Uruguay
Allgemein
Statistische Daten
Hauptstadt: Montevideo, 1.338.408 Einwohner
Fläche: 176.215 km²
Einwohnerzahl: 3.286.314
Währung: 1 Uruguayischer Peso (UYU) = 100 Centésimos
Staatsform: Republik
Amtssprache: Spanisch
Religion: 50 % römisch-katholisch, 10 % andere Christen, jüdische, atheistische und andere Minderheiten
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner pro km²
Zeitzone: UTC−3 Standardzeit (UYT), UTC−2 Sommerzeit (UYST)
Telefon-Vorwahl: +598
Netzspannung: 220 V
Gefahrenindex: 0
Visumpflicht: nein
Reisepass erforderlich: ja
Lage
Geographische Einordnung
Uruguay grenzt im Norden an Brasilien, im Westen an Argentinien und im Osten an den Atlantik.
Infrastruktur
Das Straßennetz ist recht gut ausgebaut, 80 % der Straßen sind asphaltiert. Das Busnetz ist gut ausgebaut, Mietwagen sind in der Hauptstadt erhältlich.
Das Stromnetz ist in ländlichen Gebieten unter Umständen dünn, dort wird dann mit Generatoren Strom erzeugt.
Termine / Feiertage
Daten für 2026
Nationalfeiertag:
25. August: Día de la Independencia (Unabhängigkeit von Brasilien 1825)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
6. Januar: Dreikönige
16.+17. Februar: Karneval
2. April: Gründonnerstag
3. April: Karfreitag
19. April: Landung der Patrioten
1. Mai: Tag der Arbeit
18. Mai: Schlacht von Las Piedras
19. Juni: Geburtstag von Artigas
18. Juli : Tag der Verfassung
12. Oktober: Kolumbus-Tag
2. November Allerseelen
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2027
Nationalfeiertag:
25. August: Día de la Independencia (Unabhängigkeit von Brasilien 1825)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
6. Januar: Dreikönige
8.+9. Februar: Karneval
25. März: Gründonnerstag
26. März: Karfreitag
19. April: Landung der Patrioten
1. Mai: Tag der Arbeit
18. Mai: Schlacht von Las Piedras
19. Juni: Geburtstag von Artigas
18. Juli : Tag der Verfassung
12. Oktober: Kolumbus-Tag
2. November Allerseelen
25. Dezember: Weihnachten
Daten für 2028
Nationalfeiertag:
25. August: Día de la Independencia (Unabhängigkeit von Brasilien 1825)
Weitere Feiertage:
1. Januar: Neujahrstag
6. Januar: Dreikönige
28.+29. Februar: Karneval
13. April: Gründonnerstag
14. April: Karfreitag
19. April: Landung der Patrioten
1. Mai: Tag der Arbeit
18. Mai: Schlacht von Las Piedras
19. Juni: Geburtstag von Artigas
18. Juli : Tag der Verfassung
12. Oktober: Kolumbus-Tag
2. November Allerseelen
25. Dezember: Weihnachten
Kontakte
Notrufnummern
Notruf: 911
Polizei: 109
Feuerwehr: 104
Küstenwache: -
Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50
Allgemein
Telefon / Mobilfunk
Festnetz und Mobilfunkanbieter sind (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
Die Netzabdeckung für Mobilfunk ist im Prinzip lückenlos.
Internet
Der Zugang zum Internet ist (bis auf wenige weit abgelegene Gebiete) landesweit und jederzeit verfügbar.
WLAN-Hotspots und Internetcafés sind in allen Städten und größeren Orten zahlreich vorhanden.
Die Telekommunikations-Überwachung durch einheimische Sicherheitsbehörden kann nicht ausgeschlossen werden.
Strom / Elektrizität
220 V, 50 Hz. Übliche Netzsteckertypen: C, F, I, L.
Steckertyp C
Steckertyp F
Steckertyp I
Steckertyp L
Verkehr
Luftfahrt / Luftverkehr
Uruguay hat internationale Flughäfen, u.a. in Montevideo und Punta del Este, die von vielen internationalen Fluggesellschaften bedient werden. Ebenfalls werden Inlandsflüge angeboten.
2025 wurde die neue staatliche Airline "Sociedad Uruguaya de Aviación" (Sua) gegründet, die in erster Linie Ziele in Südamerika bedient.
Wirtschaft
Banken / Geld
Landeswährung: 1 Uruguayischer Peso (UYU) = 100 Centésimos
Banköffnungszeiten: In der Regel Mo-Fr 13-17 Uhr.
Größere Restaurants, Hotels und Geschäfte akzeptieren gängige Kreditkarten. Karten mit Cirrus- oder Maestro-Symbol ermöglichen die Abhebung an Geldautomaten.
Vorsorge
Empfohlene Impfungen
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Hepatitis A
Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen
Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025
Vorgeschriebene Impfungen
Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.
Impfungen aus besonderem Grund
Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)
Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)
Tollwut (bei erhöhtem Risiko für nicht-vermeidbare Tierkontakte)
Dengue-Impfung (Stellungnahme des StAR zum Denguevirus-Impfstoff Qdenga®)
Chikungunya-Impfung (siehe Merkblatt des Auswärtigen Amts)
Gesundheitsrisiken/-Versorgung
Medizinische Versorgung
In Montevideo und anderen Großstädten ist die ärztliche und medikamentöse Versorgung in den öffentlichen Krankenhäusern und Privatkliniken durchaus mit westeuropäischem Standard vergleichbar. In ländlichen Regionen ist das Angebot dagegen problematisch, vor allem durch die teilweise großen Entfernungen zur nächsten Stadt. Zwischen Uruguay und Deutschland besteht kein Sozialversicherungsabkommen, Behandlungen in Arztpraxen und Krankenhäusern müssen direkt bezahlt werden. Da aber nicht alle Leistungen erstattungsfähig sind, wird der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung, die sowohl den medizinisch notwendigen, als auch den medizinisch sinnvollen Rücktransport deckt, empfohlen.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke und notwendiger Medikamente (mit ärztlichem Attest) für chronisch Kranke ist unbedingt notwendig.
Eine Liste der bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte erhält man bei den deutschen Auslandsvertretungen vor Ort.
Infektionen / Krankheiten
Allgemein
Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:
Hepatitis A
Hepatitis A ist eine durch das Hepatitis-A-Virus verursachte, ansteckende Leberentzündung. Eine Impfung kann vor der Krankheit schützen.
Das Virus wird im Stuhlgang ausgeschieden. Die Übertragung erfolgt über die Aufnahme von Stuhl oder Stuhlresten beziehungsweise von damit verunreinigten Lebensmittel oder Trinkwasser über den Mund. Das Hepatitis A-Virus ist relativ unempfindlich gegenüber Kälte und Desinfektions- sowie Reinigungsmitteln, daher kommt es zu einer großen Verbreitung.
Symptome: eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Dazu kommen eine allgemeine Erschöpfung und mitunter Schmerzen im Bereich der Leber, also im rechten Oberbauch.
Im Anschluss können die typischen Symptome einer Gelbsucht entstehen.
Inkubationszeit: zwischen 2–6 Wochen.
Vorkommen: dort, wo die sanitären Bedingungen schlecht und Trinkwasserkontrollen unzureichend sind. In Europa kommt das Hepatitis-A-Virus (HAV) im Süden häufiger vor als im Norden. In Ländern mit niedrigem Hygienestand sowie in tropischen und subtropischen Gebieten ist es weit verbreitet.
Hepatitis B
Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Hepatitis B ist eine ansteckende akute oder chronische Leberentzündung, die durch Viren übertragen wird. Die Viren gelangen über das Blut oder über andere Körperflüssigkeiten in den Körper. Das Hepatitis B-Virus (HVB) kann die Leberzellen schädigen und zu Störungen der Organfunktion führen. Da Hepatitis B i.d.R. über sexuelle Kontakte übertragen wird, zählt sie zu den Geschlechtskrankheiten.
Eine Impfung kann gegen die Infektion mit dem Hepatitis B-Virus (HBV) schützen
Symptome: Das Auftreten kann bis zu 6 Monate dauern. Dann kommt es zu: Durchfall, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit und Gelbsucht. In etwa zehn Prozent der Fälle geht eine akute Hepatitis B in ein chronisches Stadium über, was schwerwiegende Komplikationen wie eine Leberzirrhose oder ein Leberzellkarzinom verursachen kann. Auch rund zehn Prozent derjenigen Infizierten, bei denen keine akute Hepatitis B aufgetreten war, entwickeln im weiteren Verlauf eine chronische Hepatitis B.
Inkubationszeit: zwischen 40–200 Tagen, i.d.R. 60–90 Tage.
Vorkommen: Besonders viele Infektionen sind im Osten Asiens, in Ost- und Zentralafrika und im Amazonasgebiet zu verzeichnen. Auch in Ost- und Zentraleuropa tritt Hepatitis B relativ häufig auf. In Westeuropa vergleichsweise selten. In Ländern mit geringeren medizinischen Standards ist das Risiko erhöht, sich über eine infizierte Blutkonserve oder über Spritzen und Kanülen anzustecken.
Durchfallerkrankungen
Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.
Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.
Typhus
Typhus ist eine hoch fieberhafte Infektionskrankheit in deren weiterem Verlauf mit Durchfall und teils schweren, den Darm betreffenden Komplikationen gerechnet werden muss, zum Beispiel dem Auftreten von Darmgeschwüren oder -durchbrüchen.
Man unterscheidet zwischen Typhus (Abdominaltyphus) und der typhusähnlichen Krankheit (Paratyphus) – sie ist die abgeschwächte Form. Typhus wird mit Antibiotika behandelt.
Besonders gefährdet für eine Infektion sind Neugeborene und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, verminderter Magensäureproduktion oder entzündlichen Darmerkrankungen.
Symptome (Abdominaltyphus): uncharakteristische Beschwerden wie Kopfschmerzen und Gliederschmerzen; innerhalb von zwei bis drei Tagen hohes Fieber, das langsam ansteigt und bis zu drei Wochen anhalten kann; allgemeines Krankheitsgefühl; Benommenheit, Bauchschmerzen, Husten, eventuell Verstopfung, ab der zweiten Woche Durchfall.
Selten auch: nicht juckende, stecknadelkopfgroße, rötliche Flecken auf Bauch, Brust und Rücken; dicker, weißlicher oder grauweißer Belag auf dem Hauptteil der Zunge, himbeerrote Zungenspitze und -ränder.
Symptome (Paratyphus): Der Krankheitsverlauf des Paratyphus ist ähnlich wie beim Typhus, die Symptome sind allerdings meist geringer ausgeprägt. Im Vordergrund stehen häufiger Übelkeit und Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchschmerzen und Fieber bis 39 °C.
Inkubationszeit: 2–21 Tage, i.d.R. zwischen 10–14 Tagen.
Vorkommen: Der Typhus-Erreger kommt weltweit vor. Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich Regionen mit erhöhtem Risiko sowie zunehmenden Antibiotikaresistenzen des Erregers. In Industrienationen treten Erkrankungen fast ausschließlich nach Fernreisen auf.
Hygiene
Trinkwasser
Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.
Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.
Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.
Sicheres Trinkwasser ist abgekocht oder kommt aus verschlossenen Flaschen.
Nahrung
Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.
Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.
Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.
Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.
Sichere Nahrung wurde erhitzt oder stammt aus (selbst)abgeschälten Früchten.
Luft
In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.
Einatmung von Nebel aus alten, ggf. rostigen Duschleitungen oder Klimaanlagen birgt Infektionsrisiken.
Luft in geschlossenen Innenräumen kann stark herabgekühlt sein und Schadstoffe enthalten (Insektizide).
Natürliche Umweltgefahren
Waldbrände
Vor allem in den Sommermonaten (Dez.-März) besteht eine erhöhte Gefahr für Busch- und Waldbrände.
Überschwemmungen
Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.
Tsunami
In den Küstengebieten besteht eine eher geringe Tsunamigefahr.
Dürren
Es besteht eine geringe Dürregefahr.
Weitere Gefahren
Da das Land keine Berge hat, die als Wetterbarriere dienen könnten, sind alle Regionen von Wetteränderungen betroffen. Infolge von starken Niederschlägen und Überschwemmungen kann es zu Erdrutschen kommen.
Klima
Allgemein
Uruguay hat ein gemäßigtes Klima, das durch warme Sommer und milde Winter gekennzeichnet ist; der kälteste Monat ist der Juni, der wärmste der Januar. Im Sommer weht der heiße Zonda, im Winter der kalte Pampero; die durchschnittlichen Temperaturen liegen in Montevideo zwischen 6 und 14 °C im Juli und 17 bis 28 °C im Januar.
Klimatabelle
Klimastation Montevideo (Observatorium)
Höhe über NN in m: 16
Geographische Position: 56° 12’ W, 34° 51’ S
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez | |
Temp. ø Max. (°C) | 28,1 | 28,0 | 25,8 | 22,0 | 18,8 | 15,4 | 15,2 | 16,2 | 18,1 | 19,6 | 24,2 | 27,0 |
Temp. ø Min. (°C) | 16,7 | 16,1 | 15,0 | 11,7 | 8,9 | 6,1 | 6,1 | 6,1 | 7,8 | 9,4 | 12,2 | 15,0 |
Regentage | 6 | 5 | 5 | 6 | 6 | 5 | 6 | 7 | 6 | 6 | 6 | 7 |
Niederschlag (mm) | 89 | 83 | 98 | 96 | 98 | 95 | 71 | 88 | 88 | 85 | 81 | 79 |
Sonnenstunden ø | 10,6 | 10,1 | 9,1 | 7,5 | 6,3 | 5,4 | 5,1 | 6,2 | 7,1 | 7,8 | 10,0 | 10,4 |
Wasser-Temp. ø (°C) | 21 | 22 | 21 | 19 | 15 | 13 | 12 | 11 | 12 | 15 | 18 | 19 |
Klimabelastung* | zs | zs | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | -- | zs |
Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken