Usbekistan

Informationen

Allgemein

Statistische Daten

Hauptstadt: Taschkent (2.371.300 Einwohner)

Fläche: 448.978 km²

Einwohnerzahl: 31.576.400

Währung: Soʻm (UZS) = 100 Tiyin

Staatsform: Präsidialsystem

Amtssprache: Usbekisch und Karalpakisch (regional)

Religion: Islam (89%), Russisch-Orthodox (8%), Christentum, Judentum

Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner pro km²

Zeitzone: UTC +5

Telefon-Vorwahl: +998

Netzspannung: 220 V, 50 Hz

Gefahrenindex: 3

Visumpflicht: Ja

Reisepass erforderlich: Ja

Lage

Geographische Einordnung

Usbekistan grenzt im Süden an Afghanistan, im Westen an Turkmenistan, im Westen und Norden an Kasachstan, im Nordosten an Kirgisistan und im Osten an Tadschikistan. Die Landschaft ist außerordentlich abwechslungsreich. Im Süden und Osten beherrschen die Gebirgsketten des Tienschan und des Pamir-Alaj das Landschaftsbild. Im Nordwesten bilden der Aral-See und die fast menschenleere Ust-Urt-Hochebene mit ihren zahlreichen Baumwollfeldern eine natürliche Grenze. Ein Großteil der Landesfläche ist Wüste.
Usbekistan gilt neben Liechtenstein als einziger Binnenstaat, an den nur Binnenstaaten angrenzen, was manchmal auch als doppelter Binnenstaat bezeichnet wird.

Infrastruktur

Es gibt den internationalen Flughafen Taschkent International Airport (TAS), Inlandsflüge werden angeboten. Das Schienennetz ist recht gut ausgebaut, die Transkaspische Eisenbahn durchquert Usbekistan. Das Straßennetz ist ebenfalls recht gut ausgebaut. Taxis und Busse gibt es in allen größeren Städten.

Termine / Feiertage

Daten für 2026

Nationalfeiertag:
1. September:        Unabhängigkeitstag (1991 von der Sowjetunion)
 
Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
14. Januar:        Tag der Verteidiger des Vaterlandes
8. März:        Internationaler Frauentag
20. März:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
21. März:        Navruz (Persisches Neujahr)
9. Mai:            Tag der Erinnerung und der Ehre
27. Mai:        Eid al-Adha (Opferfest)
1. Oktober:        Tag der Lehrer
8. Dezember:        Tag der Verfassung

 

Daten für 2027

Nationalfeiertag:
1. September:        Unabhängigkeitstag (1991 von der Sowjetunion)
 
Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
14. Januar:        Tag der Verteidiger des Vaterlandes
8. März:        Internationaler Frauentag
9. März:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
21. März:        Navruz (Persisches Neujahr)
9.(+10.) Mai:        Tag der Erinnerung und der Ehre
16.(+17.) Mai:        Eid al-Adha (Opferfest)
1. Oktober:        Tag der Lehrer
8. Dezember:        Tag der Verfassung

 

Daten für 2028

Nationalfeiertag:
1. September:        Unabhängigkeitstag (1991 von der Sowjetunion)
 
Weitere Feiertage:
1. Januar:        Neujahr
14. Januar:        Tag der Verteidiger des Vaterlandes
26. Februar:        Eid al-Fitr (Fest des Fastenbrechens)
8. März:        Internationaler Frauentag
21. März:        Navruz (Persisches Neujahr)
5. Mai:            Eid al-Adha (Opferfest)
9. Mai:            Tag der Erinnerung und der Ehre
1. Oktober:        Tag der Lehrer
8. Dezember:        Tag der Verfassung

Kontakte

Notrufnummern

Polizei: 102

Feuerwehr:101

Ambulanz: 103

Zentraler Sperr-Notruf für deutsche Girocards, Kreditkarten und Handys: +49 116 116 oder +49 30 40 50 40 50

Eine neue einheitliche Notrufnummer, 112, wird im Laufe des Jahres 2024 landesweit eingeführt.

Infrastruktur

Allgemein

Strom / Elektrizität

240 V, 60 Hz. Die Netzspannung variiert von 160 bis 280 V.
Übliche Netzsteckertypen: C, D, F

Weitere Infos zu den gängigen Netzsteckertypen findet man auf der Internetseite der „International Electrotechnical Commission“.

Steckertyp C

steckertyp-C

Steckertyp D

steckertyp-D

Steckertyp F

steckertyp-F

Telefon / Mobilfunk

Telefonieren im Selbstwählferndienst ist möglich. Gespräche von Hotelzimmern aus müssen vorbestellt werden. Ferngespräche ins Ausland können auch von den Hauptpostämtern aus geführt werden. Ortsgespräche sind kostenlos. Große Hotels bieten ihren Gästen einen Telefaxservice an.

Nach der Einreise und Erhalt der Registrierung können auch Personen ohne gewöhnlichen Aufenthalt in Usbekistan eine lokale SIM-Karte erwerben. Zurzeit wird dieser Service nur von der Gesellschaft Ucell angeboten. Erhältlich sind die SIM-Karten unter Vorlage des Passes mit Registrierungsnachweis bei allen Ucell-Verkaufsstellen. Der Empfangs-/Sendebereich deckt alle größeren Orte und die gesamte Provinz Taschkent ab.

Internet

Die Regierung Usbekistans steht dem Internet nicht positiv gegenüber. Es gibt zwar private Internet-Provider, sie werden aber vom Telekommunikationsministerium und und dem Sicherheitsdienst streng überwacht und zensiert. In jeder großen Stadt gibt es eine Vielzahl von Internetcafés, deren Betreiber jedoch inoffiziell verpflichtet sind, "verdächtige" Surfer und die von ihnen besuchten Websites und verschickten Emails bei den zuständigen Behörden zu melden. In Taschkent und anderen Städten ist es möglich per WLAN im Internet kabellos zu surfen.

Verkehr

Luftfahrt / Luftverkehr

Die nationale Luftfahrtgesellschaft Uzbekistan Airways fliegt vor allem innerhalb der GUS, bietet aber auch internationale Langstreckenflüge an. Der Flughafen Tashkent steht auf der Liste der gefährlichsten Flughäfen der Welt auf Platz vier.

Wirtschaft

Banken / Geld

Landeswährung: 1 Soʻm (UZS) = 100 Tiyin

Banköffnungszeiten: i. Allg. Mo-Fr, 9.30-17.30 Uhr, Abweichungen kommen jedoch häufig vor.

Bei der Mitnahme von Bargeld sind Euro (Banknoten ab Ausgabedatum 1996 in gutem äußeren Zustand) zu empfehlen. Achtung: Der Umtausch auf dem Basar ist verboten. Banken und Wechselstuben der großen Hotels gewähren jedoch in etwa denselben Kurs ohne besondere Formalitäten. Rückumtausch von S’om in USD ist bei Vorlage von entsprechenden Umtauschbelegen über vorangegangenen Dollarverkauf grundsätzlich möglich, zurzeit aber eingeschränkt. Ein Rücktausch in Euro ist nicht möglich. Travellerschecks und Kreditkarten sind noch unüblich; funktionierende Geldautomaten gibt es so gut wie nicht. Nur in großen Hotels und Geschäften werden Master Card und Visa akzeptiert. Wenn man bei Western Union Deutschland ein verifizierter Kunde ist, kann man sich selbst Geld per Online-Überweisung schicken lassen (unbedingt das Land, wo Sie sind, in diesem Falle Usbekistan, vermerken!); der überwiesene Betrag kann in Usbekistan sofort und problemlos abgeholt werden (in USD).

Gesundheit

Vorsorge

Vorgeschriebene Impfungen

Es bestehen keine generell verpflichtenden Impfnachweise bei Einreise.

Empfohlene Impfungen

Diphtherie

Tetanus

Keuchhusten

Polio-Grundimmunisierung sollte vorliegen

Hepatitis A


Siehe auch: Reiseimpfungen - Empfehlungen des Ständigen Ausschusses Reisemedizin (StAR) der DTG 2025

Impfungen aus besonderem Grund

Hepatitis B (bes. bei Langzeitaufenthalt oder engem Bevölkerungskontakt)

Typhus-Impfung bei Risikoreise (Hygienemängel)

Tollwut-Impfung bei Aufenthalt in abgelegenen Regionen

Gesundheitsrisiken/-Versorgung

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung ist in weiten Landesteilen unzureichend. Auch in Taschkent und Samarkand entspricht die medizinische Versorgung vielfach nicht europäischem Standard. Ärzte fordern für die medizinischen Behandlungen von Ausländern häufig eine Barzahlung in US Dollar oder Euro. Bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen muss eine medizinische Evakuierung, zum Beispiel nach Indien, Dubai oder Europa, erwogen werden. Ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung ist zwingend notwendig, kann aber die unzureichende medizinische Infrastruktur vor Ort nicht ersetzen. Eine individuelle Beratung durch einen reisemedizinisch erfahrenen Arzt in ausreichendem Abstand vor der Ausreise wird dringend empfohlen.

Reisende sollten regelmäßig einzunehmende Medikamente in ausreichender Menge nach Usbekistan mitbringen und sich für die Einreise die Notwendigkeit von ihrem Arzt auf Englisch bescheinigen lassen. Es ist vorgeschrieben und wird unbedingt empfohlen, Medikamente in der usbekischen Zollerklärung, die jeder Reisende bei der Ein- und Ausreise vorlegen muss, genau aufzuführen (siehe auch unter "Besondere Zollvorschriften"). Eine individuell angepasste Reiseapotheke ist nach Rücksprache mit einem Reisemediziner mitzuführen. Besonders chronisch kranke und behandlungsbedürftige Menschen müssen sich des gesundheitlichen Risikos einer Reise nach Usbekistan bewusst sein.

Die Deutsche Botschaft in Taschkent verfügt für den Notfall über eine Adressenliste von Ärzten und Krankenhäusern in der Stadt.

Infektionen / Krankheiten

Allgemein

Es besteht ein erhöhtes Risiko an folg. Infektionen/Krankheiten zu erkranken:

Malaria

Malaria (Wechselfieber, Sumpffieber) ist eine Infektionskrankheit. Ursache der Malaria sind winzige Parasiten: Plasmodien. Sie werden von der Anopheles-Mücke übertragen.
 
Symptome: grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Schüttelfrost, Schweißausbrüche und schweres allgemeines Krankheitsgefühl, oft auch Durchfall und Erbrechen.
Vor allem Malaria tropica kann schwere Organkomplikationen wie Koma, Schock und Nierenversagen auslösen und ist ohne Therapie bei nicht–immunen Menschen – also Touristen – rasch lebensgefährlich. Malaria tertiana und Malaria quartana verlaufen meist milder und über einen längeren Zeitraum.
 
Inkubationszeit: mind. 7 Tage bei Malaria tropica, bei den weniger gefährlichen Varianten Malaria tertiana und quartana eventuell länger.
 
Vorkommen: in tropischem und subtropischem Klima. Risiko der Übertragung ist besonders hoch in der Umgebung von stehenden Gewässern oder an Gewässern mit geringer Fließgeschwindigkeit.
Je nach Niederschlagsmenge und Saison kann es zu einer Häufung von Erkrankungen kommen.

HIV/AIDS

Diese Erkrankung des Immunsystems wird durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen, z.B. durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. AIDS ist das Endstadium einer Infektion mit dem HI-Virus (HIV). Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, verunreinigte Blutkonserven, Nadelstichverletzungen und verunreinigtes Drogenbesteck übertragen. Es schwächt das Immunsystem, wodurch die Patienten anfälliger für andere Krankheiten werden. Medikamente können die Lebenserwartung von Menschen mit AIDS verlängern. Heilbar ist diese Krankheit bisher nicht.

Symptome: HIV-Symptome variieren je nach Stadium der Erkrankung und werden in drei Klassen (A, B und C) unterteilt. Im Anfangsstadium verursacht eine HIV-Infektion grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Nachtschweiß, Durchfall und Abgeschlagenheit, die nach einiger Zeit aber oft selbstständig verschwinden und somit häufig falsch gedeutet werden. Im weiteren Verlauf der Krankheit beginnt die körpereigene Abwehr mit Hilfe der Bildung von Antikörpern, welche versuchen den Erreger zu bekämpfen. Im Falle einer HIV-Infektion gelingt es dem menschlichen Immunsystem lediglich, das Ausmaß der Krankheit zu verringern – diese aber nicht zu bekämpfen. Im Laufe der Zeit vermehrt sich das Virus oft still und heimlich im Körper der Betroffenen und schädigt innere Organe wie den Darm in großem Ausmaß. Zudem steigt die Anfälligkeit für Krankheiten enorm. Erfolgt keine Therapie mit bestimmten Medikamenten ist das Immunsystem früher oder später machtlos. Schwere Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Pilzbefall oder verschiedene Krebsarten entstehen problemlos. Erst dann spricht man von AIDS.
HIV-Symptome müssen nicht zwangsläufig in AIDS-Symptome übergehen. Wird die Infektion rechtzeitig erkannt und richtig behandelt, kann ein AIDS-Ausbruch verhindert werden.

Vorkommen: AIDS ist eine weltweit auftretende Erkrankung; ein Großteil der Infizierten lebt in Afrika.

Durchfallerkrankungen

Tritt infolge von diversen Darminfektionen auf und wird häufig durch verunreinigtes Trinkwasser und/oder Nahrung verursacht.
 
Symptome: Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Fieber, kolikartige Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Kreislaufprobleme durch starken Wasserverlust. Je nach Erreger gibt es verschiedene Krankheitsverläufe.
 
Inkubationszeit: einige Stunden bis Tage.

Vorkommen: häufig in Ländern Afrikas, Asiens (v.a. Südostasien) und Lateinamerikas; oft in Gebieten ohne getrennte oder ausgebaute Trink- und Abwassersysteme.

Tollwut (Rabies)

Die Tollwut ist eine schnell fortschreitende Virusinfektion des Zentralnervensystems.
Tollwutviren werden durch Biss- und Kratzverletzungen infizierter Säugetiere auf den Menschen übertragen. Gefährdet sind Personen mit beruflichem Kontakt zu Tieren, sofern sie in Tollwut-Risikogebieten tätig sind, und Reisende in Ländern mit hohem Tollwutvorkommen (v.a. unter einfachen Bedingungen oder Langzeitaufenthalten).
Die Tollwuterkrankung verläuft immer tödlich. Die Impfung vor oder kurzfristig nach einer potentiellen Infektion schützt vor der Erkrankung.

Symptome: meist unspezifische Anzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Nervosität, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
Die ersten typischen Anzeichen einer Tollwut sind Empfindungsstörungen (Parästhesien) und Juckreiz in der Umgebung der Bisswunde.
In ca. 80 % der Fälle tritt die Erkrankung in ihrer klassischen Form, der sogenannten "wilden Wut" auf. Die Tollwut zeigt sich als untypisch verlaufende Entzündung des Gehirns (Enzephalitis).

Symptome: Verwirrtheit, Halluzinationen, Kampflust und Krampfanfälle; Fehlfunktion des sympathischen Nervensystems. Dazu zählen unter anderem eine übermäßige Speichelproduktion, Gänsehaut und Herzrhythmusstörungen.

Inkubationszeit: i.d.R. 20–70 Tage, kann aber auch schon nach 4 Tagen oder erst nach einem Jahr ausbrechen.

Vorkommen: Tollwut bei Tieren kommt in vielen Ländern weltweit vor. Zu den meisten menschlichen Infektionen kommt es in Entwicklungsländern.

Tuberkulose

Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Die Bakterien werden dabei in aller Regel auf dem Luftweg von Mensch zu Mensch übertragen. Die Tuberkulose betrifft bevorzugt die Lunge, kann aber auch in jedem anderen Organ auftreten. Auch Tiere können die Bakterien z.B. über Rohmilch oder rohes Fleisch übertragen.

Symptome: zu Beginn eher unspezifische Symptome wie Husten, Nachtschweiß, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schwäche und eine leicht erhöhte Temperatur. Im weiteren Verlauf kann auch höheres Fieber auftreten. Zudem kommt es zu starkem Husten, bei dem die Erkrankten Blut spucken und Brustschmerzen haben. Im Fall einer Streuung der Bakterien auf weitere Organe kann es zu einer Hirnhautentzündung (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Halluzinationen, Wesensveränderung, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Koma) oder zu einer Blutvergiftung kommen, die tödlich enden kann.

Inkubationszeit: zwischen 6–8 Wochen.

Vorkommen: weltweit, allerdings ist vor allem die Situation im südlichen Afrika sowie in Osteuropa und Zentralasien sehr problematisch.

Aviäre Influenza (Vogelgrippe)

Die Vogelgrippe ist eine Viruserkrankung. Die Influenza-A-Viren befallen vor allem Vögel, insbesondere Geflügel wie Puten oder Hühner. Sie können aber auch beim Menschen Erkrankungen auslösen. Diese sind vergleichsweise selten, da die Vogelgrippe für den Menschen nicht sehr ansteckend ist. Allerdings kann die Erkrankung beim Menschen einen schweren Verlauf nehmen. 

Symptome: zuerst typische Grippe-Symptome wie hohes Fieber und Kopf-, Hals- und Muskelschmerzen, Husten, Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, in seltenen Fällen  kommt es zu Nasenbluten und Schleimhautblutungen. Teilweise kommt es zusätzlich zu Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung stehen bei den meisten Patienten Symptome in den oberen und unteren Atemwegen im Vordergrund. Es kommt zu einer schweren Lungenentzündung, die oft rasch zu einem Versagen der Atemorgane führt.
 
Inkubationszeit: Der Vogelgrippe-Virus wird vor allem im engen, direkten Kontakt mit erkrankten Vögeln weitergegeben. Die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nur in wenigen Ausnahmefällen bekannt. Man geht davon aus, dass die Inkubationszeit zwischen 2–5 Tagen liegt.

Vorkommen: vor allem in Asien stark verbreitet, vermehrt in China gemeldet. Es gibt aber auch Fälle von infizierten Vögeln in Afrika und anderen Teilen der Welt. In Europa breitete sich die Vogelgrippe ebenfalls zeitweise aus. 

Hygiene

Trinkwasser

Leitungswasser entspricht nicht westeuropäischen Standards.

Zum Trinken sollte abgefülltes Wasser gekauft werden. Anonsten sollte Leitungswasser vor dem Verzehr (Trinken, Nahrungszubereitung) abgekocht, am besten auch gefiltert, werden.

Eiswürfel sollten nur benutzt werden, wenn sie abgepackt und aus klar erkenntlich sicheren Quellen stammen.

Nahrung

Die Hygienebedingungen bei der Nahrungsmittelzubereitung entsprechen nicht westeuropäischen Standards.

Vorzugsweise sollte nur Essen von vertrauenswürdigen Quellen verzehrt werden.

Auch sollten Lebensmittel bevorzugt gekocht verzehrt werden.

Rohe Früchte und rohes Gemüse sind nur mit Vorsicht zu genießen, da diese möglicherweise mit Wasser gewaschen wurden, welches nicht ausreichend sauber ist. Generell sollte Obst und Gemüse immer geschält werden.

Luft

In Ballungsräumen kann es zu Smog oder Feinstaubbelastungen kommen.

In den Sommermonaten kann es zu einer hohen Belastung der Luft durch Staub kommen. Chronische Atemwegserkrankungen wie Asthma oder COPD können sich dadurch erheblich verschlechtern.

In der Umgebung des Aralsees ist mit hoher Luftverschmutzung zu rechnen, da der Boden des trockengefallenen Sees stark durch Salze und Chemikalien belastet ist, die durch Wind verbreitet werden.

Umwelt

Klima

Allgemein

Das Klima Usbekistans zählt zu der gemäßigten Zone. Je nach Region herrschen kontinentales Feuchtklima, gemäßigtes Steppenklima oder gemäßigtes Wüstenklima vor. Die Sommer sind meist heiß und wolkenlos, die Winter unbeständig und kalt.

Klimatabelle

Nachfolgend finden Sie hier Klimadaten ausgewählter Wetterstationen des Landes:Klimastation TOSCHKENT (TASHKENT)

Höhe über NN in m: 488

Geographische Position: 69° 16’ E, 41° 16’ N

 

Jan

Feb

Mär

Apr

Mai

Jun

Jul

Aug

Sep

Okt

Nov

Dez

Temp. ø Max. (°C)

5,7

7,8

14,3

21,8

27,3

33,2

35,6

34,0

28,7

20,9

14,1

8,6

Temp. ø Min. (°C)

-3,1

<1,5

4,2

9,9

13,7

17,7

19,4

17,2

12,4

7,3

3,4

-0,3

Regentage

8

7

9

8

5

1

1

< 1

1

4

6

8

Niederschlag (mm)

55

47

72

64

32

7

4

2

5

34

45

53

Sonnenstunden ø

3,8

4,4

5,3

7,2

9,8

12,1

12,4

11,8

10,0

7,3

5,0

3,4

Wasser-Temp. ø (°C)

            

Klimabelastung*

--

--

--

--

--

h + t

h + t

h + t

--

--

--

--

Klimabelastung: -- = keine, zs = zeitweise schwül, s = schwül, ss = sehr schwül, h+t = heiß und trocken

Natürliche Umweltgefahren

Allgemein

Vor Reisen in große Höhen (über 2.300 m) empfiehlt sich deshalb vor der endgültigen Reiseplanung eine individuelle Beratung durch einen höhenmedizinisch erfahrenen Arzt. Vor der Einnahme von Medikamenten zur Vorbeugung oder Behandlung der Höhenkrankheit ohne Anweisung durch einen Arzt oder erfahrenen Bergführer wird dringend gewarnt. Zivile Luftrettungsunternehmen für die Rettung aus Bergnot gibt es in Usbekistan nicht.

Die Höhenkrankheit ist eine durch taktische Fehler bei der notwendigen Höhenanpassung über 2.300 m (z.B. durch zu raschen Aufstieg und Überanstrengung) ausgelöste, potentiell sehr gefährliche Funktionsstörung von Lunge und Gehirn. Erkranken können besonders auch junge, gesunde und gut trainierte Personen, auch solche, die bereits früher große Höhen und rasche Aufstiege ohne Probleme bewältigt haben. Zu Todesfällen kommt es nicht selten, weil grundlegende Regeln missachtet-, Frühsymptome falsch gedeutet- und Medikamente unvernünftig eingesetzt werden. Bestimmte Erkrankungen von Herz und Lungen erhöhen ebenfalls das Risiko, eine Höhenkrankheit zu erleiden.

Überschwemmungen

Infolge von Unwettern und Extremniederschlägen kommt es insbesondere entlang der Wasserläufe regelmäßig zu Sturzfluten und/oder Überschwemmungen. Dadurch kann es zu Einschränkungen im Verkehr kommen.

Erdbeben

Es besteht eine hohe Erdbebengefahr.
Schwächere Erdbeben kommen häufiger vor, allerdings kann es auch zu schweren Erdbeben kommen.
Reisende sollten sich deshalb mit Verhaltensregeln im Falle von Erdbeben vertraut machen.
Infolge eines Bebens ist mit erheblichen Einschränkungen im Transport- und Infrastrukturbereich zu rechnen.

Verhalten im Falle eines Erdbebens
Bei Aufenthalt im Gebäude: Ruhe bewahren. Das Gebäude sollte nur verlassen werden, wenn man sich im Erdgeschoss nahe eines Ausganges befindet. Schutz unter einem schweren stabilen Möbelstück (z.B. Tisch) suchen und festhalten, solange die Erschütterung dauert, auch wenn sich das Möbel bewegt. Ist das nicht möglich, unter einen stabilen Türrahmen flüchten oder auf den Boden nahe einer tragenden Innenwand und fern von Fenstern legen und Kopf und Gesicht mit verschränkten Armen schützen. Kein Treppenhaus begehen! Keinen Fahrstuhl benutzen!

Bei Aufenthalt im Freien: Schnellstmöglich einen freien Platz auf freier Fläche und ausreichender Entfernung zu Gebäuden, Straßenlampen und Versorgungsleitungen suchen und dort bleiben, bis die Erschütterungen abgeklungen sind. Autofahrer sollten unverzüglich am Straßenrand anhalten, fern von Gebäuden, Bäumen, Überführungen, Hängen, Böschungen, Klippen und Versorgungsleitungen. Es sollte vermieden werden, möglicherweise beschädigte Brücken und Unterführungen zu be- bzw. durchfahren. Nach schweren Beben sollte von einer Weiterfahrt ganz abgesehen werden.

Nach einem Beben sollte den Anweisungen der Behörden unbedingt Folge geleistet werden. Mit Nachbeben muss gerechnet werden, diese können zu weiteren Schäden an den bereits beschädigten Gebäuden und der Infrastruktur führen. Nach einem zerstörerischen Beben sollten offiziell eingerichtete Sammelplätze aufgesucht werden. 

Extreme Hitze

Teilweise kommt es in Regionen zu Temperaturen von über 40 °C, die zu Einschränkungen im öffentlichen Leben und im Infrastrukturbereich (Verkehrswesen, Wasser- und Stromversorgung) führen können.

Verhaltenstipps
Ausreichend Flüssigkeit in Form von Wasser oder ungesüßten Tees sowie eher leichte Speisen zu sich nehmen. Durch das Schwitzen verliert der Körper wichtige Mineralien und Spurenelemente. Diese können durch Mineraldrinks wieder ersetzt werden. Es empfiehlt sich, helle, luftige Kleidung aus Naturfasern zu tragen. Bei direkter Sonneneinstrahlung sollten vor allem Kinder eine Kopfbedeckung tragen. Überanstrengungen sollten vermieden werden.