UGS), 1 Uganda-Shilling = 100 Cents
Staatsform: Republik
Amtssprache: Englisch und Swahili
Religion: 85% Christen (39% römisch-katholisch, 32% anglikanisch), 14% Muslime, andere christliche, nichtchristliche und traditionelle Religionen
Bevölkerungsdichte: 145 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC+3
Telefon-Vorwahl: +256
Netzspannung: 240 V, 50 Hz
Gefahrenindex: 3–4
Visumpflicht: Ja
Reisepass erforderlich: Ja
Lage
Geographische Einordnung
Die Republik Uganda ist ein Binnenstaat im Osten Afrikas. Im Norden ist der Südsudan der Nachbarstaat im Osten ist Kenia. Im Süden grenzt Uganda an Tansania, im Südwesten an Ruanda und im Westen an die Demokratische Republik Kongo.
Die Landschaft in Uganda besteht hauptsächlich aus Urwald und Savannen. Die Hauptstadt Kampala liegt am Ufer des Viktoriasee. Weitere größere Seen sind der Albertsee und der Edwardsee. Einer der Quellflüsse des Nils, der weiße Nil fließt durch das Land. Die höchste Erhebung ist mit 5110 m Höhe der Margherita Peak (oder auch Mount Stanley) im Ruwenzori Gebirge. Das Klima ist halbtrocken.
Uganda ist reich an Rohstoffen wie Kupfer, Kobalt, Kalkstein und Steinsalz. Erdgas- und Erdölvorkommen wurden entdeckt.
Infrastruktur
Der internationale Flughafen Entebbe (EBB) liegt etwa 35 km von der Hauptstadt entfernt. Inlandsflüge werden angeboten. Bahnverkehr gibt es zur Zeit nicht. Die Ssesse-Inseln im Viktoriasee können per Schiff erreicht werden. Der Zustand der Straßen ist schlecht. Im Norden gibt es nur wenige Straßen. Linksverkehr. Busse und Taxis sind in den größeren Städten vorhanden.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
9. Oktober: Unabhängigkeitstag (1962 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
26. Januar: Tag der Befreiung
16. Februar: Gedenktag für Erzbischof Janani Luwum
8. März: Internationaler Frauentag
20. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
3. April: Karfreitag
5. April: Ostersonntag
6. April: Ostermontag
1. Mai: Tag der Arbeit
27. Maii: Eid al-Adha (Opferfest)
3. Juni: Tag der Märtyrer
9. Juni: Nationaler Heldentag
25.+26. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
9. Oktober: Unabhängigkeitstag (1962 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
26. Januar: Tag der Befreiung
16. Februar: Gedenktag für Erzbischof Janani Luwum
8. März: Internationaler Frauentag
9. März: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
26. März: Karfreitag
28. März: Ostersonntag
29. März: Ostermontag
1. Mai: Tag der Arbeit
16. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
3. Juni: Tag der Märtyrer
9. Juni: Nationaler Heldentag
25.+26. Dezember: Weihnachten
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
9. Oktober: Unabhängigkeitstag (1962 vom Vereinigten Königreich)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahr
26. Januar: Tag der Befreiung
16. Februar: Gedenktag für Erzbischof Janani Luwum
26. Februar: Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
8. März: Internationaler Frauentag
14. April: Karfreitag
16. April: Ostersonntag
17. April: Ostermontag
1. Mai: Tag der Arbeit
5. Mai: Eid al-Adha (Opferfest)
3. Juni: Tag der Märtyrer
9. Juni: Nationaler Heldentag
25.+26. Dezember: Weihnachten
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 112
Polizei: 911
Feuerwehr: 112
Ambulanz: 911
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
In vielen Städten gibt es WLAN-Hotspots, zum Beispiel in Shopping Malls oder Cafés. Kabelgebundene Internetverbindungen und echte Flatrates sind unüblich. Üblich sind sogenannte “Bundles”, das heißt man kauft sich ein bestimmtes Datenvolumen, gültig für einen bestimmten Zeitraum (z.B. 10 GB für 30 Tage).
Strom / Elektrizität
240 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: G.
Ein Steckdosenadapter ist empfohlen.
Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.
Steckertyp G
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Der internationale Flughafen Ugandas befindet sich in Entebbe, ca. 35 km südwestlich von Kampala. Er wird von vielen Fluggesellschaften angeflogen. Im Flughafen kann man Mietwagen und Hotelzimmer reservieren. Auch sind öffentliche Busse und Taxis verfügbar. Auch gibt es hier die Möglichkeit Flüge zu chartern.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: Uganda Schilling (Ush, UGS), 1 Ush = 100 Cents
Banköffnungszeiten: Mo - Fr 09.00 - 15.00 Uhr, Sa 09.00 - 12.00 Uhr.
Der Umtausch von Euro in Landeswährung ist am internationalen Flughafen Entebbe, in Banken oder Wechselstuben (bieten etwas bessere Kurse als Banken) in allen größeren Städten möglich. Empfohlen wird die Mitnahme von US-Dollar. Größere Scheine (US$ 50, US$ 100) werden zu besseren Raten gewechselt als kleine Scheine. Außerdem werden praktisch keine US-Dollar gewechselt, die vor dem Jahr 2000 ausgegeben wurden.
Kreditkarten werden von einigen Hotels und Fluggesellschaften in Kampala akzeptiert. (Visa und teilweise auch MasterCard und Eurocard).
An Geldautomaten verschiedener Banken kann mit der Visa-Karte Bargeld abgehoben werden, an Geldautomaten der Stanbic Bank und einiger anderer Banken auch mit der EC-Karte (Maestro). Diese Möglichkeit ist nicht immer verfügbar. Der Höchstbetrag, der mit Kredit- oder EC-Karte abgehoben werden kann, schwankt zwischen 250.000,- und 700.000,- UGX pro Tag.
Reiseschecks werden ungern angenommen, ausserhalb von Kampala gar nicht. Sie sollten in US-Dollar ausgestellt sein.
Vorsorge
Vorgeschriebene Impfungen
Hinweis des Auswärtigen Amts: "Eine Impfung gegen Gelbfieber ist nicht mehr vorgeschrieben. Bei Weiterreise in einen Drittstaat, etwa Ruanda, kann jedoch der Nachweis einer Gelbfieberimpfung erforderlich sein, weil Uganda nach wie vor als Gelbfiebergebiet eingestuft wird." (AA 24.08.2026)
Empfohlene Impfungen
Tetanus
Diphtherie
Pertussis (Keuchhusten)
Polio, vollständiger Impfschutz sollte vorliegen
Hepatitis A
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Meningitis (bei engem Bevölkerungskontakt während der Trockenzeit)
Tollwut-Impfung bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen
Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung im Lande ist mit Europa nicht zu vergleichen und kann technisch, apparativ und/oder hygienisch problematisch sein. Ein ausreichender Krankenversicherungsschutz mit einer Reiserückholversicherung ist dringend empfohlen. Versicherungen sollten sofort bei Behandlungsbeginn kontaktiert werden (Telefonnummer mitführen!). Ungeachtet dessen hat der Patient fast immer Vorkasse zu leisten und später mit der Versicherung abzurechnen. Für alle Touristen wird der Abschluss einer lokalen Evakuierungsversicherung bei AMREF-Flying Doctors empfohlen. Dies kann über das Internet vor Reisebeginn erfolgen (flying-doctors/touristenmitgliedschaft). Die Karte mit den Nummern der Alarmzentrale in Nairobi sollte man mit sich führen.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Zu den in Uganda immer wieder auftretenden hämorrhagischen Fiebern zählen das Krim-Kongo-Hämorrhagische Fieber (CCHF) sowie die Gelbfieber-, Marburg-Virus- und Ebola-Virus-Infektionen. Ein Charakteristikum dieser Virusinfektionen ist hohes Fieber, ausgeprägtes Krankheitsgefühl und eine Blutungsneigung. Die Erkrankungen sind mit einer hohen Sterberate assoziiert.
Gelbfieber wird durch tagaktive Stechmücken, CCHF durch den Stich infizierter Zecken und beim Kontakt mit Blut und Fleisch infizierter Tiere übertragen.
Marburg- und Ebola-Infektionen treten in Zusammenhang mit Kontakten zu Fledermäusen bzw. Tieren und Fleisch von Tieren auf, das über Fledermäuse infiziert wurde (bush meat) . Infektionen nach dem Besuch von Fledermaushöhlen in Fort Portal in West-Uganda, sowie der „Python“-Höhle im Maramagambo-Wald (Teil des Queen-Elizabeth-Nationalparks im Süden des Landes) sind bekannt geworden. Für alle hämorrhagischen Fieber (außer Gelbfieber) stellt der ungeschützte Kontakt zu Erkrankten, insbesondere deren Körperflüssigkeiten, ein hohes Risiko dar. Vorsichtsmaßnahmen neben der Impfung gegen Gelbfieber sind Meiden von Fledermaushöhlen und sonstigen Ansammlungen dieser Tiere; Meiden von Kontakt mit rohem Wildfleisch insbesondere von Affen („bush meat“); Meiden von Schlachthöfen oder anderen Tierschlachtungen und Kontakt zu Tierblut; Anwenden von Hautabwehrmitteln gegen Mücken und Zecken, auch tagsüber; Meiden von Krankenhäusern und von erkrankten Personen und deren Körperflüssigkeiten.
Aktuelle Hinweise zu Ebola- und Marburg-Viruserkrankungen in Uganda veröffentlicht die Weltgesundheitsorganisation WHO regelmäßig auf der Länder-Webseite.
Des weiteren kommt in Uganda eine weitere große Zahl anderer Tropenerkrankungen vor (z. B. Leishmaniasis, Filariasis, zeckenübertragbare Erkrankungen, Wurmerkrankungen etc.).
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner persönlich beraten, beispielsweise über www.dtg.org oder www.frm-web.de.
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Malaria
Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.
In Entebbe ist das Malariarisiko deutlich höher als in Kampala. Da viele Flüge abends und nachts abgehen, sollte an verstärkten Mückenschutz und ggf. Kurzzeitprophylaxe mit Malarone gedacht werden.
HIV/AIDS
Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.
Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.
Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Cholera
Cholera ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Übertragen wird sie meist durch verunreinigtes Trinkwasser. In vielen Fällen kann sie zu schweren Durchfällen mit lebensgefährlichem Flüssigkeitsverlust führen.
Symptome: starker, wässriger Durchfall und Erbrechen; bei schwerem Krankheitsverlauf droht ein massiver Flüssigkeitsverlust, der rasch zu einer lebensbedrohlichen Austrocknung führen kann.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: vor allem in Entwicklungsländern, in denen es an Trinkwasserhygiene mangelt. Insbesondere Regionen in Afrika und Südostasien.
Bilharziose (Schistosomiasis)
Parasitäre Infektionskrankheit. Bei Kontakt (z.B. beim Baden, Waschen oder Trinken) können die Larven der Pärchenegel innerhalb weniger Minuten in die Haut eindringen. Von dort wandern sie dann über die Lymph- und Blutgefäße in die verschiedenen Organe und setzen sich dort fest.
Symptome: starker Juckreiz an der Eintrittsstelle mit Hautausschlag. Teilweise lebensbedrohliches Fieber; Kopf-, Glieder-, Muskel- und Bauchschmerzen.
Es gibt verschiedene Arten von Pärchenegeln, die unterschiedliche Organsysteme beschädigen. Mögliche Auswirkungen sind: Beschwerden beim Wasserlassen, blutiger Urin, Durchfall, Leber-, Milz-, Lungen- und Hirnschäden.
Inkubationszeit: je nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten.
Vorkommen: fast überall in Afrika, auf der arabischen Halbinsel sowie in einigen Teilen Südamerikas, der Karibik und Ostasiens.
Schlafkrankheit (Afrikanische Trypanosomiasis)
Die Übertragung des Erregers (Infektionsweg) erfolgt über die Tsetsefliege, bei der westafrikanischen Form durch die Gattung Glossina palpalis, bei der ostafrikanischen Form durch Glossina morsitans.
Glossina palpalis sticht in der Regel nur Menschen und tritt entlang von Flussläufen auf. Glossina morsitans sticht meistens Tiere und tritt vor allem in den Savannen auf.
Symptome: zu Beginn der Erkrankung oft grippeähnlich. Im weiteren Verlauf kann es neben Verhaltensstörungen und Meningitis (Hirnhautentzündung) zu Schlafstörungen kommen. Bei der ostafrikanischen Form kann auch das Herz betroffen sein. Unbehandelt verlaufen beide Formen der Schlafkrankheit tödlich.
Inkubationszeit: bei der westafrikanischen Form Wochen bis Jahre und bei der ostafrikanischen Form 3–21 Tage.
Vorkommen: im tropischen Afrika, vor allem im Kongo, Sudan und in Angola, sowie in Kenia und Tansania.
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Ebola
Ebola ist eine schwere, häufig tödlich verlaufende Erkrankung bei Menschen und bestimmten Affenarten (z.B. Gorillas und Schimpansen), die durch das Ebolavirus ausgelöst wird. Andere Bezeichnungen für die Erkrankung sind Ebola-hämorrhagisches Fieber oder fachlich korrekter Ebolavirus-Infektion. Der Erreger ist sehr infektiös und die Erkrankung kann innerhalb kurzer Zeit zum Tode führen. Es existieren fünf Virustypen, von denen drei (Zaire, Sudan und Bundibugyo) bereits in der Vergangenheit zu größeren Ausbrüchen geführt haben. Die Gattung des Erregers wurde nach dem Fluss Ebola in der Demokratischen Republik Kongo (ehem. Zaire) benannt.
Menschen können über den Kontakt mit infizierten Tieren sowie über Blut-/ Körperflüssigkeiten erkrankter oder bereits verstorbener Personen infiziert werden. Diejenige Person, von der ein Ausbruch ausgeht (Indexpatient) steckt sich oft über den Kontakt mit Tieren an, zum Beispiel beim Zerlegen erjagter Gorillas oder bei Kontakten mit Fledermäusen. Eine besondere Gefahr der Ansteckung besteht jedoch bei unmittelbaren Kontakten von Ärzten und Pflegekräften mit Erkrankten sowie für Angehörige im Rahmen von Bestattungszeremonien bei engem Kontakt mit den Verstorbenen. Eine sexuelle Übertragbarkeit des Erregers erscheint möglich.
Symptome: Fieber, allgemeine Erschöpfung, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen.
Weitere Symptome sind: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag und Halsschmerzen.
Im Vordergrund des klinischen Bildes steht eine stark erhöhte Blutungsneigung. In der Prodromalphase finden sich plötzlich einsetzende heftige Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen. Außerdem Übelkeit, Erbrechen und Diarrhöen. Ab dem 4.-7. Tag treten Blutungen auf, die alle Schleimhäute des Körpers betreffen. Im weiteren Verlauf kommt es zu Lungenversagen, nekrotisierender Hepatitis und Schock. Die Letalität liegt zum Teil bei über 80%.
Inkubationszeit: zwischen 2–21 Tagen, i.d.R. 8-9 Tage.
Vorkommen: Risikogebiet ist vor allem Äquatorialafrika, wo die medizinische Versorgung oft unzureichend ist.
Afrikanisches Zeckenbissfieber
Das Afrikanische Zeckenbissfieber ist eine von Zecken übertragene Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Krankheit ist in ländlichen Viehzuchtgebieten und Wildreservaten verbreitet.
Symptome: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie charakteristische Verletzungen an der Einstichstelle, die an eine Verbrennung durch eine Zigarette erinnern. Insgesamt verläuft die Infektion aber normalerweise gutartig.
Inkubationszeit: 5–7 Tage.
Vorkommen: in Afrika südlich der Sahara, vor allem in Wildreservaten und Viehzuchtgebieten.
Krim-Kongo-Fieber
Das Krim-Kongo-Fieber ist eine Viruserkrankung. Es gehört zur Gruppe der viralen hämorrhagischen Fieber. Die Übertragung des Virus erfolgt meist durch den Biss von Zecken. Als Überträger gelten Haus- und Wildtiere, z.B. Kühe, Schafe oder Ziegen.
Symptome: plötzliches Einsetzen von Fieber (über fünf bis zwölf Tage konstant), Schüttelfrost, Reizbarkeit, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen. Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Typisch sind eine Gesichtsrötung und ein Gesichtsödem, Bindehaut- und Rachenrötung.
Inkubationszeit: 1–13 Tage.
Vorkommen: es kommt in Südosteuropa (Bulgarien, Ungarn, Türkei), in einigen GUS-Staaten, im mittleren Osten (Afghanistan, Syrien, Irak, Iran), sowie in vielen Ländern Asiens und Afrikas vor.
Marburgfieber
Das Marburgfieber ist eine durch das Marburgvirus ausgelöste, schwere Infektionskrankheit. Es gehört zur Gruppe der viralen hämorrhagischen Fieber und ist meldepflichtig. Die Ansteckung erfolgt durch Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Urin, etc.) und Exkremente von Tier zu Tier und von Tieren auf den Menschen. Eine Tröpfcheninfektion über Aerosole bzw. die Luft wird ebenfalls als Infektionsquelle angenommen.
Symptome: es beginnt mit allgemeinen Symptomen wie hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und Bauchschmerzen und kann einen schweren Verlauf mit Blutungen in verschiedenen Organen nehmen. Hinzu kommen Wassereinlagerungen (Ödeme) und eine Gelbsucht (Ikterus). Je nach Schwere der Blutungen kommt es zum Tod durch Multiorganversagen.
Inkubationszeit: 4–16 Tage.
Vorkommen: vor allem in Afrika (Zentralafrika).
Hepatitis E
Hepatitis E ist eine akute Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-E-Virus verursacht wird. Sie wird hauptsächlich über fäkal verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel übertragen.
Symptome: Die Infektion äußert sich als leichte Leberentzündung, ähnlich der Hepatitis A, die von selbst ausheilt. Ansonsten meist grippeähnliche Symptome, Übelkeit und Erbrechen, Fieber, entfärbter Stuhl und dunkler Urin. Eine Gelbfärbung der Haut und der weißen Bindehaut der Augen, die sogenannte Gelbsucht, tritt nicht bei allen Betroffenen auf.
Inkubationszeit: 15–64 Tage.
Vorkommen: weltweit, aber vor allem auf dem indischen Subkontinent, in Südost- und Zentralasien, sowie in afrikanischen Gebieten und Zentralamerika (z.B. Mexiko).
Gelbfieber
Gelbfieber ist eine Viruserkrankung, die durch bestimmte Mückenarten (Ägyptische Tigermücke, Aedes aegypti) übertragen wird. Bei schwerem Verlauf endet sie in mehr als jedem zweiten Fall tödlich. Aus diesem Grund ist eine vorbeugende Impfung gegen die Infektion sehr wichtig. Bei der Ein- und Ausreise in manche Länder ist sie sogar zwingend vorgeschrieben.
Symptome: es kommt zu hohem Fieber, Kopf- und Rückenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Bei schweren Krankheitsverläufen kommt es zu Blutungen und Störungen der Leberfunktion mit Gelbsucht - daher der Krankheitsname. Diese sind lebensbedrohlich.
Inkubationszeit: i.d.R. 3–6 Tage.
Vorkommen: vor allem in wärmeren Regionen Afrikas und Südamerikas.
Pest
Die Pest ist eine schwere, akute Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst wird. Sie kann tödlich enden und wird über Flöhe auf den Menschen übertragen. Eine Ansteckung ist auch auf dem Luftweg durch Lungenpestinfizierte oder durch den Verzehr von infiziertem Fleisch möglich.
Symptome: innerhalb weniger Tage nach Ansteckung treten Fieber, Schüttelfrost und Kopfschmerzen auf. Im weiteren Verlauf der Erkrankung unterscheidet man zwischen der Beulenpest (Bubonenpest) und der gefährlicheren Lungenpest.
Die Beulenpest zeichnet sich durch eine typische Blasenbildung auf der Haut aus. Es können neben Übelkeit, Erbrechen, Durchfällen und Bauchschmerzen auch schwerste Komplikationen wie Entzündungen der Hirnhaut und Organversagen auftreten. An dieser häufigsten Form der Pest sterben circa 10 bis 20 % der Betroffenen, wenn nicht rechtzeitig behandelt wird.
Bei der Lungenpest leidet der Patient nur unter Fieber und allgemeiner Schwäche, allerdings kommt es schon am zweiten Tag zu blutigem Husten und Brustschmerzen. Der Puls wird schneller und der Patient bekommt Atemnot. Aufgrund eines starken Hustenreizes treten auch Erbrechen und Bauchschmerzen auf. Die Betroffenen sind während der gesamten Krankheitsdauer hochansteckend.
Inkubationszeit: abhängig von der Erkrankungsform.
Lungenpest: wenige Stunden bis 3 Tage. Beulenpest: 2–6 Tage.
Vorkommen: in vielen Teilen der Welt. Die Nagetierpest kommt in Zentral-, Ost- und Südafrika, Südamerika, im westlichen Nordamerika sowie in großen Gebieten Asiens vor.
Die Pest tritt vereinzelt im Westen in Nebbi und Arua im Norden auf, es besteht geringes Infektionsrisiko. Sichere Schlafplätze und häufige Wechsel der Bettwäsche, sowie Schutz vor Ratten und Flöhen reduzieren die Ansteckungsgefahr. Bei beruflicher Tätigkeit empfiehlt sich das Fernhalten von Erkrankten und die prophylaktische Einnahme von Antibiotika.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Luft
Es ist mit einer erhöhten Luftverschmutzung zu rechnen.
Klima
Allgemein
Trotz der unmittelbaren Nähe zum Äquator sind die Temperaturen aufgrund der Höhenlage Ugandas das ganze Jahr über gemäßigt und angenehm. Auch was das Klima betrifft, ist dieses Land im Osten Afrikas ein optimales Reiseziel für Touristen.
Durch den äquatorialen Einfluss sind die Jahreszeiten in Uganda in zwei Trockenzeiten und zwei Regenzeiten eingeteilt. Die erste trockene Periode dauert von Dezember bis Februar, die zweite Periode mit verhältnismäßig geringen Niederschlagsmengen liegt zwischen Juni und August. Uganda ist ein überaus regenreiches Land, in dem Trockenzeit nicht bedeutet, dass in diesen Monaten nicht mit Niederschlägen zu rechnen ist, sondern lediglich, dass die Menge an Regen nur etwa halb so groß ist wie in den übrigen Monaten.
Klimatabelle
Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:
Klimastation KAMPALA
Höhe über NN in m: 1189
Geographische Position: 32° 36’ E, 0° 19’ N
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 29,1 | 29,0 | 28,2 | 29,0 | 27,0 | 26,8 | 26,4 | 27,0 | 27,3 | 28,2 | 27,9 | 28,1 |
Temp. ø Min. (°C) | 16,7 | 17,0 | 17,5 | 17,5 | 17,2 | 17,8 | 16,1 | 16,2 | 16,7 | 16,7 | 16,9 | 16,9 |
Regentage | 7 | 7 | 13 | 15 | 13 | 9 | 7 | 8 | 8 | 12 | 13 | 10 |
Niederschlag (mm) | 46 | 61 | 129 | 176 | 147 | 73 | 45 | 87 | 92 | 97 | 122 | 99 |
Sonnenstunden ø | 7,1 | 7,1 | 6,6 | 6,0 | 6,2 | 6,3 | 5,7 | 5,8 | 6,0 | 6,2 | 6,3 | 7,1 |
Wasser-Temp. ø (°C) | ||||||||||||
Klimabelastung* | zs | zs | zs | zs | zs | zs | zs | zs | zs | zs | zs | zs |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken
Natürliche Umweltgefahren
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Erdbeben
Hier besteht eine geringe Erdbebengefahr.
Vulkane
Hier gibt es aktive Vulkane. Wegen möglicher vulkanischer Aktivität kann es zu lokalen Evakuierungen kommen.
Im Verkehrswesen kann es durch Eruptionen zu regionalen Einschränkungen kommen.
Trop. Wirbelstürme & Tornados
Es besteht eine geringe Gefahr durch tropische Wirbelstürme und Tornados.
Epidemien
Es besteht eine eher geringe Epidemiegefahr.